Benommenheit, Sehstörung, Schwäche, Schmerzen

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Hallo Community

Es gibt zwar schon zahlreiche Themen, aber nirgendwo wirklich eine Lösung. Daher meine Geschichte, vielleicht hat jemand eine Idee.

Angefangen hat es vor ca. 4 Monaten mit Schwindel (Schwankschwindel), Schmerzen und Benommenheit. Ich vermute Stress als Auslöser, da ich diese Symptome bei der Arbeit hatte und sie auch wieder weg gingen. Im Juni kam dann der totale K.O.-Schlag. Ich war bei der Arbeit, konnte mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und ging nach Hause. Seither ist es permanent schlecht geblieben.

Die ersten zwei Wochen war ich zu fast nichts in der Lage, hatte das Gefühl zu kollabieren und war total entkräftet. Im Vorfeld gab es viel Stress, das kann ich nicht abstreiten. Daher dachte ich auch, es liegt daran und ich müsse mich nur etwas erholen. Erholung bringt aber nichts, Urlaub hat auch keine Besserung gebracht.

Dann zum HA, diverse Bluttests und sonstige Untersuchungen, wie die Meisten sie kennen. Alles ohne Befund.

Ich ging in den ersten zwei extremen Wochen zur Cranio-Sacral Therapie und das hat mich aus dem Schlimmsten wieder rausgeholt.

Das Problem ist nur, der Zustand ist nun permanent vorhanden und schränkt meine Lebensqualität enorm ein. Ich kann keine längeren Strecken schmerzfrei gehen, der Nacken ist verspannt, Sehstörungen (alles ist zu hell, unscharf und doch zu scharf), Dauerbenommenheit, ich bin hundemüde und kann mich kaum längere Zeit konzentrieren. Schaue ich Streifen oder sonstige Muster (Kopfsteinpflaster) an, dann werde ich völlig blöd im Kopf.

Seit Kindheit an habe ich Skoliose und die Diagnose lautet nun, dass Verspannungen/Muskeldysfunktionen für das alles verantwortlich sind. Ich müsse Muskelaufbau machen, was ich auch tue. KG bekam ich und der Physio meinte, die Sehstörungen und Benommenheit können von der HWS kommen.

Körperlich scheine ich gesund zu sein bis auf die Wirbelsäulengeschichte, aber es geht mir schlecht. Meine Beziehung leidet, ich geh kaum noch raus, weil ich nicht belastbar und nach etwa 2 Stunden völlig erschöpft bin und Schmerzen in der LWS habe. Schmerzen kenne ich aufgrund der Skoliose natürlich, aber sie waren nie so extrem.

Ich weiss, dass Krankheiten googeln die Sache nicht besser macht. Aber ich verzweifle langsam mit dieser Geschichte. Möchte dann aber auch nicht von Arzt zu Arzt rennen um zu hören "Ihnen fehlt nichts". Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt.

Natürlich habe ich auch Angst um meine Arbeit, finanzielle Sorgen und dass das nie mehr weggeht. Arbeiten kann ich nur begrenzt, mehr geht einfach nicht. Ich hab die Kraft dazu nicht. Burnout ist ausgeschlossen, da ich meine Arbeit sehr mag und sie mir Halt gibt.

Mit Müdigkeit habe ich schon Jahre zu kämpfen. Auch mit Magenproblemen (Verstopfung und Blähungen).

:confused:
 
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Hallo:wave:

