Stressbedingte Einschlafprobleme - was wisst Ihr dazu und welche Erfahrungen habt Ihr?

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Was ist bei euch üblicherweise wenn es dazu kommt die Ursache für schlaflose Nächte? Und was hat bei euch dagegen tatsächlich einen Durchbruch oder eine zumindesz einmal Besserung herbeigeführt? Mich belastet das Problem seit vor Ostern und ich hab in diesen Wochen schon von Podcasts über Kräutertee und Rausgehen bis hin zum Tagebuchschreiben oder Meditationsübungen einiges aufgeschnappt. Und ich versuche es bereits mit festen Ritualen sowie einem deutlich reduzierten Smartphone-Konsum. Doch das reicht leider bislang nicht aus und die aktuelle Situation wirkt sich leider immer mehr auch im Job aus. Ich meine damit vor allem dieses Gefühl wenn man eigentlich völlig erledigt ist und dann beim Einschlafen das Gehirn plötzlich mit zahlreichen Ideen, Aufgaben und unklaren Ängsten daherkommt. Ich hoffe, dass ihr mir etwas weiterhelfen könnt und bedanke mich vorab für jeden Tipp!
 
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Deine Wegweiser:
Gegen stressbedingte Einschlafschwierigkeiten haben sich bei mir bewährt:
  • eine Art Selbsthypnose (habe dazu mal eine medumio-"Masterclass" mit Hendrik Holler mitgemacht, siehe #3 ff in Selbsthypnose - Dr. Preetz, und mir eine persönliche Kurzvariante erstellt)
  • Atemübungen (mache ich oft im Anschluss); was da für einen funktioniert, muss man wohl selbst rausfinden, ich mache oft "Boxatmung"
  • gegen sehr hartnäckiges Kreisen der Gedanken um Sorgen o.ä.: sich auf etwas anderes konzentrieren, z.B. knifflige, aber nicht belastende Themen (Beispiel: "wie könnte ich ein möglichst einfaches, aber funktionales und optisch ansprechendes Fliegengitter für's Dachfenster selber bauen" o.ä.; selbst Tabellenkalkulationsprobleme habe ich nachts schon gelöst 😉)
  • Notizen machen kann helfen, wenn konkrete ToDos anstehen und ich befürchte, dies zu vergessen
Physische Ursachen erfordern je nach Art natürlich andere Maßnahmen. Mein Handy wird i.a. schon einige Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr genutzt und ist eh nur punktuell eingeschaltet, zuhause oft am LAN-Kabel. Licht einschalten vermeide ich nachts wenn es irgend geht (wegen der dadurch bedingten Drosselung der Melatoninproduktion).

Ich wünsche Dir gute Besserung!
 
Mir helfen Mudras, oft kombiniert mit Atemübungen:

Ki
sagt dazu:

... Die besten Mudras zum Einschlafen:
  • Shakti Mudra (für tiefe Ruhe): Umschließen Sie die Daumen mit Zeige- und Mittelfinger, während sich Ring- und kleine Finger berühren. Dies fördert die Tiefenatmung und ermüdet.
  • Hridaya Mudra (Herz-Mudra):Zeigefinger zur Daumenwurzel führen, Mittelfinger und Ringfinger berühren den Daumen, kleiner Finger bleibt gestreckt
    .
    • Tiefenentspannungs-Mudra: Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, die anderen Finger berühren sich an den Spitzen, um Unruhe abzubauen.

    • Vayu Mudra (gegen Unruhe): Den Zeigefinger einklappen und sanft mit dem Daumen berühren, die anderen Finger bleiben entspannt ausgestreckt. ...
Anwendung:
  • Führen Sie die Mudras im Liegen oder aufrechten Sitzen durch.
  • Atmen Sie tief und ruhig.
  • Halten Sie die Positionen für einige Minuten. ...

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Zusätzlich hilft mir Avena sativa D 1, 5-10 Kügelchen.

Grüsse,
Oregano
 
Ich hoffe, dass ihr mir etwas weiterhelfen könnt und bedanke mich vorab für jeden Tipp!

