Unzufrieden mit mir und meinem Leben

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Hallo miteinander,

ich bin mal wieder in einem tiefen tiefen Loch!

Ich war die letzten 10 Jahre in meinem jungen Leben (unter 30) schwer Krank mit allen möglichen Krankheiten ( MCS, CFS, FMS usw usf.) und hab mich da raus gekämpft und bin eigentlich jetzt wieder nahezu gesund. Was eigentlich schon ein absolutes Wunder ist und ich damit schon zufrieden sein sollte!

Allerdings haben mir die letzten zwei Jahre die Schuhe unter dem Boden weggezogen.. 2016 war ein absolut beschissenes Jahr für mich mit Ereignissen die mir bis jetzt noch hinterher hängen. Angefangen hat es damit das mein Großvater gestorben ist, was grundsätzlich verkraftbar ist, da es einfach dazu gehört zum Leben das ältere Menschen sterben. Kurz darauf hat mich meine langjährige Freundin mehrfach betrogen und kurz darauf mit mir Schluss gemacht. Was auch noch verkraftbar ist, da es für Sie sicher nicht einfach war mit einem schwer Kranken Menschen in Jungen Jahren, der kaum etwas machen kann, eine Partnerschaft zu pflegen.
Tja, dann kam der absolute Knaller in diesem Jahr. Da ich ein absoluter Familienmensch bin und noch Zuhause wohne und mit meinen Eltern immer wunderbar ausgekommen bin: Diagnose Lungenkrebs im Endstadium bei meinem Papa ( Unter 60)!

Dadurch das ich sowieso Alternativ angehaucht war und den Ärzten kein Stück vertraute in der ganzen Geschichte begann der Kampf! Die nächsten 4 Monate waren geprägt von Angst, Zuversicht, Zuspruch für die Familie (Wir schaffen das!!!) und Arbeit neben meiner Arbeit! Ich hab bis in die Nacht teilweise nach Lösungsansätze, Therapieformen und Kontakten gesucht das wir den Mist in den Griff bekommen! Mit allen möglichen Leuten telefoniert, teilweise rund um den Globus, um irgendetwas zu finden das Hilft! Leider ist er innerhalb von 4 Monaten unter absoluten Höllen Schmerzen verstorben ( Metastasen in den Knochen, Wirbelsäulenbrüche usw.) Die Zeit danach war auch nicht sonderlich lustig, meine Mutter und Schwestern die getröstet werden mussten, ich war sozusagen der Fels in der Brandung!

Nach den harten Monaten dachte ich, ich komm zur Ruhe. Meiner Gesundheit gings deutlich besser, eigentlich fast Symptomfreiheit, bis am Anfang diesen Jahres mein Betrieb in dem ich absolut Glücklich war, beschlossen hat den Standort dicht zu machen! Ab dort begann dann eine Schlammschlacht der absolut feinsten Sorte! In der Zeit hab ich mich auch kurzzeitig Krank schreiben lassen da ich dem ganzen Druck und der schlechten Stimmung nicht mehr stand gehalten habe und jeden Tag etwas neues dazu gekommen ist. Zusätzlich dazu hatte ich noch meine Mama die einfach nicht sonderlich gut drauf war, was ich absolut verstehe, wenn man vor kurzem seinen Mann verloren hat.

Seitdem ich der einzige Mann im Haus bin (wohnen ländlich, großes eigenes Haus mit Garten usw.) bin ich komplett für alles Technische zuständig, was ich mit meinem Papa vorher geteilt habe. Zusätzlich kommt noch dazu das meine Mum einfach zurzeit den Fimmel hat alles am Haus zu verändern und wir seit mein Vater gestorben ist eine Baustelle nach der anderen hier haben.
Hier irgendwelche Missstände ansprechen hat auch keinen Sinn da das ganze nur in Tränen und Streit ausartet.

Einen Job hab ich relativ schnell gefunden da in meiner Branche Fachkräftemangel herrscht und ich relativ gut bin in meinem Job. Das Problem ist allerdings das ich ziemlich (sorry!) verarscht wurde bei der Vertragsunterzeichnung. Mir wurden Sachen versprochen die so nicht eingehalten wurden, ich eine 50+ Stundenwoche habe, viel auf Montage und am Wochenende so fertig bin das ich einfach nur durchschlafen könnte. Dazu kommen dann noch meine Pflichten zuhause, da ich das Erbe meines Vaters aufrecht erhalten möchte, da er für das Haus und seine Hobbys gelebt hat!