Ich versuche dir mal so gut es geht zu antworten.
Wirbelsäulenprobleme können sehr viele Beschwerden auslösen. Deine Verspannung im Nacken ist schon mal mit hoher Wahrscheinlichkeit das erste Problem, was du hast.
Die Verspannung kann eine Minderdurchblutung in deinem Gehirn auslösen, was zwar nicht gefährlich ist, jedoch vielfälltige Symptome wie Schwindel,Benommenheid, Müdigkeit, Übelkeit, Angst und Panikgefühle, Zittern, Schweißausbrüche uvm. hervorruft.
Kontinuierlicher konsequenter Muskelaufbau ist hier von Nöten.
Du kannst auch versuchen, deinen Nacken mit Wärme zu behandeln. Das entspannt die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Massage kann natürlich auch helfen, sofern sie durchgeführt werden darf, wegen deiner Bandscheiben. Da ist immer Vorsicht geboten. Ebenfall bei einer Behandlung mit manueler Medizin.
Sehr gut kann auch eine Tens Therapie helfen, die man zu Hause durchführen kann.
Sollten sich deine Beschwerden dennoch nicht verbesser, ist ein Besuch bei einem Orthopäden und eventuell einem Psychiater zu empfehlen. Sehr oft kommen solche Symptome auch durch zu schnelle Serotoninaufnahme im Gehirn. Da gibt es Medikamente, die die Wiederaufnahme dieses Botenstoffes hemmen bzw. verringen.
Das musst du aber mit einem Arzt besprechen. Und warte nicht zu lange zu, bis du mit einenm Arzt darüber sprichst, denn so eine Symptomatik kann eine Angsterkrankung auslösen und dann bist du in der Symptomspirale!!
Achtung auf alle Fälle bei einer Selbstbehandlung mit Johanniskraut. Johanniskraut und Pille, aber auch Sonne verträgt sich nicht, bitte bedenken!

Ich hoffe, dir einige Therapieansätze aufgezeigt zu haben.

Alles Liebe und Gute

Gerd:)
 

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ory

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hallo followtheleader,

gerne möchte ich ganz anfang darauf aufmerksam machen ,das dies kein medizinisches forum ist ,alle vermutungen/tipps und anregungen bitte genauesten für sich erst einmal hinterfragen um sich nicht eventuell mit allzu viele vermutungen zu belasten.

und natürlich möchte ich nicht vergessen dich herzlich im symptome.ch forum zu begrüßen :wave:

Angefangen hat es vor ca. 4 Monaten mit Schwindel (Schwankschwindel), Schmerzen und Benommenheit. Ich vermute Stress als Auslöser, da ich diese Symptome bei der Arbeit hatte und sie auch wieder weg gingen. Im Juni kam dann der totale K.O.-Schlag. Ich war bei der Arbeit, konnte mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und ging nach Hause. Seither ist es permanent schlecht geblieben.
da du selber den stress vermutest ,aber die von dir zu erledigende arbeit gerne machst ,wäre meine frage "wie sieht/sah dein stress aus und konntest du ihn mindern ?.

fg ory
 
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Hallo ory

Danke für deinen Willkommens-Gruss. :)

Jetzt ja, weil ich im Juni einfach mal flach gelegen bin und dann für mich gemerkt habe, dass ich so nicht weitermachen kann. Ich habe zum Glück einen sehr guten Chef, der verständnisvoll ist.

Aber der Stress selber besteht schon einige Zeit (ich möchte nicht genauer eingehen was es ist). Ich war dann länger ohne Job und habe wieder angefangen zu arbeiten. Finanziell war es in der Zeit nicht katastrophal, aber auch nicht rosig. Natürlich hat mich das zusätzlich geplagt.

Kann Stress wirklich solche Symptome auslösen? Ich meine ich bin ja froh, dass ich keinen Hirntumor habe. Aber dennoch ist immer der Gedanke da, dass es etwas Organisches sein könnte, was niemand findet. :(

Dazu kommt auch noch, dass die jetzige Situation sehr belastend ist. Ich will raus und kann nicht.
 

ory

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hallo followtheleader,

stress kann sehr starke symptome hinterlassen ,die von dir angegebene mit einbegriffen .

ideal wäre ,ein sich abnabeln vom stress .:eek:)

geht aus irgendeinem grund dieses abnabeln nicht ,könntest du zumindest versuchen eine für dich akteptable andere richtung einzuschlagen , denn sollte der stress tatsächlich deine symptome hervorrufen gäbe es kaum eine veränderung ohne eine von dir eingeleitete änderung der stresssituation :eek:).