Oft ist dahinter ein Mineral-und Spurenelemente-Mangel... Magnesium-mangel versteckt.
Bei Stress braucht das Gehirn viel mehr Mineralstoffe und Vitamine.
Aber einfach Magnesium nehmen muss nicht unbedingt helfen, es benötigt die anderen Stoffe dazu.

Z.B. haben gekeimte Hanfsamen bis zu 700mg Magnesium auf 100g, geht auch nur angekeimt, am morgen in Wasser einlegen, am Abend im Mixer auf kleiner Stufe mit Wasser mixen, den Rest, der dunklen Hülle absieben und als Drink trinken..
ich mach das jeden zweiten Tag.

20260419_164937.jpg

Diese im Bild sind gerade 24 Std alt, ich mixe sie morgen, statt Frühstücken.

Inhaltsstoffe findest du bei google, mir verschwindet der Link andauernd, wenn ich versuche die Seite zu wechseln, bin nur am Händy, sorry.
 
Meine Zaubermittel sind:
Zum Einschlafen: 5htp (Serotonin- und Melatoninvorstufe) ca. 1h vor dem Schlafengehen, Melatonin-Mundspray direkt beim Hinlegen.
Zum Durchschlafen (gegen das Aufwachen und Gedankenkreisen um 2 Uhr früh): Ashwaghanda (da reicht bei mir eine halbe Kapsel vom Pulver - kein Extrakt! Das Zeug ist sehr potent, also langsam hochdosieren und ausprobieren, wieviel man braucht. zuviel ist nicht gut, da es Hormone beeinflussen kann, und bei mir, wenn ich zuviel nehme, habe ich morgens einen "hangover" und komme nicht in die Gänge). In letzter Zeit nehme ich statt Ashwaghanda eine Kapsel Apigenin, dazu kann ich aber noch nicht viel sagen, weil ich es noch nicht lange nehme. Bis jetzt schlafe ich mit dieser Kombi super durch. Gegen das Durchschlafproblem habe ich sehr lange nach Lösungen gesucht und da wollte nichts helfen, kein Baldrian, kein Lavendel, keine beruhigenden Schlaftees, Erhöhung von Melatonin oder 5htp, oder statt 5htp auch mal Tryptophan - nichts. Da half nur Ashwaghanda.
Dann habe ich noch positive Erfahrungen mit dem Probiotikum L. Rhamnosus GG gemacht. Dieser moduliert die GABA-Rezeptoren im Gehirn. GABA ist ein entspannender Neurotransmitter und verantwortlich für das "Herunterfahren" und zur-Ruhe-kommen.

Was diese Substanzen tun (die meisten werden es eh wissen, aber falls der Fragesteller es nicht weiß):
5htp oder Tryptophan sind Vorstufen von Serotonin, dieses wiederum von Melatonin, dem Schlafhormon. Bei mir hat sich rausgestellt, dass auch aufgrund anderer Probleme (Long Covid, Dünndarmfehlbesiedelung) ein Problem mit dem Tryptophanstoffwechsel habe, Tryptophan wird bei mir anders verstoffwechselt (zu entzündungsfördernden Substanzen) anstatt zu Serotonin und Melatonin. Daher habe ich an letzteren einen Mangel. Weil Tryptophan bei mir nicht dort "ankommt", wo es soll, nehme ich 5htp - dieses kann nur zu Serotonin und Melatonin verstoffwechselt werden. Achtung: man braucht für diesen Stoffwechsel Co-Faktoren, vor allem B6 und Magnesium. Wenn es da mangelt, funktioniert auch Tryptophan oder 5htp nicht. Beides nur langsam hochdosieren, vor allem 5htp kann sehr potent sein, und zuviel davon kann Unruhe oder komisches Gefühl im Kopf auslösen. Am besten mal mit 50mg 5htp anfangen.

Ashwaghanda: beeinflusst den Cortisolspiegel. Dieser ist bei mir abends zu hoch, das trägt zu meinen Schlafproblemen bei. Ashwaghanda soll das Cortisol "runterfahren", und damit das Gedankenkreisen, aber auch Cortisolanstiege mitten in der Nacht, verhindern. Das erklärt, warum ein Zuviel am nächsten Morgen einen Hangover verursacht: Wenn es da noch wirkt (es wirkt auch blockierend auf bestimmte Cytochrom P450-Leberenzyme, die Neurotransmitter und damit Ashwaghanda selbst abbauen, daher bleibt es länger im System), blockiert es weiterhin das Cortisol, das man morgens zum Aufwachen und für den klaren Kopf braucht.

