Selbst-Hilfe bei Fibromyalgie

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Selbst-Hilfe bei Fibromyalgie

Sich selber helfen ist eine große Herausforderung , allein weil oft auch die Motivation von Außen fehlt .
Aber so belastend und einschneidend die Fibromyalgie auch erlebt wird , tut man gut daran zu denken das sie auch nach Jahren keine fassbaren Schäden an Gelenken oder Muskeln hinterlässt.

Du selbst bist der bester Therapeut:

Die Krankheit anerkennen.

Die wichtigste Erkenntnis lautet: Sie selbst sind Ihr bester Therapeut.

Ärzte, Heilpraktiker und Medikamente können Sie unterstützen, aber den Schlüssel zu einem möglichst schmerzfreien Leben haben Sie selbst in der Hand.

Seien Sie realistisch in Ihren Erwartungen an Schul- oder Komplementärmedizin.

Fibromyalgie-Patienten neigen nicht selten zum „Doctorshopping“, also einem häufigen, oft kostspieligen Arzt- und Therapiewechsel, profitieren aber fast nie davon.

Richten Sie sich darauf ein, dass die Fibromyalgie Sie zwar über viele Jahre begleitet, aber nicht „auffrisst“.

Betrachten Sie die Erkrankung z. B. wie ein lästiges Tier, das Sie zwar auf Schritt und Tritt begleitet, welches aber keine Macht über Sie besitzt.

Lernen Sie sich zu beobachten:

Was verstärkt die Schmerzen (z. B. Schlafmangel oder zuviel Schlaf), was lindert mehr (z. B. ein Glas Wein am Abend), wie wirken Medikamente oder eine Fastenkur?

Distanz gewinnen.

Distanz zu den eigenen Schmerzen zu gewinnen ist der Schlüssel zu einem besseren Leben.

Dabei hilft es, gezielte Entspannungsverfahren zu erlernen, um im Alltag immer wieder Inseln der Ruhe und Entspannung einzurichten, aber auch dem eigenen Leben wieder neue Impulse und Ziele zu geben.

Reden Sie über Ihre Erkrankung, z. B. mit Ihrem Partner oder in einer Selbsthilfegruppe, aber ziehen Sie auch hier Grenzen.

Wenn Sie von Ihrem Partner oder Ihren Kindern jeden Morgen die Frage erwarten, wie es Ihnen geht, machen Sie etwas falsch.
Lassen Sie sich helfen (z. B. im Haushalt), aber lassen Sie sich nicht bedienen – ein möglichst aktives Leben ist letztlich besser für Sie.

Dazu gehört auch Sport.

Dabei ist nicht wichtig, ob Sie das Fitness-Studio bevorzugen oder Nordic Walking – Bewegung tut Ihnen gut, nicht nur den Gelenken, sondern auch dem ganzen Körper.

Negativfaktoren abstellen.

Trotzdem sollten Sie Negativfaktoren in Ihrem Leben abstellen.

Überlegen Sie, was dazu zählt, und was Sie mit Ihrer Energie und Lebenskraft tun können, um unguten Stress aus Ihrem Leben zu verbannen.

Wenn Sie Ihren Beruf nur noch als Last empfinden und an einen Rentenantrag denken, überlegen Sie, ob Sie das wirklich zufriedener machen würde.
Viele Ärzte haben erlebt, dass Fibromyalgie-Patienten nach der Frühverrentung erst recht Probleme haben, da sie sich nur noch auf ihre Beschwerden konzentrieren

Gruß Ory
 
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