Warmwasser-Temperatur absenken: eine gute Idee? Nein!

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Gas wird knapp und teuer. Deshalb überlegen die Menschen, wie sie Gas sparen könnten. Eine Möglichkeit wäre es, die Warmwasser-Temperatur abzusenken. Das ist aber wohl keine gute Idee, weil damit die Gefahr von Legionallen steigt.

... Gas sparen beim Warmwasser: Steigt das Legionellen-Risiko?

Viele Menschen suchen derzeit nach Möglichkeiten, Gas zu sparen. Manche erwägen dabei das Absenken ihrer Warmwasser-Temperatur. Welche Vorgaben es gibt und warum Behörden und Versorger davon abraten, erklärt dieser #Faktenfuchs.

  • In größeren Wasseranlagen sind für Warmwasser 60 Grad Celsius vorgeschrieben, um vor Legionellen zu schützen.
  • Laut Umweltbundesamt sollte die Temperatur in keinem Warmwassersystem unter 55 Grad betragen.
  • Auch der Wasserdurchlauf beeinflusst die Vermehrung von Legionellen. ...

Mehr Informationen über Legionellen und ihre möglichen Folgen:

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel

Kate

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Ich zitiere aus dem aktuellen medivere-Newsletter:

....während Sie Ihren Urlaub genießen, finden gesundheitsgefährdende Legionellen in Ihren ungenutzten heimischen Wasserleitungen optimale Bedingungen, um sich schnell zu vermehren.

Legionellen im Trinkwasser sind nicht ungewöhnlich und bis zu einem gesetzlich festgelegten Grenzwert normalerweise unbedenklich. Gerade in den Sommer- und Herbstmonaten verzeichnet das RKI jedoch regelmäßig einen Anstieg der Legionellosen - eine schwere Form der Lungenentzündung. Dieses saisonale Phänomen ist auf die Stagnation von Wasser in den ungenutzten Rohrleitungen während der Urlaubszeit in Verbindung mit höheren Außentemperaturen zurückzuführen. Denn in stehendem, wohltemperiertem Wasser können sich Legionellen schnell und optimal vermehren.

Um Infektionsrisiken zu vermeiden, sollten Sie nach Ihrer Rückkehr zunächst das Leitungswasser mit hoher Temperatur (mind. 55° C) aus allen Hähnen etwa 3 Minuten lang laufen lassen, bevor Sie die Leitungen regulär nutzen. Doch Vorsicht: Legionellen können sich auch über die Aerosole im feinen Wasserdampf verteilen. Achten Sie daher während des Heißwasserdurchlaufs bitte auf eine ausreichende Lüftung der Räume.

Natürlich bieten sie auch eine Untersuchung dazu an. Der Tipp im letzten Absatz war mir schon ungefähr bekannt (von Bekannten, die im Sanitär-Heizungs-Solaranlagen-Bereich tätig sind) und von diesen wurde mir sogar eher geraten, bei längerer Abwesenheit die Temperatur des Warmwasserspeichers auf kalt zu stellen und danach einmal richtig durchzuheizen.

Normal mache ich es so, dass ich den Speicher auf ca. 40 Grad stehen habe und zweimal pro Woche auf >=60 Grad den ganzen Tag hochheize und habe damit bisher keine Probleme gehabt. Wer aber sehr vulnerabel ist, sollte womöglich so einen Speicher immer auf >= 60 Grad halten. Ich sage noch dazu, dass ich keine Fachfrau auf dem Gebiet bin und hier nur meine Erfahrung schildere.

Gruß 🚿
Kate
 
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