Natürlich hilft mir auch Autogenes Training, Meditation (am besten nicht die klassische Meditation, wo man quasi an nichts denkt, denn das erfordert Übung und ist anstrengend, gerade, wenn einen belastende Gedanken beschäftigen, sondern besser geführte Meditationen), ein heißes Bad usw. - das allein hat aber bei mir nie gereicht. Wie sollte es auch, wenn einem biochemische Bausteine fehlen? Yoga Nidra ist auch super, das ist eine Art geführte Körpermeditation, wo man abwechselnd in verschiedene Teile des eigenen Körpers hineinspürt.

Wenn mich Gedanken, was alles zu tun ist und was ich nicht alles noch erledigen muss, wachgehalten haben, hat mir geholfen, es entweder aufzuschreiben, oder wenn ich zu müde war, habe ich mir vorgestellt, dass ich das alles, was mich beschäftigt, in einen Safe hineinstopfe, der es für mich über Nacht aufbewahrt und wo ich es am nächsten Morgen wieder zur Verfügung habe. Wenn der Safe zu ist, kann ich mich beruhigt auf ein weiches Bett legen und mich anderen, beruhigenden und entspannenden Gedanken widmen.
 
Yoga Nidra ist auch super,...
Das kenne ich auch, es hat auch auf mich eine sehr entspannende Wirkung, führt jedoch nicht zum Einschlafen. Wobei ich es noch nicht in der Nacht probiert habe. Ich hatte einfach festgestellt (siehe oben) dass die Selbsthypnose stärker wirkt als geführte "Entspannungs-Meditationen" bei diesem konkreten Problem.

Die von Dir genannten Substanzen, @Andrea aus Wien, wirken bei mir fast alle aufputschend. Ausnahmen: Tryptophan, das macht aber einen Kater-Brummschädel sondergleichen (bei mir findet laut früherem Test die Umwandlung in Kynurenin nicht bevorzugt statt); Melatonin ist auch unverträglich; Apigenin habe ich bisher nur in Form von Kamillentee versucht, da habe ich nichts gemerkt, es pur einzunehmen wäre nochmal einen Versuch wert. Ich finde es gut, dass Du der Thread-Erstellerin @Itoh zum vorsichtigen Ausprobieren rätst 👍

Dann habe ich noch positive Erfahrungen mit dem Probiotikum L. Rhamnosus GG gemacht. Dieser moduliert die GABA-Rezeptoren im Gehirn.
Den habe ich zwar mal genommen (für den Darm), von dieser Wirkung höre ich jedoch zum ersten Mal - interessant.
 
Schwieriges Thema. Zu "Yoga Nidra" habe ich auch das Buch hier...aber man kommt fast nicht dazu es zu lesen.

Was nützt mir? Es ist wirklich schwierig - grade war's wieder schlecht...manchmal hilft nur noch Chemie.
Ganze Nächte lang wachliegen mach einen kaputt.
Eigentlich hatte ich grad wieder mehrere Nächte mit sogar viel Tieflschlaf.
Diese Nacht aber nicht mal sechs Stunden Schlaf - null TS.

Also - "goldene Milch" kann vielleicht helfen...Schlaftees, Baldrian (hochdosiert?) - man muss regelmässig über drei Wochen nehmen, bis er überhaupt "richtig greifen" kann.
Melatonin hat mir wohl auch mal geholfen - ich habe wieder bestellt.

Schlafen kommt von "erschlaffen"...wenn man nicht "loslassen" kann, wirds schwierig. Im schlimmsten Fall in eine "Burnout - und Schlafklinik" (Ameos Brunnen?)

Warum kann man nicht schlafen? Weil vieleicht zuviel Cortisol durch die Blutbahnen fliesst...:unsure:
Was wiederum das Melatonin blockiert ...

Ich war grad bei einer Hausärztin. Von da her gibt es schlicht nichts wirklich. Dabei heisst es immer: "Bei Schlafproblemen besprechen Sie das mit dem Hausarzt" - da war aber auch nur "Achselzucken".
 
