Symptome durch Elektrosmog

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Hallo ewiger optimist,

warum schreibst Du innerhalb dieses Themas nicht etwas mehr über den Inhalt des von Dir noch nicht einmal hilfreich verlinkten Beitrags von diesem Dr. Rob Brown?

Grüsse,
Oregano
 
Wie ich unter "Stille chronische migräne" schreibe ist es bei mir auch so, dass ich das alles schlecht vertrage..und wen interessierts ob jemand "empfindlich" ist, "empfindlich" kann jeder sein, jeder werden, und das ist per se auch nichts Schlechtes sondern hat andere Vorteile.(Mein Arzt hat mal gesagt "sensitive Person", das ist noch nicht ganz so negativ behaftet.) Eigentlich wollte ich Euch aber das verlinken:


Und schon haben manche Personen vielleicht einfach mehr "Sensoren", und das von Haus aus. Wie fundiert das ist kann man bezweifeln - aber trotzdem ist es vielleicht ein Schritt.

Grüsse Sille
 
haben manche Personen vielleicht einfach mehr "Sensoren", und das von Haus aus.
Da bin ich mir nicht einmal sicher. Vielleicht ist es einfach nur eine höhere Bewusstheit. Die eigenen Symptome adäquat zuzuordnen und gegen alle (dogmatischen) äusseren Widerstände entsprechend zu benennen, ist scheinbar (noch) nicht jedem gegeben. Wenngleich ich 14 Prozent als eine sehr hohe Zahl ansehe…
 
Ich kann nur berichten, was ich bei mir selber beobachte: seit ungefähr 2021 bin ich offensichtlich auch "elektrosensibel", d.h. wenn ich mich länger in der Nähe eines Funkmasten aufgehalten habe, bekomme ich regelmäßig (nicht immer!) Symptome wie Sehstörungen, Schwindel und Herzklopfen. Diese Symptome halten noch Stunden danach an, auch wenn ich wieder Zuhause bin und hier gibt es offensichtlich (noch!) keine Funkmasten in der Nähe.

Ich habe jetzt einmal alle Orte überprüft, an denen ich in den letzten Jahren diese seltsamen Symptome hatte und überall steht so ein Funkmast in der Nähe. Ich bekomme diese Symptome jedoch nicht jedes Mal. Offensichtlich gibt es eine gewisse Latenzzeit bevor sie auftreten, d.h. wenn ich diese Gegenden nur kurz passiere, bemerke ich nichts und auch mein sonstiger Stresslevel spielt eine Rolle dabei. Also wenn ich bspw. müde oder gestresst oder eh schon irgendwie "kränklich" bin, dann beobachte ich diese massiven Symptome, sonst nicht!

Würde ich mit dieser Beschreibung zu meinem HA gehen, würde ich bestimmt danach mit einer Überweisung zum Psychiater heraus gehen...
 
Zuletzt bearbeitet:

Mich hat an dieser Studie interessiert, wie stark die Felder waren, denen die Mäuse ausgesetzt wurden.

Es waren gepulste Magnetfelder mit 60 Hz und 2.0 mT:
EMF-Exposition in vivo
Für die Ganzkörper-EMF-Exposition in vivo wurden Mäuse mithilfe eines großformatigen Helmholtz-Spulensystems, das für die Aufnahme von Tierkäfigen ausgelegt war, einem EMF ausgesetzt.
Dieses System bestand aus zwei identischen kreisförmigen Spulen mit einem Innendurchmesser von 60 cm, die koaxial angeordnet waren, um ein gleichmäßiges Magnetfeld über den gesamten Tierkäfig zu erzeugen. Die Spulen waren so ausgerichtet, dass sie ein vertikales Magnetfeld erzeugten. Die Mäuse wurden EMF mit einer Frequenz von 60 Hz und einer Intensität von 2,0 mT ausgesetzt, sofern nicht anders angegeben. Die Positionierung der Tiere innerhalb des gleichmäßigen Feldbereichs wurde standardisiert, um eine konsistente Exposition über alle Versuchsgruppen hinweg sicherzustellen.