Ich habe auch beschlossen das ich meinen aktuellen Job kündigen werde nach nur wenigen Monaten. Das wird mir natürlich von allen Seiten ausgeredet, und ich werde schlichtweg unter Druck gesetzt das ich das doch fortführen soll. Ich komme allerdings mit der hohen Belastung auf der Arbeit und Zuhause einfach nicht klar, was auch auf die Schweren Erkrankungen vorher zurückzuführen ist, ich bin einfach nicht mehr so belastbar wie ein Gesunder Mensch.

Zusätzlich zu der ganzen oben genannten Problematik kommt noch dazu das ich einfach unzufrieden mit mir und meinem Leben bin. Mich nervt einfach alles und jeder. Hobbys hab ich durch die lange Krankheit keine mehr da ich kaum noch etwas machen konnte und jetzt einfach keine Zeit mehr dazu habe. Mit den meisten Freunden hab ich einfach kein Bedürfnis mehr Zeit zu verbringen da mich die ganzen Themen langweilen und kein wirklich Interessanter Gesprächsstoff( Wer ist mit wem zusammen, wer hat was verbrochen usw.) zustande kommt. Durch meine Gutmütigkeit werde ich auch oft genug als Müllhalde für Seelische Probleme benutzt, danach will man von mir auch nichts mehr Wissen. Mit dem anderen Geschlecht läuft es leider ähnlich, obwohl ich mir eigentlich einen Partner wieder Wünsche.

Das hier irgendwas passieren und ich was ändern muss ist mir klar, aber irgendwie bin ich unfähig an der ganzen Situation was zu ändern! Die Ideen sind vorhanden, an der Umsetzung scheitert es allerdings!
Durch die ganze Zeit bin ich einfach ausgebrannt! Meine Selbstdisziplin und Willenskraft, was mich mal ausgezeichnet hat, leidet stark darunter.

Professionelle Hilfe hab ich schon in Anspruch genommen, leider ohne Erfolg.
Ich weiß auch nicht wirklich nicht was ich von diesem post erwarte. Zuspruch? Ein paar nette Worte ? Ideen? Keine Ahnung!
Schon alleine die ganze Sache von der Seele schreiben hat mehr geholfen als ich erwartet habe!
 
wundermittel
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Hallo Gerd :)

Ja genau. Sowohl Gesprächstherapie in mehreren Sitzungen als auch Psychopharmaka, was ich allerdings abgesetzt habe. Geholfen haben die ADs aufjedenfall, hatte allerdings eine stabile Phase und hab sie abgesetzt. Hab auch Skrupel wegen der Gesundheitlichen Folgen das ganze wieder zu nehmen
 
regulat-pro-immune
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War das dann bei e i n e m Therapeuten/Psychiater(?), pixelschubser, also Gesprächstherapie u n d Medikamente? Es gibt ja verschiedene Psychotherapiearten - und auch verschiedene Medikamente/Psychopharmaka/Antidepressiva, mit denen ich so gut wie keine Erfahrungen habe. Sehe ich auch mehr kritisch/skeptisch.

Gerd
 
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Mehrere Psychiater (!), also mehrere Gesprächspartner. Mein Neurologe hat mir damals die ADs verschrieben, war allerdings Menschlich eine vollpfeife.
Außerdem hab ich auch Naturheilkundlich therapiert mit Johanniskraut, Serotonin vorstufen und NLP.
 
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Ich mein, der hier im Forum öfter genannte Dr. Binz aus Trier war(!) auch Psychiater, Neurologe, und Umweltmediziner(!) - ansonsten was Psychotherapie angeht, habe ich für mich und meinen "Fall" inzwischen gute Erfahrungen mit Therapeutinnen gemacht, die Psychologinnen und tiefenpsychologische Psychotherapeutinnen sind.
Auch die Frage Mann oder Frau ist da interessant, ganz subjektiv.

Die tolle "Preisfrage" ist ja, wie findet man für sich und für jeden individuellen "Fall" heraus, welche Art von Therapie und Therapeut-in passt und "richtig" ist.....?

In Listen mit Namen und Qualifikationen findet man auch nicht immer alle objektiven Informationen, z.B. war ich ganz zufällig zu einem Erstgepräch bei einer Therapeutin, die mit der Pesso-Therapie arbeitete, in Einzel- und Gruppentherapie.
Und letztlich dann bei einer Therapeutin die spezielle Imaginative Traumatherapie nach Luise Reddemann "macht". Als ich dort das erste Mal anrief, wusste ich aus einer Liste mit TherapeutInnen nicht einmal, d a s s sie Traumatherapeutin ist!
Ich wusste nur, dass sie tiefenpsychologische Therapeutin ist, und Psychologin - keine Ärztin oder Psychiaterin.