Das kenne ich auch, es hat auch auf mich eine sehr entspannende Wirkung, führt jedoch nicht zum Einschlafen. Wobei ich es noch nicht in der Nacht probiert habe. Ich hatte einfach festgestellt (siehe oben) dass die Selbsthypnose stärker wirkt als geführte "Entspannungs-Meditationen" bei diesem konkreten Problem.
Wie funktioniert denn diese Selbsthypnose genau?
Die von Dir genannten Substanzen, @Andrea aus Wien, wirken bei mir fast alle aufputschend. Ausnahmen: Tryptophan, das macht aber einen Kater-Brummschädel sondergleichen (bei mir findet laut früherem Test die Umwandlung in Kynurenin nicht bevorzugt statt); Melatonin ist auch unverträglich; Apigenin habe ich bisher nur in Form von Kamillentee versucht, da habe ich nichts gemerkt, es pur einzunehmen wäre nochmal einen Versuch wert. Ich finde es gut, dass Du der Thread-Erstellerin @Itoh zum vorsichtigen Ausprobieren rätst 👍
Danke. Da ich selbst sehr sensibel auf unterschiedliche Substanzen reagiere (sowohl Medikamente als auch pflanzliche Substanzen), beginne ich selbst immer mit einer kleinen Dosis und steigere bei Verträglichkeit langsam hinauf. Bei Ashwaghanda ist mir der Unterschied zwischen einer halben und einer ganzen Kapsel (Größe 00) extrem aufgefallen. Bei 5htp ist es so, dass ich von einem Anbieter bis auf 200mg gegangen bin, ab dieser Dosis war es sehr effektiv zum Einschlafen (das waren 2 gnaze Kapseln jeden Abend). Jetzt hatte ich den Anbieter gewechselt, bin auf Kapseln umgestiegen, wo pro Kapsel schon 200mg 5htp enthalten sein sollen und das Anbebot lag preislich viel günstiger (mehr Kapseln in der Dose). Da hatte ich im guten Glauben eine ganze Kapsel genommen, was ja mit 200mg derselben Menge entspricht, die ich zuvor mit den "alten" Kapseln auch schon genommen hatte.
Der Erfolg war, dass ich beim Einschlafen so seltsame ruckartige Aussetzer, wie wenn man eine Zehntelsekunde ohnmächtig ist oder das Hirn ausschaltet, hatte. So ein ruckelndes Gefühl im Gehirn, mal bei Bewusstsein, mal nicht. Das war extrem unangenehm. Dann bin ich auf 1/3 Kapsel runter und jetzt passts wieder. Selbst eine halbe Kapsel ist bei diesem Produkt zuviel für mich und ich kriege wieder dieses "ruckelnde Gefühl" im Kopf.

Es zahlt sich wirklich aus, auch bei pflanzlichen Substanzen die individuell wirksame und verträgliche Dosis auszutesten! Ich hatte z.B. das Ashwaghanda schon mal früher versucht, aber vorsichtshalber damals nur eine Messerspitze genommen. Davon merkte ich überhaupt nichts, und das Pulver verschwand in irgendeiner Kiste mit 100 anderen NEMs. Zufällig war ich dann einige Monate später wieder darauf gestoßen, als ich gerade diese extremen Durchschlafprobleme hatte. Schlafmohn hatte ich übrigens vergessen zu erwähnen, da gabs mal ein Produkt bei DM (Dr. Böhm?) mit kalifornischem Schlafmohn, das hatte noch am besten von allen ausprobierten Substanzen geholfen, das gab es dann aber irgendwann nicht mehr.

Jedenfalls hatte ich dann damals die Ungeduld, gleich eine ganze Kapsel mit dem Ashwaghanda Pulver zu füllen um es mal "so richtig zu wissen" ob es jetzt was tut oder nicht. Und da wirkte es, und zwar so richtig. Statt um 2, 3 oder 4 Uhr früh aufzuwachen, wie es damals jeden Tag geschah, schlief ich bis 7 Uhr früh durch und war dann noch richtig müde. Da wusste ich, es war nicht so, dass es bei mir nicht wirkt, und auch nicht, dass ich es einfach nicht vertrage, sondern dass ich die richtige Dosis herausfinden musste.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich dir Kate, damit irgendwas sagen will. Denn ich kenne natürlich die paradoxen Wirkungen von manchen Substanzen, das habe ich selbst schon oft erlebt. Ich finde es aber interessant, warum im Grunde alles, was eigentlich schlaffördernd wirken soll, bei dir gegenteilig wirkt.

