Alkohol - schönreden?

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:wave: Hallo,

seit ca. 6 Monaten habe ich Kontakt mit einer Nachbarin bei der sich heraus gestellt hat das sie Alkoholikerin ist..... Sie scheint es sich aber noch nicht einzugestehen..... sie hat sämtliche Ausreden für sich ..... manchmal gibt sie es doch zu, also wenn sie betrunken ist und sie es nicht verstecken kann..... dann hat sie wiederum die Ausrede das sie schon bei so vielen Stellen war und ihr nicht geholfen wurde..... sie vergisst auch immer das sie wegen ihres Mannes dort war der Quartalssäufer sein soll...... sie hat sich vor 4 Monaten von ihm endlich getrennt und ist ausgezogen, aber nicht weit genug.... drei Häuser weiter..... ihr 11 Jähriger Sohn tingelt immer zwischen beiden Wohnungen hin und her..... er bearbeitet seine Mutter immer wieder das sie doch bitte zu ihrem Mann zurück kehren soll ( er wird von seinem Vater diesbezüglich bearbeitet )...... ihre Situation sieht sie als Grund für ihre Trunkenheit......
Was sie allerdings gut macht, ist, das sie seit 20 Jahren bei ein und dem selben Arbeitgeber ist und während der Arbeitszeit null Alkohol trinkt...... sie liebt ihre Arbeit......

Ich sage ihr immer das sie Hilfe braucht und ich nicht die richtige Person dafür bin..... tagtäglich sage ich es ihr und werde es unaufhörlich sagen..... das Problem ist, das sie ihr Problem nicht so erkennt wie es mittlerweile ist.....

Habt ihr einen Tip wie ich damit umgehen soll bzw. kann? Sie fleht mich an sie nicht fallen zu lassen.... ich wäre ihre einzige "Freundin".......
 
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Hallo Nour,

nach allen meinen - leider zahlreichen - Erfahrungen mit AlkoholokerInnen ist die einzige Möglichkeit, ihnen möglicherweise zu helfen, der völlige Abbruch des Kontakts. Mit der Ankündigung, daß man den gerne wieder aufnehmen würde, sobald sie tun, was für sie notwendig ist. (Stationärer Entzug oder was auch immer.) Das ist grausam, ja. Und auch dies hilft nicht immer.

Wenn Du ihr beständig gut zuredest, wird sie danach auch noch süchtig.

Alkohol ist wirklich ein Teufelszeug.

Gruß
Windpferd
 
Hallo :-) ,

meine Nachbarin hat nächste Woche einen Termin bei einer Suchtberaterin ...... ich habe mich auch zurück gezogen ..... jetzt hoffe ich das sie es durch zieht ...... sie weiss das sie es tun muss, denn sie steht vor dem Abgrund......
 
Hallo :-) ,

meine Nachbarin hat nächste Woche einen Termin bei einer Suchtberaterin ...... ich habe mich auch zurück gezogen ..... jetzt hoffe ich das sie es durch zieht ...... sie weiss das sie es tun muss, denn sie steht vor dem Abgrund......

Hallo nour
ich hoffe von ganzem Herzen dass die Frau eine gute Begleitung findet, die ihr zur Seite steht in dieser Phase wo sie unbedingt unterstützt werden muss.
Sie hat einen grossen Schritt gemacht mit der Trennung - dadurch gab es aber auch Platz für eigene Probleme und Emotionen, die hoch kommen und die Angst machen, da sie es ja lange verdrängte und nicht damit umgehen konnte. Der Alkohol half ihr dann weiter die Sachen zu verdrängen, denen sie nicht gewachsen war.
Ich drücke Euch die Daumen
herzliche Grüsse
KARDE
 
Was sie allerdings gut macht, ist, das sie seit 20 Jahren bei ein und dem selben Arbeitgeber ist und während der Arbeitszeit null Alkohol trinkt...... sie liebt ihre Arbeit......

Anscheinend hat sie der Alkohol noch nicht 100%ig im Griff, wenn sie zumindest die Arbeitszeit durchhält (falls das stimmt)!


Habt ihr einen Tip wie ich damit umgehen soll bzw. kann? Sie fleht mich an sie nicht fallen zu lassen.... ich wäre ihre einzige "Freundin".......


Alleine wird sie es nicht schaffen. Eine Therapie wäre zumindest eine Chance, die Suchtberatung ein guter Anfang.

Als Tipp, da sie dich gebeten hat sie nicht fallen zu lassen, würde ich ihr anbieten sie zumindest auf dem Weg zur Suchtberatung zu begleiten.
Was meinst du?

LG
Destination
 

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