Weitere Entwicklungen in Fukushima

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Wuhu,
... Es wird immer noch schlimmer...

ORF TVthek: ZIB 24 - 28.06.2012 00:00 Uhr

Das Unglück in Fukushima war kein Grund für Japan, auf Atomkraft zu verzichten. Dabei sollten die jüngsten Meldungen aus dem Wrack des AKW Fukushima definitiv zum Nachdenken anregen - denn der Energiekonzern Tepco hat mitgeteilt, dass die Strahlung im Wrack so stark ist, dass ein Mensch schon nach wenigen Minuten erkranken und innerhalb kurzer Zeit sterben würde.
Tja, wie gehabt - die Gewinne aus der Atomkraft wurden "privatisiert", nun nach der Katastrophe wird "verstaatlicht", also "sozialisiert", die "kleinen Leute" müssens (in Relation) "abzahlen"... :mad:

Und, wie man im ORF-Beitrag sieht, wird auch wieder bei Fukushima gefischt respektive Meeresfrüchte von dort konsumiert!!! :eek:
 
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Ich denke man kann, so westlich sich Japan gibt, hier keine europäische Masstäbe ansetzen. Ich kann hier nur folgende Doku aus dem vor-Katastrophen-Jahr 2010 empfehlen: "".

Disziplin beim einsteigen in die Bahn ist so selbstverständlich wie der Verzicht auf Privatsphäre oder Freizeit damit es "der Firma" gut geht die einen ernährt. Wie man der Doku entnehmen kann wir bis zu 14 Stunden täglich von Montag bis Samstag gearbeitet. Da bleibt den gestressten Japaner auch nicht viel Zeit sich Gedanken darüber zu machen ob Atomkraft nun was gutes, schlechtes oder wichtiges ist. Letzthin verliert die japanische Wirtschaft den sog. Anschluss wenn die gute Digitalkamera plötzlich das doppelte kostet weil der Strom zur Herstellung doppelt oder dreifach so teuer geworden ist.

Um es ganz einfach zu sagen ist die sog. Atomkraft eine total billige Art Strom zu erzeugen. Über mögliche direkte oder indirekte Folgen machen wir (als globale Gemeinschaft) gerade mal die ersten Gedanken.

Zurück zu den Japanern sind diese gerade mal im Aufbruch eine Selbstbestimmung zu finden. Durch diese seltsame Disziplin hatten Sie aber immer schon Dinge die wir erst Jahre oder Jahrhunderte später bekommen oder erreicht haben. Hier geht es los mit Spionage, Ninjas (GSG9 equivaltent :d ), Kampfsport, Kamikaze, den "würdevollen" Ehrentod durch Harakiri. Während wir hier noch im Wald gehaust haben waren Japaner schon dabei kunstvoll Blätter zu falten und Ihre Kultur zu fördern.

Um hier mal zum Punkt zu kommen... ohne die billige Atomkraft und die Experimentierwut etlicher Entwickler hätten wir heute (30 Jahre später) vielleicht mal den CD-Player entwickelt und die ersten Farbfernseher würden das Wohnzimmer erobern. Wir springen aber gerade von Entwicklungsstufe zur nächsten und kommen als Konsument kaum noch nach weil es den billigen Strom gibt und wir uns noch einen Dreck um die Folgen dieser Technologie-Explosion scheeren.
 
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09.09.08
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Wuhu,
hm, ich weiß nicht, ob das
Ich denke man kann, so westlich sich Japan gibt, hier keine europäische Masstäbe ansetzen.
immer noch (komplett) so ist - vgl https://www.symptome.ch/vbboard/radioaktivitaet/90627-entwicklungen-fukushima-10.html#post822494
:idee:

Denn wohl auch durch eine "Technologie-Explosion"
... und wir uns noch einen Dreck um die Folgen dieser Technologie-Explosion scheeren.
entstand ein Medium wie das iNternet, welches viele Japaner aus einem wohl starren Korsett befreite und erst dadurch nun solche Proteste (wie im obigen Link erwähnt) möglich wurden. Doch, ich wiederhole mich, es nützt nichts...
:rolleyes:
 

Clematis

danke euch. aber eben: es geht auch mit 1/3 weniger Strom! Warum brauchen die 58 AKWs wenns ohne geht?

