Bauchschmerzen, regelmäßiges Erbrechen, Untergewicht

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Hallo an alle,
meine Tochter 14 Jahre (173 cm, 44 kg) hat fast täglich Bauchschmerzen (seit Dez.), ca. alle 1-3 Monate starkes Erbrechen über mehrere Stunden, Erbrechen im 10 Minutentakt. (seit Grundschulalter), Untergewichtig, schlechter Appetit, keine Glutenunverträglichkeit, Magenspiegelung ohne Befund, Stuhluntersuchung ohne Befund. Laktoseintoleranz wurde gestern getestet, Befund kommt nächste Woche, Fruktoseintoleranz wird nächste Woche getestet, EEG wird im Mai durchgeführt,Psycholgisch alles in Ordnung, starke Menstruationsbeschwerden (Blutung seit einem Jahr, unregelmäßige und schmerzhafte Regelblutung, keine Heliobacter...
Hat jemand eine Idee was sie haben könnte, bzw. welche Tests man noch durchführen kann/sollte???
Bin über jeden Tipp dankbar!:)
Vielen Dank
loewenstein
 
wundermittel

ory

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04.02.09
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hallo loewenstein ,

...........möchte dich recht herzlich hier im symptome.ch forum begrüßen .:wave:

einen wirklichen tipp habe ich nicht , aber können denn bei deiner tochter auch andere faktoren, wie zum beispiel chronische erkrankungen, körperliche fehlbildungen als ursache ausgeschlossen werden.? (allergien sind ja noch im test ).

vielleicht ist es auch sinnvoll mal eine beratung bei einer ernährungsfachkraft einzuholen , dies kann bei einer eventuell notwendigen ernährungsumstellung enorm unterstützent sein .

lg ory
 
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10.01.04
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Hallo loewenstein,

wie schrecklich :mad:...

Es ist ja schon einiges untersucht worden, ohne Ergebnis. - Bitte teile doch mit, was beim Test auf die Laktose- und Fruktose-Intoleranz herauskommt.
Gab es irgendetwas Neues in der Familie oder im Umfeld, als das Erbrechen bei Deiner Tochter angefangen hat? Z.B. neue Möbel, neue Schule, neue Nahrungsmittel, ein Haustier, Zahnfüllungen, Medikamente, Urlaub im Ausland...?

Die Frage nach dem Haustier stelle ich, weil es möglich wäre, daß sie sich da einen Parasiten gefangen hätte; gleiches gilt für einen Auslandsaufenthalt.
Es gibt hier im Forum übrigens eine eigene Rubrik für "Parasiten" :).

Außer der Laktose- und Fruktose-Intoleranz gibt es noch die Histamin-, Sorbit- und noch mehr Intoleranzen.
Wie ist getestet worden, daß Deine Tochter Gluten nicht verträgt?
Sind die üblichen Blutwerte zur Bauchspeicheldrüse und zur Leber normal?

...
Menstruationsbeschwerden / Schmerzen zu Beginn der Regel
Viele Frauen klagen zu Beginn der Menstruation über mehr oder weniger starke Schmerzen. Das histaminabbauende Enzym Diaminoxidase liegt zu Beginn der Periode nur in abgeschwächter Form vor, so dass aufgenommenes und körpereigenes Histamin nicht in vollem Maße abgebaut werden kann. Histamin hat eine stark kontraktile Wirkung auf die Gebärmutter. Im Rahmen der Regelblutung zieht sich die Gebärmutter zusammen, sie kontrahiert. Dieser Vorgang wird durch einen erhöhten Histaminspiegel im Blut noch unterstützt.

Medikamente

Viele Frauen berichten, dass die Schmerzen nicht durch Schmerzmittel beeinflusst werden können. Es hat sich aber gezeigt, dass die Gabe von H1-Rezeptorenblockern (Histamin ruft eine Wirkung an den H1-Rezeptoren hervor, die sich an der Gebärmuttermuskulatur befinden) am ersten Tag der Menstruation die Schmerzen verhindert. Ab dem zweiten Tag können dann wieder "normale" Schmerzmittel verwendet werden.
...
MedizInfo®: Histaminintoleranz: Symptome

In den meisten Fällen ist die Histaminintoleranz die Folge von irgendwelchen Belastungen und kann somit auch wieder vergehen. Wichtig wäre es deshalb heraus zu finden, warum eine HIT entstanden ist.
Trotzdem kann es sehr hilfreich sein, erst einmal mit der Ernährung anzufangen und histamin-bezogene Lebensmittel zu meiden und evtl. mit Nahrungsergänzungsmitteln zu versuchen, die Empfindlichkeit zu senken.

