Das Kiefergelenk

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Viele Beschwerden können mit einem gestörten Kiefergelenk zusammenhängen. Stimmt es beim Kiefergelenk nicht, kann das Auswirkungen auf die ganze Wirbelsäule haben.

Hier eine Seite, auf das Kiefergelenk ausführlich dargestellt wird. Und es ist sogar möglich, da ein Kochbuch zu bestellen :) ...

http://www.kiefergelenkskochbuch.de/index.html
 
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25.03.04
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Diese Idee hatte jemand bei mir neulich auch. Das mein Schwindel ja vom Kiefergelenk ausgelöst wird. Ich soll das doch mal nachmessen lassen.

Dazu muss ich mich aber noch erkundigen, wo man das machen lässt und wie das gemacht wird.

Hat schon jemand Erfahrung damit?

VG
himmelsengel
 

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09.11.04
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Hallo,

heute ist mir noch eine andere Idee zum Thema Schwindel gekommen.
Ich war heute beim Zahnarzt zur meiner zweiten Sitzung.
Heute waren die Zähne dran die auch so schon beim Kauen immer sehr empfindlich sind. Beim Bohren schoss mir immerwieder so ein Gefühl wie starker Schwindel durch den Kopf und ich war froh als er fertig war.
Auf der anderen Seite hatte ich dieses Gefühl nicht.
Könnte es nicht sein dass, wenn irgendetwas mit den Zähnen nicht stimmt, Schwindel ausgelöst werden kann???

LG
Sternchen
 
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11.10.05
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Hallo Sternchen und Himmelsengel

mit dem blöden Schwindel kann es wohl vielerlei Ursachen geben. In meiner Familie half genau der Osteopath, über den die Bauchschmerzen meines großen Kindes behoben worden sind (Reizdarmsyndrom usw).
Damals lernten wir ihn kennen, als ein mitfühlender Mensch ( gibt es auch in "freier Wildbahn "- trifft man aber nicht so oft :) ) uns sagt, vielleicht kann ein Osteopath hier helfen. Das Wort Ostoepath hatte ich zwar schon gesehen, aber ich dachte der ist für Osteoporose zuständig.
Mein jüngeres Kind hatte einen übel ausgerenkten Halswirbel und wir wussten das lange nicht. Nach 2 Jahren nervenaufreibender Suche und Gerenne von Hinz nach Kunz mussten wir ihn in der Klinik "abgeben" mit Verdacht auf Hirntumor. Aber auch die Aufnahmen in der Röhre, die Röntgenbilder, alle Blut-und Ultraschalluntersuchungen konnten auf nichts hindeuten. Man könne ja zu einem Chiropraktiker (Orthopäde ) gehen und dort wurde diese lange festsitzende Geschichte mit heftigem Reißen und Rucken am Kopf behoben. Das würde ich nie mehr machen lassen, über die Gefahren, was da alles passieren kann, wird man ja erst hinterher aufgeklärt bzw. man hört soetwas.

Lange Rede kurzer Sinn, der Osteopath behob nach präziser Untersuchung diese Blockade, die immer noch da war, obwohl der chiro. die Einrenkung gemacht hatte. Es hatte sich etwas zwischen HWS und Ohr festgesetzt ( sag ich mal laienhaft), dies hat der Osteop. mit craniosacraler Therapie behandelt und nach der 3. Behandlung kam die Sache ins Rollen. Das war sehr ernst und schmerzhaft, als sich das Ohr "freisprang" ( wie im Flugzeug nur eben 2 Jahre dumpf gewesen, nicht 20 Minuten).
Danach verschwanden Tinnitus, Schwindel, Angst und Konzerntrationsstörungen, Selbstzweifel erledigen sich von allein, wenn es wieder klappt zwischen Kopf und Körper.
Das war eine Riesenerfahrung - äußerst bedauerlich dass die Schulmediziner davon keine Ahnung hatten bzw. uns dies vielleicht sogar verschwiegen hatten.
An die Wirbelsäule und das komplizierte Kiefergelenk würde ich auch denken.
Ich wünsch euch auch so gute Erfahrungen, wie wir erleben durften.
viele Grüße pe
 
