Selbstmordgefahr PSYCHOPHARMAKA

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Hoffe, das passt hier rein, ansonsten bitte verschieben.

Wie viele von Uns beschaeftigt mich als Vielfliegerin der Germanwings-Absturz.
Ich habe sofort nach Bekanntwerden der Tatsache, dass es ein Selbstmordattentat des Copiloten war,die Theorie aufgestellt, dass er unter Psychopharmakabehandlung gestanden haben muss.
Noch gibt es hierzu keine Infos, aber dass er in Behandlung war, weiss man, der Schritt zur medikamentoesen Behandlung ist, wie man weiss, aeusserst klein.

Die neue Generation SSRI (Zoloft, Prozac etc..) hat aber ein bestaetigtes Selbstmordrisiko, wird sogar von Selbstmordattentaetern gezielt eingenommen, um die Hemmschwelle zum Toeten/Selbsttoeten zu verkleinern/entfernen.

Ich frage mich, inwieweit es Piloten erlaubt ist, diese zu nehmen, gibt es dazu Info?
Und ich frage mich auch, wieviel Selbstmorde/Morde OHNE PSYCHPH. nicht passiert waeren. Mich wundert ebenso, dass dieser Gedanke noch nirgends aufscheint.
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Peter Lehmann: Behandlungsergebnis Selbsttötung - Suizidalität als mögliche Wirkung psychiatrischer Psychopharmaka
lg dadeduda
 
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Hallo dadeduda,

den Gedanken hatte ich auch schon, und ich frage ich, ob es denn überhaupt erlaubt sein sollte, daß Piloten mit Psychopharma-Einnahme fliegen dürfen ...

In den USA ist es auf jeden Fall möglich:
Piloten unter Drogen

Wie es in Deutschland ist, weiß ich im Moment nicht, aber darüber wird sicher auch gesprochen werden.

Grüsse,
Oregano
 
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23.08.12
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Ja, genau, Oregano, dazu habe ich auch gerade die gleiche Seite gefunden.
Nicht nur Selbstmord, Mord.....

Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Lufthansa da sehr streng ist, strenger als die amerikanischen Luftlinien moeglicherweise...aber wie wird kontrolliert? Es besteht ja die aerztliche Schweigepflicht. Oder muessen die Piloten dauernd Urin/Blut abgeben?
 
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12.05.13
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Ich weiß es nicht, ob sie regelmäßig Blut- oder Urinuntersuchungen machen.

Es wird aber vermutlich kaum zu realisieren sein aus dem einfachen Grund weil mit Sicherheit ein nicht unerheblicher Teil aller Fahrzeuglenker vom privaten Kleinwagen angefangen über Paketdienste, Reisebusse, Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn mit Sicherheit wegen Depressionen in medikamentöser Behandlung sind.

Und bei jedem Einzelnen ganz am Anfang anzufangen, dass nicht nur alles mit dem Stress zu tun hat, sondern auch damit wie und wovon man lebt und was einem im Leben wirklich wichtig ist, da werden wir wohl noch ein paar Jahrzehnte brauchen bis das auch im Allgemeinwissen der Köpfe der Menschen an kommt.

Liebe Grüße Tarajal :)
 
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23.08.12
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Ja gut, das ist das Eine, aber wenn man 100te Leute in der Gegend rumfliegt, dann muss es da schon Sicherheitsvorraussetzungen geben. Vorallem, wenn SSRI 's sooft im Zusammenhang mit Mord, und Massakern auftauchen...
Besonders Flugzeuge sind eben sehr "sensibel", die "fallen" nur einmal runter :( aber auch oeffentliche Verkehrsmittel, ich wuerde mir schon wuenschen, dass da verstaerkt drauf geachtet wird.
 
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12.05.13
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Bahnunglücke, Busunglücke, LKW-Unglücke, nicht immer sind alleine die Straßenverhältnisse daran schuld.

Und was ist mit all den privaten Autofahrern die Koksen, Kiffen, Schnüffeln und sich sonst noch wie betäuben?
Was mit all denjenigen, die am Abend eine Schlaftablette einnehmen und am Morgen nachweislich noch nicht ihr volles Reaktionsvermögen wieder erlangt haben?
Mit Diabetikern, Leuten die durch ihre Fehlernährung wie besoffen fahren und reagieren?
Mit den Leuten, die unter haufenweise Medikamenten stehen die zum Teil auch gefährliche Wechselwirkungen miteinander haben?

