ANA IgG/Chromosomenregion positiv

Themenstarter
Beitritt
05.05.22
Beiträge
3
Hallo,

bei mir wurde im Blutbild festgestellt, dass ANA IgG erhöht ist. Er sollte unter 100 sein und liegt bei 1:320. Darunter steht: 1:320 Nukleoplasma granulär und 1:320 Zentromere (AC-3) und "Chromosomenregion positiv ("Perlenschnurstruktur").

Was bedeutet das alles und an welchen Facharzt wendet man sich da am besten?
Was soll das heißen, dass die Chromosomenregion positiv ist??

Danke!
 
wundermittel
Beitritt
10.01.04
Beiträge
70.816
Hallo Sonnyblues,

warum wurde bei Dir denn so eine ANA IgG -Untersuchung gemacht? Welche Beschwerden hast Du?
Was trifft bei Dir zu?:
...

Indikation

  1. Screening bei Verdacht auf entzündlich-rheumatische Erkrankung
  2. Verdacht auf Arzneimittel-induzierten Lupus
  3. Verdacht auf Autoimmunhepatitis ...

...
Was bedeutet ein positiver ANA-Nachweis im Blut?
Ein positiver ANA-Nachweis kann einen Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung bedeuten. Ein wichtiges Diagnosekriterium ist dabei die Menge dieser Autoantikörper im Blut, die in sogenannten „Titerstufen“ gemessen wird.
Unter Titerstufen versteht man eine Verdünnungsreihe des Blutes. Dazu wird die Blutflüssigkeit (Serum) nach einem fixen Schema verdünnt (1:80, 1:160, 1:320, 1:640 etc.), und anschließend erfolgt die Messung der ANA. Jene letzte Verdünnungsstufe, bei der ein positiver ANA-Nachweis noch möglich ist, entspricht dann der ANA-Konzentration im Blut.
Ein hoher Titer (z.B. 1:1.280) bedeutet, dass trotz einer starken Verdünnung der ANA-Nachweis immer noch möglich ist – dementsprechend liegt eine hohe Konzentration dieser Antikörper im Blut vor.
Positive ANA sind aber kein Beweis für eine Autoimmunerkrankung. Niedrige ANA-Titerstufen können z.B. auch bei den folgenden Erkrankungen auftreten:
  • Virusinfekten
  • Leberzirrhose
  • Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung)
  • Tuberkulose
Bei über 60-jährigen Personen können schwach positive ANA-Befunde (niedrige Titerstufen) in bis zu 15 Prozent der Fälle vorkommen, ohne dass eine Erkrankung vorliegt. Aus diesem Grund muss ein positiver ANA-Nachweis immer in Zusammenschau mit anderen klinischen Symptomen interpretiert werden:

  • Beschwerdebild der Patientin/des Patienten
  • Entzündungszeichen
  • Organbeteiligungen etc.
Darüber hinaus sind bei einem positiven ANA-Nachweis weiterführende Laboruntersuchungen erforderlich:
  • Bestimmung der ANA-Typen
    • z.B. Antikörper gegen doppelsträngige Desoxyribonukleinsäure – dsDNA
  • bzw. „ANA-Subsets
    • sogenannte „extrahierbare nukleäre Antigene“ (ENA)
  • Nachweis von Antikörpern gegen Strukturen im Zytoplasma (das ist der vorwiegend flüssige und z.T. auch feste Inhalt der Körperzellen exklusive dem Zellkern)
Durch die genaue Messung der ANA, ANA-Subsets sowie ggf. anderer Autoantikörper im Blut können in vielen Fällen die genaue Form der Autoimmunerkrankung sowie der Schweregrad der Störung festgestellt werden. ...

Ich nehme an, daß ein Arzt Dir zu dieser Untersuchung geraten hat bzw. Dich überwiesen hat.
Was sagt der denn bzw. was sagt das Labor?

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
22.02.13
Beiträge
42
Bei mir waren lange Zeit die ANA Werte stark erhöht. 1:10000. Verdacht auf Rheuma, was sich nicht bestätigt hat. Nach ca. 1 Jahr waren die ANA Werte wieder im Normbereich. Ich hatte keine Beschwerden und es wurde keine Urssche festgestellt.
 
regulat-pro-immune
Themenstarter
Beitritt
05.05.22
Beiträge
3
Ok. Ich warte mal die Antwort vom Labor ab. 50 Jahre alt. Fibromyalgie seit vielen Jahren.
Welche Fachärzte kennen sich mit diesen Werten aus? Rheumatologen oder Immunologen?
 
Beitritt
25.08.20
Beiträge
1.099
ANA ist ein unspezifischer Marker für Autoimmunerkrankungen. Häufig findet man keine Ursache dafür, aber mit Fibromyalgie würde es gut zusammen passen. Von Haus aus sind die Rheumatologen für Autoimmunerkrankungen zuständig, richtige Immunologen (im Sinne eines Facharztes) gibt es in Deutschland eigentlich nicht. Wenn es die bei dir gibt (in Österreich ist das z.B. der Fall), kannst du auch dahin gehen. Ich würde mir aber nicht zu viel versprechen, da die FM schulmedizinisch oft fälschlicherweise psychiatrisiert wird und schlecht verstanden ist.
 
Oben