Hier eine hervorragende Seite zur HIT; - es lohnt, sie gründlich zu lesen:
HIT > Histaminose > HNMT-Abbaustrung

Bei den Symptomen wirst Du beides finden: Erbrechen und Hormonstörungen:
HIT > Histaminose > HNMT-Abbaustrung

Grüsse,
Oregano
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
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19.04.13
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Hallo Oregano,
Danke für die Antwort.
Wir haben auch schon überlegt, welche Veränderungen es bei uns gab, aber es ist uns nichts eingefallen.
Gluten ist über das Blut getestet wurden.
Verschiedene Blutwerte wurden vom Kinderarzt und auch vom Krankenhaus geprüft. (ich weiss nicht was da genau getestet wurde, aber ich vermute die Bauchspeicheldrüse und die Leber wurden getestet?)
Ultraschall vom gesamten Bauchraum wurde mehrmals durchgeführt.
Es wurde eine Stuhlprobe vom Kinderarzt untersucht (ich glaube auch Parasiten???), das Krankenhaus untersucht gerade eine zweite Stuhlprobe um entzündliche Darmerkrankungen auszuschliessen.
Vielen Dank für den Tipp mit dem Histamin. Werde den Kinderarzt darauf ansprechen, und mich bzgl. der anderen Intoleranzen auch informieren.
Vielen Dank!
 
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10.01.04
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Hallo loewenstein,

Gluten ist über das Blut getestet wurden.
Dieser Test ist nicht wirklich zuverlässig und eindeutig. - Es gibt auch Leute, bei denen die Blutwerte alle ok waren und trotzdem haben sie durch eine Auslaßdiät heraus gefunden, daß sie Gluten nicht vertragen.

Gleiches gilt für die anderen Tests: am zuverlässigsten sind wirklich die Auslaßtests. DAs kannst Du auch hier im Forum immer wieder lesen.

Alles, was hier in Bezug auf die HIT geschrieben wird, gilt auch für die anderen Intoleranzen:

Der lange Weg zur richtigen Diagnose. Wie finde ich heraus, ob ich unter HIT leide?
Um eine HIT zuverlässig diagnostizieren zu können, bedarf es in der Regel einer Kombination verschiedener Methoden. Sie lauten:
Ausschluss von Erkrankungen, die ein ähnliches Beschwerdebild hervorrufen können
(Differenzialdiagnose)
Bluttest (In-vitro-Verfahren)
Eliminationsdiät (eventuell mit anschließender Provokation)
Im Rahmen einer Differenzialdiagnose sollte eine organische Erkrankung ebenso ausgeschlossen werden wie auch z. B. eine Laktose-Intoleranz. Viele Menschen mit HIT leiden übrigens gleichzeitig unter einer Unverträglichkeit von Milchzucker. Der Grund dafür ist, dass die Ursache beider Krankheitsbilder in einem Enzymmangel im Bereich der Dünndarmflora liegt. Die Ermittlung von Laborwerten zum Nachweis einer HIT ist noch nicht standardisiert und daher nur als zusätzlicher Anhaltspunkt für das Vorliegen dieser Krankheit anzusehen. Bedingt aussagekräftig sind der Histamin-Spiegel, die DAO-Aktivität und der Vitamin-B6-Spiegel.

Der sicherste und gebräuchlichste Weg zum Nachweis einer HIT ist die Eliminationsdiät. Hierbei werden - am besten über einen Zeitraum von vier Wochen - alle histaminreichen und histaminfreisetzenden Speisen sowie entsprechende Arzneien gemieden. In den meisten Fällen stellt sich bereits nach wenigen Tagen eine spürbare Linderung der Beschwerden ein. Bei den meisten Betroffenen mit HIT ist das Einhalten einer histaminarmen Kost so erfolgreich, dass auf medikamentöse Maßnahmen verzichtet werden kann. Eine zumindest spürbare Linderung ist in fast jedem Fall möglich.
...
Histamin Intoleranz | Osteopathie - Chiropraktik - Naturheilpraxis Bornemann Lübeck

Wenn es also heißt "Befund negativ" heißt das nicht, daß das auch so ist. - Leider :eek:)!

Bitte laß Dir doch alle Befunde mitgeben und hefte sie ab. Gerade bei solchen Krankheitsbildern wie Intoleranzen, Allergien usw. ist es wichtig, sie zur Hand zu haben, wenn man zu einem neuen Arzt geht. - Und diese Befunde stehen Euch zu !

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
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19.04.13
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Hallo,
habe heute erfahren dass sie eine Fruchtzuckerunverträglichkeit hat...
Laktoseunverträglichkeit besteht nicht.
Weiss jetzt nicht ob ich mich freuen soll, aber hoffe dass ist ein Ansatz ihr zu helfen.
Über Tipps und Hilfe bin ich weiterhin sehr dankbar!!!!
Grüße
loewenstein
 
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10.01.04
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Hallo loewenstein,

immerhin: jetzt kannst Du konkret etwas tun. Das ist doch besser als nur vermuten, finde ich :).

Als Anfang kannst Du Dich im Wiki informieren:
Fructose-Intoleranz
Und natürlich in der Rubrik hier im Forum: Fructose-Intoleranz - Das Ende der Symptombekämpfung

Da finden sich auch Tabellen mit dem Fruktose-Gehalt von Lebensmitteln.
Das ist am Anfang sicher verwirrend und schwierig. Aber ich denke, das lohnt :).

Grüsse,
Oregano
 
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