Hallo Therakk,

aber wohin denn, der aaaaarme amerikanische AKW-Hersteller General Electric, der nicht nur die japanischen, sondern auch die deutschen AKWs geliefert hat, bei dem muß doch der Rubel rollen, sonst verhängen die USA ein Embargo wegen fehlender Bestellungen - was ist da schon so eine kleine Explosion? :ironie:

Gruß,
Clematis23


Hallo Rota,

ich frage mich, was die Japaner überhaupt noch essen können, was nicht verstrahlt wäre. Fukushima verstrahlte bis nach Tokio hinunter (400 km weit?) und da der Wind schon mal wechselt und die biestigen Dinger immer noch heftig strahlen, dürfte das rundum der Fall sein.

Das Meer ist stark verseucht und damit gleich zwei der Grundnahrungsmittel, Algen und Fisch, stark verstrahlt. Und wie wir auch erfahren durften (allerdings nicht aus offiziellen Quellen) gibt es keine sicheren Grenzwerte. Wir verkraften noch gerade die natürliche Hintergrundstrahlung, die extrem gering ist, alles was darüber hinaus geht ist Gift!

Wo sollen die Japaner ihren Reis, ihr Obst und Gemüse anbauen? Ihr Vieh aufziehen? An der Nordspitze des Archipels ist das Klima dafür wahrscheinlich zu kalt. Also wohin?

Wer der Verstrahlung bisher entgehen konnte, wird es nicht mehr lange können, denn essen und trinken müssen auch diese Menschen. Es ist ein Elend..., richtiger ein Horror-Szenario!

Gruß,
Clematis23
 
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Hallo Clematis,

die meisten deutschen Atom-Kraftwerke sind seit 1970 von der Kraftwerk-Union (jetzt Siemens AG Power Generation) hergestellt worden. Ein Technologietransfer fand zwischen Siemens und Westinghouse statt.

Die erste Generation der AKW`s der 50er und 60er Jahre wurden von AEG in Kooperation mit General Elektrik weil AEG noch nicht die Erfahrungen dahingehend hatte. Diese Kraftwerke sind aber inzwischen alle abgeschaltet oder umgebaut bzw. abgebaut.

AKW`s werden übrigens nicht wie ein fertig-Haus geliefert sondern bestehen aus Komponenten hunderter, wenn nicht tausender Firmen von überall auf der Welt.

Quellen:
Siedewasserreaktor
Druckwasserreaktor
Kernkraftwerk

da es in diesem Beitrag aber über die weitere Entwicklung in Fukushima geht möchte ich noch beitragen das vorgestern die Hauptpumpe und die Notfallpumpe von Reaktor 4 ausgefallen sind. Die 100°C Marke wird berechnet für den 5.7.2012 erwartet. Es wird vermutet das beim öffnen und hantieren oberhalb des Reaktorblocks einiges der Kühlung "ausversehen" zerstört wurde.

Quelle: Fukushima Diary
 
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Fukushima: Radioaktivität verändert Schmetterlinge

Wuhu,
also, wirklich, DAS überrascht uns doch nun auch alle sehr, nicht?! :rolleyes:

Fukushima: Radioaktivität verändert Schmetterlinge oekonews.at
Fukushima: Radioaktivität verändert Schmetterlinge
16.8.2012
Sechs Monate nach dem Unglück weisen mehr als die Hälfte der untersuchten Schmetterlinge Mutationen auf

Japan - Die Atomkatastrophe von Fukushima zeigt ihre Auswirkungen: Ein Team von Naturwissenschaftlern der Universität Ryukyu in Okinawa hat nun offensichtlich die Folgen der radioaktiven Strahlung an der Bläulingsart Zizeeria maha nachgewiesen. Die haben bereits mehrere Generationen der Schmetterlingsart gefunden, die in Farbe und Flügelform Veränderungen vorweisen. Bereits im Vorjahr wurden 144 Schmetterlinge, die zum Unglückszeitpunkt noch im Larvenstadium waren, rund um Fukushima eingesammelt. 12,4 Prozent der Falter weisen Veränderungen auf. In der zweiten Generation der Bläulinge ist der Anteil an Veränderungen bereits auf 18,3 Prozent und in der dritten auf 33,5 Prozent gestiegen. Die Forscher nehmen an, dass die Mutationen auch vererbt werden. Sechs Monate nach der Katastrophe hat man wiederum 240 Schmetterlinge gefangen- bereits 52 Prozent zeigten Veränderungen.