Wo zieht man bei wem die Grenze?
Und wer darf sich dann überhaupt noch im öffentlichen Nahverkehr bewegen?

Das mit dem immer zwei Plätze müssen besetzt sein ist sehr gut und ich schätze auch, dass das zukünftig auch bei unseren Airlines eingeführt wird.

Liebe Grüße tarajal :)
 
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19.12.09
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Hallo

Mich beschäftigt dieser Vorfall auch sehr und hoffe das man bald mehr Infos darüber hat. Es gibt so viele Menschen die SSRI einnehmen müssen und egal in welcher beruflichen Branche oder sozialem Umfeld. Man sagt zwar, dass die SSRI das Selbstmordrisiko erhöhen können, aber es ist schwierig. Eine schwer depressive Episode gehört meines Erachtens in Behandlung und eine neue Einstellung mit einem SSRI sollte genau beobachtet werden. Selbst während jahrelanger Einnahme des gleichen Medikamentes können sich die persönlichen Umstände immer wieder ändern. So können auch neue Erlebnisse plötzlich zu einer Verschlechterung beitragen und im Suizid enden. Das ganze Thema Depression ist sehr schwierig einzuschätzen. Ich glaube nicht, dass es eine Möglichkeit gibt so etwas vorherzusehen, es sei denn die Menschen würden aufmerksamer sein. Vielleicht fällt etwas am Verhalten auf, die Person zieht sich mehr zurück, spricht vom Wunsch nicht mehr Leben zu wollen oder sonst was. Ich bin kein Experte, nur eine Betroffene. Mir persönlich haben die Medis das Leben gerettet. Klar ich wünschte auch es hätte andere Wege gegeben.
Lieber
Gruss Leena
 
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07.12.14
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Hallo ,

ich würde , sollte es sich bei den Berichten um Tatsachen handeln , von Amok sprechen !

Gruß !
 
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23.08.12
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Naja...wie vermutet.
Heute steht ueberall, dass einige Medikamente in seinem Haus gefunden wurden.
Vielleicht erfaehrt man irgendwann, dass Zoloft oder Aehnliches dabei war.
Mich wuerde das nicht wundern

lg dadeduda
 

ory

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04.02.09
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hallo dadeduda ,

.....es müsste allgemein bei gefährdeten berufen seitens der ärzte mehr meldepflicht gefordert/gefördert werden .

zbs. bei patienten ,die in" öffentlichen- verkehrs-berufe " stehen und medikamente nehmen (müssen).

die,die verantwortung gegenüber andere menschen tragen/übertragen bekommen ,hier muss die ärzliche schweigepflicht bei den dafür zuständigen "stellen" eine andere pflicht ersetzen .

lg ory
 
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08.02.12
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Bei zB Acumen sind Piloten auch gute Kunden für Tox Tests, wegen der Gifte im Cockpit...
 
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18.11.09
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Hallo,

es gab wieder eine Sendung auf 3sat zu mentalen Ausfällen von Psychopharmaka-Konsumenten, auch auf den Fall Lubitz wurde eingegangen. Interessant auch die Aussagen einer Journalistin, die nach einem Burnout Pillen verschrieben bekam, und danach wie die (CIA-gesteuerten) sogenannten IS-Kämpfer üble Tötungsphantasien bekam.

Zitat:

Diese topaktuelle Wissenschaftsdokumentation, die heute, am 22.10.2015, um 20.15 zum ersten Mal ausgestrahlt wird, zeigt die teilweise extremen Nebenwirkungen der „Wunderpillen“, welche von der Pharmaindustrie angepriesen und mittels geschickter Lobbyarbeit an den Patienten gebracht wird.

Interessant hierbei ist insbesonderst, dass in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits in den vergangenen Jahrzehnten die schrecklichen Folgen dieses exzessiven Konsums von Psychopharmaka zutage getreten sind; - So werden von internationalen Experten für viele Amokläufe, Suizide und erweiterte Suizide (Familiendramen) sowie anderweitige Gewalttaten diese hochpotenten legalen Drogen verantwortlich gemacht.

Besorgniserregend in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass durch das geplante „Transatlantische Freihandelsabkommen“, kurz TTIP, mit den USA auch noch die letzten nationalen und europaweiten Schutzmechanismen, welche die Patienten bisher wenigstens vor dem Schlimmsten bewahrten, ausgehebelt werden.

Dies trifft natürlich auch auf das CETA - Abkommen mit Kanada zu.
Hier ist die Sendung zu sehen:

https://youtu.be/TI5vjnfrwqY?t=1
 
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