ADHS bei erwachsenen Frauen

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... Typische Symptome von ADHS im Erwachsenenalter bei Frauen
Im Erwachsenenalter unterscheiden sich die Symptome von denen bei Kindern. Frauen mit ADHS leiden häufig unter innerer Unruhe, Konzentrationsschwäche und einem Gefühl der ständigen Überforderung. Im Alltag führt dies zu Schwierigkeiten, Prioritäten zu setzen und Aufgaben abzuschließen. Äußerlich wirken Betroffene oft gut organisiert, während innerlich Chaos und Stress vorherrschen. Diese Diskrepanz kann zu Erschöpfung, Selbstzweifeln und Burn-out führen.

Warum bleibt ADHS bei Frauen oft unerkannt?

Ein zentrales Problem sei, dass sich die Diagnosekriterien weiterhin meist an den „klassischen“ Symptomen bei Jungen (sichtbare Hyperaktivität und impulsives Verhalten) orientieren. Frauen hingegen zeigen seltener äußere Hyperaktivität, sondern „neigen eher zur stillen Überforderung, kompensieren durch Kontrolle, Perfektionismus, überhöhte Anpassung“, erläutert Beschoner. Die Hyperaktivität äußere sich bei Frauen als eine innere Anspannung mit sozialem Rückzugsverhalten, Tagträumen oder Schlafproblemen. Die Folge: Statt ADHS werden häufig Depressionen oder Angststörungen fehldiagnostiziert und bis zur korrekten Diagnose vergeht oft ein langer Leidensweg. ...

Wenn ich das so lese, fallen mir spontan mindestens 3 Frauen ein, auf die die Beschreibung hier zutreffen könnte, bei denen aber nie von ADHS die Rede war.

Grüsse,
Oregano
 
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Wenn ich das so lese, fallen mir spontan mindestens 3 Frauen ein, auf die die Beschreibung hier zutreffen könnte, bei denen aber nie von ADHS die Rede war.
Genau das ist ja der Punkt, Oregano: Die diagnostischen Kriterien sind so vage und ausdehnbar, dass sie letztlich vor allem dem "Wachstum" der Medikamentenverschreibungen dienen.

Siehe hier:

Heute ist in den USA jedes 80. Kind als Autist diagnostiziert, in Südkorea sogar jedes 38. Kind. Viele Eltern sind damals in Panik geraten. Dann kam etwas anderes hinzu: Kinder mit dem Syndrom wurden in kleineren Schulklassen mit besserer Betreuung unterrichtet. Als sich das herumsprach, wollten immer mehr Eltern die Diagnose für ihr Kind, um an den besseren Unterricht zu kommen, und so wurden viel zu viele Kinder falsch diagnostiziert. Stattdessen sollte man die Schulen in Amerika insgesamt besser machen, mit kleineren Klassen und mehr Sportunterricht. Das wäre auch die beste Prävention gegen ADHS-Symptome.

Kennen Sie Kinder in Ihrem Umfeld, die mit ADHS diagnostiziert sind?

Nein, wir machen manchmal Witze mit meinen Enkeln: Wenn du nicht machst, was ich will, bekommst du die ADHS-Diagnose.
Das Kind ist unruhig? ADHS! Ein Witwer trauert? Depression! Allen Frances warnt vor zu schnellen Urteilen – und rät zu Sport und Geduld.
 
Hallo Igor,

in #1 ist von ADHS bei erwachsenen Frauen die Rede.
In Deinem Zitat (woher stammt es?) ist zunächst von Autismus von Kindern die Rede und dann auf einmal von ADHS.

Ich würde gerne das Original vom Text lesen .

Grüsse,
Oregano
 
In Deinem Zitat (woher stammt es?)
Ach, Oregano, ich habe doch die Quelle verlinkt. Verstehe nicht. LG.
Funktioniert bei dir nicht?
Na ja, nochmal:

Psychiater Allen Frances​

Das Kind ist unruhig? ADHS! Ein Witwer trauert? Depression! Allen Frances warnt vor zu schnellen Urteilen – und rät zu Sport und Geduld.

Von
Stand: 09.06.2013, 00:00 Uhr

 
Ach ja, Oregano, die sind alle wahre Meister darin, ständig neue Diagnosen zu erfinden.
Hier ist auch etwas Interessantes/ am Rande/:

 
Wenn ich das so lese, fallen mir spontan mindestens 3 Frauen ein, auf die die Beschreibung hier zutreffen könnte, bei denen aber nie von ADHS die Rede war.
Hier ein sehr guter und noch ausführlicher Artikel dazu:
 
Hier ein sehr guter und noch ausführlicher Artikel dazu:
Ach ja, aber der Teufel liegt im Detail. So schafft man wieder neue Diagnosen. Ich habe auch ADHS, aber manchmal frage ich mich: Ist es wirklich so, oder wollte ich diese aufputschende Droge, die fast wie Kokain wirkt und verdammt abhängig macht? Davon liest man kaum in diesen Medien, und das ist echt schade.

Bislang gibt es keine diagnostischen Biomarker; daher stützt sich die Diagnose hauptsächlich auf ein umfassendes klinisches Interview und eine Verhaltensbeobachtung des Patienten oder der Patientin, zusätzlich in Interaktion mit Familienmitgliedern.
 
Ach ja, aber der Teufel liegt im Detail. So schafft man wieder neue Diagnosen. Ich habe auch ADHS, aber manchmal frage ich mich: Ist es wirklich so, oder wollte ich diese aufputschende Droge, die fast wie Kokain wirkt und verdammt abhängig macht? Davon liest man kaum in diesen Medien, und das ist echt schade.
Naja, diese "aufputschende Droge" macht nicht abhängig und wirkt sehr viel schwächer als Kokain, zumindest wenn Du dieses Amphetamin-Derivat Elvanse meinst. Wenn Du das aber so empfindest frag ich mich ob Du nicht zusätzlich zum ADHS was Weiteres hast. Klär das mal mit einem Psychologen, die haben mehr Plan als Psychiater und auch mehr Zeit.
Aber Kokain-Konsum ist sicher unter ADSH-lern nicht selten, bzw. das wirkt bei denen zum Teil sehr anders als bei Nicht-ADHS-lern.
 

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