Angst vor Brustkrebs

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Hallo, ich bin 59 Jahre alt und habe vor einer Woche in meiner linken Brust einen harten Knoten entdeckt. Ich konnte Gott sei Dank direkt am nächsten Tag zum Ultraschall zu meiner Frauenärztin, die sich das genau angeschaut hat und meinte, das sei ein etwas vergrößerter Lymphknoten, hätte eine Bohnenform und sowohl Rinde, als auch Mark. Insofern sei das Teil ungefährlich und ich solle einfach in sechs Wochen nochmal wiederkommen, um zu sehen, ob das wieder verschwunden ist. Ich hatte allerdings weder einen Infekt, noch eine Impfung. Ich habe hin und wieder unter der linken Brust eine Entzündung, im Sommer schlimmer, als im Winter und vor kurzem hatte ich die tatsächlich wieder, obwohl es nicht so warm draußen ist. Ich habe demnächst eine Brustverkleinerung vor mir, weil ich seit den Wechseljahren ein enormes Brustwachstum habe, von B auf H.
Vor einem halben Jahr wurde erst ein Mama CT im Rahmen der Vorsorge gemacht und dort war alles in Ordnung.
Jetzt habe ich große Angst, dass es doch Krebs sein könnte. Habe die Frauenärztin nochmal angerufen und die meinte, nein. Ich mache mir jetzt trotzdem große Sorgen, weil ich auch alleine lebe und niemanden habe, der mich beruhigen könnte. Hat hier jemand schon einmal von solchen vergrößerten Lymphknoten gehört, die harmlos waren? Ich habe noch nie davon gehört.
Sorry für den langen Text😢
 
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Ich würde der Frauenärztin folgen und nach 6 Wochen wiederkommen. Aber selbst wenn es nicht harmlos wäre, ich hatte 1980 Brustkrebs und lebe mit 87 Jahren immer noch. Die Angst ist kein guter Arzt. Ich hatte damals 2 kleine Kinder und war entschlossen zu leben.
 
Danke dir für deine Antwort.
Meine Freundin ist halt vor zwei Jahren an Brustkrebs gestorben 😭 schön, dass du es überstanden hast.
Hattest du denn damals einen Knoten, oder einen geschwollenen Lymphknoten?
 
Der Knoten wurde bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Er wurde beimder Mammografie als ungefährlich eingestuft.Als er wuchs, wirde er operiert und stellte sich als Karzinom heraus. Die Brustdrüse und einige Lymphknoten wurden entfernt. Damals wurde ziemlich massiv bestrahlt, was mir jetzt eine Aortenklappenstenose als Spätfolge beschert hat. Das wird aber heute viel schonender gemacht. Chemo hatte ich nicht. Ich habe aber viele Jahre ein gutes Leben geführt, und das bis heute trotz kleiner Einschränkungen. Aber wer hat die nicht mit 87 Jahren?
 
Danke dir nochmal.
Nochmal zurück zur Frage. War das ein Knoten, oder ein Lymphknoten?

Hat man denn damals nach der Mammographie nochmal mit Ultraschall nachuntersucht? Wenn man heute etwas in der Mammographie entdeckt, wird mit Ultraschall genauer geschaut, um welche Art Knoten es sich handelt.
Bei mir ist es wohl ein Lymphknoten, der vergrößert ist, aber ich mache mir trotzdem Sorgen.
 
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"Wer sich für gesund hält der ist nur noch nicht gründlich genug untersucht worden"

Krank durch Früherkennung...mehr Schaden als Nutzen..

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Es sieht so aus, als dass man durch die Therapien erst recht krank wird, das behandelt wird, was von selbst wieder verschwunden wäre, oder eh harmlos ist...

Es gibt ein aufklärendes Buch dazu, wichtig bei der Angst ist, sich gut zu informieren und zwar nicht bei denen, die mit dem Geschäft "Krebs" viel Geld verdienen.
Die Studien, im Buch von Frank Wittig, zeigen so einige Überraschungen auf..
 
Mein Knoten wurde nicht bei einer Früherkennung erkannt, sondern weil ich ihn zufällig ertastet habe und ich daraufhin zur Untersuchung gegangen bin. Es wurde ein Ultraschall gemacht, also keine Strahlenbelastung. Was soll jetzt daran schaden? Man muss es doch nachschauen lassen. Meine beste Freundin ist vor zwei Jahren an Brustkrebs gestorben, weil sie den Knoten viel zu spät bemerkt hat.