Ich hatte das so ähnlich mal bei Baldrian und auch bei Benzodiazepinen, aber besonders bei Muskelrelaxern erlebt, allerdings lag das daran, dass eine "zu stark in den Schlaf hineinziehende" Wirkung bei mir Panik und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, auslöst. Das hatte mich lange Zeit davon abgehalten, Tryptophan oder 5htp auszuprobieren, oder auch andere schlaffördernde Substanzen. Ich kann mich an meine ersten Versuche mit Melatonin erinnern - als ich es zum ersten Mal nehmen wollte, habe ich nur das Handgelenk damit eingerieben, aus Angst, dass es "zu stark" wirkt und mich gegen meinen Willen in das schwarze Loch hineinzieht. Ähnliches habe ich sogar bei Schlafmeditationen erlebt. Irgendwas wehrt sich in mir im Moment des Einschlafens, wenn das Unbewusste die Kontrolle übernimmt, oder die Gedanken anfangen, surreal zu werden. Dieses Panikgefühl habe ich aber bei 5htp oder Melatonin gsd nicht (das weiß ich jetzt, weil ich auch höhere Dosen schon ausprobiert habe).

Den habe ich zwar mal genommen (für den Darm), von dieser Wirkung höre ich jedoch zum ersten Mal - interessant.

Z.B. hier nachzulesen:


Zitat aus der Studie:

Lactobacillus rhamnosus (JB-1) increases the CNS levels of GABA in mice, modulating GABAA and GABAB receptor expression by activating GABA signaling pathways via vagal afferents [31,32]. Via GABAergic activity, the strain has also been reported to reduce stress-induced plasma glucocorticoid levels in mice, thus averting depression [20,21].


In one study, adult male BALB/c mice administered with the L. rhamnosus (JB-1) strain were subjected to fear conditioning tests: the open field sensorimotor test for measuring exploratory behavior, anxiety, and activity and the stress-induced hyperthermia (SIH) test for determining the anxiolytic properties of L. rhamnosus (JB-1)-produced GABA [21]. Additionally, the Elevated Plus Maze (EPM) test was used to assess anxiety in CNS disorders, and the Forced Swim Test (FST) was used to estimate the effectiveness of anti-depressants [21]. The results of this study evidenced the positive effects of L. rhamnosus (JB-1) on GABA receptor expression, stress-induced corticosterone levels, and depressive behavior. The oral administration of L. rhamnosus altered the CNS mRNA expression of GABAA and GABAB receptors while decreasing depressive and anxiety-related behaviors in mice. These higher levels, especially of the GABAB1b receptor mRNA, were found in the cingulate cortex 1 (CG1) and prelimbic (PrL) region cortical areas of L. rhamnosus (JB-1)-fed mice with a fully intact vagus nerve in comparison to broth-fed mice [21].
 
Wie wäre es denn wenn man sich einen Ausgleich sucht?
Etwas, was einem über den ganzen Tag entspannt, worauf man sich den ganzen Tag freuen kann, was mental als auch Körperlich etwas bringt.
Für viele wäre das wohl der Sport, kann aber auch ganz andere Dinge geben, die einen entspannen. Man könnte spazieren gehen, an der frischen Luft Sonne tanken, sich mit Freunden treffen, lesen, Gartenarbeit verrichten,... Das ist ganz individuell und da gibts sicher nicht die eine Lösung, die allen passt. Da wird man erst herausfinden müssen was einem gut tut.
Dann noch auf die Ernährung achten und eventuell auch Entspannungstees oder Mittel wie Baldrian oder Passedan nehmen. Das wäre sicherlich auch eine Hilfe.
Dazu dann eventuell noch ein paar Übungen: Atemübungen, progressive Muskelentspannung, Yoga,...
Stress wirst du ja über den ganzen Tag haben, wenn du schlafen willst, wird sich das erst äußern/wird dir sichtbar bzw. spürbar. Denke da muss man dagegen ankämpfen und den Stress ganz generell reduzieren oder eben besser damit umgehen lernen.
 