Nun kann ich nicht einschätzen, ob 2.0 mT viel oder wenig ist. Also habe ich Perplexity gefragt:


Gibt es Situationen im Alltag, in denen gepulste Magnetfelder von 2.0 mT auftreten?

Antwort:

Ja — solche Größenordnungen können im Alltag nah an bestimmten Geräten vorkommen, aber nicht als normale Hintergrundbelastung im Wohnumfeld. [ssk](https://ssk.de/fileadmin/documents/de/1991/Elektrische_Magnetische_Felder_Alltag.pdf)

Typische Einordnung

Ein gepulstes Magnetfeld von 2,0 mT liegt in einer Größenordnung, die eher bei starken technischen Quellen im Nahbereich relevant ist. Für gewöhnliche Alltagsumgebungen werden deutlich niedrigere Werte beschrieben; die Störschwelle und Wahrnehmungsschwellen liegen je nach Frequenz und Person ebenfalls in Bereichen, die in der Nähe solcher starken Felder erreicht werden können. [emf.ethz](https://www.emf.ethz.ch/de/emf-info/themen/biologie/gleichfelder-und-niederfrequente-wechselfelder/wirkungen-niederfrequenter-magnetfelder)

Wo das vorkommen kann

  • Direkt an elektrischen Haushaltsgeräten können lokal Magnetfelder bis etwa 1 mT auftreten; 2 mT ist eher nur sehr nah an stärkeren Quellen denkbar. [ssk](https://ssk.de/fileadmin/documents/de/1991/Elektrische_Magnetische_Felder_Alltag.pdf)
  • Industrielle Geräte, starke Leistungselektronik, Elektromotoren oder Schweißgeräte können im unmittelbaren Nahbereich größere Feldstärken erzeugen. [trilux](https://www.trilux.com/de/beleuchtungspraxis/beleuchtungstechnik/leuchten/elektromagnetische-sicherheit/elektromagnetische-felder-wirkung-auf-den-menschlichen-koerper/)
  • In der Medizin sind gepulste Magnetfelder in dieser Größenordnung ausdrücklich möglich; ein Beispiel aus der Literatur nennt 1,8 mT bei 10 Hz, also nahe bei 2,0 mT. [sciencemediacenter](https://www.sciencemediacenter.de/angebote/wie-magnetische-felder-in-menschlichen-zellen-wirken-18078)

Was eher nicht dazugehört

Normale Wohnräume, Büros oder öffentliche Orte haben typischerweise keine gepulsten Magnetfelder in dieser Höhe als dauerhafte Alltagsbelastung. Auch die üblichen EMF-Quellen wie WLAN, Mobilfunk oder Bluetooth arbeiten nicht in dieser niedrigen mT-Größenordnung des Magnetfelds. [baudisch-electronic](https://www.baudisch-electronic.de/elektromagnetische-felder-und-ihre-auswirkungen/)

Praktische Antwort

Wenn du mit „Alltag“ normale Umgebung ohne Spezialgeräte meinst: eher nein. Wenn du aber direkt an einem starken elektrischen Gerät, Motor, medizinischen System oder Induktions-/Leistungsgerät stehst, dann sind 2,0 mT durchaus denkbar. [trilux](https://www.trilux.com/de/beleuchtungspraxis/beleuchtungstechnik/leuchten/elektromagnetische-sicherheit/elektromagnetische-felder-wirkung-auf-den-menschlichen-koerper/)

Ich kann dir auch eine kurze Liste mit konkreten Alltags- und Technikquellen machen, bei denen 2 mT realistisch sind.



Das bedeutet ja nicht, daß die untersuchte Schalterwirkung bei schwächeren Magnetfeldern nicht auftreten würde. Aber viele biologische Phänomene haben einen Schwellenwert. Man müßte also unbedingt auch untersuchen, ab welcher EMF-Stärke und bei welchen Frequenzen solche Effekte auftreten.

