Das kenne ich auch, es hat auch auf mich eine sehr entspannende Wirkung, führt jedoch nicht zum Einschlafen. Wobei ich es noch nicht in der Nacht probiert habe. Ich hatte einfach festgestellt (siehe oben) dass die Selbsthypnose stärker wirkt als geführte "Entspannungs-Meditationen" bei diesem konkreten Problem.
Wie funktioniert denn diese Selbsthypnose genau?
Die von Dir genannten Substanzen,
@Andrea aus Wien, wirken bei mir fast alle aufputschend. Ausnahmen: Tryptophan, das macht aber einen Kater-Brummschädel sondergleichen (bei mir findet laut früherem Test die Umwandlung in Kynurenin nicht bevorzugt statt); Melatonin ist auch unverträglich; Apigenin habe ich bisher nur in Form von Kamillentee versucht, da habe ich nichts gemerkt, es pur einzunehmen wäre nochmal einen Versuch wert. Ich finde es gut, dass Du der Thread-Erstellerin
@Itoh zum vorsichtigen Ausprobieren rätst
Danke. Da ich selbst sehr sensibel auf unterschiedliche Substanzen reagiere (sowohl Medikamente als auch pflanzliche Substanzen), beginne ich selbst immer mit einer kleinen Dosis und steigere bei Verträglichkeit langsam hinauf. Bei Ashwaghanda ist mir der Unterschied zwischen einer halben und einer ganzen Kapsel (Größe 00) extrem aufgefallen. Bei 5htp ist es so, dass ich von einem Anbieter bis auf 200mg gegangen bin, ab dieser Dosis war es sehr effektiv zum Einschlafen (das waren 2 gnaze Kapseln jeden Abend). Jetzt hatte ich den Anbieter gewechselt, bin auf Kapseln umgestiegen, wo pro Kapsel schon 200mg 5htp enthalten sein sollen und das Anbebot lag preislich viel günstiger (mehr Kapseln in der Dose). Da hatte ich im guten Glauben eine ganze Kapsel genommen, was ja mit 200mg derselben Menge entspricht, die ich zuvor mit den "alten" Kapseln auch schon genommen hatte.
Der Erfolg war, dass ich beim Einschlafen so seltsame ruckartige Aussetzer, wie wenn man eine Zehntelsekunde ohnmächtig ist oder das Hirn ausschaltet, hatte. So ein ruckelndes Gefühl im Gehirn, mal bei Bewusstsein, mal nicht. Das war extrem unangenehm. Dann bin ich auf 1/3 Kapsel runter und jetzt passts wieder. Selbst eine halbe Kapsel ist bei diesem Produkt zuviel für mich und ich kriege wieder dieses "ruckelnde Gefühl" im Kopf.
Es zahlt sich wirklich aus, auch bei pflanzlichen Substanzen die individuell wirksame und verträgliche Dosis auszutesten! Ich hatte z.B. das Ashwaghanda schon mal früher versucht, aber vorsichtshalber damals nur eine Messerspitze genommen. Davon merkte ich überhaupt nichts, und das Pulver verschwand in irgendeiner Kiste mit 100 anderen NEMs. Zufällig war ich dann einige Monate später wieder darauf gestoßen, als ich gerade diese extremen Durchschlafprobleme hatte. Schlafmohn hatte ich übrigens vergessen zu erwähnen, da gabs mal ein Produkt bei DM (Dr. Böhm?) mit kalifornischem Schlafmohn, das hatte noch am besten von allen ausprobierten Substanzen geholfen, das gab es dann aber irgendwann nicht mehr.
Jedenfalls hatte ich dann damals die Ungeduld, gleich eine ganze Kapsel mit dem Ashwaghanda Pulver zu füllen um es mal "so richtig zu wissen" ob es jetzt was tut oder nicht. Und da wirkte es, und zwar so richtig. Statt um 2, 3 oder 4 Uhr früh aufzuwachen, wie es damals jeden Tag geschah, schlief ich bis 7 Uhr früh durch und war dann noch richtig müde. Da wusste ich, es war nicht so, dass es bei mir nicht wirkt, und auch nicht, dass ich es einfach nicht vertrage, sondern dass ich die richtige Dosis herausfinden musste.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich dir Kate, damit irgendwas sagen will. Denn ich kenne natürlich die paradoxen Wirkungen von manchen Substanzen, das habe ich selbst schon oft erlebt. Ich finde es aber interessant, warum im Grunde alles, was eigentlich schlaffördernd wirken soll, bei dir gegenteilig wirkt.
Ich hatte das so ähnlich mal bei Baldrian und auch bei Benzodiazepinen, aber besonders bei Muskelrelaxern erlebt, allerdings lag das daran, dass eine "zu stark in den Schlaf hineinziehende" Wirkung bei mir Panik und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, auslöst. Das hatte mich lange Zeit davon abgehalten, Tryptophan oder 5htp auszuprobieren, oder auch andere schlaffördernde Substanzen. Ich kann mich an meine ersten Versuche mit Melatonin erinnern - als ich es zum ersten Mal nehmen wollte, habe ich nur das Handgelenk damit eingerieben, aus Angst, dass es "zu stark" wirkt und mich gegen meinen Willen in das schwarze Loch hineinzieht. Ähnliches habe ich sogar bei Schlafmeditationen erlebt. Irgendwas wehrt sich in mir im Moment des Einschlafens, wenn das Unbewusste die Kontrolle übernimmt, oder die Gedanken anfangen, surreal zu werden. Dieses Panikgefühl habe ich aber bei 5htp oder Melatonin gsd nicht (das weiß ich jetzt, weil ich auch höhere Dosen schon ausprobiert habe).
Den habe ich zwar mal genommen (für den Darm), von dieser Wirkung höre ich jedoch zum ersten Mal - interessant.
Z.B. hier nachzulesen:
The role of the microbiota–gut–brain (MGB) axis in mood regulation and depression treatment has gained attention in recent years, as evidenced by the growing number of animal and human studies that have reported the anti-depressive and associated ...
pmc.ncbi.nlm.nih.gov
Zitat aus der Studie:
Lactobacillus rhamnosus (JB-1) increases the CNS levels of GABA in mice, modulating GABAA and GABAB receptor expression by activating GABA signaling pathways via vagal afferents [
31,
32]. Via GABAergic activity, the strain has also been reported to reduce stress-induced plasma glucocorticoid levels in mice, thus averting depression [
20,
21].
In one study, adult male BALB/c mice administered with the
L. rhamnosus (JB-1) strain were subjected to fear conditioning tests: the open field sensorimotor test for measuring exploratory behavior, anxiety, and activity and the stress-induced hyperthermia (SIH) test for determining the anxiolytic properties of
L. rhamnosus (JB-1)-produced GABA [
21]. Additionally, the Elevated Plus Maze (EPM) test was used to assess anxiety in CNS disorders, and the Forced Swim Test (FST) was used to estimate the effectiveness of anti-depressants [
21]. The results of this study evidenced the positive effects of
L. rhamnosus (JB-1) on GABA receptor expression, stress-induced corticosterone levels, and depressive behavior. The oral administration of
L. rhamnosus altered the CNS mRNA expression of GABAA and GABAB receptors while decreasing depressive and anxiety-related behaviors in mice. These higher levels, especially of the GABAB1b receptor mRNA, were found in the cingulate cortex 1 (CG1) and prelimbic (PrL) region cortical areas of
L. rhamnosus (JB-1)-fed mice with a fully intact vagus nerve in comparison to broth-fed mice [
21].