Wie funktioniert denn diese Selbsthypnose genau?
Ich kann Dir das nicht sehr gut beschreiben, weil ich damals nur dieses kostenlose Einführungs-Seminar gemacht habe und ohne weitere Vertiefung völlig pragmatisch diese eine Anwendung ausprobiert habe. Ich habe aber in dem Hypnose-Thread mal etwas aus meinen Notizen ergänzt zum Vergleich Meditation/Hypnose. Der Ablauf selbst ist ähnlich wie bei einer geführten Meditation (mit einem kurzen BodyScan), vielleicht etwas gezielter auf Erreichen der Tiefenentspannung ausgelegt mit z.B. Rückwärtszählen. Dann folgen die Suggestionen, die man auf sich selbst zuschneiden sollte.

Für mehr Austausch darüber würde ich gern warten, bis @Itoh sich meldet, inwiefern sie mit unseren Anregungen etwas anfangen kann. Es ist ja ihr Thread und bislang ist mir nicht einmal klar, inwieweit wir hier schon viel zu weit in physiologische Maßnahmen eingestiegen sind (statt Stress-Regulierung im engeren Sinne).

Ich finde es aber interessant, warum im Grunde alles, was eigentlich schlaffördernd wirken soll, bei dir gegenteilig wirkt.
Nicht alles. Eher alles, was Serotonin pusht. Dazu passt, dass der Spiegel hoch zu sein scheint laut "Neurostress"- Untersuchungen - sogar nach mehrtägigem Meiden der Serotonin-Booster in der Ernährung. Zuviel davon ist auch nicht gut. Melatonin wirkt dagegen schon irgendwie, aber mit inakzeptablen Nebenwirkungen (und die Beschäftigung damit ergab zusätzlich, dass ich das nicht nehmen möchte - das steht irgendwo im Forum). Es könnte also sein, dass bei mir die Umwandlung Serotonin -> Melatonin eher nicht gut funktioniert. Stoffe, die bei GABA ansetzen, wirken dagegen teils ganz gut (Passionsblume z.B.). Genetische Polymorphismen mögen da mit reinspielen.

Irgendwas wehrt sich in mir im Moment des Einschlafens, wenn das Unbewusste die Kontrolle übernimmt, oder die Gedanken anfangen, surreal zu werden.
Das finde ich eher lustig, wobei mich dieses "surreale" (treffendes Wort) auch schon erschreckt hat 🤪⁉️, wenn ich dann kurz wieder richtig wach war.

Ich denke, wir sollten hier erstmal auf @Itoh 's Rückmeldung warten und unsere Themen ggf. woanders weiter diskutieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich versuche es bereits mit festen Ritualen sowie einem deutlich reduzierten Smartphone-Konsum.

Mein Handy wird i.a. schon einige Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr genutzt

Die Ursache für deine Beschwerden könnten Mobilfunkstrahlen sein. Mobilfunk könnte auch die Beschwerden verstärken, falls es für die Schlaflosigkeit andere Ursachen gibt (s.u.).

Daher sollten sämtliche Mobilfunkgeräte ausgeschaltet werden, z.B. WLAN-Router, DECT-Telefone, Notebooks, Smartwatches, Babyfone, drahltlose Kopfhörer, Mikrowellen usw. Auch blaues Licht vom Smartphone oder vom LED-Bildschirm (PC und TV) oder von LED-Lampen mehrere Stunden vor dem Schlafengehen vermeiden.

Hast du weitere Beschwerden, z.B. Tinnitus?

Eine andere Ursache könnte Ammoniak im Gehirn sein. Dagegen könnte u.a. Ornithin helfen:

Hepatische Enzephalopathie – Gift fürs Gehirn
Außerdem kann die Behandlung mit bestimmten Zuckern (Laktulose) die Darmflora verändern und die Aufnahme von Ammoniak in die Blutbahn vermindern. In zweiter Linie kann auch die Gabe von L-Ornithin-L-Aspartat oder verzweigtkettigen Aminosäuren, die den Abbau von Ammoniak zu Harnstoff fördern und so die Leber aktiv unterstützen, erwogen werden.
 