Link zur veröffentlichten Studie auf NATURE:
The biological impacts of the Fukushima nuclear accident on the pale grass blue butterfly : Scientific Reports : Nature Publishing Group
 

Clematis

Hallo,

hier eine Information von Ethecon, die ich gerade per mail erhielt (Ausschnitt):
Quelle: ethecon - Stiftung Ethik & Ökonomie, Ahrenshooper Str. 73, D-13051 Berlin, Fon 030 - 22 32 51 45, mailto:[email protected] https://www.ethecon.org/

Veranstaltung mit Kazuhiko Kobayashi:
Die Folgen der Fukushima-Katastrophe
Wir haben bereits in den vergangenen Ausgaben unserer [ethecon email info] über den japanischen Atomkraftgegner Kazuhiko Kobayashi und seine Vortragsreise berichtet. Noch rund eine Woche lang spricht er in Deutschland und der Schweiz über die Havarie des AKW Fukushima 1 und die Folgen der Katastrophe. Wer die Fotos oder Videos über unsere Schmähpreisübergabe-Aktionen in Japan von Ende Juni sieht, wird dort immer auch Kazuhiko Kobayashi sehen. Außerdem war er schon im Vorfeld an unserer Kampagne "TEPCO stoppen!" beteiligt und hat für unser Dossier über TEPCO ein Grußwort beigesteuert. (Der Beitrag zur Schmähpreisübergabe kann nach wie vor bei der ZDF-Mediathek unter dem Suchwort "Schmähaward" abgerufen werden.)

Herr Kobayashi ist unter anderem Autor des Buchs "Globalisierung und unser Leben kritisch gesehen - mit nachträglicher Bemerkung zu dem Erdbeben, Tsunami und dem Super-GAU Nordostjapans vom 11. März 2011".

Am vergangenen Wochenende luden ethecon und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zum Düsseldorfer Vortrag von Herrn Kobayashi ins örtliche Umweltzentrum. In der rund zweistündigen Veranstaltung berichtete er von der Situation in Japan und beantwortete Fragen. Er schilderte die Vertuschungen und Verharmlosungen seitens der Regierung, aber auch die regelmäßigen Freitags-Demonstrationen, zu denen nach wie vor 200.000 TeilnehmerInnen kommen. Besonders erschütternd ist, dass die japanische Regierung die Grenzwerte für Radioaktivität von 1 Millisievert (so wie er auch bei uns gilt) auf 100 Millisievert angehoben hat. Und dass Eltern mit Begründungen wie Schulpflicht etc. amtlich aufgefordert werden, ihre in andere, strahlungsfreie Landesteile verschickten Kinder in die hochverstrahlte Krisenprovinz Fukushima zurückzuholen.