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Hallo :) ,
Schwindel kann auch vom Kiefergelenk kommen. Eine Bekannte von mir hatte einen Auffahrunfall, und seitdem (vorher noch nie) leidet sie unter Schwindel, Herzrasen usw., vor allem morgens nach dem Aufstehen.
Sie fährt etwa alle Vierteljahr zu einem Dr. Plato in Rendsburg www.daom.de/cms/index.php?id=109.
Der behandelt sie dann manualtherapeutisch eine Woche lang. Nach jeder Behandlung geht sie dort gleich zum Zahnarzt, der ihre Aufbißschiene entsprechend den erreichten Veränderungen einschleift. Es geht ihr eindeutig besser, allerdings scheint das bei ihr eine langfristige Geschichte zu sein.
Eine andere Bekannte fährt ebenfalls dorthin, und bei ihr geht das ganze schneller.
Vielleicht findet sich ja auf der Liste dieser Site ein Behandler, der sich in dieser Richtung auskennt?
Grüsse,
Uta
 
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Hier noch ein Link zum Thema Kiefergelenk:
Welche Probleme können auftreten?

Die Probleme können unterschiedlicher Natur sein. Die Beschwerden machen sich bemerkbar in Form von Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Nackenschmerzen, Schulterschmerzen, Taubheitsgefühl in Armen und Fingern, eingeschränkter Nackenbeweglichkeit, Tinnitus, Halsempfindlichkeit, Zungenschmerzen, Kiefergelenkschmerzen, Bewegungseinschränkung des Unterkiefers, Migräne, Augenschmerzen, Schwindel. Meistens hört man ein Knacken beim Öffnen bzw. Schließen des Mundes oder beim Kauen. Oftmals bekommt man den Mund auch gar nicht mehr richtig auf.
Eine einfache Diagnosemöglichkeit

Um festzustellen, ob bei oben genannten Beschwerden das Kiefergelenk ein Rolle spielen könnte, gibt es eine Reihe von Muskeltests (siehe Bildreihe). Spannt man die Muskeln an und sind diese Muskeln beim Abtasten schmerzhaft und druckempfindlich, so sollten sie Ihren Zahnarzt aufsuchen. In der Regel tritt der Schmerz nur unilateral auf, seltener auf beiden Seiten gleichzeitig.








http://www.zhkplus.de/berichte/T38.shtml

Grüsse,
Uta
 
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Rund um die Zähne

http://www.tarzahn.de/Funktionstherapie/Inhalt%20Funktionstherapie/inhalt_funktionstherapie.htm

Beispiel: Kieferhöhlenentzündung:
Bei einer akuten Kieferhöhlenentzündung verlängern sich die Zähne des betreffenden Quadranten leicht, weil sie aufgrund der entzündlichen Reaktion und der damit verbundenen ödematösen Schwellung leicht aus den Alveolen gedrückt werden. In der Folge kommt es zu Frühkontakten, weil der Patient diese leicht verlängerten Zähne vermehrt belastet und eventuell sogar unbewußt versucht, die Frühkontakte im Sinne eines Selbstheilungsversuchs durch Knirschen und Pressen niederzumachen. So kann sich leicht ein Teufelskreis entwickeln, der zu Pulpitiden führen kann, die -wenn man nicht echtzeitig interveniert- sogar Wurzelbehandlungen erforderlich machen kann.

Gruss,
Uta​
 
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Elektronische Funktionsdiagnostik

Das Thema 'Funktion des menschlichen Kauorgans' steht zur Zeit im Focus beizahlreichen zahnärzten und Zahntechnikern. Neben neuen Behandlungsverfahren in der Implantologie oder/und ästhetischen Zahnheilkunde steht mittlerweise die Funktionsüberprüfung bzw. -therapie im Mittelpunkt.
.... Stellt man doch immer häufiger fest, daß Patienten mit okklusalen Veränderungen an den Zähnen (Zahnverlust, KFO-Behandlung, Füllungstherapien, Versorgung durch Zahnersatz) oftmals unter Beschwerden am cranio-mandibulären System leiden. Migräne, Tinnitus, Kopf- und Nackenschmerzen sowie Rückenleiden sind hier nur einige Beispiele der Symptome bei CMD-Patienten.
Das Zusammenspiel von starren und beweglichen Elementen ist diffizil und erfordert ein Höchstmaß an Wissen von Behandler und Techniker (..).
Das neue DIR-System zur Funktionsdiagnostik bietet die Möglichkeit, Unterkieferposition und Unterkieferbewegungen zu visualisieren, um unter Einsatz einer definierten Muskelkraft den Patienten in sein optimiertes Okklusionsfeld zu stellen. Dadurch findet mit Hilfe von speziellen Behandlungsoptionen (z.B. Einschleifschiene, Schienentherapie, LZP-Justierung) eine Umprogrammierung des neuromuskulären Systems statt (..).
ZA Dr. med.dent. Jochen Poth aus Essen hat sich als einer der Pilot-Praxen in der neuen Funktionsdiagnostik spezialisiert. ... Mit Hilfe eines elektrischen Sensors zeichnet der Patient seine Okklusionsdaten auf...