Was ist bei euch üblicherweise wenn es dazu kommt die Ursache für schlaflose Nächte? Und was hat bei euch dagegen tatsächlich einen Durchbruch oder eine zumindesz einmal Besserung herbeigeführt? Mich belastet das Problem seit vor Ostern und ich hab in diesen Wochen schon von Podcasts über Kräutertee und Rausgehen bis hin zum Tagebuchschreiben oder Meditationsübungen einiges aufgeschnappt. Und ich versuche es bereits mit festen Ritualen sowie einem deutlich reduzierten Smartphone-Konsum. Doch das reicht leider bislang nicht aus und die aktuelle Situation wirkt sich leider immer mehr auch im Job aus. Ich meine damit vor allem dieses Gefühl wenn man eigentlich völlig erledigt ist und dann beim Einschlafen das Gehirn plötzlich mit zahlreichen Ideen, Aufgaben und unklaren Ängsten daherkommt.
Hallo ,vielleicht braucht dein Gehirn Energie ,ein kleines Spätstück kurz vor dem Schlafen!
Gruß hen
 
Mir hilft oft, wenn ich sanft und nachhaltig,
wie eine liebevolle Mutter das für ihr kleines Kind tun würde,
mit den Fingern oder der Hand über meine Stirn streichle.

Das fährt das Nervensystem runter - allerdings muss eine dazu "dran" bleiben;
also vllt. 10 Minuten oder so.

Auch Atemübungen - 4711-Atmung - haben sich bewährt:

4 Takte einatmen / 7 Takte ausatmen - 11 Minuten lang.
Fährt ebenfalls das Nervensystem herunter.

Auch im Laufe des Tages rede ich öfter mit mir, wie eine gute Mutter das mit ihrem Kind tun würde.

Und last not least:
Als ich mal vor dreißig Jahren oder so nachts nur noch in der Arbeitsstelle war, weil ich die Probleme absolut nicht gelöst bekam,
habe ich gekündigt.

Davon haben mir damals alle abgeraten und in einem System,
wo Geld und ARbeit diesen schreiend hohen STellenwert haben,
ist es auch eine nicht so kluge Idee, vermeintlich.

Mir ging es damals einen Monat übelst vor Entzugserscheinungen
und anschließend war ich froh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
 
@MuschelIch, @AufderSuche007: Danke euch beiden. Mineralstoffe hatte ich zwar grob im Kopf aber nicht so konkret im Zusammenhang mit Stress. Einfach irgendwas einwerfen will ich eher nicht, vielleicht lasse ich das einmal sauber anschauen. Das mit der Stirn und dem ruhigen Selbst-Zureden klingt zwar definitiv ungewohnt, aber ehrlich gesagt auch ziemlich logisch. Und ja, liegt der Job nachts dauernd mit im Bett ist das wohl auch ein Warnsignal.
 
@Kate: Zunächst sorry für meine sehr späte Rückmeldung generell auf die vielen hilfreichen Antworten. Ganz ehrlich Selbsthypnose hatte ich eher in diese etwas fremde Ecke geschoben aber so beschrieben klingt es schon greifbarer. Auch Boxatmung kenne ich vom Namen her, aber das hab ich auch noch nie konsequent probiert.
Bei mir ist es offenbar so, dass mein Kopf offenbar arbeiten will nur leider meist an Sorgen. Vielleicht müsste ich ihm absichtlich etwas Harmloses zum Kauen geben. Notizen mache ich inzwischen, aber wohl noch zu spät. Das Handy hab ich schon reduziert und das Licht in der Nacht werde ich stärker beachten.
 
@Andrea aus Wien: Danke dir, das ist schon sehr detailliert und ich merke beim Lesen auch, wie individuell das Ganze offenbar ist. Genau deshalb wäre ich bei 5htp, Melatonin, Ashwagandha und Co. eher vorsichtig und würde nicht einfach wild herumprobieren. Dieses „zu viel macht dann erst recht komisch“ schreckt mich ehrlich gesagt auch etwas ab.

