Zink: Rolle bei Diabetes

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In einem alten Thread (https://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/2720-zink-2.html) bin ich auf dieses Zitat gestoßen:

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In der Bauchspeicheldrüse liegt Zink in den alpha- und beta-Zellen der Langerhans'schen Inseln als Zink--Insulinkomplex (0,5% Zink) vor. Hier ist Zink verantwortlich für eine ökonomische Insulinfreisetzung nach erfolgtem Nahrungsmittelreiz.
Bei einem Zinkmangel wird eine Verminderung der Insulinsekretion beobachtet; darüber hinaus ist die Regulation der Insulin-Freigabe beeinträchtigt. Stark schwankende Blutzuckerspiegel können die Folge sein. Die renale Eliminierung des Metalls wird beim Diabetiker, im Vergleich zum Normalmaß, mit dem 2- 3-fachen Wert angegeben, womit ein Zinkdefizit begünstigt wird.
Zinkmangel kann auch mit die Ursache für schlecht heilende Ulzera und diabetische Retinopathien sein. Bei Diabetikern ist der Zinkstatus daher unbedingt im Auge zu behalten Untersuchungen an Altersdiabetikern ergaben eine Aktivierung der verbliebenen Insulinproduktion nach einer mehrwöchigen Zinksubstitution und eine Stabilisierung der Blutzuckerverhältnisse. In einer größeren klinischen Studie mit insulinpflichten Diabetes-Patienten wurde unter Zinksubstitution ein Rückgang des Nüchternblutzuckers und eine Abnahme des HbA1c registriert.
Aus"Die kluge Therapie mit Zink-Aspartat" von Köhler Pharma GmbH

Und hier noch mehr zum Thema Diabetes und Zink:
Nicht jeder essentielle Mikronährstoff ist gleich wichtig. Eisen und Zink liegen im Bereich von etwa zwei bis fünf Gramm vor. Die Hälfte des Eisens findet man dabei im Hämoglobin. Kupfer ist das dritthäufigste Spurenelement – der Gesamtkörperbestand beläuft sich allerdings nur auf etwa 100 mg. Die Größenordnung soll klarwerden. Heißt: wenn es um die Funktion von Enzymen geht, sind Eisen, Zink und Kupfer die Superstars im Körper, wobei Kupfer quantitativ nur einen Bruchteil der Bedeutung aufweist.

Was heißt das für uns?
Bitte, bitte – nicht wieder Zink in hohen Dosen inhalieren. Sonst gibt es ganz schnell wieder neue Probleme. Zink und andere Metalle können oxidativen Stress im Blut verursachen. Alles mit Maß und Ziel. Kein Mensch vor uns musste sich jemals 100 mg Zink am Tag reinziehen, um gesund zu sein. 10 mg pro Tag ist aus evolutiver Sicht schon viel! Wohlgemerkt: gebunden an Proteine, also die beste Bioverfügbarkeit aus natürlichen Lebensmitteln.

In welchen Lebensmitteln finde ich Zink?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt erwachsenen Männern 10 mg und Frauen 7 mg Zink pro Tag zuzuführen. Das klingt nicht wirklich viel. Wer jedoch mal selbst nachrechnet, wird merken, dass Zink oft zu kurz kommt. Die Nationale Verzehrstudie II von 2008 ergab, dass bis zu 44 % der Deutschen noch nicht einmal die empfohlene Zufuhr erreicht. Das betraf vor allem ältere Befragte.

Schalentiere (bis zu 80 mg Zink pro 100 g): Allen voran Austern. Aber auch andere Muschel-Sorten oder Garnelen enthalten überdurchschnittlich viel Zink.
Leber (bis zu 9 mg Zink pro 100 g): Wie so oft findet sich Leber in der Liste wieder. Vom Rind oder Schwein liefert sie mehr als von Geflügel.
Rotes Fleisch (bis 5 mg Zink pro 100 g): Ein Rump-Steak deckt den Tagesbedarf.
Haferflocken (bis 5 mg Zink pro 100 g): Als Vollkorn-Variante. Auch andere Körner wie Amaranth oder Dinkel enthalten relativ viel Zink.
Käse (bis 5 mg Zink pro 100 g): Edamer und Gouda haben am meisten.
Ei (1,4 mg Zink pro 100 g): Der Klassiker trägt auch zur Zinkversorgung bei.

Zink noch zusätzlich ergänzen?
Eine zusätzliche Ergänzung bietet sich – neben Magnesium – auch für Zink an. Trotz guter Ernährung (inklusive den genannten zinkreichen Lebensmitteln) erreichen viele Menschen keine guten Zink-Werte. Das liegt auch daran, dass der aktive Zink-Pool im Körper mit 100 bis 200 mg sehr klein ist, was bei suboptimaler Zinkzufuhr schon nach wenigen Tagen zu Mangelerscheinungen führen kann. Der weitaus größere Zink-Anteil im Körper lässt sich nur sehr langsam mobilisieren und kann solche Zufuhr-Lücken nicht kompensieren. Wenn ergänzen, bitte in erster Linie auf die Bioverfügbarkeit achten und keine therapeutische Dosen (die häufig angebotenen 25-50 mg können schon viel zu viel sein) verwenden.
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Quelle: Newsletter von Gesundheit verstehen | edubily.de


Wie bestimmt man eigentlich Zink am besten?

Grüsse,
Oregano
 
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