Der folgende Patientenfall.....
.. vor ca. einem Jahr eine Patientin in meine Praxis mit dem Befund Trigeminusneuralgie (seit 20 Jahren). Bei 80 Schmerzattacken am Tag und unzähligen Besuchen in vielen Kliniken in Deutschland teilte mir die Patientin mit, daß sie einen OP-Termin zur Exhairese nach Kirschner hat. Sie wolle aber keine Chance ungenutzt lassen und stimmte nach einem konstruktiven GEspräch einer Funktionsdiagnostik-Messung zu. Die Messung ergab eine starke Nonokklusion im SZ-B ereich, was bei jedem Schluckreflex und "Okklusion"-kontakt zu einer Kompression des Gelenks auf das Trigeminus-Vakuläre -System führte. (..)
Nach 14 Tagen konnte die Patientin aufgrund ddes dauerhaften Tragens der nach der Messung exakt angefertigten Schiene relative Berschwerdefreiheit feststellen. Weitere 6 Monate Tragedauer der Schiene gaben der Patienten sämtliche Leenfreude wieder...
DZW 6/06, S. 25
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Funktionstherapie


Immer schön Haltung bewahren

Wussten Sie, dass das Kiefergelenk von zentraler Bedeutung für Ihr gesamtes Skelett ist? Nicht selten stehen z. B. Beschwerden der Lendenwirbelsäule, aber auch Tinnitus oder Kopfschmerzen mit einer Funktionsstörung des Kiefergelenks und der Kiefermuskulatur in Zusammenhang. Denn genauso wie sich ein Beckenschiefstand nach oben fortsetzen und Nackenver-
spannungen oder Zähneknirschen verursachen kann, haben Fehlfunktionen im Bereich des Kiefers oft Auswirkungen auf Knochen und Muskulatur in anderen Körpersegmenten.

Sollten sich solche Symptome trotz physiotherapeutischer Behandlung nicht nachhaltig bessern, empfehlen wir Ihnen eine Diagnose mit IPR.

Mittels dieses computergestützten Verfahrens berechnen wir den exakten
Ist- und Sollzustand Ihres Kiefergelenks und fertigen eine entsprechende Aufbissschiene an. Diese bewegt Ihren Kiefer und damit die gesamte Wirbelsäule allmählich wieder in die richtige Position. Am Ende der Behandlung versorgen wir dann die schräg abgeriebenen Kauflächen der Zähne und fixieren auf diese Art Ihren wiedergewonnenen natürlichen Biss. Damit Ihre Haltung auch zukünftig gerade bleibt.
http://www.zahnaerzte-poth.de/index.htm
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Bei Gelenkschmerzen, die in etwa nach einer Zahnbehandlung angefangen haben, also auch immer an die Okklusion = Biß denken...

Gruss,
Uta
 
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Noch ein Artikel zum Kiefergelenk. Was mich nervt ist,daß zwar theoretisch immer schön beschrieben wird, wie nun untersucht und befragt wird, am besten auch noch von verschiedenen Ärzten und Therapeuten. In der Realität geht es aber meistens ganz schnell, wenn man mit anhaltenden Schmerzen im Kieferbereich oder auch im Gesicht, Hals- und Nackenbereich oder weiter unten zu einem ZA oder Kiefer-Orthopäden bzw. -Chirurgen kommt. Die wenigstens sind bereit, ein Rezept für eine manuelle Therapie mit Spezialisierung auf das Kiefergelenk zu verschreiben, obwohl das möglich ist.

www.dgzmk.de/formulare/arbeitsanleitung_klinischer_funktionsstatus.pdf

Uta
 

ADo

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Stimmt!
Mir hat der Spezialist geraten, den Mund nicht mehr so weit aufzumachen und hat ein Rezept über ein Schmerzmittel ausgestellt.