Was ich aber gut mitnehme, ist der Gedanke mit langsam, niedrig und aufmerksam testen, falls ich überhaupt in diese Richtung gehe. Und der Safe im Kopf gefällt mir fast am meisten. Dieses gedankliche Wegsperren der To-dos klingt für mich alltagstauglicher als der Versuch, nachts plötzlich tiefenentspannt zu werden. Bei mir ist es nämlich weniger ein leerer Kopf, sondern eher ein überfüllter.
 
@Remy: Dieses Achselzucken beim Hausarzt kenne ich leider aus anderen Themen und genau das macht einen dann noch unruhiger. Es frisst mich immer mehr an ganze Nächte wach zu liegen denn das ist halt nicht ein bisschen schlecht geschlafen. Chemie sehe ich offen gesagt eher als Notbremse, aber ich verstehe auch total, dass man irgendwann nicht mehr philosophisch über Tee reden will.
 
@Eptome: Da bin ich voll bei dir obwohl er tagsüber schon längst mitläuft zeigt sich vermutlich der Stress nachts nur am lautesten. Drücke ich den Tag nur irgendwie durch räumt der Kopf abends halt nach. Daher liest sich für mich dieser Ausgleich tagsüber fast wichtiger als noch ein neues Abendritual.
 
Ich mein - früher hat man ja stets geraten, dass man "Schäfchen zählen soll".

Ist heute nicht mehr so en vogue...aber eigentlich gar nicht so schlecht!

Denn eine Schafherde ist wirklich etwas beruhigendes. Ich war grad wandernd (bin ich sowieso ständig) unterweg.
Man sieht diese Schafherden. Manchmal liegen sie, und kuschelns ich aneinander. Sie sind "ein Organismus"...wir sind eigentlich auch Herdentiere! Und was haben wir heute? Vereinzelung - "Hick - Hack", d.h. eher ein "jeder gegen jeden"...man greift einander an, und es fehlt so vielen an Körperkontakt...immer mehr leben alleine...d.h. der fällt völlig weg! Sich geborgen fühlen..aufgehoben...getragen.

Wie soll denn da guter Schlaf noch möglich sein? Wenn alles nur ein Kampf, Hetze..oft Stress ist?
Und der fehlende Ausgleich...und die fehlende Natur.

Aber in der Tat - die Natur/ Wald usw. kann uns ja trotzdem immer viel geben...die Stimmung heben...Gelassenheit usw.
 
Ganz ehrlich Selbsthypnose hatte ich eher in diese etwas fremde Ecke geschoben aber so beschrieben klingt es schon greifbarer. Auch Boxatmung kenne ich vom Namen her, aber das hab ich auch noch nie konsequent probiert.
Das Probieren halte ich da für ganz entscheidend. Ich weiß z.B. von daher, dass ich es nicht so mit Bilderwelten habe. Wenn ich mir also einen schönen/ruhigen/geborgenen Ort vorstellen soll, muss ich immer etwas nehmen, das ich tatsächlich kenne 🧐 Eine Treppe runtergehen kann ich mir gut vorstellen (nehme eine hier im botanischen Garten) und auch - beim BodyScan, der für mich unbedingt kurz sein muss -, wie eine goldene Welle von Entspannung mich mit jedem Atemzug durchfließt (oder so 😁 - das stammt von Hendrik Holler). Idealerweise sinke ich dabei fast physisch tiefer in die Kissen bzw. Matraze. Und bei der Boxatmung zählt man (wenn auch keine 🐑🐑) ... da braucht es keine Bilder.

Bei mir ist es offenbar so, dass mein Kopf offenbar arbeiten will nur leider meist an Sorgen. Vielleicht müsste ich ihm absichtlich etwas Harmloses zum Kauen geben.
Daher ja auch mein anderer Tipp mit dem Knobeln über praktische Probleme. Das Hirn hirnt, sagt die bekannte Yogalehrerin Anna Trökes gern mal. Und man kann kaum gezielt an nichts denken oder nicht an etwas bestimmtes denken. Etwas ungünstig ist es bei dem Ersatz-Knobeln, wenn einem eine Idee kommt, für deren Aufschreiben man dann doch das Licht anmachen muss (mir auch schon passiert); aber die Freude darüber kann auch helfen beim Runterkommen.
 

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