Ein besonderes Anliegen ist Kazuhiko Kobayashi bei seinen Vorträgen die Unterstützung der Einrichtung einer unabhängigen Klinik in Fukushima, die wir ebenfalls in der vergangenen Ausgabe unserer [ethecon email info] erwähnt haben und auf die wir unter Punkt : [5] in diesem Newsletter noch einmal eingehen. Für diese Klinik hat er bei seiner Vortragsreise schon etwa 4.000 Euro gesammelt, die er selbst in Fukushima im Rahmen einer Pressekonferenz übergeben wird. Dabei will er einerseits die Namen derjenigen Organisationen nennen, die während seiner Vortragsreise gespendet haben, um ein Zeichen der Solidarität mit der geplanten Klinik zu setzen. Andererseits will er diese Gelegenheit nutzen, um den Verantwortlichen vor Ort sowohl ihr Versagen in dieser Angelegenheit vorzuwerfen als auch ihr beharrliches Ignorieren der enormen Gesundheitsrisiken, denen sich die Bewohner und Bewohnerinnen der Region Fukushima ausgesetzt sehen. Die verbleibenden Termine der bundesweiten Vortragsreihe von Kazuhiko Kobayashi sind:
Freitag, 9.11., 19.30 Uhr in Langen, Rathaus Langen, Stadtverordnetensaal, Südliche Ringstr. 80
Samstag, 10.11., 15.00 Uhr in Darmstadt, TU Darmstadt, S103 (Altes Hauptgebäude), Seminarraum 112, Veranstalter atomkraftENDE.darmstadt
Sonntag, 11.11., 11.00 Uhr in Benken/Schweiz, abends in Waldshut/Schweiz, Ansprechpartner Thomas Jochim, ++49 - 7733 - 97 76 97
Montag, 12.11., vormittags in einem Gymnasium in Singen, Ansprechpartner KLAR! - Kein Leben mit atomaren Risiken!, Kontakt [email protected]m.de
Dienstag, 13.11., 19.15 Uhr, Karlsruhe, Ansprechpartner Karlsruher Initiative zur nachhaltigen Energiewirtschaft, Sebastian Kurz, Tel.: 0151 - 21 67 82 20
Mittwoch, 14.11., abends in Ulm, Ansprechpartner Thomas Wolf, Tel.: 0170 - 54 19 103
Donnerstag, 15.11., 18.45 Uhr in Augsburg, Bund Naturschutz Orts- und Kreisgruppe Augsburg, Ansprechpartner Raimund Kamm, Tel.: 0821 - 54 19 36​
Aus der gleichen mail:

WHO-Bericht der Atomlobby über die Situation in Fukushima Über die Verbreitung von Falschinformationen durch die japanischen Medien und durch gekaufte Wissenschafter haben wir bereits in der vergangenen Ausgabe unserer [ethecon email info] berichtet. Die Konzerne und die konzerngesteuerte Regierung überlassen - unter den Augen der Weltöffentlichkeit - Millionen von Menschen im hochverstrahlten Gebiet rund um die Katastrophenreaktoren ihrem Schicksal, der Verstrahlung mit entsprechenden Krankheiten und qualvollem Tod. Darunter mehr als 300.000 Kinder.

Dass die Folgen von Fukushima in Japan heruntergespielt werden, wenn selbst das WHO-Gutachten von der Atomlobby verfasst wird, kann nicht weiter überraschen. Die Autoren und Autorinnen dieses Berichts arbeiten allesamt für die atomenergiefreundliche Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) oder für regierungsabhängige nationale Nuklearkommissionen und Strahlenschutzbehörden. Daher kann dieser Bericht weder als unabhängig noch als wissenschaftlich gelten. Statt Aufklärung gibt es nur "gefährliche Verharmlosung", so das Ergebnis der Analyse durch die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW, die 1985 den Friedensnobelpreis erhielt.

Ein Düsseldorfer IPPNW-Arzt erklärt: "Von all den klaren Erkenntnissen zur Strahlenexposition, zu Dosisschätzungen und möglichen gesundheitlichen Folgen der Nuklearkatastrophe von Fukushima wird im WHO-Bericht mehr verschwiegen als veröffentlicht." Um den Betroffenen wenigstens eine unabhängige Anlaufstelle zu bieten, wollen die Mütter von Fukushima mit einigen anderen Organisationen eine eigene Klinik gründen, in der vor allem die Kinder auf die Folgen der Verstrahlung untersucht werden können.

Als Starthilfe hat ethecon der Clinic-Fukushima bereits im Juni in Japan 2.500 Euro gespendet. Als Kazuhiko Kobayashi auf seiner Vortragsreise in Düsseldorf war, haben wir diese Spende noch einmal um 500 Euro aufgestockt. Bitte unterstützen auch Sie dieses wichtige Projekt! Lesen die Informationen über die geplante Klinik (auf Deutsch) und spenden Sie für diese wichtige Hilfe für die Betroffenen. Bevor die Klinik ihren Betrieb aufnehmen kann, müssen umgerechnet mindestens 500.000 Euro zusammen kommen. Dabei hilft jeder Beitrag, egal wie groß oder klein. Als wir vor Ort in Fukushima waren, haben wir den Betroffenen versprochen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um ihnen zu helfen und zur Solidarität mit ihnen aufzurufen. Bitte unterstützen Sie uns dabei, zeigen Sie sich solidarisch, machen Sie auf die Situation aufmerksam, organisieren auch Sie Spendensammlungen und spenden Sie! Wir können Ihnen Spendenbescheinigungen für Ihre jeweils gespendete Summe ausstellen und sorgen dafür, dass die Gesamtsumme am Ende direkt zu den Klinikgründern kommt.