LG ADo
 
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Myofasziale Schmerzen

[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT]Triggerpunkte.Diese Punkte sind teilweise sogar vom Patienten selbst therapierbar.[/FONT]

[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT][SIZE=+2]Myofasziale Schmerzen
[/SIZE][/FONT][FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT](Diese Seite soll Patienten und Therapeuten zur Aufklärung dienen! Es ist schwierig ein solch komplexes Thema leicht verständlich darzustellen. Wenn Sie etwas nicht verstehen, lesen Sie einfach weiter. Wichtig ist, daß das Prinzip der Schmerzprojektion klar wird und das Wissen, daß man solche Phänomene behandeln kann!)www.prognosarzt.de/Kopf-schmerz/trigger_mass.GIF[/FONT]
[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT]Was sind myofasziale Schmerzen?
Was sind Triggerpunkte?
Was kann die Ursache für Triggerpunkte sein?
Wo treten Projektionsschmerzen häufig auf?
Fallbeispiel
Welche Beschwerden können noch entstehen?
Wie wird das behandelt?
Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten?
[/FONT]
[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT]
Was sind myofasziale Schmerzen?
[/FONT]

[FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT]Myofasciale Schmerzen sind Beschwerden, die ausgelöst werden durch eine “Erkrankung” der Muskeln bzw. deren Faszien (myofaszial). Sie können verursacht werden durch sogenannte Triggerpunkte, die unabhängig vom Entstehungsort des Triggerpunktes an anderer Stelle des Körpers Beschwerden und Schmerzen auslösen können.
Diese Schmerzphänomene nennt man Projektionsschmerzen.
Dieses Schmerzgeschehen ist häufiger als man denkt! Sicherlich hat jeder Zahnarzt schon einmal die Erfahrung gemacht, daß ein Zahn, der klinisch und röntgenologisch absolut keine Zeichen einer pathologischen Veränderung aufwies, vom Patienten definitiv als Herd seiner Schmerzen gedeutet wurde. Solche Situationen können aller Erfahrung nach zu einer Behandlungsspirale führen, an deren Ende der Zusammenbruch eines bis dahin auf gegenseitigem Vertrauen basierenden Arzt-Patienten-Verhältnisses steht.

Einer der bekanntesten Projektionsschmerzen ist sicher der ausstrahlende Schmerz in den linken Arm bei einem Herzinfarkt.
Aber auch der Schläfenkopfschmerz bei Schulter und Nackenverspannungen ist ein typischer Projektionsschmerz vom Spannungstyp und wer kann von sich behaupten, daß er noch nie diese Beschwerden hatte?
Diese Beschwerden können auf verschiedene Weise entstehen und verschwinden oft nicht von selbst!
Man kann diese Triggerpunkte und damit die entstehenden Schmerzen aber behandeln. Im unteren Bild sehen Sie ein Beispiel für einen Triggerpunkt im seitlichen Halsmuskel (m. sternocleidomastoideus) (hier der rote Punkt) und die dazugehörige typische Projektionszone des Schmerzes (gelb) in der Schläfenregion
[/FONT][FONT=Arial,Helvetica,Univers,Zurich BT].[/FONT]
.....
www.prognosarzt.de/Kopf-schmerz/kopf-schmerz.html

:schock: Uta
 
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17.04.06
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himmelsengel schrieb:
Diese Idee hatte jemand bei mir neulich auch. Das mein Schwindel ja vom Kiefergelenk ausgelöst wird. Ich soll das doch mal nachmessen lassen.

Dazu muss ich mich aber noch erkundigen, wo man das machen lässt und wie das gemacht wird.

Hat schon jemand Erfahrung damit?

Hallo Himmelsengel, bist Du schon auf die Suche nach den Ursachen Deines Schwindels gegangen?? und was ist dabei herausgekommen?

Gruß
trombone
 
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19.07.05
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Theorie: Eine Schiefstellung des Atlas (oberster Halswirbel) verursacht auch Probleme mit dem Kiefergelenk. Wenn die Schiefstellung gelöst wird (Atlasprofilax), kommt auch das Kiefergelenk in Ordnung.

Kann das jemand beurteilen? Gemäss den Aussagen verschiedener Atlasprofilax-Therapeuten sei der Zusammenhang öfters beobachtet worden; Beweise gibt es wohl nicht.

Für mich tönt es plausibel - ich halte Atlasprofilax in sehr vielen Fällen (Schleudertrauma, Migräne, Verspannungen, Beckenschiefstand) für eine nahezu ideale Lösung. Interessant wäre nun aber die Meinung von Fachpersonen zum Zusammenhang Atlas-Kiefer.
 
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28.09.13
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