AMIE: Googles Diagnose-KI besser als Ärzte

Themenstarter
Beitritt
18.03.16
Beiträge
6.922
Google bringt die neue KI AMIE an den Start, die für die Diagnose von Krankheiten trainiert ist. Im Vergleichstest hat AMIE sowohl bei der Diagnose als auch beim einfühlsamen Patientengespräch viel besser abgeschnitten als die echten Ärzte.

 
In den USA sind ärztliche Fehldiagnosen die dritthäufigste Todesursache nach Herz-/Kreislaufkrankheiten und Krebs. Ich sehe da einen Riesenmarkt für AMIE.

Erstaunlich ist auch, dass das Programm lediglich rein textbasiert als Chat arbeitet und trotzdem solche Ergebnisse liefert. Jetzt fehlt nur noch Video als zusätzliche Diagnosequelle, denn viele Probleme kann man schon an der Nase ablesen. In Bälde werden wir die meisten Untersuchungen daheim am PC machen können ...
 
Ihr könnt diesen chatbot schon einmal ausprobieren:


Bei mir übersetzt es das am Handy automatisch in Deutsch.
 
Bei mir hat Cody nicht so gut funktioniert. Es hat nur die Symptome, die ich genannt habe, wiederholt und wollte sie einzeln behandeln, aber es hat das große Bild (MCAS) nicht erkannt.
 
Ich finde die Ergebnisse auch bescheiden.
Meine Versuche:
- Infektanfälligkeit (ich wollte in Richtung Vitaminmängel leiten. Erwähnte, dass Zink, D3, Vit C helfen). Raus kam dann eine eher seltene Immunsystemstörung oder CFS
- Histaminreaktion --> hat auf Herz getippt, geraten ins Spital zu fahren (Tomaten, Käse zum Abendessen) hat ihn auch nicht auf die Spur gebracht.

Mein Fazit: höflich aber ähnlich nutzlos wie klassischer Schulmedizinier (Ausnahmen bestätigen die Regel....).

Aber "es" ist ja noch am Anfang des Lernprozesses. Hoffe ich...
 
Das Programm ist wohl auch wie ein klassischer Schulmediziner trainiert worden, wie auch sonst. Die Migränebehandlung, die es mir empfohlen hat, hat aber starke Ähnlichkeiten mit meiner aktuellen Selbstbehandlung (nicht die gleichen Mittel, aber die gleiche Richtung). Nutzlos ist Cody also aus meiner Sicht nicht.

Die Diagnosen, die es mir genannt hat, sind Migräne (60%), saisonale Allergien (30% - leider falsch, obwohl ich erwähnt habe, dass es Pseudoallergien sind, die nur tageweise auftreten) und Fibromyalgie (10%). So hätten wohl auch 99,9% aller Schulmediziner diagnostiziert. Es ist ja auch nicht falsch, das Problem scheint zu sein, dass sich die gemeinsame Ursache aller dieser Krankheiten (MCAS) noch nicht herumgesprochen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Uj. Jetzt hab ich den Versuch gestartet, dem Ding erklären zu wollen, dass ich einen D3 Mangel habe und keine D3 Supplements vertrage. Ich hätte auch einen Blutbefund, aus dem ein Mangel an DBP ersichtlich wäre. (das hab ich dann lang und breit erklärt inkl. der passenden englischen Begriffe).

Es ging über viele Schleifen. Die KI hat immer wiederholt, was ich gesagt habe und dann nochmal nachgefragt, welche Symptome ich denn hätte (die hatte ich mehrfach erwähnt. Und hab sie insgesamt 3x deckungsgleich eingegeben).
Auch dass die Knochendichte immer weniger wird und ich leider nur wenig D3 nehmen kann.

Auch dass ich Krämpfe/Muskelsteifigkeit habe von den D3 Supplements (da hatte ich gehofft, dass er auf Magnesiummangel kommt, wenn schon sonst nix).

Diagnose 1: mit 80% Wahrscheinlichkeit D3 Mangel! 🥳
Diagnose 2: mit 60% Wahrscheinlichkeit CFS
Diagnose 3: mit 50% Wahrscheinlichkeit Osteoporose (den Teil find ich mehr als skurril, weil ich ja geringer werdende Knochendichte 3x reingeschrieben habe (und auf Nachfrage auch meinte, das verschlimmert sich).

Auf den Hauptteil meiner Ursprungsfrage (ob er mir helfen könne mehr D3 nehmen zu können/meinen d3 Mangel beseitigen zu können) kam somit 0 Antwort.

(Schade. Da wir grad entsprechenden Thread im Forum haben, hätte ich mich diesbezüglich auf Ideen/Input gefreut).

Somit finde ich vA faszinierend, dass das Ding besser abgeschnitten hat, als so mancher lebendige Mediziner. Wie skurril... 🤣

Bei mir waren es nun 3 von 3 Nieten.
 
Cody ist nicht AMIE. Googles Diagnoseroboter ist noch nicht öffentlich zugänglich.
 
KI bedeutet Chancen, aber auch gewaltige Gefahr des Mißbrauchs (wie bei Allem). Am besten ist die Innere Intelligenz (II) statt künstlicher.

Ein recht geniales Hilfe-Tool (weil kosten-und voraussetzungslos funktionierend und damit für jeden "Laien" geeignet, der sich noch nie mit II beschäftigt hat (Pendeln bspw. funktioniert ähnlich und man benötigt keinen Partner, dafür im Gegensatz zu hier aber Übung):

 
Zuletzt bearbeitet:
Da könnte man ja seine ganzen genetischen Polymorphismen abfragen und sich eine Menge Geld sparen. Das Unbewußte weiß ja Bescheid. 🤡
 
Lach.... der übliche Clown von @Malvegil ....wenns dann nicht weiter reicht mit eigenen oder Mainstream Argumenten....gell!

EDIT:
Vielleicht sollten wir beim Thema bleiben. Ich bin auch ein großer Verfechter von II, aber hier geht's um die Fortschritte von KI.
Thema, auf Wunsch ergänzt: kann man einer von Menschen gefütterten "Maschine" vertrauen? Eine "Maschine" die sich selbstständig weiter entwickelt? Eine "Maschine", die niemals ein menschliches Gefühl entwickeln kann? Die aufgrund von eingegebenen Daten "logisch" argumentiert/diagnostiziert? Die dann auch noch als "einfühlsam" beschrieben wird? Puhhh.... nicht meine Welt.
 
Vielleicht sollten wir beim Thema bleiben. Ich bin auch ein großer Verfechter von II, aber hier geht's um die Fortschritte von KI.
 
Menschen sind auch nicht unfehlbar. Fehldiagnosen oder Ungewissheit gibt es zuhauf unter den Ärzten. Es wurden/werden auch schon genug falsche Entscheidungen getroffen.

Ich denke, ich würde beides in Betracht ziehen. Einerseits mich mit (Komplementär)Medizinern besprechen und andererseits gleichzeitig eine KI befragen. Eine KI könnte noch umfangreicheres Wissen in sich vereinen (vorausgesetzt natürlich eine ausreichende Programmierung) und wäre weniger beeinflussbar jeden gleich in die Psychoecke zu schieben, wie es öfters bei (ratlosen) Ärzten vorkommt.
 
Oben