Warum die Zeit schneller vergeht, je älter man wird

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Hallo Leute !

Eine Stunde im Wartezimmer zieht sich wie eine Ewigkeit, der dreiwöchige Urlaub verfliegt im Nu. Und je älter man wird, desto schneller rast die Zeit an einem vorbei. Warum? Psychologen haben verblüffende Erklärungen dafür.

Das Thema weiterlesen unter:
Warum die Zeit schneller vergeht, je älter man wird
Viel Spaß beim lesen :D
 
wundermittel
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05.02.10
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Vor 20 Jahren in einem Radiointerview sagte ein Zeitforscher, der Mensch empfinde die ersten 18 Lebensjahre als genauso lang wie den gesamten Rest des Lebens. Ich muss sagen, das kann ich aus heutiger Sicht nur bestätigen, obwohl ich es damals sehr befremdlich fand.

Allerdings halte ich die Erklärung, man würde ein Jahr an der Anzahl der bereits gelebten Jahre messen für schwach. Welcher Dreijährige rechnet sich denn aus, dass ein Jahr so lang ist wie ein ganzes Drittel seines bisherigen Lebens. Ich denke, der Inhalt der Zeit und sein Erlebnis- und Erinnerungswert durch neue und interessante Eindrücke lassen uns Zeit unterschiedlich empfinden. Je mehr Routine und Gleichklang umso weniger bewusst wird Zeit erlebt und erinnert, würde ich sagen. Wenn ich ein spannendes Wochenende mit neuen Eindrücken hatte, kommt es mir bedeutend länger vor als ein heimisches Chillwochenende, auch wenn ich schon in dem Alter bin wo Zeit schneller vergeht.

Interessanter Artikel, danke dafür.

LG Lealee
 

Rota

in memoriam
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22.07.08
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Hallo,

Eins ist jedenfalls sicher, wenn ich mich im Forum befinde, vergeht die Zeit wie im Flug und es kann vorkommen, daß ich sogar vormittags und nachmittags verwechsle, so spannend finde ich es hier. ;)
Danke bei der Gelegenheit, daß es Euch hier gibt. :kiss::kiss::kiss::kiss::kiss:

Liebe Grüße
Rota
 
regulat-pro-immune
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17.07.10
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Hallo Rota,

so ähnlich geht es mir auch. Je interessanter eine Beschäftigung ist, um so schneller vergeht die Zeit. Muss ich jedoch lange auf etwas warten (Flug/Bahn), dann können die Minuten zu Stunden werden.

Liebe Grüße von Rawotina
 
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17.11.12
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so ähnlich geht es mir auch. Je interessanter eine Beschäftigung ist, um so schneller vergeht die Zeit. Muss ich jedoch lange auf etwas warten (Flug/Bahn), dann können die Minuten zu Stunden werden.

Dazu passend gibt es die Begriffe "kurzweilig" und "langweilig":);)

Liebe Grüße
Rauke
 
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24.10.05
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Malve
Eben habe ich es erneut versucht, jedoch läßt sich bei mir diese Seite unverändert nicht aufrufen.

Alles Gute!

Gerold
 
regulat-pro-immune
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09.09.08
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Wuhu,
das Gefühl dass die Zeit schneller (ver)ginge, kann sicherlich psychologische Ursachen haben.

Es könnte aber auch eine biologische/körperliche Komponente haben; In unserem "Bauplan" (DNA) gibt es Telomere; Manche meinen, es wäre quasi unsere "Lebensuhr" - also wie schnell oder langsam unser Körper altert - was man mit entsprechender Lebensweise sogar (positiv) beeinflussen kann...

Was ich allerdings in letzter Zeit ;) - also einige wenige Jahre mittlerweile - feststelle ist, dass auch sehr junge Leute (um die 20) sowie jene mittleren Alters (so wie ich oder meine Schwester, Freundinnen, etc pp) immer öfter bemerken, wie schnell doch die Zeit vergeht, nicht nur in/bei der Arbeit sondern auch in der Freizeit - und man keine rationale Erklärung dafür hat...
:idee:
 
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21.08.16
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Die Uhr geht immer gleich schnell, aber wir werden immer langsamer und dadurch werden viele Dinge nicht mehr fertig. Deshalb das Gefühl, dass die Zeit zu schnell vergeht :))))
 

Clematis

Was ich allerdings in letzter Zeit ;) - also einige wenige Jahre mittlerweile - feststelle ist, dass auch sehr junge Leute (um die 20) sowie jene mittleren Alters immer öfter bemerken, wie schnell doch die Zeit vergeht, nicht nur in/bei der Arbeit sondern auch in der Freizeit

aber wir werden immer langsamer und dadurch werden viele Dinge nicht mehr fertig. Deshalb das Gefühl, dass die Zeit zu schnell vergeht

Hallo,

Marias Argument dürfte für die "Alten" zutreffend sein - bei mir geht's etwas langsamer von der Hand, braucht mehr Zeit bis zu Fertigstellung.

Bei Jüngeren und im mittleren Alter kommt m.E. der Streß hinzu, morgens zur Arbeit, abends hat man mehr zu tun als zeitlich möglich ist, irgend etwas bleibt liegen - für später. Die Freizeit wird mit Terminen und Aktivitäten zugepflastert. Zugleich stürmen mannigfaltige Informationen auf uns ein, die wir gar nicht richtig verarbeiten können weil schon der nächste Termin, die nächste Arbeit auf uns wartet. Die Zeit rast so an uns vorbei weil wir kaum noch in der Lage sind alles zu bewältigen, immer das Gefühl haben: dazu fehlt mir die Zeit... Totale, nicht wirklich wahrgenommene Überforderung...