Gruß,
Clematis23
 
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Hallo Dora,

nein, ich habe hier schon länger nicht mehr mitgelesen. Bin jetzt eben hier durch Deinen Link.

Also grundsätzlich verfolge ich solche Ereignisse und deren dramatischen Folgen natürlich schon auch - man kommt ja auch gar nicht darum herum. Nur manchmal wird Manches eben einfach zu viel, wenn man sich auch um sehr viele eigene schwerwiegende Probleme kümmern und oft genug ums nackte Überleben kämpfen muss. Dann muss man an irgendwelchen Punkten Abstriche machen, nicht weil einem z.B. das Weltgeschehen nicht wichtig wäre, sondern weil man alles zusammen einfach nicht mehr schaffen kann. Der Tag hat halt nun mal nur 24 Stunden...

Aber ich habe ja auch die atomaren Katastrophen in Japan nicht heruntergespielt oder etwa nur wenig ernst genommen oder so. Im Gegenteil... ich habe ja explizit darauf hingewiesen, dass ich mir Gedanken mache, ob man die Lebensmittel, die aus Japan stammen, überhaupt noch zu sich nehmen kann. Ich bin da ja auch sehr vorsichtig und eher zu misstrauisch als zu leichtgläubig.
Nur hatte ich eben darauf hingewiesen, dass ich nicht sicher sagen kann, ob das, was ich in dem Zusammenhang gelesen hatte, nämlich dass die deutschen Behörden oder die deutsche Regierung kurzerhand die Strahlungsbelastungsgrenze erhöht hat, um weiterhin japanische Lebensmittel einführen zu können, den Tatsachen entspricht oder nicht. Ich weiß nicht mehr, wo ich das damals gelesen hatte und es war mir gerade zu viel, wieder danach zu recherchieren, daher wollte ich lediglich darauf aufmerksam machen, dass ich es zwar gelesen habe, ich den Wahrheitsgehalt aber nicht beurteilen kann. Das schien mir wichtig, und das mache ich auch ansonsten üblicherweise so, wenn ich etwas nicht wirklich sicher weiß. Genauso schreibe ich im Gegensatz dazu auch dazu, dass ich etwas sicher weiß, wenn dem so ist.

Viele Grüße
Lukas
 
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Hallo Dora,

nein, ich habe hier schon länger nicht mehr mitgelesen. Bin jetzt eben hier durch Deinen Link.

Also grundsätzlich verfolge ich solche Ereignisse und deren dramatischen Folgen natürlich schon auch - man kommt ja auch gar nicht darum herum. Nur manchmal wird Manches eben einfach zu viel, wenn man sich auch um sehr viele eigene schwerwiegende Probleme kümmern und oft genug ums nackte Überleben kämpfen muss. Dann muss man an irgendwelchen Punkten Abstriche machen, nicht weil einem z.B. das Weltgeschehen nicht wichtig wäre, sondern weil man alles zusammen einfach nicht mehr schaffen kann. Der Tag hat halt nun mal nur 24 Stunden...

Aber ich habe ja auch die atomaren Katastrophen in Japan nicht heruntergespielt oder etwa nur wenig ernst genommen oder so. Im Gegenteil... ich habe ja explizit darauf hingewiesen, dass ich mir Gedanken mache, ob man die Lebensmittel, die aus Japan stammen, überhaupt noch zu sich nehmen kann. Ich bin da ja auch sehr vorsichtig und eher zu misstrauisch als zu leichtgläubig.
Nur hatte ich eben darauf hingewiesen, dass ich nicht sicher sagen kann, ob das, was ich in dem Zusammenhang gelesen hatte, nämlich dass die deutschen Behörden oder die deutsche Regierung kurzerhand die Strahlungsbelastungsgrenze erhöht hat, um weiterhin japanische Lebensmittel einführen zu können, den Tatsachen entspricht oder nicht. Ich weiß nicht mehr, wo ich das damals gelesen hatte und es war mir gerade zu viel, wieder danach zu recherchieren, daher wollte ich lediglich darauf aufmerksam machen, dass ich es zwar gelesen habe, ich den Wahrheitsgehalt aber nicht beurteilen kann. Das schien mir wichtig, und das mache ich auch ansonsten üblicherweise so, wenn ich etwas nicht wirklich sicher weiß. Genauso schreibe ich im Gegensatz dazu auch dazu, dass ich etwas sicher weiß, wenn dem so ist.