Also eher Zufall und "Glück" war es! Für mich.

Gerd
 
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Hallo Pixelschubser,

nach allem, was Du so hinter Dir hast, frage ich mich und Dich: wo bleibst Du dabei? Wo sind Deine Bedürfnisse, die eigentlich immer nach hinten gestellt werden, weil Du so viele andere Bedürfnisse und Pflichten erfüllen zu müssen glaubst.
Es ist großartig, wie Du Dich um sämtliche Menschen in Deinem Umfeld kümmerst, nur bitte vergiß Dich dabei nicht!

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo Pixelschubser,

ich seh das genauso, als gutmutiger Mensch wird man schnell nach Strich und Faden ausgenutzt. Jetzt, wo du wieder zu Kräften gekommen bist, würde ich auch einmal das Austeilen trainieren und nicht immer nur einstecken. Schaff dir deinen Bereich, wo du Zeit und Raum für dich selber und deine Interessen hast, und verteidige ihn mit Zähnen und Klauen.

Viel Erfolg! :)
 
regulat-pro-immune
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14.03.07
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Hallo miteinander,

ich bin mal wieder in einem tiefen tiefen Loch!

Ich war die letzten 10 Jahre in meinem jungen Leben (unter 30) schwer Krank mit allen möglichen Krankheiten ( MCS, CFS, FMS usw usf.) und hab mich da raus gekämpft und bin eigentlich jetzt wieder nahezu gesund. Was eigentlich schon ein absolutes Wunder ist und ich damit schon zufrieden sein sollte!

Die nächsten 4 Monate waren geprägt von Angst, Zuversicht, Zuspruch für die Familie (Wir schaffen das!!!) und Arbeit neben meiner Arbeit! Ich hab bis in die Nacht teilweise nach Lösungsansätze, Therapieformen und Kontakten gesucht das wir den Mist in den Griff bekommen! Mit allen möglichen Leuten telefoniert, teilweise rund um den Globus, um irgendetwas zu finden das Hilft! Leider ist er innerhalb von 4 Monaten unter absoluten Höllen Schmerzen verstorben ( Metastasen in den Knochen, Wirbelsäulenbrüche usw.) Die Zeit danach war auch nicht sonderlich lustig, meine Mutter und Schwestern die getröstet werden mussten, ich war sozusagen der Fels in der Brandung!

Anfang diesen Jahres mein Betrieb in dem ich absolut Glücklich war, beschlossen hat den Standort dicht zu machen! Ab dort begann dann eine Schlammschlacht der absolut feinsten Sorte! In der Zeit hab ich mich auch kurzzeitig Krank schreiben lassen da ich dem ganzen Druck und der schlechten Stimmung nicht mehr stand gehalten habe und jeden Tag etwas neues dazu gekommen ist. Zusätzlich dazu hatte ich noch meine Mama die einfach nicht sonderlich gut drauf war, was ich absolut verstehe, wenn man vor kurzem seinen Mann verloren hat.

Seitdem ich der einzige Mann im Haus bin (wohnen ländlich, großes eigenes Haus mit Garten usw.) bin ich komplett für alles Technische zuständig, was ich mit meinem Papa vorher geteilt habe. Zusätzlich kommt noch dazu das meine Mum einfach zurzeit den Fimmel hat alles am Haus zu verändern und wir seit mein Vater gestorben ist eine Baustelle nach der anderen hier haben.
Hier irgendwelche Missstände ansprechen hat auch keinen Sinn da das ganze nur in Tränen und Streit ausartet.

Einen Job hab ich relativ schnell gefunden da in meiner Branche Fachkräftemangel herrscht und ich relativ gut bin in meinem Job. Das Problem ist allerdings das ich ziemlich (sorry!) verarscht wurde bei der Vertragsunterzeichnung. Mir wurden Sachen versprochen die so nicht eingehalten wurden, ich eine 50+ Stundenwoche habe, viel auf Montage und am Wochenende so fertig bin das ich einfach nur durchschlafen könnte. Dazu kommen dann noch meine Pflichten zuhause, da ich das Erbe meines Vaters aufrecht erhalten möchte, da er für das Haus und seine Hobbys gelebt hat!

