Welche Trittschalldämmung unter Fertigparkett?

Kate

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Hallo zusammen,

ich plane in meiner Wohnung die Verlegung eines Fertig(klick)parkettes.

Bislang habe ich PE als Trittschall vorgesehen, da es preiswerter ist als die Alternative Kork. Bei einer Recherche entdeckte ich jedoch Rollenkork, der nicht so extrem teuer ist: emedien.oekotest.de/payment/E90FD6B07099628A6C5C227A06ADA198D7BFE00D/38390.pdf mit "sehr gut" abgeschnitten, ich habe angefragt, ob der Rollenkork die gleichen Inhaltstoffe enthält). Und Kork ist von der Schalldämmwirkung wohl besser und schützt evtl. die Bodenplatten darunter auch besser vor Bruch durch Erschütterungen.

Wie sind nun Kork und PE baubiologisch (im Vergleich) zu bewerten?

Potenzielles Problem bei Kork sind laut emedien.oekotest.de/payment/E90FD6B07099628A6C5C227A06ADA198D7BFE00D/38390.pdf VOCs (flüchtige organische Verbindungen), die im Bindemittel (Phenol, Polyurethan oder Cardol) enthalten sind. Dennoch werden viele Korkböden selbst für's Kinderzimmer mit "sehr gut" oder "gut" bewertet, weil sie bestimmte Grenzwerte einhalten. Ich leide u.a. an Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen, Schleimhautreizungen (Augen, Nase, Hals) - wohl mindestens teilweise verursacht durch den Weichmacher-Feinstaub des Schaumrücken-Teppichs, den ich jetzt entferne. Ich habe wohl leichtes MCS (sagt auch Dr. Kukl.) und möchte mir natürlich keine neuen Probleme schaffen.

PE enthält laut meiner Info weder Weichmacher noch Bispenol A und ist baubiologisch nicht so ganz schlecht.

Was denkt Ihr?

Gruß :wave:
Kate
 
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wundermittel
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Kate,

PE ist unbedenklich, dämmt aber keinen TRittschall. Kork fände ich aber bedenklicher. Wenn Du eine Probe bekommen könntest, kannst Du dicht mit der Nase ran und prüfen, oder sogar über Nacht das mit ins Bett nehmen.

Vielleicht wären Filzbahnen noch eine Option? Was da für Stoffe drin sein könnten, weiß ich aber nicht.

LG, Brigitka
 

Datura

in memoriam
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Hallo, Kate, hab gerade ein bisschen rumgegoogelt. Der PE- Schaum soll schnell zerbröseln und als Tritschall praktisch nichts bewirken. Vom Kork wird gesagt, dass es auch leicht zerbröselt beim verlegen. Wenn er nicht zerbröselt, ist das womöglich ein Zeichen, dass besonders giftige Sachen drinsind, sonst würde es nicht halten. Neuerdings gibts son Styroporzeug, aber das kommt wohl wegen der Giftigkeit eher nicht infrage, das soll gut schalldämmend sein und auch haltbar. PE- Folie da drauf? Aber ich glaube, das geht wegen der Diffusionsoffenheit nicht, könnte sich ev. Schimmel drunterbilden.

Kurz gesagt, ich habe keine Antwort. Ich fürchte, damit die Leute dadrunter nicht die Krise kriegen, müsst Ihr sowieso am Eingang Schlappen anziehen, stell Dir vor, über Dir kommt nachts jemand nach Hause mit Stöckelschuhen und läuft erstmal dreimal durch die Wohnung damit! (Ich hatte mal in der Nachbarwohnung eine, die ist mit Holzklogs durch die Wohnung auf Laminat, die hatte aber ein Einsehen!)

Ein verträglicher Fussboden ist wirklich ein schweres Thema bei MCS, bin heilfroh, dass ich Fliesen legen durfte im großen Zimmer und in den anderen beiden Zimmer Oekosisal habe, aber der ist nicht wirklich zu empfehlen, man kann ihn nicht schrubben, wenn der Hund mal draufgekotzt hat!!

Vielleicht geht, die Korkbahnen drauf legen und erstmal auslüften lassen, denn neu stinken die bestimmt und wenn das Holz drauf ist, können die nicht mehr auslüften und geben dauernd was ab??

So, muss mich jetzt um Hundi kümmern. Einen schönen Sonntag und viele Grüße von
Datura
 
regulat-pro-immune
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da giebs doch extra Trittschall Flies. Die gibs in diversen Güten. Wenn du wirklich den Schall dämmen willst solltest du hier nicht sparen.
Ich hab so eine 5mm dicke Matte unter meinen Lamminat gemacht. Kann die aber keine Bezeichnung nennen, das die vom Lamminatliferant direkt geliefert worden ist.

Grüsse Therakk
 

Kate

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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Ihr Drei,

vielen Dank für Eure Antworten, die allesamt wertvolle Anregungen enthalten.

