Die Metta-Übung: Mit schwierigen Menschen und Situationen leichter klarkommen

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Die Metta-Übung: Auch bekannt als "Loving-Kindness"-Meditation.
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Wie die Übung wirkt

Bei der Metta-Übung geht es unter anderem darum,
  • Gelassenheit und Empathie zu stärken
  • mich selbst mehr annehmen, andere freundlicher annehmen zu können
  • konstruktiver umgehen mit Trotz, Fehler, Leiden, Schmerz, die wir uns/anderen beschert haben mögen,
  • uns von Wut, Aversion, Schuldgefühlen, Trauer, Enttäuschung nicht auffressen lassen,
  • wenn wir andere schon nicht ändern können, wenigstens ein paar positive Vibes auszusenden
  • die Herrschaft über die eigenen Knöpfe zurückzugewinnen statt sie immer von anderen drücken zu lassen
Es geht nicht darum:
  • Ärger, Frust, Enttäuschung einfach wegzuommmmmmen,
  • um Verleugnung, Sentimentalität
  • schwierige Seiten oder ärgerliches Handeln von anderen zu ignorieren.
Für die Zahlen-, Daten-, Fakten-Menschen: Die Metta-Übung zählt zu den am häufigsten untersuchten psychologischen Interventionen der letzten zehn Jahre. Es gibt stapelweise empirische Veröffentlichungen dazu, die unter anderem folgende Effekte belegen:

  • mehr Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Hoffnung, Interesse bei regelmäßiger Praxis der Metta-Übung
  • größere Lebenszufriedenheit, weniger depressive Symptome, bessere Aufmerksamkeit, physische Gesundheit
  • der Vagusnerv und das Immunsystem werden gestärkt
  • der präfrontale Kortex, für die höheren Denkprozesse, wird stärker aktiviert
  • Schmerzpatienten klagen über weniger Leiden, wenn sie regelmäßig – äh: metta-tieren
Ach übrigens: Das Wort „Metta“ kommt aus dem Pali und bedeutet in etwa so viel wie „Liebende Güte“.
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Wie die Metta-Übung geht

Beginne mit einem tiefen Seufzer oder Gähnen. Oder nimm drei tiefe Atemzüge, komme an im Hier, Jetzt, Ich. Ruckel Dich gegebenenfalls nochmal zurecht, so wie es für Dich passt. Ansonsten: nix ändern, nix manipulieren, nix wollen – alles ist ok, so wie es halt gerade ist. Und sprich diese Sätze still oder laut für Dich:

Möge es mir gut gehen

Möge ich glücklich sein

Möge ich gesund sein und frei von Ärger

Möge ich leicht durchs Leben gehen
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Was bei solchen Techniken für mich positiv ist: man kommt weg vom Thema des Ärgers oder man wird sich evtl. auch erst bewußt, aß man da ein Dauerthema hat. Durch diese Sätze, die an verschieden gewertete Menschen gerichtet werden, fällt man nicht immer wieder in die entsprechenden Konflikte und Ärgernisse. Man gibt sie vielmehr ab; manche solcher Techniken sagen einfach "ich segne Dich", um diesen persönlichen Bezug/Konflikt aufzulösen und quasi an eine andere Ebene abzugeben.

Grüsse,
Oregano
 
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