Zu viele Rezepte für Magensäureblocker

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Barmer-GEK: zu viele Rezepte für Magensäureblocker

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Keine medizinische Rechtfertigung für Rezeptflut bei Protonenpumpenhemmern

Die Rezeptflut bei Protonenpumpenhemmern ist nach Einschätzung der Barmer-GEK medizinisch nicht zu rechtfertigen. Es gebe weder höhere Erkrankungsraten (beispielsweise bei Magengeschwüren) noch demografische Gründe für den Anstieg, so Christoph Straub.

Alleine in Bayern werden jährlich etwa 500 Millionen Tagesdosen an Magensäureblockern verordnet. Dazu kommen die Protonenpumpenhemmer, die ohne Rezept über die Theken der Apotheken gehen. In Bayern werden die Magensäureblocker in 70 Prozent aller Fälle bei Beschwerden wie Völlegefühl oder Aufstoßen verschrieben, so eine Analyse der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern. Für diese Beschwerden sind die Magensäurehemmer aber gar nicht zugelassen. Wichtigste Indikationen für die Verordnung sind vielmehr Magenschleimhautentzündungen, Magengeschwüre und Speiseröhrenentzündungen.


Magensäureblocker bergen große Risiken
In der öffentlichen Wahrnehmung wie wohl auch bei vielen Ärzten gelten Magensäureblocker häufig als einfaches und sicheres Medikament gegen Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen. Dabei bleiben 2 Aspekte außen vor: die Nebenwirkungen und der Umstand, dass Protonenpumpenhemmer abhängig machen können.

Nierenschäden als Nebenwirkung
Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Knochenschwund (Osteoporose) und Magnesiummangel mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen und Krampfanfälle.

Bereits 2016 kamen Mediziner der US-amerikanischen Universität Baltimore zu dem Ergebnis, dass bis zu 70 Prozent der Verordnungen von Protonenpumpenhemmern nicht ausreichend medizinisch begründet seien. Sie verwiesen zudem auf ein erhöhtes Risiko für Nierenschäden durch Protonenpumpenhemmer.

Blocker stören Produktion von Magensäure oft nachhaltig
Noch schwerer wiegt mitunter, dass die Medikamente den natürlichen Regelkreislauf der Magensäureproduktion dauerhaft aus dem Takt bringen. Nach längerer Einnahme bleiben zwischen 14 bis 64 Prozent der Patienten dauerhaft auf die Medikamente angewiesen.
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https://www.netdoktor.de/news/magensaeureblocker-foerdern-infektionen/
https://gutepillen-schlechtepillen.de/sodbrennen-risiken-bei-langzeiteinnahme-von-saeureblockern/

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Welche verschiedenen Medikamente gibt es?
Die Medikamente gegen zu viel Magensäure lassen sich in drei große Gruppen einteilen:
- die Protonenpumpenhemmer (PPI),
- die H2-Rezeptorantagonisten und
- die Antazida. Von jeder Gruppe gibt es eine kleine Auswahl an Medikamenten, die rezeptfrei in der Apotheke zu erwerben sind.
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https://www.sodbrennen-wissen.de/ma...ikamente-gegen-zu-viel-magensaeure-rezeptfrei

Vorsicht ist geboten und vor allem: über die Ernährung läßt sich da viel steuern! Wer z.B. eine Histaminintoleranz hat, kann durch histaminarme Ernährung + Lebensumstände viel dazu tun, daß durch das Histamin nicht Magensäure ausgeschüttet wird.
Wer auf kleinere Portionen achtet und nicht zu viel Fett und Alkohol tut sich Gutes.
Übergewicht und Nikotin sind ebenfalls schädlich und fördern Sodbrennen.

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
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Danke für den Beitrag, Oregano.
Ich bin leider wegen der Prednisolon-Einnahme auf die Protonenpumpenhemmer angewiesen.
Zuerst nahm ich Pantoprazol, dann Omeprazol und nun Esomeprazol, das mir besser bekommt.
 
Hallo Chiaro,

wenn man Protonenpumpenhemmer nehmen MUSS, ist das blöd, aber wohl nötig, Chiaro. Ich wünsche Dir, daß Du das Cortison absetzen kannst...
Siehst Du keine andere Möglichkeit als Cortison?

Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Vitamin C schützt den Magen gut, ohne diese Risiken, eher an der Ursache angegriffen.

Trotzdem beisst sich Vitamin C mit Predni bei mir gedanklich irgendwie ..

LG Samia
 
Magensäure lässt sich doch ganz einfach bremsen: mit Saft aus rohen Kartoffeln (uraltes Hausmittel)

Gute Besserung ! - Iltschilein
 

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