Das Problem scheint schwieriger, als gedacht - vor allem, da ich bislang davon ausgegangen war, dass die in Baumärkten verkauften "Trittschall-Dämmungen" aus PE erstens ihrem Namen gerecht werden und sich zweitens nicht schon nach kurzer Zeit zerlegen.

Kork mit ins Bett nehmen - grundsätzlich keine schlechte Idee :idee:Allerdings bei mir wohl derzeit kein brauchbares Messinstrument, weil ich eh ständig die genannten Beschwerden habe sowie Schlafstörungen. Da sind noch dazu starke Schwankungen drin. Ich könnte also nichts glaubwürdig auf den Kork zurück führen, selbst nach 2 Wochen nicht. Es ist bei mir auch so, dass ich kaum direkt auf Stoffe reagiere - allenfalls mal auf Parfümierungen von Mitmenschen (Niesen, danach vergripptes Gefühl für längere Zeit).

Ökotest schreibt übrigens im genannten Test auch, die Korkparkette seien zwar "überwiegend schadstoffarm", aber die "technische Qualität der Fliesen" ließe "zu wünschen übrig".

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
Kate
 

Kate

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So, Ihr Lieben,

ich habe dann gestern mal fleißig weiter recherchiert und möchte auch daran partizipieren lassen. Natürlich nicht ganz uneigennützig :D:eek:): Bin interessiert an Euren Meinungen und insbesondere Erfahrungen.

Ich habe nach den Begriffen "gesundheitsverträgliche Trittschalldämmung" gesucht und habe da so allerlei gefunden.

Da gibt es z.B.

  • Wolle: Woolin Trittschalldämmung, Dämmstoffe aus Schafwolle, Gehschalldämmung, Dämmbahnen, Natürliche Dämmstoffe aus Schafwolle von Woolin, Trittschalldämmung. Immerhin vom IBO Institut für Baubiologie in Wien geprüft und ausgezeichnet, "natureplus"-zertifiziert (mit Auszeichnung), mit Trittschallverbesserung bis 22db (was wohl ein guter Wert ist) bei einer Stärke von 2mm. Auf Nachfrage erfuhr ich noch, dass Wolle aus Österreich verarbeitet wird, die nicht immer kbT Qualität hat, aber keine Pestizide enthält. Eine (Endkunden-)Preisliste wurde mir zugeschickt, der Quadratmeterpreis liegt demnach bei 7,44 Euro (ich hoffe brutto).
  • Hanf: www.haeuser-in-wolle.com/HANF.pdf). Da wäre bei der 3 mm-Stärke der Quadratmeterpreis bei nur 3,66 Euro. Es ist nur Hanf drin, der mechanisch verfilzt wurde. Die Langzeitbeständigkeit soll gut sein (auch Seile und Taue würden ja aus Hanf hergestellt...), besser als die des Parkettes. Die Trittschallminderung liegt bei sagenhaften 30 dB.
  • Holzfaserdämmplatten: www.pavatex.de/produkte_detail.aspx?PROID=7-zertifiziert, das Produkt "naturplus"-zertifiziert. An Zusatzstoffen sind noch 0,5% Paraffin enthalten. Ich könnte das Produkt hier vor Ort an zwei Stellen beziehen. Es ist ausdrücklich auch für Fertigparkett geeignet.

Ich habe mir dann auch noch einen recht aktuellen Ökotest (für 2 Euro) heruntergeladen über Dachdämmstoffe: https://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=96275;bernr=01;co=;suche=D%E4mmstoffe. Über Trittschalldämmungen fand ich keinen und die eingesetzen Materialien sind ja ähnlich. Nach dem Lesen des Tests scheint es mir generell so zu sein, dass Schadstoffbelastung und mikrobielle Belastung umgekehrt proportional zueinander sind (je höher das eine, desto niedriger das andere und umgekehrt) :eek:) Künstliche Stoffe enthalten Schadstoffe wie VOCs (z.B. Polystyrolen bzw. Styropor) oder bromierte oder phosphororganische Flammschutzmittel (z.B. Schaumkunststoffe, um die hohen deutschen Brandschutzvorschriften zu erfüllen). Ich las übrigens mal, dass diese Flammschutzmittel auch bei PE eine Rolle spielen. Pflanzliche Stoffe dagegen enthielten teils hohe Belastungen mit Pilzen und Bakterien - auf einer Korkdämmung ließen sich besonders viele dieser Mikroorganismen anzüchten. Holzfaserdämmstoffe enthielten dagegen zeigten "nur geringe mikrobielle Auffälligkeiten" vergleichbar den künstlichen Dämmstoffen.

