Enzym A20; Allergien, Endotoxine

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... Ein neu entdecktes Enzym in der Schleimhaut der Atemwege scheint eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Allergien zu spielen. Das Enzym wird als A 20 bezeichnet und steht nach Angaben einer internationalen Forschergruppe offenbar am Anfang der Entwicklung von allergischen Reaktionen. Danach ist für die Entstehung von Allergien oder Asthma entscheidend, ob das Enzym A 20 aktiviert wird oder nicht. Und bei der Aktivierung wiederum scheinen Bestandteile von Bakterien eine Rolle zu spielen, die im Staub aus Bauernhöfen mit Tierhaltung reichlich vorhanden sind.
...
Diese Versuche hätten belegt, dass die „gesamte Entzündungskaskade, die zu allergischem Asthma führt, nicht mehr abrollen kann, wenn A 20 aktiviert ist.“

Was die Forscher nicht wissen: Wie aktivieren die Endotoxine das Enzym? Für die Antwort auf diese Frage hat die aktuelle Studie noch keine Hinweise ergeben.

Dass A 20 eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Allergien spielt, stützen die Forscher auch auf die Untersuchung von Asthma-Kranken. So habe man nachweisen können, dass das Enzym A 20 bei Asthmatikern in sehr viel geringerem Maße in der Schleimhaut vorkommt als bei Nicht-Allergikern. ...

.... Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass Endotoxine und das A20-Enzym allein über Allergie oder Nicht-Allergie entscheiden. Doch von Mutius hält die Mausversuche ihrer belgischen Kollegen für "sehr eindrücklich". Man wisse nie, inwieweit man Resultate von Mäusen auf Menschen übertragen kann, "aber ich halte es für einen wichtigen Mechanismus.“ ...

Endotoxine sind Zellwandbestandteile der äußeren Membran gram-negativer Bakterien und zeigen bei allen gram-negativen Bakterien ähnliche Strukturmerkmale. Sie bestehen aus einem Polysaccharid- und einem Lipid-Anteil. Der Polysaccharid-Anteil ist je nach Bakterium unterschiedlich aufgebaut. Er enthält immer eine O-Spezifische Kette aus sich wiederholenden Einheiten von 3 bis 8 Zuckern. Es folgt die zweiteilige Kernregion, bestehend aus Heptosen und der Zuckersäure Kdo (2-Keto-3-desoxy-octonsäure). Der Lipid-Anteil besteht aus Glukosamin-Molekülen, zwei Phosphatgruppen und Fettsäureketten. Diese Region ist die am wenigsten variable Komponente bei allen Endotoxinen und für die toxische Wirkung verantwortlich.


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Das sind nur Bausteine zu einem großen Ganzen. Aber ich denke, es lohnt, sich bei Heuschnupfen/Allergien z.B. mit diesem „ImmunoBon“ zu befassen.

Grüsse,
Oregano
 
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