Übrigens wurde mir zu keiner Therapie geraten, sondern man will in sechs Wochen nochmal nachschauen, ob sich das Ding verändert, oder vielleicht sogar zurückgebildet hat. Man will jetzt also nicht vorzeitig irgendetwas tun, oder mich operieren, sondern einfach mal abwarten. Meine Frauenärztin hat überhaupt keine Panik gemacht.
Vor drei Jahren hatte ich eine Darmspiegelung zur Vorsorge und dort hat man einige Polypen entfernt und auch das war sehr sinnvoll, denn aus Polypen kann tatsächlich irgendwann Krebs entstehen.
Man muss es mit den Vorsorgen bestimmt nicht übertreiben, aber einige halte ich durchaus für sinnvoll, weil sie kaum belasten, aber sehr effektiv sind.
 
. Was soll jetzt daran schaden?

Die Angst z.B..?.. und manche Untersuchungen wie Röngten Mammographie und so..

Übrigens wurde mir zu keiner Therapie geraten, sondern man will in sechs Wochen nochmal nachschauen, ob sich das Ding verändert, oder vielleicht sogar zurückgebildet hat.

ja, ich hab auf dein Thema reagiert, weil du gesagt hast, das du Angst hast und die Angst kommt, wenn man nicht weis was los ist und sich auf Mediziner verlassen muss, deshalb ist es gut sich selber zu informieren...

Mir fällt gerade noch ein Buch ein, was ich hier im Forum gefunden habe, es heisst:

"Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe"
von Lothar Hirneise

..🙂
 
Hirneise ist ein medienwirksamer Scharlatan, an seinen Ratschlägen sollte man sich nicht orientieren.

Lymphknoten können aus vielen Gründen geschwollen sein. Ich verstehe nicht ganz, warum du das mit Brustkrebs in Verbindung bringst? Brustkrebs würde doch erst die Lymphknoten befallen, wenn er schon weit fortgeschritten ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
ja, ich hab auf dein Thema reagiert, weil du gesagt hast, das du Angst hast und die Angst kommt, wenn man nicht weis was los ist und sich auf Mediziner verlassen muss, deshalb ist es gut sich selber zu informieren...
Ich weiß, was du meinst. Dieses Überdiagnostizieren kann Gift werden, besonders für mich als Privatpatientin, die natürlich überall sofort jede Untersuchung bekommt.
Allerdings muss man da echt differenzieren. Mir hätte es jetzt überhaupt nichts genützt, den Knoten zu fühlen und nicht zum Arzt zu gehen. Dann hätte mich die Angst aufgefressen. In so einem Fall braucht man Gewissheit. Ich bin nicht der Typ, der sowas wegignorieren kann, zumal Brustkrebs ja nunmal die häufigste Krebsform bei Frauen über 50 ist. Das muss man abklären lassen.
Ob man unbedingt ständig zur Mammographie rennen muss, da scheiden sich die Geister und seit ich einmal eine falsch positive Diagnose erhalten und mir eine Woche lang vor Angst fast in die Hose gemacht habe, gehe ich nicht mehr zur Mammographie. Allerdings habe ich mit dem MamaCT eine sehr gute Alternative gefunden, die erheblich genauer ist und so gut wie keine Falschpositivdiagnosen liefert.
Also wie gesagt, ich finde, man muss differenzieren.
 
Lymphknoten können aus vielen Gründen geschwollen sein. Ich verstehe nicht ganz, warum du das mit Brustkrebs im Verbindung bringst? Brustkrebs würde doch erst die Lymphknoten befallen, wenn er schon weit fortgeschritten ist?
Wahrscheinlich weil er sich so hart anfühlt. Ich habe irgendwo gelesen, wenn sie sich hart anfühlen und nicht verschiebbar sind, können sie Krebs sein. Meine Frauenärztin sagte mir aber hinterher am Telefon, dass es,weder um die Größe, noch unbedingt um die Härte geht, sondern hauptsächlich um die Beschaffenheit und da würden alle Kriterien für gutartig sprechen. Sie sagte, so ein geschwollener Lymphknoten kann sich in der Brust sehr hart anfühlen, weil das Brustgewebe ja auch sehr weich ist und der Knoten direkt unter der Haut liegt. Die anderen Lymphknoten fühlt man ja meist gar nicht.
Und außerdem tut er nicht weh beim Drauffassen und auch da habe ich gelesen, dass das dann eher für Krebs spricht. Ich weiß, ich muss versuchen, der Ärztin zu vertrauen, aber ich habe leider schon so viel Schlimmes erlebt, auch mit unserem Vater damals, seitdem habe ich dieses Vertrauensproblem.😭 Mir wäre am liebsten, die würden das Ding sofort rausschneiden, oder die Brust ganz abnehmen, aber sie meinte, auf gar keinen Fall geht man da dran.
 