Ein Holzfaserdämmstoff der oben schon mit ihrer Trittschalldämmung Pavapor erwähnten Firma Pavatex wurde mit "sehr gut" bewertet, laut Aussage der Firma hat Pavapor die gleiche Zusammensetzung. Zwei weitere Holzfaserdämmstoffe wurden mit "sehr gut" bewertet, einer der Firma Gutex und einer von Steico Therm. Da werde ich noch recherchieren, ob die auch eine Trittschalldämmung anbieten. Bei Gutex fand ich schon das hier: https://www.gutex.de/Produkte/Verlegehinweise_und_Produktdaten/_produkte/thermofloor/ - aber das ist 21/20 mm dick und es steht nicht ausdrücklich da, dass es für Fertigparkett geeignet ist. In der Preisliste finden sich noch "Holzdämmplatten Standard natur", die gibt es ab 6 mm Dicke, aber darüber fand ich bislang keine weiteren Informationen. Die haben auch einen Handelspartner hier vor Ort.


Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem dieser Dämmstoffe? Von Schafwolle hörte ich sogar mal, dass sie Schadstoffe aufnehmen könne - ist da was dran? Wie steht es um Wolle und Hanf mikrobiell gesehen?

Liebe Grüße
Kate
 
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Kate,

die Hanfbahnen bringen einen guten Trittschalldämmwert und sind relativ preiswert. Das hast Du schön recherchiert. Die Möglichkeit von Filzbahnen hatte ich ja schon angesprochen. Die sind aber meistens aus Recyclingmaterial, da weiß man nie genau, was drin ist.
Gutexplatten habe ich hier verbaut. auf die Holzinhaltsstoffe kann man auch allergisch reagieren. (Habe ich in den Epikutantests beim Daunderer teilweise drauf reagiert.) Und hier bei Platten, die nicht auslüften konnten, stört mich so ein Holzgestank.

Und Wolle ohne Pestizide...Ist ja gut und schön, aber womöglich hast Du irgendwann die Motten drin?

Lieben Gruß,

Brigitka
 
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

PE zerbröselt Dir nur, wenn es längere Zeit UV-Licht ausgesetzt ist. Es ist sehr schadstoffarm und wäre meine erste Wahl. Bei allen anderen Stoffen weißt Du nicht, was drin ist (z.B. Kleber). Besorge Dir ein Reststück des Dämmstoffes, den Du in die engere Wahl nimmst und nimm es mit ins Bett (unter das Kopfkissen). Wenn Du davon keine Probleme bekommst, ist das schon mal ein gutes Zeichen.
Auch eine Geruchsprobe ist nicht schlecht. Was stinkt, ist in der Regel nicht gut. Leider gilt diese Regel umgekehrt nicht unbedingt. Es gibt Schadstoffe, die riecht man nicht.
Liebe Grüße

Günter
 
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Kate,

ich habe die Weichholzfaserplatte "parkett felt" vor etwa 18 Jahren das erste mal in einer Mietwohnung unter Echtholzparkett (verleimte Verlegung) eingesetzt, das 2. Mal vor etwa 12 Jahren in meinem eigenen Haus und ebenfalls unter Echtholzparkett (verleimte Verlegung) und das 3. Mal im vergangenen Jahr in einer Mietwohung unter Klicklaminat eingesetzt. Die Plattenstärken lagen zw. 6,5 und 7,5 mm.

https://www.teppich-direkt.de/xtC/images/product_images/popup_images/zubehoer/parkett_feltplatte.pdf

Mit dem Trittschallergebnis bin ich hochzufrieden - andere Hausbewohner auch. Von der Ökologie bin ich überzeugt.

Liebe Grüsse
Frank
 

Kate

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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo zusammen,

und danke auch für die weiteren Antworten :)

Gutexplatten habe ich hier verbaut. auf die Holzinhaltsstoffe kann man auch allergisch reagieren. (Habe ich in den Epikutantests beim Daunderer teilweise drauf reagiert.) Und hier bei Platten, die nicht auslüften konnten, stört mich so ein Holzgestank.

Und Wolle ohne Pestizide...Ist ja gut und schön, aber womöglich hast Du irgendwann die Motten drin?
Das ist ja interessant, dass Du Gutexplatten verbaut hast. Weißt Du zufällig, ob die Gutex Thermofloor überhaupt für Parkett gehen (erwähnt wird nur Estrich)? Oder gehen dafür auch die Holzdämmplatten Standard natur (die es auch in geringen Stärken ab 6 mm gibt)? - Was stinkt denn da so? Nach meiner Info ist es unbehandeltes Tannen- und Fichtenholz aus dem Schwarzwald. Ich habe hier einige Fichten(regal)bretter, da stinkt nichts. Bezüglich Allergie dachte ich, Nadelholz sei relativ unkritisch (www.pavatex.de/vorteile.aspx)? - Der Wollfilz enthält tatsächlich doch einen Mottenschutz, ich hatte das überlesen. Per Telefon erfuhr ich auch, welchen: Konservin. Dies sei nicht wirklich biologisch, aber es gebe dafür nichts biologisches, das hilft. Es sei das gesundheitsverträglichste, was es gibt. Es werde eingewaschen, würde sich fest mit der Wolle verbinden und nicht mehr ausgasen. - Dazu werde ich wohl noch etwas recherchieren.

