Eibisch in der Medizin

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Der Name "althaea" kommt wahrscheinlich vom griechischen "althaino" - "ich heile". In diesem Sinn wurde der Eibisch in antiker Zeit von den Ärzten Plinius und Dioskurides sowie dem Naturforscher Theophrast beschrieben. Karl der Große befahl den Eibisch wegen seiner heilenden Kräfte auf den kaiserlichen Ländereien anzubauen.

In der Renaissancezeit wurde die Pflanze als Allheilmittel benutzt. Sie sollte gegen Husten, Magenbeschwerden, Zahnweh, Geschlechtskrankheiten und vieles andere helfen. Hatte man Eibisch, so war gar keine andere Medizin mehr nötig.

Natürlich war das übertrieben. Immerhin wird Eibisch heute noch wegen dem hohen Gehalt an Schleimstoffen, die sich wie eine Schutzschicht über die Schleimhäute legen, bei Bronchialbeschwerden angewendet. Entzündete Schleimhäute können unter der schützenden Schicht gut abheilen.

Die Heimat des Eibisch ist Mittel-, Süd- und Osteuropa. In Deutschland kommt er - allerdings selten - verwildert auf feuchten Wiesen und im Ufergebüsch auf salzhaltigem Boden vor.

Der dicke Wurzelstock wird im März und April oder im Oktober und November ausgegraben. Man schabt den korkartigen Überzug ab und trocknet die Wurzel. Auch Blüten und Blätter werden gesammelt, am besten im Juli und August.

Zum Tee kann man alles verwenden - zwei Teelöffel der Wurzel oder der Blüten und Blätter werden mit einem Viertelliter Wasser kalt angesetzt. (Mit heißem Wasser käme die nicht erwünschte Stärke mit in den Tee.) Diesen kalt angesetzten Tee läßt man eine Stunde stehen, rührt aber ab und zu um. Dann seiht man durch einen Kaffeefilter ab. Erst jetzt wird der Tee erhitzt und ungesüßt getrunken.


Natrliche Medizin aus der Krutergarten-Apotheke - Eibisch
 
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