Schwefelmangel

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Hallo in die Runde!

Ich habe mal eine Frage an alle, die schon mal MSM ausprobiert haben oder regelmäßig einnehmen. Ich selbst bin vor etwa zwei Monaten darauf aufmerksam geworden, nachdem mich schon seit einigen Jahren diverse chronische Zustände plagen wie:

- Glutathionsmangel > starkes körpereigenes Antioxidans -> Glutathion-Infusion - keine Veränderung / eher negativ (tagelangen Muskelkater in beiden Oberschenkeln)
- Chronische Endzündung im Körper
Kein Arzt kennt sich damit aus oder kommt weiter...
Gelenkprobleme, hält sich im Rahmen
- Enzymmangel
- Schwermetallbelastung, vorwiegend mit Quecksilber und Blei
- "Leaky Gut" = Durchlässiger Darm
- Meine Leberwerte sind schon lange schlecht was auch erkannt wurde, trotz völlig abstinenter Lebensweise über Jahre, was zu keiner weiteren Schlussfolgerung führte
- sehr hohe Blutfettwerte
- u.a.m

Ich habe in den letzten Jahren schon so gut wie alle am Markt verfügbaren Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert, was in den meisten Fällen überhaupt keine (spürbare) Veränderung gebracht hat.
Anders bei MSM, sehr umgehend hatte ich eine Veränderung an meinem hohen Schlafbedarf, was wohl vorrangig auf die Leber zurückzuführen ist. Nun soll Schwefel ja auch sehr gut den Entgiftungsprozess unterstützen, wofür ich zudem Zeolith einnehme um die Stoffe zu binden.

Meine eigentliche Frage ist, ob es hier Betroffene gibt, mit ähnlichen Symptomen, die schon länger MSM nehmen und Aussagen über den Verlauf machen können, bzw. wie lange es dauert bis sich eine generelle Stabilisierung/Verbesserung einstellt.
Denn meine physischer Energiemangel hat sich noch nicht wesentlich gebessert, ist aber auch "Tagesformabhängig".

Viele Grüße

cruiser
 
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- Meine Leberwerte sind schon lange schlecht was auch erkannt wurde, trotz völlig abstinenter Lebensweise über Jahre, was zu keiner weiteren Schlussfolgerung führte
Wenn Du mit "abstinenter Lebensweise" meinst, dass man nur vom Alkohol leberkrank wird, so solltest Du Dich über Leberkrankheiten mal schlau machen.
Wenn Du schlechte Leberwerte schon lange hast, hast Du eine -vermutlich noch unerkannte- Leberkrankheit.

Da Du von Gelenkproblemen und Muskelkater schreibst, könnte das ein Hinweis auf die Leberkrankheit "Hämochromatose" sein. Das ist die sog. Eisenspeicherkrankheit, die häufigste genetische Krankheit.
Die Leber kann das Eisen aus der Nahrung nicht ausscheiden, weil die Betroffenen zu wenig Transportproteine haben. Auch die Ausleitung anderer Metalle kann von diesem Defekt betroffen sein.

Die Krankheit ist genetisch, weil man sie nur hat, wenn man sowohl vom Vater als auch der Mutter je eine Mutation dafür bekommen hat.

Auffällig ist, dass man viel Eisen hat. Das Ferritin und die Transferrin-Sättigung sind hoch bzw. erhöht.

Typisch bei der Krankheit sind Gelenkprobleme. Später kommen Probleme mit dem Herzen hinzu und es kann sich auch ein Diabetes entwickeln.
Dazu hat man natürlich auch die übrigen für Leberkrankheiten typischen Störungen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Energielosigkeit, Konzentrationsprobleme und einiges mehr.
Leberkranke haben oft Magnesiummangel, der sich in der Muskulatur oft bemerkbar macht.
Ebenso haben Leberkranke oft einen Zinkmangel und als Folge davon evtl. noch einen Mangel an Vitamin A.

Es gibt für diese Krankheit einen relativ verlässlichen Gentest.

Es gibt 2 Varianten der Krankheit:
Eine mildere Verlaufsform und eine schwerere Verlaufsform.

Aber selbst wenn Du diese Leberkrankheit nicht haben solltest, solltest Du nach "Deiner" Leberkrankheit suchen. Man hat nicht einfach mal so aufgrund der von Dir oben angesprochenen Störungen über Jahre hinwegt erhöhte Leberwerte.
Es gibt noch eine Reihe anderer Leberkrankheiten, die man auch prüfen sollte.
Ich denke noch an die Kupferspeicherkrankheit, bei der man auch eine Ausscheidungsstörung für einige Metalle neben dem Kupfer hat und an den Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, um nur 2 weitere Leberkrankheiten zu nennen.
Ebenso kann eine Cholestase zu einer Leberstörung führen, etc. etc.

Leider ist es so, dass sich die wenigsten Ärzte mit den gerade genannten Leberkrankheiten auskennnen und diese daher oft zu spät, wenn überhaupt, diagnostiziert werden.
Bei Männern kommt noch hinzu, dass viele Ärzte glauben, dass die Leberwerte vom Alkohol erhöht sind und denken, dass der Patient sie anschwindelt, wenn er sagt, dass er kaum oder keinen Alkohol trinkt.

Ich rate Dir, Dich auf Leberkrankheiten untersuchen zu lassen. In den Leberambulanzen von Unikliniken sitzen in der Regel Ärzte, die sich gut auskennen.