Zusätzlich zu der ganzen oben genannten Problematik kommt noch dazu das ich einfach unzufrieden mit mir und meinem Leben bin. Durch meine Gutmütigkeit werde ich auch oft genug als Müllhalde für Seelische Probleme benutzt, d
Das hier irgendwas passieren und ich was ändern muss ist mir klar, aber irgendwie bin ich unfähig an der ganzen Situation was zu ändern! Die Ideen sind vorhanden, an der Umsetzung scheitert es allerdings!
Durch die ganze Zeit bin ich einfach ausgebrannt!


puhhh, lieber pixelschubser, erstmal mein Mitgefühl.
Momentan bist Du obendrauf doch auch selbst in einer Trauerphase, die wahrscheinlich nicht richtig durchkommen kann, weil Du nur noch funktionierst.

Du schreibst, dass Du schnell einen neuen Job gefunden hattest, darin sehe ich momentan auch kein Problem, falls Du Dich da erst einmal ausklinken möchtest, um zu sortieren und zu Ruhe zu kommen.

Tja und als "Müllhaldeabladestelle" würde ich mich dann auch dringend zurückziehen.

Dann würde ich die Ideen mal aufschreiben und jede einzelne Idee nochmals durchdenken, ob es dahingehend vorab ganz kleine Schritte gibt, die Du vielleicht schon umsetzen kannst. Das "Große Ganze" erschlägt Dich wahrscheinlich, aber versuche die ersten "kleinen" Schritte zu finden.
Auch seelisch herauszufinden, welche Idee am Besten zu DIr passt.

Liebe Grüße von Kayen
 
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26.07.09
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Nochmal zur Unterscheidung, pixelschubser, die ganz unterschiedlichen "professionellen Hilfen"....
Professionelle Hilfe hab ich schon in Anspruch genommen, leider ohne Erfolg.
Mehrere Psychiater (!), also mehrere Gesprächspartner.
Hier symptome.ch/ sichtweise-psychologie #84 habe ich versucht, den Unterschied eines voll ausgebildeten Psychotherapeuten zu Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie aufzuzeigen. Es ist auf jeden Fall nicht die gleiche Ausbildung, was die psychotherapeutiche Qualifikation angeht.
Auch ein Arzt oder Psychiater kann sich natürlich zum (richtigen?!) Psychotherapeuten ausbilden lassen, wie ein Psychologe. Dazu muss der Arzt oder Facharzt nicht Psychologie studiert haben.
... Gesprächstherapie in mehreren Sitzungen ...
War es denn in Deinem Fall klassische Gesprächstherapie nach Rogers, oder allgemein Gespräche über Deine Lebenssituation und Deine Unzufriedenheit damit?
Für einen möglichen und gewünschten Erfolg kann das durchaus einen großen Unterschied machen!
Von den menschlichen Fähigkeiten und Qualifikationen dabei mal ganz abgesehen. :rolleyes:

Gerd
 
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30.05.13
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Hallo alle zusammen,
Danke für die ganzen Antworten!

@Gleerndil

Ich vermute es war bisher nur die Klassische Gesprächstherapie nach Rogers bzw. ein Mix aus Klassischem erzählen meinerseits. Leider ohne richtige Tipps danach wie ich an meinem Leben etwas ändern kann.
Und genau da liegt meiner Einschätzung nach der Punkt: Durch die ganzen Jahre des Verzichts durch die Krankheit bin ich einfach unfähig daran etwas zu ändern und mit meiner freien Zeit etwas sinnvolles anzufangen. Eigentlich derzeit eine Klassische Depression.
Ich schaue mir diese Woche deine Links in aller Ruhe nochmal durch, vielen Dank dafür!


Hallo Kayen,

Dann würde ich die Ideen mal aufschreiben und jede einzelne Idee nochmals durchdenken, ob es dahingehend vorab ganz kleine Schritte gibt, die Du vielleicht schon umsetzen kannst. Das "Große Ganze" erschlägt Dich wahrscheinlich, aber versuche die ersten "kleinen" Schritte zu finden.
Auch seelisch herauszufinden, welche Idee am Besten zu DIr passt.

Ich denke da liegt auch der Knackpunkt. Ich hab mir hier schon vor einiger Zeit eine Liste erstell was ich alles erreichen möchte bzw. ändern möchte. Ich denke die Masse erschlägt mich hier und ich sollte mit Kleinigkeiten anfangen und damit zufrieden sein. Was auch so ein Punkt ist, ich kann mich eigentlich über nichts mehr richtig freuen oder habe an irgendetwas Freude und beneide Leute die das können.