immer davon ausgehend das deine symptome keine weiteren anderen möglichen störungen unterliegen .

fg ory
 
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Hallo Gerd49

Deinen Beitrag hatte ich ganz überlesen, entschuldige. Okay, das mit dem Nacken klingt plausibel. Mein HA hatte mir Verspannungen dort gelöst und ich war sofort viel wacher. Es hält leider nicht permanent. Nackenprobleme hatte ich nämlich nie bis vor Juni. Mit den Bandscheiben ist alles okay, ich habe eine Skoliose (verkrümmte Wirbelsäule) seit Kindheit an. Im Spinalkanal ist jedoch alles gut, nichts eingeklemmt.

Ein Tens-Gerät habe ich und wende es auch an im LWS Bereich. Am Nacken darf ich nicht, da die Stromimpulse nicht in Kopfnähe sein sollten. Die Schmerzen in der LWS habe ich nur beim Gehen und Stehen, im Liegen und Sitzen nicht. Ausser, wenn die Schmerzen schon akut stark sind. Dann wird auch die Benommenheit mehr. Nur eben, die Symptome hatte ich bis vor 4 Monaten noch nie so. Die Benommenheit und die Sehstörungen sind permanent da. Das macht mich fast irre.

Medikamente gegen Depression oder Angsterkrankungen werde ich bestimmt keine nehmen. Auf dem Gebiet kenne ich mich sehr gut aus und kenne auch die Gefahren. Daher ist das keine Option. ;) Aber danke für den Input.

@ory: Nun gut, ich werde jetzt einfach mal die Diagnose so annehmen und aufhören, ständig nach Krankheiten zu suchen. Das macht nämlich auch noch krank. :( Wenn es wirklich Stress ist, phuu... Stressig ist für mich natürlich, dass ich wegen der ganzen Sache finanziell einfach Probleme habe. Auch nicht gerade schön. Und die kann ich nicht beheben, weil ich ja nicht mehr arbeiten kann. Der Körper rebelliert. Auch wenn ich Zuhause mal etwas zu schnell mache, werde ich sofort ausgebremst.
 
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Im unteren Nackenbereich ist eine Platzierung der Elektroden schon möglich;)

LG
 
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Das wusste ich nicht. Ich dachte, ab dort ist Sperrgebiet. ;) Sicherheitshalber werde ich noch meinen HA fragen.
 

ory

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@ory: Nun gut, ich werde jetzt einfach mal die Diagnose so annehmen und aufhören, ständig nach Krankheiten zu suchen.
hallo followtheleader ,
auch das von mir geschrieben bitte nur als vermutung annehmen .

Stress verspannt/verkrampft in allen bereichen des körper , dadurch können verstärkte ,schon vorhandene schmerzen stärker empfunden werden .

fg ory
 
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@ory: Klar, Ferndiagnosen kann natürlich keiner stellen. Es scheint/schien mir einfach die logischste Schlussfolgerung zu sein. Ich mache mir klar (zu viele) Gedanken um eine Krankheit. Weil es einfach so krasse Symptome sind. Von der Lebensqualität brauche ich ja nichts zu schreiben, das kann sich jeder Betroffene ja denken... :( Und ich bin noch nicht mal 30ig... :(

Das ewige Daheim sitzen macht mich einfach mürbe. Ich will wieder raus, Spass haben. Aber der Körper will nicht.

Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit einem Nackenstützkissen? Manchmal sind die Verspannungen nach dem Schlafen stärker und vielleicht würde das helfen?
 

Malve

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Hallo followtheleader,

wenn Du Seitenschläfer bist, dann wäre vielleicht dieser Kissentyp hilfreich (ich bin sehr zufrieden damit...):
NOVUM

Liebe Grüße,
Malve
 
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Hallo followtheleader,

bist Du auch auf Borreliose - soweit möglich - untersucht worden? Wie sieht es mit kaputten Zähnen und/oder unverträglichem Material in den Zähnen aus? Hast Du irgendwelche ausdünstenden neuen Gegenstände in Deiner Wohnung oder am Arbeitsplatz? Was arbeitest Du?