Viele Grüße
Lukas

hallo, mein nachbar hat über fukushima und deutschland nachgedacht, er meint, die Japaner haben Erdbeben und Überschwemmungen und schalten ihre AKW nicht ab und die Deutschen als stärkstes Industrieland Europas schalten als einzige in Europa ihre AKWs ab. Um Deutschland herum werden neue AKWs gebaut!! Da stimmt doch was nicht !!??
 
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Wuhu,
dabei
... die Deutschen als stärkstes Industrieland Europas schalten als einzige in Europa ihre AKWs ab. Um Deutschland herum werden neue AKWs gebaut!! Da stimmt doch was nicht !!??
vergisst man, dass sich Deutschland in der EU befindet, wo es "freien" Warenverkehr gibt; "Energie" ist auch eine Ware ;)
 
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Wuhu,
dabei

vergisst man, dass sich Deutschland in der EU befindet, wo es "freien" Warenverkehr gibt; "Energie" ist auch eine Ware ;)

Um Deutschland herum werden fleissig AKWs gebaut, sind diese Länder alle dumm und nur die Deutschen sind schlau ? Der plötzliche Schwenk von Kanzlerin Merkel um 180 Grad hat welche Gründe? Wird die deutsche Politik vom Ausland gesteuert? Soll hier die Industie Deutschlands weiter zu teuer und damit weniger konkurrenzfähig gemacht werden ? Die Folge wären arbeitslose Menschen und auf lange Sicht eine Konkurrenz weniger auf dem Weltmarkt.
 
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09.09.08
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Wuhu,
ich denke eher, dass es den "leitenden Köpfen" der EU um eines geht: Alles so gut wie möglich "gleich" machen, damit sich niemand mehr aufregen muss, in einem so großen Bundesstaat der Vereinten Staaten von Europa, eventuell in "seinem" Bundesland (= noch die einzelnen Nationalstaaten) ungerecht leben muss gegenüber einem anderen EU-Bürger in einem anderen EU-Land...
 

kopf

Gestern gab es eine Dokumentation zum Thema .
FUKUSHIMA - CHRONIK EINES DESASTERS
videos.arte.tv/de/videos/fukushima-chronik-eines-desasters--7359300.html

LG kopf.
 

Clematis

Hallo,

hier ein Ausschnitt aus einer e-mail, die ich von Ethecon erhielt:

ethecon-Veranstaltung
Japan nach Fukushima


Mitte Juni ist eine kleine japanische Delegation in Deutschland gewesen, um über die aktuelle Lage in Japan und speziell in Fukushima zu informieren. Dabei handelte es sich um Chieko Shiina, eine der Gründerinnen der Organisation "Mütter von Fukushima", um Yosuke Oda (im Vordergrund des Fotos, mit Hut), den Vorsitzenden des Anti-Atomkraft-Netzwerks NAZEN, und um den Dolmetscher Nobuo Manabe, genannt Tigerman, der für die Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba arbeitet. Wir kennen sie alle drei aus dem vergangenen Jahr, als die TEPCO-Verantwortlichen den Black Planet Award 2011 von uns erhielten.

Die Delegation machte auch in Düsseldorf Station, wo die Stiftung eine öffentliche Veranstaltung organisiert hatte. Chieko Shiina zeigte im Rahmen der Abendveranstaltung den volkstümlichen Kansho-Tanz aus der Region Fukushima, der mittlerweile den Widerstandswillen der Bevölkerung von Fukushima gegen die Tokioter Regierung und ihre Atompolitik symbolisiert. Gemeinsam mit Yosuke Oda zeigte sie zwei Kurzdokumentationen, informierte über die jetzige Lage in Fukushima und ging dabei auch auf die unabhängige Kinderklinik ein, an deren Gründung sie beteiligt war. Diese hat die Arbeit bereits aufgenommen und hilft den Strahlenopfern.

