Mich hat an dieser Studie interessiert, wie stark die Felder waren, denen die Mäuse ausgesetzt wurden.
Es waren gepulste Magnetfelder mit 60 Hz und 2.0 mT:
EMF-Exposition in vivo
Für die Ganzkörper-EMF-Exposition in vivo wurden Mäuse mithilfe eines großformatigen Helmholtz-Spulensystems, das für die Aufnahme von Tierkäfigen ausgelegt war, einem EMF ausgesetzt.
Dieses System bestand aus zwei identischen kreisförmigen Spulen mit einem Innendurchmesser von 60 cm, die koaxial angeordnet waren, um ein gleichmäßiges Magnetfeld über den gesamten Tierkäfig zu erzeugen. Die Spulen waren so ausgerichtet, dass sie ein vertikales Magnetfeld erzeugten. Die Mäuse wurden EMF mit einer Frequenz von 60 Hz und einer Intensität von 2,0 mT ausgesetzt, sofern nicht anders angegeben. Die Positionierung der Tiere innerhalb des gleichmäßigen Feldbereichs wurde standardisiert, um eine konsistente Exposition über alle Versuchsgruppen hinweg sicherzustellen.
Nun kann ich nicht einschätzen, ob 2.0 mT viel oder wenig ist. Also habe ich Perplexity gefragt:
Gibt es Situationen im Alltag, in denen gepulste Magnetfelder von 2.0 mT auftreten?
Antwort:
Ja — solche Größenordnungen können im Alltag
nah an bestimmten Geräten vorkommen, aber nicht als normale Hintergrundbelastung im Wohnumfeld. [ssk](https://ssk.de/fileadmin/documents/de/1991/Elektrische_Magnetische_Felder_Alltag.pdf)
Typische Einordnung
Ein gepulstes Magnetfeld von 2,0 mT liegt in einer Größenordnung, die eher bei
starken technischen Quellen im Nahbereich relevant ist. Für gewöhnliche Alltagsumgebungen werden deutlich niedrigere Werte beschrieben; die Störschwelle und Wahrnehmungsschwellen liegen je nach Frequenz und Person ebenfalls in Bereichen, die in der Nähe solcher starken Felder erreicht werden können. [emf.ethz](https://www.emf.ethz.ch/de/emf-info/themen/biologie/gleichfelder-und-niederfrequente-wechselfelder/wirkungen-niederfrequenter-magnetfelder)
Wo das vorkommen kann
- Direkt an elektrischen Haushaltsgeräten können lokal Magnetfelder bis etwa 1 mT auftreten; 2 mT ist eher nur sehr nah an stärkeren Quellen denkbar. [ssk](https://ssk.de/fileadmin/documents/de/1991/Elektrische_Magnetische_Felder_Alltag.pdf)
- Industrielle Geräte, starke Leistungselektronik, Elektromotoren oder Schweißgeräte können im unmittelbaren Nahbereich größere Feldstärken erzeugen. [trilux](https://www.trilux.com/de/beleuchtungspraxis/beleuchtungstechnik/leuchten/elektromagnetische-sicherheit/elektromagnetische-felder-wirkung-auf-den-menschlichen-koerper/)
- In der Medizin sind gepulste Magnetfelder in dieser Größenordnung ausdrücklich möglich; ein Beispiel aus der Literatur nennt 1,8 mT bei 10 Hz, also nahe bei 2,0 mT. [sciencemediacenter](https://www.sciencemediacenter.de/angebote/wie-magnetische-felder-in-menschlichen-zellen-wirken-18078)
Was eher nicht dazugehört
Normale Wohnräume, Büros oder öffentliche Orte haben typischerweise keine gepulsten Magnetfelder in dieser Höhe als dauerhafte Alltagsbelastung. Auch die üblichen EMF-Quellen wie WLAN, Mobilfunk oder Bluetooth arbeiten nicht in dieser niedrigen mT-Größenordnung des Magnetfelds. [baudisch-electronic](https://www.baudisch-electronic.de/elektromagnetische-felder-und-ihre-auswirkungen/)
Praktische Antwort
Wenn du mit „Alltag“
normale Umgebung ohne Spezialgeräte meinst: eher nein. Wenn du aber
direkt an einem starken elektrischen Gerät, Motor, medizinischen System oder Induktions-/Leistungsgerät stehst, dann sind 2,0 mT durchaus denkbar. [trilux](https://www.trilux.com/de/beleuchtungspraxis/beleuchtungstechnik/leuchten/elektromagnetische-sicherheit/elektromagnetische-felder-wirkung-auf-den-menschlichen-koerper/)
Ich kann dir auch eine kurze Liste mit konkreten Alltags- und Technikquellen machen, bei denen 2 mT realistisch sind.
Das bedeutet ja nicht, daß die untersuchte Schalterwirkung bei schwächeren Magnetfeldern nicht auftreten würde. Aber viele biologische Phänomene haben einen Schwellenwert. Man müßte also unbedingt auch untersuchen, ab welcher EMF-Stärke und bei welchen Frequenzen solche Effekte auftreten.
2,0 mT (Millitesla) scheint schon recht viel zu sein, wenn man bedenkt, daß sogar Induktionsherde, die ja bekanntlich zu den stärksten Feldgeneratoren im Haushalt gehören, nur bis zu 27
Mikrotesla erzeugen dürfen:
In den üblichen Gebrauchsabständen halten Induktionskochfelder den von der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP Guidelines 1 Hz – 100 kHz, 2010) entwickelten Referenzwert für die magnetische Flussdichte von 27 Mikrotesla üblicherweise ein. Gesundheitliche Wirkungen sind dann nicht zu erwarten. In ungünstigen Fällen, wie bei einem falschen Topf oder wenn er nicht richtig platziert ist, kann der Referenzwert in der Nähe des Geräts erreicht werden.
Quelle:
https://www.bfs.de/DE/themen/emf/nff/anwendung/induktionsherd/induktionsherd_node.html