Ist auch nach der Schilddrüse und den Hormonen geschaut worden? Wie sieht es mit einem Mangel z.B. an Vitamin B12 und anderen B-Vitaminen aus, wie mit einem Mangel an Spurenelementen, wie mit Vit. D?

Zu all diesen Themen findest Du hier im Wiki mehr Informationen:
Stichwortverzeichnis

Grüsse,
Oregano
 
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@Oregano: Borreliose negativ. Ich kann mich auch nicht an einen Zeckenbiss erinnern. Stechmücken lieben mich allerdings. Der HA meinte, Borreliose könne man nochmals testen. EBV auch negativ, d.h. durchgemachte Infektion. Ich hatte allerdings Probleme mit den Zähnen, bin etwa 10 Jahre nicht zum Zahnarzt, aber kam mit einem blauen Auge davon. In den Backenzähnen oben habe ich Keramikfüllungen (sind weiss), Amalgam hatte ich nie. Im Mai musste ich nachpolieren und weil ich wieder arbeiten musste, wollte ich keine Betäubung. Mit einem freiliegendem Zahnhals tut das dann schon ordentlich weh. ;) Aber ob es das sein kann?

Ich bin Schreibtischtäterin. In der Wohnung ist nichts neu, aber ich habe Anfang Jahr in einer neuen Firma angefangen. Was ich merke ist, dass ich den Lärm im Grossraumbüro überhaupt nicht vertrage. Es macht mich ganz konfus, nach 4 Stunden kann ich mich nicht mehr konzentrieren und bin total benommen. Morgens ist die Benommenheit generell am Besten, wird im Laufe des Tages stärker und gegen Abend wieder entspannter. Aber eben nie weg. Das Körpergefühl gleicht einer Grippe.

Mängel habe ich keine, da wurde mehrmals und gründlich getestet, da ich auch B12 in Verdacht hatte. Dass ich mich gesund ernähre kann ich nicht behaupten... Aber scheint alles i.O. zu sein. TSH basal ist 2.35 und bei einem weiteren Test war er 2.05 (anderes Labor allerdings).

Ich merke, dass ich mich verkrampfe und viele Verspannungen habe. Nur ist mir einfach schleierhaft, wieso das jetzt so plötzlich kam. Die Skoliose habe ich ja schon lange Zeit. Ich kanns mir nur durch Stress erklären... Körperlich sieht man mir nichts an, ich habe auch keine sichtbaren Symptome wie Haarausfall oder Schwellungen.

@Datura: Danke für den Tipp. :) Ich habe gestern eine super Übung für das ISG-Gelenk gefunden, die ist Gold wert, falls jemand auch Schmerzen dort hat: https://www.youtube.com/watch?v=FZxp8CSBTe0
 
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22.08.14
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Seit einer Woche geschwollene Lymphknoten am Hals und Vermutung auf Überbeweglichkeit der HWS. Die psychische Schiene wird nun auch thematisiert. Ich behaupte nicht, dass ich da keine Baustellen habe. Aber wer würde denn nicht am Rad drehen, wenn er jeden Tag wie besoffen und mit Schmerzen rumläuft? Zum Kotzen ist das. :( Manchmal hab ich das Gefühl, ich verliere mich in der Benommenheit.

Kennt das jemand von euch, dass die Benommenheit nach Manipulation an der HWS stärker wird? Kein Einrenken, bloss nicht. Verspannungen wurden mit Druck gelöst.
 

ory

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hallo followtheleader ,

gut kann ich mir vorstellen ,das kaum einer antworten wird der diese benommenheit nicht auch kennt ;).

gut kann ich mir auch vorstellen das nach einer manipulation am hws ,wenn auch nur durch druck vorgenommen , sich hinterher ein /das benommenheitgefühl verstärkt bemerkbar macht ,wäre es für mich ein hinweis ,das die manipulation nicht korrekt ( wenn nicht sogar unsinnig war )durchgeführt wurde .

sollte es sich tatsächlich um eine überbeweglichkeit der HWS handeln ,hier mal ein link zur info : Halswirbelsäule

lg ory
 
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Ob die Probleme mit den Verspannungen allein auf orthopädischem Fachgebiet liegen, bezweifele ich.