Denn nach wie vor sind die Betroffenen zu Millionen der Verstrahlung ausgesetzt. Darunter hunderttausende Kinder, von denen bereits zehntausende Anzeichen von Strahlenerkrankungen zeigen. 15 Fälle von Schilddrüsenkrebs sind von der Präfekturregierung in Fukushima schon gemeldet worden - mit der dreisten Behauptung, diese Erkrankungen hätten nichts mit der Radioaktivität zu tun. Dabei ist gerade diese Art von Krebserkrankung bei Kindern ausgesprochen selten. Ungeachtet solcher Gefährungen wird eine Vielzahl von Feierlichkeiten und Veranstaltungen ausgerechnet in die Region Fukushima verlegt - unter anderem ausgerechnet ein Marathon für Kinder, bei dem diese den aufgewirbelten Staub einatmeten und dadurch innerlich noch stärker kontaminiert wurden, als sie es bereits waren.

Es gilt nach wie vor: Wir dürfen wir die Menschen in Fukushima nicht alleine lassen! Sie brauchen weiterhin unsere Solidarität. Seit unserer Rückkehr aus Japan bitten wir regelmäßig um Spenden vor allem für das Klinik-Projekt! Jeder Beitrag hilft, egal wie groß oder klein. Die Menschen in Fukushima brauchen Ihre Spende.

Wir konnten bei der Veranstaltung 120 Euro für die Klinik sammeln und haben als Stiftung noch einmal weitere 500 Euro an NAZEN gespendet. Dieser Dachverband der Anti-AKW-Initiativen kümmert sich in einem neuen Projekt um Erholungslager, in denen Anwohner der Region Fukushima etwas Abstand von ihrer Situation gewinnen können.

Ein Interview über das harte Leben in Fukushima hat die WZ mit Chieko Shiina geführt, ein weiteres Interview mit ihr und Yosuke Oda in der NRhZ befasst sich unter anderem damit, dass der Super-GAU überhaupt nicht unter Kontrolle ist.
Quelle: https://www.ethecon.org
eMail: mailto:[email protected]

Zum Weiterlesen:
Interview zu Fukushima
Interview zu Fukushima - „Der Super-GAU ist überhaupt nicht unter Kontrolle“ - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung - [email protected] - Tel.: +49 (0)221 22 20 246 - Fax.: +49 (0)221 22 20 247 - ein Projekt gegen den schleichenden Verlust der Meinungs-
Let Fukushima Children Have a Future - Build Clinics for Fukushima Children
English - clinic-fukushima Jimdo
Aktuelle Meldung / WZ Interview mit Chieko Shiina über Fukushima
Das harte Leben in Fukushima
Ethik & konomie – Aktuelle Meldung / WZ Interview mit Chieko Shiina ber Fukushima

Gruß,
Clematis
 

Clematis

ebenfalls schlimm sind aktuelle Berichte, die man in Europa bzw deutschen Medien so wohl noch vergebens sucht...
Hoffentlich gibt's dort KEIN "Feuerwerk"... :schock:

Hallo Alibiorangerl,

Wenn die Amerikaner damit rechnen, daß (falls doch Feuerwerk) diese geballte radioaktive Ladung das Land in ca. 2-3 Tagen überdeckt, dann kommt sie in Europa nach ca. weiteren 3 Tagen an.

Die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen sind bestenfalls kindisch, außer einem ganzkörper Schutzanzug... ach ja, und man soll sich manisch oft waschen, womit? Mit radioaktiv verseuchtem Wasser?