Wenn du dem Wissen deiner Ärztin nicht vertrauen willst, dann solltest du aber nicht auf angelesenes Halbwissen aus dem Internet vertrauen, so wie
Ich habe irgendwo gelesen, wenn sie sich hart anfühlen und nicht verschiebbar sind, können sie Krebs sein
und
auch da habe ich gelesen, dass das dann eher für Krebs spricht
sondern echte medizinische Informationsquellen nutzen.

Mir ist schon mal gar nicht klar, ob du das über Lymphknoten gelesen hast oder über Knoten in der Brust.
 
Ja, da hast du recht... das sagt er auch in dem kurzen Video..
Sorry, aber was dieser Hirnreise von sich gibt, ist mir völlig egal, das höre ich mir gar nicht an. Ich schwöre auch nicht ausschließlich auf die Schulmedizin und bin für vieles offen, aber generell die Chemotherapie zu verteufeln, halte ich für hochgefährlich und den Typen halte ich für einen Ketzer.
 
Mir ist schon mal gar nicht klar, ob du das über Lymphknoten gelesen hast oder über Knoten in der Brust.
Ja, also ich habe schon definitiv über Lymphknoten gelesen und zwar über diese speziellen intramammären Lymphknoten, um den es bei mir geht.😪

Immerhin habe ich jetzt etwas Beruhigendes im Netz gefunden. Ich hatte vor Kurzem noch eine leichte Entzündung unter der Brustfalte, so ein kleines Ekzem, weil ich nach dem Sport dort so geschwitzt hatte. War ein paar Tage, dann hatte ich es wieder im Griff. Jetzt habe ich gelesen, dass dadurch allein auch schon der Lymphknoten anschwillen kann, weil die Erreger ja auch durch die Haut gehen. Im Sommer hatte ich das schon öfter und auch schlimmer, aber trotzdem hatte ich nie einen geschwollenen Lymphknoten. Hoffentlich war es diesmal aber der Auslöser. Immerhin besteht diese Möglichkeit, auch wenn ich mir das nicht erklären kann.
 
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Wo hast du das denn gelesen? (Das über die Lymphknoten)
Habe ich einfach über Chat GPT und Google gelesen. Ich weiß, das ersetzt keinen Arzt, aber das hörte sich alles relativ schlüssig an. Ich habe ja gestern nochmal mit meiner Frauenärztin telefoniert, weil ich immer noch so unruhig war und als ich zum Schluss sagte, falls es doch Krebs ist, hätte man ihn wenigstens früh entdeckt, antwortete sie sofort und sehr bestimmt:"Das ist kein Krebs". Hat mich kurz beruhigt, aber dann fiel mir abends wieder ein, dass es so viele Leute gibt, wo schon falsche Diagnosen gestellt wurden und man immer sagt, dass man sowas immer nur beurteilen kann, wenn man so ein Ding rausnimmt. Sie sagt aber, da geht man auf keinen Fall dran und ich soll einfach in sechs Wochen nochmal wiederkommen. Aber wenn es doch angeblich kein Krebs ist, wieso muss man das dann in sechs Wochen nochmal nachschauen?
 
Ärzte sind immer übervorsichtig, weil sie sonst verklagt werden können, und es gibt eben auch keine 100%ige Sicherheit in der Medizin. Natürlich will deine Ärztin doppelt sicher gehen. Wenn sie auch nur den geringsten begründeten Verdacht hätte, würde sie eine Biopsie veranlassen. In aller Regel werden in solchen Situationen zuviel, manchmal eigentlich unnötige Untersuchungen gemacht, eben wegen der Übervorsicht. Wenn ein Arzt mal wider Erwarten sagt, da muß man nichts untersuchen, und man den Arzt für ausreichend erfahren halten kann, dann sollte man es glauben.

Das Problem ist: wenn du jetzt noch eine Zweit-, Dritt-, Viertmeinung einholst und alle sagen dasselbe, ab wann glaubst du es?
 
Danke für deine Nachricht. Ich verstehe deine Gedanken. Ich habe mir vorgenommen, noch eine weitere Ultraschalluntersuchung in einem Arztzentrum machen zu lassen, bei einem Radiologen, von dem ich sehr viel halte. Bei dem war ich auch vor einem halben Jahr zum MammaCT. Der ist, wie meine Frauenärztin eigentlich auch, sehr erfahren. Übrigens geht meine Frauenärztin auch zu ihm zur Vorsorge. Was er sagt, wird für mich ausschlaggebend sein und ich hoffe, es deckt sich mit dem, was die Ärztin gesagt hat. 🙏🏻
 
Das ist in meinen Augen ein sehr vernünftiger Plan (würde ich vielleicht auch so machen), und ich wünsche Dir, daß er dasselbe sieht wie die Ärztin.
 

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