PE zerbröselt Dir nur, wenn es längere Zeit UV-Licht ausgesetzt ist. Es ist sehr schadstoffarm und wäre meine erste Wahl. Bei allen anderen Stoffen weißt Du nicht, was drin ist (z.B. Kleber). Besorge Dir ein Reststück des Dämmstoffes, den Du in die engere Wahl nimmst und nimm es mit ins Bett (unter das Kopfkissen). Wenn Du davon keine Probleme bekommst, ist das schon mal ein gutes Zeichen.

Schön, Dich mal wieder zu lesen, Günter. Dass sich PE nur unter UV-Licht zersetzt, kann wohl stimmen. Allerdings könnte da auch folgender "Trick" dahinterstecken:
Die Gruppe der Polyolefine mit ihren wichtigsten Vertretern Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) sind einfacher gebaute Polymere, die ohne Weichmacher auskommen. Es werden aber Zusatzstoffe wie Antioxidationsmittel, UV- und Hitzestabilisatoren verwendet, auch Flammschutzmittel sind in einigen Produkten enthalten (DTI 1993).
Quelle: Greenpeace, Giftigkeit von Kunststoffen, Januar 2000, aktualisiert November 2004 (Hervorhebung von mir)

Da sind wir dann auch schon bei Deinem zweiten Satz. Auch bei PE weiß man nach meinen Recherchen durchaus nicht, was drin ist. Aus der genannten Quelle dazu noch ein Zitat (Hervorhebung von mir):
Im Vergleich zu PVC enthalten PE und PP weniger problematische Zusätze, haben ein reduziertes Potenzial zur Bildung von Deponiesickerwasser sowie ein deutlich geringeres Dioxinbildungspotenzial im Brandfall (vorausgesetzt, sie enthalten keine bromierten/chlorierten Flammschutzmittel) und sind mit weniger technischen Problemen und Kosten beim Recycling verbunden.
Bei den anderen Stoffen dagegen habe ich z.T. (auch schriftlich) Volldeklarationen und es ist demnach z.B. nur Hanf, nur Holz und Paraffin, nur Wolle und Mottenschutz drin. - Zu dem Tipp, Dinge mit ins Bett zu nehmen, habe ich weiter oben schon was geschrieben. Das klappt bei mir nicht, im Moment schon garnicht, weil ich eine schlechte "gestresste" Phase habe.

Datura, Dich würde ich an der Stelle gern nochmal fragen, welches hierfür die Quelle ist:
Der PE- Schaum soll (...) als Tritschall praktisch nichts bewirken
Ich habe vor längerer Zeit im Baumarkt mal solche Produkte angeschaut und mir einen Trittschallminderungswert von 22 dB notiert. Und so eine Äußerung irritiert da schon etwas :confused:

ich habe die Weichholzfaserplatte "parkett felt" vor etwa 18 Jahren das erste mal in einer Mietwohnung unter Echtholzparkett (verleimte Verlegung) eingesetzt, das 2. Mal vor etwa 12 Jahren in meinem eigenen Haus und ebenfalls unter Echtholzparkett (verleimte Verlegung) und das 3. Mal im vergangenen Jahr in einer Mietwohung unter Klicklaminat eingesetzt. Die Plattenstärken lagen zw. 6,5 und 7,5 mm.

https://www.teppich-direkt.de/xtC/images/product_images/popup_images/zubehoer/parkett_feltplatte.pdf

Mit dem Trittschallergebnis bin ich hochzufrieden - andere Hausbewohner auch. Von der Ökologie bin ich überzeugt.
Vielen Dank für den Tipp, Frank :) Da werde ich mich gleich mal einlesen.

Liebe Grüße
Kate
 
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Das ist ja interessant, dass Du Gutexplatten verbaut hast. Weißt Du zufällig, ob die Gutex Thermofloor überhaupt für Parkett gehen (erwähnt wird nur Estrich)?

Ich hatte dickere, als Trockenfußboden
Was stinkt denn da so? Nach meiner Info ist es unbehandeltes Tannen- und Fichtenholz aus dem Schwarzwald.

Die Gutexplatten und andre ökoplatten sind - soweit ich mich jetzt richtig erinnere - statt leim unter Dampf gepreßt, sodaß die natürlichen Holzharze die Verbindung übernehmen.

Fichte hat weniger Harze als z.B. Kiefer. Aber durch diesen Erhitzungsvorgang könnte es sein, daß die Harze leichter ausdünsten. Das wird irgendwann weniger. Wo es mir jetzt so unangenehm aufgefallen ist, war eine Platte, die in der Abseite unter PVC-Fußboden verbaut war. Den mußte ich jetzt wegen eines Wasserschadens entfernen. Ich konnte da kaum arbeiten wegen dem Holzgestank.

