Soziales Verhalten unter Haustieren

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Zu meinen Haustieren (vier Katzen, fünf Hunde, ein Gänsepaar) gehören auch grob geschätzt mindestens 10 Hühner und drei bis vier Hähne die in einem mit verschiedenen Obstbäumen bepflanzten 500 qm großen Areal leben. Außerhalb des Geheges befindet sich derzeit noch eine weitere Hühnerfamilie mit 5-6 Hennen (Hühnern) und drei Hähnen die nicht regelmäßig zugefüttert werden, sondern sich bis hin und wieder auf ein oder zwei alte Brote vom Bäcker ausschließlich vom Land ernähren.

Im Allgemeinen heißt es, dass ein Hahn 5-6 Hühner um sich braucht um nicht impotent zu werden, aber die Natur macht da wohl ihre ganz eigenen Regeln...

Die Henne Julia und ihr von ihr vorwiegend erwählter Hahn Romeo hatten Nachwuchs. Fünf kleine wuschelige und muntere Fellknäuel waren das quietschfidele Resultat.

Eine Henne mit Nachwuchs kämpft für ihre Kinder wie eine Löwin und hat auch keine Angst vor größeren Störenfrieden, selbst Hähne haben sich der Mutter anzupassen sonst gibt es Ärger.
Im nächsten halben Jahr war es eine ganz besondere Freude diese kleine Familie tagtäglich beobachten zu können. Mutter Julia immer vorneweg, fünf Küken munter zwitschernd hinterdrein und Vater Romeo sicherte stets die Nachhut.
Der von ihr akzeptierte Vater war auch der einzige Hahn, der sich in der Nähe ihrer Kinder aufhalten durfte, jeder andere Gockel zog sich ihren Unmut zu und ging sofort wieder respektvoll auf Distanz.
Romeo kümmerte sich ununterbrochen rührend vorsorglich mit um seine Kinder.
Nach einem halben Jahr hat ein Küken, das normal in der Natur aufwächst gerade mal das Gewicht eines kleinen Hähnchens (vom Grill) im Gegensatz zu den innerhalb von sechs Wochen hochgezogenen Tieren in den Mastbetrieben.

Persönlich hatte ich noch nie von einer solch langen sozialen Gemeinschaft gehört und ich betrachte es als besonderes Geschenk so etwas erleben zu dürfen.

Liebe Grüße tarajal :)
 
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Persönlich hatte ich noch nie von einer solch langen sozialen Gemeinschaft gehört und ich betrachte es als besonderes Geschenk so etwas erleben zu dürfen.
Liebe Tarajal
ich glaube wenn Tiere wirklich "einfach glücklich" leben dürfen, bilden sich auch Familienbande - vor allem gibt es aber ja auch spezielle Tierseelen welche uns zur Seite stehen, und gerade die, bringen uns dann solche wundervolle Erlebnisse.
Alles Liebe für Dich und deine Tiere.
Béatrice
 
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Wie traurig, dass diese Tiere für die meisten Menschen nur noch ein laufendes Nahrungsmittel sind...:traurigwink:
 
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Wenn sie für die Menschen ein "laufendes Nahrungsmittel" wären, dann müsste man ja wenigstens schon einmal Gedanken gemacht haben, dass alle Tiere einmal gelebt haben.

Und vielleicht auch mal darüber nachdenken, dass auch Tiere gerne leben und Angst vor Gewalt und dem gewaltsamen Tod haben.

Dass sie ihren Nachwuchs lieben und mit Umsicht und Fürsorge groß ziehen.

Ich verstehe sogar, dass Menschen Fleisch essen wollen, aber es muss wahrlich nicht diese Wahnsinnsmenge sein und wenn man schon Fleisch isst, dann wäre zumindest der Respekt vor dem Leben und der Dank für das Opfer in meinen Augen angebracht.
Das gilt selbstverständlich auch für die Zucht (finde ich sowieso äußerst armselig), den Transport und die Tötung.

Hier ein sehr guter Beitrag aus dem Film "Unser täglich Brot":

https://www.youtube.com/watch?v=im2AdQDVW3A

Liebe Grüße tarajal :)
 
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Hallo Tarajal,

Wie unsere Kinder klein waren hatten wir immer Hauskatzen, leider wurden einige von Autos überfahren, andere schafften es aber aufmerksam über die Straße in den Friedhof zu kommen, wo sie ein herrliches Jagdrevier vorfanden. Einmal erzählte uns eine Nachbarin, daß unser Katerchen nur bei grüner Ampel über die Straße marschiert. :)))

Wieder einmal verloren wir eine wunderschöne Feuerkatze die gerade Junge hatte. Jetzt wollten wir die kleinen Wollknäule mit der Flasche aufzuziehen, was uns mit zweien von den vieren auch recht gut gelang.

Unser wunderbarer Helfer war der rote Kater aus einem Wurf früher, der sich nach der Fütterung hinreißend um das Bäuchlein seiner Geschwister kümmerte. Er massierte die Kleinen so perfekt, als wäre er ihre eigene Mutter. :kiss: Selbst der Tierarzt war platt, als er von dem sozialen Verhalten unseres Katerchens erzählt bekam.

Im Anhang unser Katerchen, das unsere Tochter aus dem Müll gerettet hat:mad: Es ist nicht zu fassen, was Menschen Tieren antun können. Umso schöner, wenn es gelingt ihnen ein gutes Leben zu verschaffen. z.B. schläft der kleine Kerl mit Vorliebe unter den Hühnern im Heu. Da hat kein Fuchs eine Chance. :klatschen

Liebe Grüße
Rota
 

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Das ist ja ein ganz süßer Floh!

Euer roter Kater ist ein ganz toller Kerl, sein wirklich besonderes Verhalten hat er wahrscheinlich von der liebevollen Pflege seiner Mutter in seiner Kindheit übernommen.

Als mein Mann vor acht Monaten plötzlich und unerwartet starb, hätte ich ohne die extreme Zuwendung meiner Hunde und Katzen sicher nicht überlebt und wäre ihm sehr bald gefolgt.
Auch ihnen fehlte ihr geliebtes Herrchen sehr und mit vereinten Kräften haben sie mich beharrlich und liebevoll wieder auf die Beine gebracht.
Meine Hunde brachten mich auffälig wiederholt durch kleine Verrücktheiten zum Lachen, und meine Katzen haben mich in der Nacht zu viert (zwei rechts, zwei links eng an meinem Körper liegend) unter meiner Bettdecke "festgetackert", dabei schnurrten sie im Chor was ihre Kehlen her gaben. Das gab mir das tröstende Gefühl nicht alleine zu sein.

Als ich meine schlimmste Trauerphase überwunden hatte verschwanden auch meine Katzen wieder aus meinem Bett.

Tiere fühlen auch unsere Stimmungen sehr genau und schenken grenzenlose Liebe wenn sie dringend benötigt wird.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
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