Tja und als "Müllhaldeabladestelle" würde ich mich dann auch dringend zurückziehen.
Schon erledigt! :) Hab ich mir zwar keine Freunde damit gemacht, aber da ist dann auch ein kleiner Teil der Welt auf mich sauer.

grüße
 
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25.09.13
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Hallo Pixelschubser,

Ich hatte im April einen schlimmen Sterbefall und musste meinen eigenen Rhythmus platt machen um den Nachlass zu regeln. Sport habe ich kaum gemacht und nun ist meine rechte Schulter viel schlimmer. Irgendwas bleibt immer auf der Strecke, wenn ich mich überlaste.

Dein Pensum könnte ich nicht erfüllen. Den Job würde ich wechseln hin zu weniger und flexibleren Arbeitszeiten. Die Kleinigkeiten im Haus wirst du wohl machen müssen, aber deine Mutter wird aufgrund deiner Krankheiten Verständnis haben, dass du nicht der schnellste bist. Und vielleicht kann man die Baustellen auf 1 pro Jahr begrenzen. Es ist auch besser in einer Trauerphase nicht zu viel umzuwälzen, da es nicht so gut durchdacht sein könnte.

Alles Gute
Earl Grey
 
regulat-pro-immune
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14.03.07
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Ich denke da liegt auch der Knackpunkt. Ich hab mir hier schon vor einiger Zeit eine Liste erstell was ich alles erreichen möchte bzw. ändern möchte. Ich denke die Masse erschlägt mich hier und ich sollte mit Kleinigkeiten anfangen und damit zufrieden sein. Was auch so ein Punkt ist, ich kann mich eigentlich über nichts mehr richtig freuen oder habe an irgendetwas Freude und beneide Leute die das können.

Als mein Vater damals gestorben ist, lieber pixelschubser, saß ich auch lange Zeit unter so einer Art "Dunstglocke".
Das Leben lief wie ein Film vor mir ab und gerne hätte ich mal geweint um den Druck loszuwerden; aber von Außen wurden mir ebenso die Pflichten zugeteilt.
Es ist, als wenn man imaginär durstig durch eine Wüste läuft, weit weg sieht man links einen Hügel und rechts vielleicht ein Tal;
was man aber benötigt ist eine Oase, auf die man sich langsam zubewegen könnte; wo es vielleicht Wasser gibt.
Gibt es auch einen Punkt auf Deiner Liste, welcher vielleicht eine Art Oase für DIch darstellen könnte; auf die man sich langsam zubewegt.

Und darf ich Dich fragen, ob es Dein inniger Wunsch ist, das Erbe von Deinem Vater weiterzuleben?

Liebe Grüße von Kayen
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
26.07.09
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Die tolle "Preisfrage" ist ja, wie findet man für sich und für jeden individuellen "Fall" heraus, welche Art von Therapie und Therapeut-in passt und "richtig" ist.....?
Für einen möglichen und gewünschten Erfolg kann das durchaus einen großen Unterschied machen!

Ich vermute es war bisher nur die Klassische Gesprächstherapie nach Rogers bzw. ein Mix aus Klassischem erzählen meinerseits. Leider ohne richtige Tipps danach wie ich an meinem Leben etwas ändern kann.
Und genau da liegt meiner Einschätzung nach der Punkt: Durch die ganzen Jahre des Verzichts durch die Krankheit bin ich einfach unfähig daran etwas zu ändern und mit meiner freien Zeit etwas sinnvolles anzufangen. Eigentlich derzeit eine Klassische Depression.
Ob nun sowas wie Depression oder allgemein Blockade, was ich sagen wollte, dass Du wohl nicht mit den größten/besten/passendsten Profis zusammen warst. Nicht menschlich gesehen, ich kenne die nicht. Aber vielleicht fachlich, psychotherapeutisch gesehen.

Wenn Du Dich auf die Suche machen willst, dann kannst Du ja sogenannte probatorische Gespräche führen. Auch bei mehreren Therapeuten gleichzeitig! Wenn es sich ergibt, und wenn Du Erstgespräche angeboten bekommst.
Listen mit Namen bekommt man z.B. auch über die KV (Kassenärztliche Vereinigung), dann brauchst Du nicht extra nach Kassenzulassung zu fragen.

Falls Du meinst, das könnte ein Weg für Dich sein, klar.

Gerd
 
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