Aktionsbündnis Patientensicherheit

Anne S.

in memoriam
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Heute kam in den Nachrichten, dass das Aktionsbündnis Patientensicherheit, gegründet von Professor Matthias Schrappe, vom Gesundheitsministerium unterstützt wird.
Ich war ganz überrascht, dass darüber gesprochen wurde, dass rund 17.000 Patienten jährlich durch Behandlungsfehler getötet werden.
Mindestens 170 000 Patienten jährlich leiden unter Ärztepfusch.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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Hallo Anne,

das Erschreckende ist, dass es mindestens dreimal so viele Zeugen für Ärztepfusch gibt und diese den alltäglichen Krankenhauswahnsinn ohne mit der Wimper zu zucken mittragen. Eine ehemalige Freundin von mir arbeitet auf einer Dialysestation und erzählte mir damals eine Menge Unfassbares, unter anderem, dass Patientenberichte plötzlich aus den Akten verschwinden und ausgetauscht werden. Ein besonders schlimmer Fall war, dass einer Schwerstkranken ein Eiweißkonzentrat gegeben werden sollte. Hierbei soll die Konzentration vom Arzt extrem falsch berechnet worden sein. Die diensthabende Schwester erkannte dies sofort und ging zu diesem Arzt. Er sagte jedoch, es sei alles richtig berechnet worden. Die Patientin soll daraufhin elendig daran verreckt sein. Die Angehörigen haben das nie erfahren.

Viele Beschäftigte im Gesundheitswesen fürchten um ihren Job oder haben Angst vor Mobbing, wenn sie sich den Anweisungen ihrer Vorgesetzten widersetzen. Die Opfer haben es schon schwer genug, etwas zu beweisen, um wenigstens eine kleine Entschädigung zu bekommen. Es gibt sicher genügend Zeugen, die aussagen würden, wenn der Staat sie ausreichend schützen würde. Anonyme Aussagen bringen nicht viel, weil die Grenze zur Denunziation, die es natürlich auch zur Genüge gibt, fließend ist und weil man immer etwas beweisen muss, was anonym nicht möglich ist.

Man kann nur hoffen, dass es wenigstens einige beherzte Ärzte und Krankenschwestern gibt, die, wenn sie keine Möglichkeiten sehen einzuschreiten, wenigstens bestimmte und eindeutige Fälle mit dazugehörigen Fakten anonymisiert notieren und geeigneten Stellen - vielleicht aus eigenem Schutz auch erstmal anonym - zukommen lassen. Ob das funktioniert, weiß ich nicht. Es war jetzt so eine Idee von mir.

Sind Ärzte nicht eigentlich versichert? Was machen die Versicherungen mit dem vielen Geld?

Liebe Grüße
Anne
 
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