2,0 mT (Millitesla) scheint schon recht viel zu sein, wenn man bedenkt, daß sogar Induktionsherde, die ja bekanntlich zu den stärksten Feldgeneratoren im Haushalt gehören, nur bis zu 27 Mikrotesla erzeugen dürfen:

In den üblichen Gebrauchsabständen halten Induktionskochfelder den von der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP Guidelines 1 Hz – 100 kHz, 2010) entwickelten Referenzwert für die magnetische Flussdichte von 27 Mikrotesla üblicherweise ein. Gesundheitliche Wirkungen sind dann nicht zu erwarten. In ungünstigen Fällen, wie bei einem falschen Topf oder wenn er nicht richtig platziert ist, kann der Referenzwert in der Nähe des Geräts erreicht werden.
Quelle: https://www.bfs.de/DE/themen/emf/nff/anwendung/induktionsherd/induktionsherd_node.html
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn ich diese Gegenden nur kurz passiere, bemerke ich nichts

Ging mir ähnlich. Mittlerweile wird mir schon im Vorbeigehen an einem einzelnen Haus mit besonders starkem WLan oder etwa beim Kurzeinkauf in einem Grosssupermarkt (schon nach 2 Minuten) schlecht!
und auch mein sonstiger Stresslevel spielt eine Rolle dabei.
Interessant. Es scheint auf jeden Fall einen Kumulationseffekt zu geben, der sich auf die Dauer und Stärke der Beschwerden auswirkt. Personen, die gücklicherweise vollkommen unbelastet und auch sonst stressfrei in irgendwelchen abgelegenen Tälern leben, haben mir berichtet, dass sie dennoch ein klaren Unterschied in der Befindlichkeit wahrnehmen, sobald sie die erste Siedlung passieren (ohne dabei gleich starke Symptome zu entwickeln). Das waren eben keine abgedrehten Spinner, sondern ganz bodenständige Leute, die ich als im Lot mit sich und der Welt eingeschätzt habe …
 
Mich hat an dieser Studie interessiert, wie stark die Felder waren, denen die Mäuse ausgesetzt wurden.
Es waren gepulste Magnetfelder mit 60 Hz und 2.0 mT

Ich habe das so verstanden, dass Mäuse in eine Spule gesetzt wurden, die von gepulstem Strom durchflossen wird. Wahrscheinlich handelte es sich einfach um Wechselstrom mit der amerikanischen Netzfrequenz von 60 Hz. Bei uns wären das 50 Hz. Durch den Strom in der Spule wurde ein extrem starkes Magnetfeld von 2 mT erzeugt.

Zum Vergleich: Mein M/E-Analysator ME3840B hat einen Meßbereich von 0 bis 2.000 nT. Das sind max. 0,002 mT. Die Magnetfelder der im Haushalt üblichen Geräte schwanken um einige 100 nT. Ein Wasserkocher hat etwa 1.800 nT, ein Monitor 5 nT, ein PC 15 nT.

Noch einmal zum Vergleich: Die Mäuse wurden 2.000.000 nT ausgesetzt.

Es ist zu beachten, dass es sich um Magnet-Felder mit 60 Hz handelte. Es handelte sich nicht um Elektro-Magnetische-Strahlen mit einer Frequenz im Mobilfunkbereich (üblich etwa 1..5 GHz). Insofern sind die Ergebnisse weder übertragbar noch relevant.

Das Erdmagnetfeld beträgt etwa 0,048 mT. Es ist aber nicht gepulst und daher auch nicht mit dem Versuch vergleichbar.

Im übrigen ist die Wirkung gepulster magnetischer Felder auf den menschlichen und tierischen Organismus in Form der Behmergeräte und der Magnetfeldmatten seit Jahren bekannt. Zuletzt wurden sie von @Locke 38 erwähnt und eingesetzt, um die Heilung bei ihrem Sohn zu unterstützen. Diese Geräte wurden u.a. auch bei Knochenbrüchen der Pferde eingesetzt, um die Heilung zu beschleunigen.
 
