Disulfiram bei alter Borreliose

Skf

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09.04.20
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Ich interessiere mich auch für weitere Berichte über Erfahrungen mit DIsulfiram usw,lg
 
wundermittel
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18.03.19
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Hallo zusammen,

ich greife das Thema mal auf. Das Thema Disulfiram bei Borreliose erhält ja zunehmend Aufmerksamkeit. Ich habe diese Woche niedrig dosiert angefangen und steigere mich nun langsam auf die Target Dose. Wenn es hier jemanden interessiert wie es verläuft, einfach melden, dann werde ich immer mal kurze Zwischenreports abgeben.

LG
 
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Hallo zusammen,

ich greife das Thema mal auf. Das Thema Disulfiram bei Borreliose erhält ja zunehmend Aufmerksamkeit. Ich habe diese Woche niedrig dosiert angefangen und steigere mich nun langsam auf die Target Dose. Wenn es hier jemanden interessiert wie es verläuft, einfach melden, dann werde ich immer mal kurze Zwischenreports abgeben.

LG
Na klar. Jede Erfahrung zählt.

Ich habe zu weit gesteigert.
Mit 60mg jeden dritten tag angefangen
Dann gesteigert bis 130mg jeden zweiten und 30mg die Tage dazwischen.
Und das Steigern tat ich über Monate.
Es ging mir mit der Dosis dann extrem schlecht.
Somit habe ich wieder auf 120mg jeden zweiten Tag reduziert und gut ist.

Wünsche dir viel Erfolg.

Mein borre Arzt wollte dass ich gleich jeden tag 250mg nehme.
Ich denke ich wäre tot wenn ich so angefangen hätte
 
regulat-pro-immune
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18.03.19
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Moin Broxin,

danke für die schnelle Rückmeldung :)

Ja wie gesagt ich habe gerade erst damit angefangen auf einem sehr niedrigen Level. Ich bin mit 20mg alle 2 Tage gestartet, habe diese Dosis nun 2 mal genommen und morgen geht es hoch auf 40mg. Ich starte so langsam wegen der Wirkung des Medikaments auf den Dopaminhaushalt und weil ich scheinbar eine sehr hohe Borrelienbelastung habe. Was ich bisher an Erfahrungsberichten gelesen habe, so sind die stärksten Nebenwirkungen zumeist aufgetreten wenn:

1.) zu schnell hochdosiert wurde
2.) eine zu hohe Dosis verwendet wurde
3.) nicht oder zu schnell ausgeschlichen wurde

Daher entschied ich mich für die low & slow Vorgehensweise, die Dr. Kinderlehrer aufgrund seiner Erfahrungen empfiehlt. Es kann natürlich auch gut sein, dass ich damit falsch liege denn es ist halt am Ende des Tages weiterhin ein großes Experiment.

Um das Dsf zu unterstützen und die Nebenwirkungen abzumildern nehme ich zusätzlich diverse NEMs sowie ein paar Kräuter aus dem Buhner-Protokoll ein. Es sind ja nicht alle kompatibel mit Dsf aber die meisten passen gut. Ich nehme zudem bei Bedarf gegen Schmerzen und abends gegen Schlafstörungen medizinisches Cannabis als Cannabisbutter sehr niedrig dosiert (i.d.R. ca. 3-4mg täglich).

Hauptsymptome sind brutale Erschöpfung (ME/CFS), Brain Fog, starke kognitive Einschränkungen... dazu kommen dann die üblichen Borre-Wehwehchen wie Schmerzen in den Extremitäten, Gelenken, Kopfschmerzen, etc.

Ernähre mich nun neuerdings simpel ayurvedisch, um meinen Körper während der Therapie zu entlasten. Dazu entgifte ich mit diversen Methoden, bspw. Magnesiumbäder, Basenbäder, Infrarot, Trockenbürsten, Zelith+Aktivkohle, Ölziehen, Pranayama, etc.