Kinder werden von ihren Eltern in diesen Sog unbewußt mit hineingezogen. Nach der Schule - inzwischen Streß pur - geht's zu Terminen: Fußball, Ballett, Klavierunterricht, Nachhilfe usw. usf. Zuhause steht der Computer mit Informationsüberflutung. Konzentriert und still, besinnlich vor sich hin, einer selbstgewählten Tätigkeit, je nach Stimmung, nachzugehen, das können sie kaum noch. Kein Wunder, wenn es dann ADHS heißt. Als Erwachsene zappen sie dann von Kanal zu Kanal, können sich nicht mehr in ein Thema vertiefen und länger nur mit diesem Einen befassen. Sich länger nur mit einer Sache, Ding, Thema zu befassen, hinterläßt gleichzeitig das Gefühl anderswo etwas zu verpassen, zu versäumen, erzeugt Unruhe.

Wir Menschen haben oft verlernt abzuschalten, den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen, im Liegestuhl in der Sonne zu faulenzen, schlicht gar nichts zu tun... nur zu träumen, zu dösen... dem Summen der Bienen zu lauschen... Wer das wieder kann, seine Aktivitäten entsprechend einschränkt - wir müssen nicht alles tun, was man uns so vorgaukelt, faulenzen ist erlaubt und muß sein, dem vergeht die Zeit wieder langsamer und vor allem angenehmer, geruhsamer ;).

Termine jeder Art sind Sklavenerzeuger, ja, auch der beim Sportverein. Es ist etwas anderes spontan mit einem Ball zu spielen, kicken, als zu einer von anderen festgelegten Zeit, wenn man vielleicht gar keine große Lust dazu verspürt.

Gruß,
Clematis
 
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13.03.11
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Je älter man wird, um so länger ist die eigene Vergangenheit (ach was!) und um so kürzer die Zukunft (nanu). Da bleibt ein gefühlt schnellerer Lauf der Zeit nicht aus.;);)
 
regulat-pro-immune

James

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Soweit ich darüber informiert bin, hängt das Zeitgefühl davon ab, dass gleiche Abläufe, die sich immer wieder wiederholen im Zeitgedächtnis letztlich kaum noch wahrgenommen werden. Neue Dinge, die Aufmerksamkeit erregen bleiben dagegen im Zeitgedächtnis haften. Dieses Verhältnis verschiebt sich mit den Jahren und deshalb verrint die Zeit scheinbar immer schneller.
 
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Je älter man wird, um so länger ist die eigene Vergangenheit (ach was!) und um so kürzer die Zukunft (nanu). Da bleibt ein gefühlt schnellerer Lauf der Zeit nicht aus.;);)

Ich krieg das mit meinem Papieralter (56) und der bisher gelebten Vergangenheit irgendwie nicht so ganz auf die Reihe, ich bin immer noch unschlagbar der Meinung, dass ich noch mein ganzes Leben vor mir habe.... :))):lachen2::freu::bang::kiss:

Liebe Grüße Tarajal
(die mit der unbändigen, übersprudelnden und quirligen Lebensfreude...) :D:p)
 

ory

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hallo tarajal ,

zu mindest nachahmenswert :kiss:
möge es dir immer erhalten bleiben .;)

lg ory
 

ory

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Je älter man wird, um so länger ist die eigene Vergangenheit (ach was!) und um so kürzer die Zukunft (nanu). Da bleibt ein gefühlt schnellerer Lauf der Zeit nicht aus.
.....liegt wohl auch daran , das für die zeit etwas zu erledigen ,etwas mehr zeit gebraucht wird ,somit geht die zeit einfach ein wenig schneller vorbei ohne das diese zeit bemerkt wird .;)

lg ory :wave:
 
Zuletzt bearbeitet:

Clematis

Ich krieg das mit meinem Papieralter (56) und der bisher gelebten Vergangenheit irgendwie nicht so ganz auf die Reihe, ich bin immer noch unschlagbar der Meinung, dass ich noch mein ganzes Leben vor mir habe....

Hi,

ich krieg's auf etwas andere Weise nicht auf die Reihe, denke immer ich sei viel jünger als das Papieralter. Führt dazu, daß ich vermeintlich Älteren im Bus meinen Platz anbiete :D :) :D. Das habe ich mir zwar inzwischen abgewöhnt, der Impuls dazu ist aber geblieben.

Gruß,
Clematis
 
regulat-pro-immune
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13.03.11
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Früher hatte ich den Kindern bei unseren Treffen viel Musik vorgespielt und gesungen. Als junge Mutter hatte ich eines der Kinderlieder ("Der Kuckuck und der Esel") umgedichtet.

Wenn unsre Kinder groß sind
Dann sind wir Eltern alt
Wir gehn vielleicht an Krücken
mit einem krummen Rücken
Und das ist schon sehr ba-ha-hald und das ist schon sehr bald.

Die Haare werden Silber
Die Zähne werden Gold
Dann brauchen wir kein' Schmuck mehr
Denn wir geben selbst genug her
Doch hat Gott das gewo-ho-hollt, hat Gott das so gewollt?


Und auf die Frage am Ende gibt es eine wundervolle Antwort. Die schreibe ich hier jetzt aber erst mal nicht...
 
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