LG, Brigitka
 

Kate

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Hallo zusammen

Der Wollfilz enthält tatsächlich doch einen Mottenschutz, ich hatte das überlesen. Per Telefon erfuhr ich auch, welchen: Konservan. Dies sei nicht wirklich biologisch, aber es gebe dafür nichts biologisches, das hilft. Es sei das gesundheitsverträglichste, was es gibt. Es werde eingewaschen, würde sich fest mit der Wolle verbinden und nicht mehr ausgasen. - Dazu werde ich wohl noch etwas recherchieren.
Damit habe ich nun angefangen. Und herausgefunden, dass dieses Mittel durchaus nicht unumstritten ist. Im Prüfbericht eines Labores steht zudem nichts von Konservan, sondern von Mitin FF. Vielleicht ist's aber dasselbe :keineahnung:

Nur wenige Möglichkeiten bieten sich derzeit für einen funktionierenden Mottenschutz an

-ein patentiertes Verfahren eines Herstellers der Fixierung von Bor mittels Latex (...)

- die Behandlung mittels eines erprobten – gesundheitlich als unbedenklich eingestuften chemischen Mottenschutzes namens Mitin FF. (= pyrethroidfreie Variante)

Für letzteres gibt es wiederum zwei Möglichkeiten der Einbringung:

a) Aufbringen im Trockenverfahren (...)

b) Aufbringen zugleich mit der Wäsche (= Einwaschen) mit irreversibler Bindung in der Faser – (...) Benötigt wird bei dieser Methode wesentlich weniger dieses Sulcofuron (nur ca. 0,5 bis maximal 1 % Mitin FF am Dämmstoff - Gesamtgewicht)

Durch das irreversible Einwaschen wirkt das Mottengift ausschließlich über den Magen-Darmtrakt der Schadinsekten und kann nicht über die Atemluft vom Menschen aufgenommen werden (...). Von Skeptikern angeführter Nachweis von Mitin FF in Raumstaubproben gibt es nur bei der Verwendung von Mitin FF in Teppichböden – verursacht durch den natürlichen Abrieb.

Auch die Kriterienkommission des Internationalen Naturbaustoffzeichens „natureplus“ „akzeptiert“ im Interesse der Gebrauchstauglichkeit und angesichts der seit Jahrzehnten klinisch/wissenschaftlich unwidersprochenen gesundheitlichen Unbedenklichkeit für diesen Einsatz Mitin FF in dieser Konzentration als Mottenschutz. Negativbewertungen dieses Einsatzes beruhen bisher nicht auf klinischen negativen Erfahrungen und Messungen bei Einsatz in Dämmstoffen sondern lediglich aus grundsätzlicher, berechtigter Abneigung (...).
Quelle: Schafwolle - Kräfte der Natur nutzen - Der Dämmstoff

Dagegen:
Manche Naturdämmstoffhersteller setzen nämlich gegen Mottenfraß Insektizide wie Eulan (mit dem gefährlichen Wirkstoff Permithrin) vom Bayer-Konzern oder Mitin FF von Ciba Geigy. Das wird allerdings nicht gerne an die große Glocke gehängt. Teilweise wird auch mit dem Satz geworben: "Mitin FF wurde von Ökotest als 'für den Menschen unbedenklich' eingestuft." Doch ganz so umweltfreundlich ist diese auch als "Harnstoffderivat" verharmloste Substanz nicht. Denn der Markenname Mitin FF steht für die Substanz Sulcofuron, die wiederum ein Insektizid aus der umweltschädlichen Chlorchemie und von Umweltbehörden als gefährlich eingestuft ist. "Bisher existieren keine Informationen über die Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Aus diesem Grund sollten wegen der Erfahrungen mit ähnlichen Bioziden und aus Gründen der gesundheitlichen Vorsorge Quellen für diese Substanz aus Wohnräumen beseitigt werden", so ein Baubiologe und anerkannter Gutachter zu Mitin FF. Dennoch erlaubt das Qualitätszeichen Natureplus® den Einsatz dieses Insektizids in Naturdämmstoffen. Dabei gibt es auch ökologisch konsequente Hersteller von Schafwolldämmstoffen, die ohne chemische Insektizide (...) auskommen.
Quelle: Vom "Rohstoffacker" an Wand und Decke

Natureplus scheint mir demnach kein so ganz strenges Ökosiegel zu sein (siehe oben). Die natürlichen Alternativen würden mich interessieren...