130mg ist ja schon ganz ordentlich bei dir. Super, dass du schon so weit gekommen bist! Und gut, dass du nicht auf deinen Borreliosearzt gehört hast. Die Empfehlung ist ja nach heutigen Erkenntnissen schon ziemlich gewagt. Am besten ist es eben doch, wenn man auf sein eigenes Bauchgefühl hört.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall auch viel Erfolg und dass Du bald wieder gesund bist :)

Liebe Grüße
 
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10.04.21
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Hallo Gemeinde
Borreliose - Antabus - Wirkungen - Nebenwirkungen

Ich bin aus der Schweiz und habe vor 2 Jahren meine erste ernsthafte Borrelienkur gemacht, mit mässigem, aber doch, Erfog.
Daraufhin ging ich letztes Jahr (nach leichter Covid erkrankung) wegen gelenkschmerzen wieder zum Arzt, wobei ich auf die Sauerstoff-wechsel-Therapie nicht reagierte. die werte waren schlechter. Er empfahl mir eine Antabus 400mg therapie.
1. Woche - 1/2 tabl alle zwei Tage (vor dem Schlafen) , = 200mg in 2 tagen , oder 100mg täglich - das ging gut. leichte unruhe beim Einschlafen.
2. Woche 1/2 Täglich - (vor dem Schlafen) = 200mg Tägl. ging auch gut. aber einschlafunruhe war grösser
3 Woche 1 ganze Täglich = 400mg Tägl !! mit wechsel auf morgens um die nächtliche Unruhe zu vermeiden.
Nach 5 Tagen kam es zu einem heftigen Psych Schub, der im Spital auskuriert werden musste. Nach 5 Tagen waren die Panikatacken wieder weg.
Allerdings : !! Waren nach 10 Tagen in der Klinik die Werte so niedrig wie noch nie, und Symptomfreiheit, (ca 30 Tage nach Therapiebeginn) bezüglich Gelenken. somit auf die Borreliosewerte ein Erfolg.
Im Spital litt ich unter heftigen Muskel/Nackensmerzen und heftiger Migräne, das war wohl der Entzug vom Medikament...

Es war wohl zu schnell und zu hoch dosiert.
Ich ahbe auch den Eindruck dass man es Konstituions und Gewichtsabhängig einsetzen muss.
Mit Vorsicht würde/werde ich es wieder wagen.

Die Gelenkschmerzen sind jetzt nach einem halben Jahr wieder da, vielleicht weil ich regelmässig geringe Mengen, (1-2 dl Wein tägl. bzw 1-2 Flaschen pro woche) Wein trinke ??
Ich werde den Alkohol nun mal für drei Wochen aussetzen.
Dann evt erneut niedrig dosiert Antabus versuchen.

Meine Frage: Wie erlebt ihr die Wirkung von alkohol generell auf borreliose?
Wann sind eure symptome grösser, bei gleichbleibender Lebensfürhrung, im Frühling, Sommer, winter?

Bei mir hab ich den Eindruck, es kommt immer wieder im Frühling, mit Pollenallergie und anderem. Auch die Ernährung macht mir mehr zu schaffen. ich ess gerne, da ist es schwer in der Weihnachtszeit bis Ostern wo es so leckere Essen gibt. Zur zeit 80 Kg.
Kaffe vertrag ich gut, vorallem Morgens,
Schwarztee ganz schlecht (leider, ich liebe Lapsang) Nachts mit Ohrensausen... Tinnitus..
 
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10.01.04
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Das arznei-telegramm bringt in 6/22, S.47) die Frage eines Arztes zur Behandlung von einer Borreliose mit Disulfiram (Antaabus, außer Handel):

... In letzter Zeit wenden sich vermehrt Patienten an mich, die von einem „Borreliose-Experten“ Disulfiram (ANTABUS; außer Handel) verschrieben bekommen haben. Abgesehen davon, dass Disulfiram in Deutschland nicht mehr im Handel ist, hat es doch erhebliche Nebenwirkungen. Was ist von der Medikation mit Disulfiram bei Borreliose zu halten?

Laut at gibt es keine Studien, die die angebliche Wirkung von Disulfiram auf eine anhaltende Borreliose belegen. Es wird von u.U. schwerwiegenden neuropsychiatrischen oder hepatischen Schadwirkungen berichtet. Als unerwünschte Wirkungen werden toxische Effekte wie Neuropathie oder paranoides Delir genannt, Müdigkeit, Anstieg von Leberenzymen.
Fazit des at: Wir raten aufgrund fehlender Nutzenbelege und potentiell schwerwiegender toxischer Effekte von Disulfiram (...) gegen Lyme-Borreliose dringend ab.

Grüsse,
Oregano
 
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