Du bist auch benommen und müde.
Müdigkeit ist das oft einzige Symptom einer kranken Leber.

Ich selbst war früher auch extrem verspannt und hatte diese Verspannungs-Schmerzen, wie Du sie schilderst.
Ich bin leberkrank und bei mir wurden als Folge davon etliche Mängel an wichtigen Nährstoffen festgestellt, die auch zu Verspannungen führen können.
So hatte ich einen extrem starken Magnesiummangel, dazu einen Mangel an Kalium, an Carnitin, an Coenzym Q 10, an Vitamin B2, etc.
Das sind alles Substanzen, die für die Muskulatur immens wichtig sind und wenn die fehlen, kommt es zu Problemen mit der Muskulatur, wozu auch Verspannungen gehören.

Zurück zu meiner Vermutung, dass bei Dir etwas mit der Leber nicht stimmt:
Zunächst einmal sei gesagt, dass die Leberwerte oft normal sein, wenn die Leber bereits krank ist. Die Leber ist ein großes Organ und kann es lange kompensieren, wenn sie krank ist. D. h. die Leberwerte gehen erst dann hoch, wenn die Leber schon stark geschädigt ist.
Außerdem können Leberwerte schwanken, d. h. heute normal sein und nächsten Monat (leicht) erhöht.
Aber bevor die Leberwerte dauerhaft erhöht sind, bereits merkt man an bestimmten Störungen, dass etwas nicht stimmt.

Nicht alle Hausärzte bestimmen alle Leberwerte. Daher nenne ich diese hier, falls Du nachsehen willst, welche Dein Arzt davon gemacht hat:
GPT (auch ALT oder ALAT genannt), GGT, GOT (auch AST oder ASAT genannt), Cholinesterase (CHE), Bilirubin, Alkalische Phosphatase (AP), GLDH, LDH.
Manchmal werden die Werte auch im Befund abgekürzt angegeben.

Müdigkeit und Benommenheit sind bei Leberkranken häufiger. Mangelerscheinungen sind häufig, insbesondere haben Leberkranke oft einen Mangel an
Magnesium,
Zink
und an Vitamin A.

Vitamin-A-Mangel führt zu Sehstörungen, die Du auch hast.
Man kann grelles Licht nicht leiden. Man sieht im Dunkeln schlechter, wenn man einen Vitamin-A-Mangel hat.
Zink ist zur Aufnahme von Vitamin A wichtig und da Leberkranke meist einen Zinkmangel haben, wird eben das Vitamin A nicht gut aufgenommen.

Ich rate Dir, zuerst eine Diagnostik durchzuführen.
Lasse z. B. mal die oben genannten Vitamine und Mineralstoffe, die ich unterstrichen habe, untersuchen.
Auch würde ich die B-Vitamine im Blut untersuchen lassen, denn Augenprobleme können mit den Nerven des Kopfes zu tun haben und die B-Vitamine sind wichtig für alle Nerven.

Wenn sich Mängel ergeben, würde ich auch zur Untersuchung der Leber raten.

Da Sehstörungen aber auch noch andere Ursachen haben können, würde ich zusätzlich sicherheitshalber in eine gute Augenklinik (evtl. Uni-Augenklinik) gehen. Denn das Augenlicht ist wichtig und man sollte frühzeitig evtl. Augenerkrankungen erkennen und behandeln.
Evtl. wäre auch ein Termin bei einem Neurologen sinnvoll, weil der eine VEP-Messung machen kann. Dabei wird der Sehnerv geprüft.

lg
margie
 
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Hallo ihr Zwei

@margie: Das Problem ist, dass ich beim meinem HA diese Untersuchungen nicht machen kann. Er will mir zwar helfen, aber wenn man nicht weiter weiss, kommt eben die Psyche. Schliesse ich nicht aus, sehe ich aber nicht als Ursache. Daher müsste ich jemand Neues finden, der das macht. AST und ALT wurden gemacht, Werte normal.