Hier noch etwas zu Mitin - (u.a.) für Chemiekundige: https://www.hausderzukunft.at/results.html/id2794

Kate schrieb:
Vielen Dank für den Tipp, Frank :) Da werde ich mich gleich mal einlesen.
Hallo Frank, habe mich eingelesen. Das klingt auch interessant und von den Eigenschaften her sehr brauchbar. Was mir aber bislang nicht klar ist: Was für Stoffe sind da noch drin? (Wieso sind die Platten z.B. farbig?) Haben die außer dem FSC-Siegel noch irgendeine Zertifizierung oder eine Testbewertung? Was ähnliches gibt es wohl von Steico: www.steico.com/produkte/daemmstoff-holz/steicounderfloor/ueberblick.html - die haben FSC- und naturplus-Siegel. Es enthält Holzfaser, Aluminiumsulfat, Paraffin, Farbstoff. Über Aluminiumsulfat weiß ich nichts, wozu der Farbstoff sein muss, ist mir nicht ganz klar :rolleyes:

Die Gutexplatten und andre ökoplatten sind - soweit ich mich jetzt richtig erinnere - statt leim unter Dampf gepreßt, sodaß die natürlichen Holzharze die Verbindung übernehmen.
Hallo Brigitka, ja - das hatte ich auch so verstanden.

Fichte hat weniger Harze als z.B. Kiefer. Aber durch diesen Erhitzungsvorgang könnte es sein, daß die Harze leichter ausdünsten. Das wird irgendwann weniger. Wo es mir jetzt so unangenehm aufgefallen ist, war eine Platte, die in der Abseite unter PVC-Fußboden verbaut war. Den mußte ich jetzt wegen eines Wasserschadens entfernen. Ich konnte da kaum arbeiten wegen dem Holzgestank.
Ich denke, das könnte schon eine Erklärung sein: Zum einen war es so gut wie luftdicht unter PVC verbaut, zum anderen ist es nass geworden. Ich würde beides gern meiden wollen ;) (hatte letzten Winter einen Wasserschaden - jedenfalls wurde er erst dann entdeckt - auch unter PVC, das war scheußlich :eek:).

Liebe Grüße
Kate
 
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Kate

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Schimmelbildung in Hanf

Hallo zusammen :)

Ich habe mir dann auch noch einen recht aktuellen Ökotest (...) heruntergeladen über Dachdämmstoffe: www.oekotest.de ÖKO-TEST Online Testberichte Dmmstoffe, Dach. Über Trittschalldämmungen fand ich keinen und die eingesetzen Materialien sind ja ähnlich. (...) Pflanzliche Stoffe dagegen enthielten teils hohe Belastungen mit Pilzen und Bakterien - auf einer Korkdämmung ließen sich besonders viele dieser Mikroorganismen anzüchten. Holzfaserdämmstoffe enthielten dagegen zeigten "nur geringe mikrobielle Auffälligkeiten" vergleichbar den künstlichen Dämmstoffen.

(...)

Wie steht es um Wolle und Hanf mikrobiell gesehen

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Das einzige Hanf-Dämmprodukt im Öko-Test (Link siehe oben) wies eine "starke mikrobielle Gesamtbelastung" auf und unter der Überschrift "Nachwirkungen" schreibt Öko-Test:

Im Test ließen wir die Dachdämmstoffe auch mikrobiologisch untersuchen. In der Hanffaser Thermo-Hanf waren unter dem Mikroskop viele Myzelreste, also Pilzgeflechte, zu erkennen, die zum Teil schon stark abgebaut waren. Die Zahl der lebensfähigen Bakterien war gering. Da jedoch auch abgestorbene und ausgetrocknete Schimmelpilzsporen allergische Reaktionen auslösen können, vergaben wir einen Minuspunkt. Hersteller Hock teilte uns mit, dass er sein Produktionsverfahren verbessert habe. Deshalb ließen wir einige neue Dämmplatten untersuchen. Es wurde wieder viel helles Myzel von Schimmelpilzen festgestellt, das bei der Verarbeitung freigesetzt werden kann. Allerdings konnten sich auch jetzt nur wenige Bakterien im Dämmstoff neu entwickeln.
Quelle: www.oekotest.de ÖKO-TEST Online Nachwirkungen Thermo-Hanf (Hervorhebungen von mir)

An anderer Stelle wird zwar geschrieben, in Hanffasern würden sich sehr schwer Myzele etablieren und eine von Schimmel überzogene Hanffaserdämmung weise nach Trocknung keine Nachteile auf (https://www.bauhanf.de/downloads/pdf/HE_Bau_Schimmel.pdf), aber dennoch hatten sich offensichtlich im getesteten Material Myzele "etabliert".

Nachdem ich einmal mit einer großflächigen Schimmelpilzbelastung unter einem PVC-Boden zu tun hatte (die etliche Jahre vor sich hingammelte, bevor ich sie entdeckte) werde ich von Hanf dann wohl eher Abstand nehmen. So verlockend und preiswert das auch wäre. Und obwohl eine Behandlung gegen Motten und Käfer (wie bei Wolle) entfällt, da die "die Hanffaser kein Eiweiß enthält" (www.harrer.at/PortalData/52/Resources/download/handbuch/2-2.pdf geschrieben, der Hanf rieche stark. Unter dem Parkett ist das Material ja nicht völlig luftdicht abgeschlossen, aber ziemlich. Das wäre mir irgendwie gruselig.

