Welche bildgebenden Verfahren gibt es?: Röntgen, MRT, CT und mehr

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Hier werden die verschiedenen bildgebenden Verfahren beschrieben, um in den Menschen hinein zu schauen:

- Röntgen
Herkömmliche Röntgenaufnahmen von Kopf und Wirbelsäule haben heutzutage an Bedeutung verloren. Sie werden hauptsächlich nur noch nach Unfällen, bei chronischen Erkrankungen der Wirbelsäule, von den Knochen ausgehenden Tumoren oder nach Operationen eingesetzt. Sie wurden weitgehend abgelöst von der Computertomographie und der Kernspintomographie....
- Computertomographie (CT)
... Die CT ist eine schnelle und zuverlässige Untersuchungsmethode, die sowohl für die Not-falldiagnostik als auch zur Diagnostik vieler Erkrankungen des Nervensystems (Kopf, Wirbelsäule, Rückenmark oder Nerven) hervorragend geeignet ist, zum Beispiel bei Schlaganfällen, Hirnblutungen, Unfällen, Fehlbildungen, Tumoren, Bandscheibenvorfällen.

Zusätzliche Kontrastmittelgabe erlaubt die direkte Darstellung von Blutgefäßen und der Hirndurchblutung. ...
- Magnetresonanztherapie (MRT)
... Im Gegensatz zur Computertomographie, bei der ebenfalls Schnittbilder erzeugt werden, können bei der MRT neben horizontalen Schichtebenen auch andere Schnittebenen erzeugt werden, ohne die Lage des Patienten zu verändern.

Die Kernspintomographie hat gegenüber anderen bildgebenden Verfahren wie der Computertomographie zahlreiche Vorteile:

Keine Belastung durch Röntgenstrahlen

Sehr hoher Weichteilkontrast auch in unmittelbarer Nähe zum Knochen. Dadurch ist es z.B. auch möglich, kleine krankhafte Prozesse im Rückenmark darzustellen, die in der Computertomographie wegen der angrenzenden Wirbelsäule nicht erfasst werden können. Ohne Umlagerung des Patienten können Bilder in beliebiger Schnittführung erstellt werden.

Über die Darstellung der Gewebe hinaus können mit MRT-Spezialverfahren auch funktionelle Abläufe sichtbar gemacht werden (s. unten).

Dennoch ist die MRT nicht generell "besser" als die CT. Es gibt Fragestellungen, die mit der CT besser zu beantworten sind wie Knochenveränderungen, z.B. an der Schädelbasis, Knochenfrakturen (Brüche), frisches Blut. ...
- Funktionelle MRT (fMRT)
... ist es möglich, ohne Kontrastmittel Aktivierungsareale des Gehirns bei den verschiedensten motorischen, sensorischen und kognitiven Prozessen sichtbar zu machen. Dieses Verfahren wird z.B. vor neurochirurgischen Operationen durchgeführt, bei denen Tumoren in der Nähe funktionell wichtiger Hirnbereiche (z.B. für Bewegungen oder Sprache) gelegen ist, die bei der Operation geschont werden müssen. ...
- Diffusions-, Perfusionsbildgebung ...
- MR-Angiographie...
- MR-Spektroskopie ...
- Angiographie ...
- ...Temporärer Karotis-Okklusionstest ...
- ...Wada-Test ...
- ...Venöse Blutentnahmen im Sinus cavernosus ...
- Myelographie ...

Klinik für Neuroradiologie Patienteninformation

Grüsse,
Oregano
 
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Hier geht es um CT und MRT:

https://www.netdoktor.at/untersuchu...tter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter

Da steht u.a.:
... Was muss im Vorfeld der Untersuchung beachtet werden?
Eine MRT arbeitet wie erwähnt mit extrem starken Magnetfeldern. Deshalb müssen vor der Untersuchung Schmuck und andere metallische Gegenstände wie Brillen, Zahnspangen und Zahnersatz, Haarspangen und Hörgeräte abgelegt werden - zum Schutz des Patienten, aber auch des ausgesprochen kostspieligen MRT-Geräts. Chip- und Kreditkarten sollten übrigens außerhalb des MRT-Raums bleiben, da sie durch das Magnetfeld beschädigt werden können.

Ungleich wichtiger ist aber, dass Patienten, die Metallteile im Körper haben, dem medizinischen Personal im Vorfeld davon berichten. Hierzu zählen:

- künstliche Gelenkersatze
- Schrauben in den Knochen nach einer Bruchversorgung
- chirurgische Clips
- künstliche Herzklappen
- Ohrimplantate

Neuere Metallimplantate sind oft aus antimagnetischem Material. Nach vorheriger Abklärung können meist die Patienten mit solchen Implantaten mit der MRT untersucht werden.
Grüsse,
Oregano
 
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