Medizinmann-Lukas
In der Tat: Jedes mit normalen Mahlzeiten aufgenommene Fett oder Öl bringt wohl den Gallenfluß mit allen Giften in Gang, womit Fette und Öle wasserlöslich werden, um v. a. im Dünndarm vom Körper aufgenommen zu werden, dies mit der Folge, daß die mit der Galle freigesetzten Gifte wieder in die Leber zurückwandern. Durch die Einnahme von Rizinusöl wird dieser enterohepatische Kreislauf unterbrochen.
Alles Gute!
Gerold
Hallo Gerold,
laut Wikipedia werden täglich 700 ml Gallensaft in der Leber produziert.
Diese 700 ml müssten demzufolge also auch ausgeschieden werden. Auch OHNE Rizinusöl. Ansonsten hätten wir ja nach 10 Tagen bereits 7 Liter Galle in unserem Körper.
Es ist daher davon auszugehen, dass bei jeder fettreichen Mahlzeit, also immer wenn Galle in den Darm abgegeben wird, auch etwas Gifte mit dem Kot ausgeschieden werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Körper 100% aller Gifte rückresorbiert.
Zumindest ein Teil wird sicher ausgeschieden werden.
Ich frage mich des Weiteren, ob der Wirkmechanismus von Rizinusöl nicht doch eher ein anderer ist, als die Unterbrechung des ent. Kreislaufs.
Denn etwas Gifte werden sicher so oder so mit dem täglichen Stuhlgang ausgeschieden. Und wie kommt es zu diesen zahlreichen Entgiftungssymptomen am Rizinusöl-Tag? Die dürften eigentlich gar nicht sein, wenn der ent. Kreislauf unterbrochen wird.
Vielmehr denke ich, tut Rizinusöl Gifte mobilisieren. Und da es ja eine abführende Wirkung hat, wird eben auch ein Großteil der Gifte ausgeschieden. Aber eben nicht 100%.
Ich glaube jedenfalls, dass Rizinusöl eher aufgrund der Mobilisierung der Gifte wirkt und weniger, weil der ent. Kreislauf unterbrochen wird.
Immerhin wirkt Rizinusöl ja auch äußerlich aufgetragen gegen Ekzeme. Geschwüre etc. und dort wird ja auch nicht der enterohepatische Kreislauf durchbrochen, sondern vielmehr werden die Gifte wie ein Magnet herausgezogen. Sicher spielt das Prostaglandin E2 dabei auch eine grosse Rolle.