Ich wurde schon total auf den Kopf gestellt: MRT, Röntgen, EEG, div. Blutbilder, Stuhlprobe, Ultraschall Halsgefässe sowie Eierstöcke und Gebärmutter. Nix, rein gar nix... :/ Folsäuremangel war das Einzige. Sonst ist alles gut, keinerlei Mängel.

Kann man sich mit einer erkrankten Leber teilweise besser fühlen und dann wieder schlechter? Ich trinke keinen Alkohol mehr seit einigen Jahren, rauche allerdings. Wie ist das Leberproblem bei dir erkannt worden? Hattest du davor auch eine ganze Ärztetour hinter dir, bis mal jemand darauf kam?
 
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Kann man sich mit einer erkrankten Leber teilweise besser fühlen und dann wieder schlechter? Ich trinke keinen Alkohol mehr seit einigen Jahren, rauche allerdings. Wie ist das Leberproblem bei dir erkannt worden? Hattest du davor auch eine ganze Ärztetour hinter dir, bis mal jemand darauf kam?
Man kann sich mal besser und mal schlechter fühlen mit einer kranken Leber.

Das Leberproblem wurde bei mir zum einen durch einen immer wieder leicht erhöhten Leberwert (GGT, der bei Dir wohl nicht gemacht wurde) aufgefallen. Ganz stark fiel es dann auf, als plötzlich eine Zeitlang alle Lebwerte hoch waren, was aber als EBV interpretiert wurde (ob zu Recht, bin ich mir nicht so sicher).
Dann hatte ich vor fast 20 Jahren eine Op wegen einer Eierstockszyste. Da hat dann der Frauenarzt Bilder von meiner auffälligen Leber gemacht. Er hatte offenbar einen Blick dafür, denn die kleinen vereinzelten Knötchen im li. Leberlappen wurden von anderen vorher und hinterher übersehen.
Dann habe ich einige typische Beschwerden und Laborwerte für Leberkrankheiten wie Zinkmangel, Mangel an Vitamin A und an Magnesium. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen kann man haben.
Und bei "meiner" Leberkrankheit kommen dann noch neurologische Probleme dazu (ich habe M. Wilson, eine chronische Kupfervergiftung aufgrund eines Gendefektes der Leber - es gibt dann noch die Eisenspeicherkrankheit, die häufiger ist und keine neurologischen Störungen macht).

Das Trinken von Alkohol ist viel seltener eine Ursache für eine kranke Leber als viele -auch Ärzte- es denken.

Ja, ich habe eine regelrechte Ärzte-Odyssee hinter mir bzw. sie dauert noch an.
Es ist verdammt schwer, Ärzte zu finden, wenn man seltenere Krankheiten hat.

lg
margie
 
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10.01.04
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Hallo followtheleader,

Ich hatte allerdings Probleme mit den Zähnen, bin etwa 10 Jahre nicht zum Zahnarzt, aber kam mit einem blauen Auge davon. In den Backenzähnen oben habe ich Keramikfüllungen (sind weiss), Amalgam hatte ich nie. Im Mai musste ich nachpolieren und weil ich wieder arbeiten musste, wollte ich keine Betäubung. Mit einem freiliegendem Zahnhals tut das dann schon ordentlich weh. Aber ob es das sein kann?
Was soll denn da nachpoliert werden und warum?
Welche Zähne sind denn bei Dir behandelt worden und welche Probleme hast Du gehabt, weil Du so lange nicht beim ZA warst?
Soll denn der freiliegende Zahnhals so bleiben oder wird da noch etwas gemacht?

Grüsse,
Oregano
 
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