Brauchbar??? Ein Schutzanzug gegen Alpha-, Beta-, Gamma- und Röntgenstrahlen, Zubehör gegen Giftgas & Co., dafür enthält er jede Menge Nanopartikel (Abrieb? Einatmen?) - kostet "nur" schlappe $ 1.500,-. Vermute denen werden die Produktionskapazitäten durch Nachfrage von US-Bürgern bald ausgehen. Dies ist keine Werbung, sondern "Galgenhumor" :mad:
Schutzkleidung für schmutzige Bomben und das Leben neben dem AKW | Telepolis

Da hat Heise wohl doch etwas übertrieben und der Preis ist schon gestiegen:
The suit is an excellent shield of high-energy beta particles, such as those emitted from Strontium-90, and provides at least 50% shielding of gamma rays up to 130 Kev. Radiation Shield Technologies Demron® Full Bodysuit Suit - Large : First Responder
Schützt gegen Partikel von z.B. Strontium 90, 50% Schutz gegen Gammastrahlen bis 130 Kev. Gedacht für kurzzeitigen Gebrauch durch Bombenentsorger.

Was können Schutzanzüge? Jedenfalls kaum vor Strahlung schützen...
Atomkatastrophe: Wie wirkt ein Strahlenschutzanzug? - Wissenschaft und Umwelt - FOCUS Online - Nachrichten
Ob der o.g. amerikanische Anzug das wenige, das er verspricht auch einhält? Vor allem für viele Stunden, Tage, Wochen, Monate, wie es nötig wäre? Wohl kaum.

Trotzdem wünsch ich Dir, Alibiorangerl, einen Guten Rutsch und ein wunderschönes, glückliches Neues Jahr 2014,
herzlichst,
Clematis
 
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16.02.05
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Ich vermute mal, das wenn es (wie zu erwarten) dann in der nächsten Zeit zu einer Kernschmelze kommen wird, das das ganze ähnlich wie in Tschernobyl ablaufen wird. Durch die nähe zum Meer wird es hier eher zu einer materiellen Abwanderung in die Gewässer kommen. Eine Explosion durch Wasserstoff (wie bereits erfolgt) wird es aufgrund der luftdurchlässigen Zellophanhülle nicht kommen oder einfach verpuffen.

Was mich persönlich mehr zum Nachdenken bewegt ist die aktuelle Meldung (wie bereits oben erwähnt), das Obdachlose zum Reinigen herangezogen werden. Hier ist der GAU nach dem GAU vorprogrammiert... eigentlich (meiner bescheidenen Logik nach) sollten die Politiker, Ingenieure und Aktieneigentümer der Gesellschaft mit den Aufräumarbeiten betraut werden.

Aber es ist nun mal so, das wir alle wissen das der Elektromüll nach Afrika verschickt wird, das Plastikmüll die Weltmeere überziehen und Kriege immer weit weg sind solange wir die Opfer vor unseren verschlossenen Toren hungern lassen. Wichtig ist, das wir hoffen, das schon irgendjemand anders für unser Unvermögen etwas anzugreifen zuständig ist. Das hat uns exakt dahin gebracht wo wir gerade sind und wird uns sicher noch eine Weile begleiten.

frohes Neues !

noch ein kleiner Nach(t)gedanke... ich stelle mir gerade die Situation als Obdachloser ohne Lohn und von der Gesellschaft ignoriert in einem hochsensiblen Bereich eines AKW vor, der eh schon sehr kritische Schlagseite hat... ein kleiner Stein an der richten Stelle mit ausreichend kinetischen Energie könnte hier viel bewirken...
 
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Clematis

Was mich persönlich mehr zum Nachdenken bewegt ist die aktuelle Meldung (wie bereits oben erwähnt), das Obdachlose zum Reinigen herangezogen werden. Hier ist der GAU nach dem GAU vorprogrammiert... eigentlich (meiner bescheidenen Logik nach) sollten die Politiker, Ingenieure und Aktieneigentümer der Gesellschaft mit den Aufräumarbeiten betraut werden.

Hallo Mike,

ein guter Gedanke, doch ALLE AKW-Pruduzenten, Atomwaffenbauer, Forscher, sollten mit anpacken, nicht nur japanische, und ein Weg der Forderung Öffentlichkeit zu verschaffen? Eine Petition bei Avaaz einstellen, die genau das fordert! Das kannst Du sogar selbst machen...
Da dürften in kürzester Zeit Millionen unterschreiben!
Die Liste mit der Forderung dann allen Atomländen überreichen, möglichst mit viel Tam-Tam ;) Das würde wohl Avaaz übernehmen...

Liebe Grüße,
Clematis
 
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