Liebe Grüße
Kate
 
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Kate

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Schafwolle kann Formaldehydwerte senken

Fortsetzung:

Von Schafwolle hörte ich sogar mal, dass sie Schadstoffe aufnehmen könne - ist da was dran?
Das scheint zumindest in Bezug auf Formaldehyd zu stimmen, die Firma Woolin (siehe oben) schickte mir einen Bericht über eine Schule, die mithilfe von Schafwolle ihre hohen Formaldehydwerte senken konnte.

Liebe Grüße
Kate
 

Kate

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Holzfaserdämmplatten - VOC-arm, kaum mikrobiell belastet, dennoch nicht gut bei MCS

Fortsetzung:

Bezüglich Holzfaserdämmplatten bleiben auch Unsicherheiten. Z.B. schreibt der Hersteller Pavatex "... werden ausschliesslich die VOC-emissionsarmen Holzarten Tanne und Fichte im modernen, ökologischen und bindemittelfreien Nassverfahren zu (...) verarbeitet". Andererseits wird gerade Tannenholz bei MCS als ungeeignet angesehen, da es "ätherische Harze, natürliche Terpene und Formaldehyd" enthalte (BioCamping) und "viele MCS-Betroffene (...) darauf allergisch" reagierten (Forum Juni 2003).

Im gleichen Forum wird Eure Empfehlung bestätigt, das Riechorgan zu benutzen:
Riechen Sie an den Holzfaserdämmplatten. Der Riechnerv verbunden mit dem Immunsystem ist ein hervorragendes Prüforgan (z.B. für die Feststellung von Bindemittel etc.). Stellen sich kein Juckreiz, Asthma, Nervosität, Kopfweh oder andere Symptome etc. ein, dürfte das Material i.O. sein. Diesen Test können Sie auf x-beliebige Materialien anwenden. Ihr Körper sagt, was verträglich ist!!
Da zwei Holzfaserdämmplatten-Hersteller hier vor Ort Händler haben, könnte ich ja mal schnüffeln gehen.

Liebe Grüße
Kate
 

Kate

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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo zusammen,

ich schildere Euch hier ein Erlebnis zum Thema "Informationspolitik" von Herstellerfirmen. Es geht um die Trittschall-Holzfaserdämmplatte Plan-Protect von Parador.

Ein Blick auf die Website ergab:
Plan-Protect
Der praktische Trittschall-Unterboden aus natürlichen Holzfasern.
Einsetzbar auf Holzdielen, Verlegespanplatten, PVC-Böden, Linoleumböden etc.
Gute Trittschalldämmung bei einer Materialstärke von 5,5 mm (Verbesserungsmaß bis +19 dB)
Optimaler Ausgleich kleiner Bodenunebenheiten bei gleichzeitig hoher Druckfestigkeit
Reines Naturprodukt aus Holzfasern

Da mir speziell die Formulierungen zur Zusammensetzung verdächtig nach Öko-Werbevokabular klangen, speziell die Ausdrücke "aus natürlichen Holzfasern" und "reines Naturprodukt aus ..." (ich habe durch viele Recherchen eine gewisse Erfahrung), habe ich beim Hersteller angerufen. Das Ergebnis war - letztlich und erst nach einigem Hin-und-Her -, dass das Produkt keineswegs zu 100% aus Holzfasern besteht.

Ich hatte zunächst eine Dame von der "Kundenbetreuung" am Apparat. Sie war sehr freundlich und kannte die Formulierungen des Infomaterials für Kunden. Fachkundig war sie nach meinem Eindruck nicht. Den Begriff Rohdichte (ist eine wichtige Kenngröße für Trittschalldämmungen) hatte sie noch nie gehört. Auf meine Bitte um Angabe der genauen Zusammensetzung, bekam ich die Antwort, dieses Produkt enthielte tatsächlich nichts als Holz. Nach meinen bisherigen Recherchen erschien mir das äußerst unwahrscheinlich, denn mir ist bislang kein Hersteller begegnet, der nicht mindestens eine geringe Menge (<0,5% bei Pavastep von Parador) zur Hydrophobierung zusetzt. Ich sagte ihr das so, sie fragte in den Raum zurück, bekam ihre ursprüngliche Aussage offenbar bestätigt und wiederholte sie.

Nachdem ich hartnäckig auf der Wichtigkeit der Rohdichte beharrte, wurde ich in die technische Abteilung durchgestellt. Dort wiederholte ich mein Anliegen. Ich wurde gefragt, ob ich denn ein Problem mit Isocyanaten hätte...! Auf diesem Wege habe ich also schließlich herausgefunden, dass dem Produkt mindestens Polyurethan zugesetzt wird (was meines Wissens durch die Anwendung des sogenannten Nassverfahrens zur Herstellung bedingt ist).