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Im übrigen ist die Wirkung gepulster magnetischer Felder auf den menschlichen und tierischen Organismus in Form der Behmergeräte und der Magnetfeldmatten seit Jahren bekannt. Zuletzt wurden sie von @Locke38 erwähnt und eingesetzt, um die Heilung bei ihrem Sohn zu unterstützen. Diese Geräte wurden u.a. auch bei Knochenbrüchen der Pferde eingesetzt, um die Heilung zu beschleunigen
Mein Sohn ist immer noch begeistert von der Wirkung des Behmer-Gerätes, das er in der Reha weiter anwendet. Er spürt, wie sein Gehirn besser durchblutet wird, das durch die Bestrahlung massiv beeinträchtigt war. Auch mein Mann wendet es bei seinem schmerzenden Knie mit Erfolg an. Ich bin schon seit Anfang 2023 daran gewöhnt und weiß nicht, wie es mir ohne es ginge. Es geht mir jedenfalls für mein Alter relativ gut. Aber hier werden gepulste Magnetfelder nur mehrmals täglich 8 Minuten angewendet, nicht über längere Zeit. Den Schlafmodus wende ich nicht an, da er mir nicht bekommt. Ich schlafe eher schlechter damit. Dabei ist die Stärke am Anfang hoch, nimmt ab bis Null und steigt gegen Morgen wieder an.
 
Noch einmal: Ich bin weder sensibel, hypersensibel noch hochsensibel, ich werde von elektromagnetischen Strahlen krank.

Solche amorphen Begriffe in sachliche und sogar „fachliche“ Diskurse zu aktuellen Gesundheitsthemen hineinzuwerfen, ist eine unheilvolle Entwicklung, die gerade in solchen intellektuell besonders abgehobenen Gesellschaften (die eben die Bodenhaftung verloren haben) wie der unseren, neuerdings in Mode gekommen ist. Sie verwässern und bagatellisieren und vereiteln dadurch die konstruktive Auseinandersetzung mit einem ernstzunehmenden Krankheitsbild und dessen wirksame Überwindung!..
Wir möchten nicht in die psychische Ecke geschoben werden. Dass das nicht nur ein Problem von @ewigeroptimist und mir ist, geht auch aus dem Video

Elektrosmog - In die Einsamkeit gezwungen

hervor, das ich hier noch einmal ausdrücklich empfehlen möchte.
Schlimm genug, dass man das überhaupt noch erklären muss! :-((
 
Ja, alles, was sich nicht an sichtbaren organischen Veränderungen festmachen läßt, wird seit jeher gern psychiatrisiert. Mindestens seit 150 Jahren ("Hysterie"). Die Form der Behandlung war aber früher oft radikaler. Ich würde mit unklaren gesundheitlichen Störungen lieber im Jahr 2026 Behandlung suchen als im Jahr 1950 oder 1900.
 
Das mag stimmen, aber diese Art von Umwelterkrankung scheint mir doch relativ neuartig zu sein und tritt massenhaft doch erst seit ca 10-20 Jahren auf. Ich vermute, dass man getrost alle „CFS“ Diagnostizierten darunter subsumieren kann. Wie sollen junge Leute oder Menschen zB aus der Grossstadt, die Funkfreiheit kaum jemals erleben, den Unterschied erkennen..
 
Die Psychiatrisierung von sog. "Umwelterkrankungen" ist aber kein neues Phänomen, sondern existiert eigentlich seit ich denken kann.
„Sogenannte“ Umwelterkrankungen? Sie werden ja eben nicht „so genannt“, obwohl sie genau das sind. Leider Gottes zu oft nicht einmal von den Betroffenen selbst, die scheinbar lieber von „Hochsensibilität“ schwafeln. Vielleicht weil manche von uns glauben, sich damit irgendwie besonders und interessant machen zu können. Ist doch echt verrückt! :-((
 

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