Die Bewertung dieser "Informationspolitik" überlasse ich Euch - von mir nur soviel: Ich halte das für eine problematische Verbrauchertäuschung. Ganz unabhängig davon, für wie gefährlich der Stoff offiziell oder von bestimmten Institutionen eingeschätzt wird. (Etwas anderes wäre die Aussage gewesen: "Wir geben die Zusammensetzung nicht preis", die ich auch schon von Herstellern hörte.)

Zugeschickt bekam ich von der Call-Center-Dame ein in meinen Augen wenig aussagekräfiges Infoblatt mit den bereits bekannten Daten (von Herstellern wie Pavatex oder Gutex kenne ich es durchaus, dass in Infoblättern alle relevanten Daten wie z.B. Rohdichte und exakte Zusammensetzung enthalten sind). Der Mann aus der technischen Abteilung versprach, mir die technische Dokumentation mit allen wichtigen Daten per Mail zu schicken, was aber leider bis heute (einige Tage später) nicht geschehen ist.

Einen schönen Sonntag wünscht Euch
Kate

... Bei Gelegenheit werde ich eventuell eine Zusammenfassung meiner Recherchen hier hochladen, wenn ich die Excel-Tabelle in ein pdf konvertiert kriege.
 
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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Kate
wenn MCS schon im Raum steht - warum willst Du dann überhaupt ein Klickparkett verlegen? Das Zeug dampft doch auch? Unabhängig vom Unterbau?
Grübelnd zorro
 
regulat-pro-immune

Kate

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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hallo Zorro,

ich habe zumindest kein starkes MCS. Ich reagiere auf so etwas wie Staub und Parfümierungen (Niesen, geschwollene Schleimhäute, dicker Kopf, Grippegefühl für einige Stunden). Holz habe ich hier sowieso in der Wohnung, es macht mir offensichtlich nichts. Es geht mir hier um baubiologische Kriterien allgemein und Vorsichtsmaßnahmen.

Bei Fertigparkett zum schwimmend verlegen (das man ja als Mieter nehmen muss) entstehen mögliche baubiologische Probleme vor allem dadurch, dass es aus drei verleimten Schichten besteht und mit Lack oder Öl (z.B. Trip Trap oder Woca, das meines Wissens u.a. Benzol enthält) behandelt ist. Das letztere Problem umgehe ich, indem ich unbehandeltes Parkett bestelle (und es mit Pur Solid von Auro behandle, dass so weit ich weiß keine Terpene enthält). Das erstere entweder durch Auswahl nach Öko-Test oder verlässliche Aussagen des Herstellers zur Art des verwendeten Leims.

Andere Bodenbeläge sind zudem - abgesehen von Linoleum, der aber verklebt werden muss, was hier nicht infrage kommt - aus meiner Sicht kritischer als Holz.

Gruß
Kate
 
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Kate

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Polyethylen (PE) oder Kork als Trittschall unter dem Parkett

Hier ein Link, in dem (u.a.) VOC-Emissionen (VOC steht für volatile organic compounds, d.h. flüchtige organische Verbindungen) verschiedener Holzarten und deren Zusammensetzung dargestellt werden.

Johann Heinrich von Thünen-Institut: ARBEITSBERICHT aus dem Institut für Holztechnologie und Holzbiologie Nr. 2008/1

bzw. aus der Einleitung schrieb:
Die Bemühungen um ein besseres Innenraumklima sind auch für Naturprodukte wie Holz von Bedeutung. Nadelholz, das häufig als Bauprodukt eingesetzt wird, kann beispielsweise relativ hohe Konzentrationen an VOCs freisetzen. Dabei enthält gerade Kiefer (Pinus sylvestris L.) bzw. deren Harz vergleichsweise viel Terpene und Terpenoide, die infolge ihres niedrigen Siedepunktes bzw. hohen Dampfdruckes relativ leichtflüchtig sind. Holzprodukte können darüber hinaus auch unterschiedliche VOCs reaktiven Ursprungs emittieren, wie zum Beispiel Aldehyde oder organische Säuren. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass all diese Verbindungen häufig in der Luft von Innenräumen nachweisbar sind (Hott et al. 2004, Brown 2002, Lux et al. 2001).

Für die Auswahl von Holz oder Holzwerkstoffen könnte das sicherlich auch eine Rolle spielen, wenn jemand empfindlich ist. Interssant in diesem Zusammenhang erscheint mir vor allem das Kapitel 4.1 Alternative Holzarten (ab Seite 27, in der Dokument-Nummerierung 21) mit seinen grafischen Darstellungen (Seiten 28-29, in der Dokument-Nummerierung 22-23).

Gruß
Kate
 
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