So sind gerade die Eisenspeicher - und die Kupferspeicherkrankheit gut behandelbar und man kann durch frühzeitige Diagnose Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs oft noch vermeiden.
Nur mal angenommen, Du hättest die Eisenspeicherkrankheit, dann würdest Du von der Therapie der Krankheit mehr profitieren, wie von allen Nahrungsergänzungen.
Ungeachtet davon, sollte man aber immer zusehen, dass man Defizite bei Vitaminen und Mineralstoffen ausgleicht.



lg

margie




Anmerkung:
Bei Leberkranken ist der Darm meist gestört.
Blähungen sind häufig und ebenso haben Leberkranke oft Fäulnisbakterien, weil die Leber das tierische Eiweiß aus Fleisch und Wurst nicht mehr richtig abbauen kann.
Es bildet sich dann Ammoniak und der wirkt sich auf die Hirnfunktion aus.

Außerdem haben Leberkranke oft auch vermehrt Blutfette.

Ich selbst habe MSM nicht probiert. Ich werde allerdings auch auf meine Leberkrankheit (Kupferspeicherkrankheit) behandelt.
 
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06.06.15
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Hallo Margie

Danke für die ausführliche Antwort.

Meine Ferritinwerte sind tatsächlich erhöht, so das ich vor etwa 6 Monaten, über eine gewisse Zeit Desferal (10x0,5g) subkutan injiziert hatte.
Ich konnte keine Veränderung in meinem Befinden feststellen.
Der Kupferspiegel ist moderat erhöht. Ich glaube nicht, dass ich die Eisenspeicherkrankeit habe, da die Haut "normal" ist und bis auf Müdigkeit/Schwäche, auch die Symptome nicht zutreffend sind.

Magnesiumwerte waren schon über längere Zeiträume sehr gut, durch orale Einnahme und Fußbäder, was nichts am Gesamtzustand geändert hatte.

>> Bei Männern kommt noch hinzu, dass viele Ärzte glauben, dass die Leberwerte vom Alkohol erhöht sind und denken, dass der Patient sie anschwindelt, wenn er sagt, dass er kaum oder keinen Alkohol trinkt.

Das geht schon über einen relativ langen Zeitraum und die schlechten Leberwert wurden erstmals 1998 diagnostiziert.
Ich kann bestätigen, dass damals, zumindest bei einem Arzt ein denken in diese Richtung stattfand, doch mittlerweile habe ich sehr viele
unterschiedliche Ärzte aufgesucht. Und bei meiner jetzigen Ärztin ist eigentlich klar, dass das Problem nicht von Alkohol kommt.

Viele Grüße
cruiser
 
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Hallo cruiser,

wie hoch sind denn Deine Ferritinwerte - vor der Therapie mit desferal?

Bei meinem Bruder lag das Ferritin nur bei ca. 330 und bei ihm wurde die Eisenspeicherkrankheit in der milden Variante genetisch gesichert.

Die Hautveränderung hat man am Anfang nicht. Bei meinem Bruder sieht man an der Haut überhaupt nichts.

Bei der Kupferspeicherkrankheit hat man zu Anfang ein erniedrigtes Serum-Kupfer und ein erniedrigtes Coeruloplasmin.
Jedoch kann das Serum-Kupfer beim unbehandelten Patienten im Laufe der Zeit auch etwas ansteigen und dann im Normbereich liegen. Ebenso kann das Coeruloplasmin normal sein.

Man muss bei all diesen Werten (Ferritin, Serum-Kupfer und Coeruloplasmin) aber auch wissen, dass sie bei Entzündungen und Infekten ansteigen können. Schon die Entzündung der Leber, die man bei erhöhten Leberwerten oft hat, kann diese Werte zum Ansteigen bringen.

Wie hoch war denn Dein Kupferwert (mit Normwert)? Wurde er im Vollblut oder im Serum bestimmt?

Ich tippe ja aufgrund Deiner Symptome zunächst auf die Eisenspeicherkrankheit, erst Recht, wenn ich höre, dass Du erhöhtes Ferritin hast.
Leider ist es so, dass die Eisenspeicherkrankheit oft auch unerkannt bleibt, weil einfach die Ärzte diese Krankheit auch kaum kennen. Ja, nicht mal eine Ärztin, die über Jahre alle typischen Beschwerden dieser Krankheit bekam, kam selbst auf ihre Diagnose.

Dabei lässt sich die Eisenspeicherkrankheit sehr gut und einfach behandeln und man kann vor allem die schlimmen Spätschäden, die es meistens gibt, verhindern.

lg
margie
 
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06.06.15
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Hallo Margie

Ich werde es bei der nächsten Untersuchung im Hinterkopf behalten, wie sich die Werte entwickelt haben, so ist es nur ein stochern im Nebel...
Denn wie Du schon schreibst, hat es evtl. auch was mit entzündlichen Prozessen zu tun, die bei mir bist dahin vorlagen und nun scheinbar durch das MSM besser werden.

Um auf meine Eingangsfrage zurückzukommen... Stellen sich bei der Eisenspeicherkrankheit wesentliche Veränderungen durch die Einnahme von MSM ein?

Vielleicht habe ich das Thema falsch eröffnet, denn eigentlich geht es mir eher um die Erfahrungen mit MSM bei einem (angenommenen) Mangel, und in welchem Zeitraum nach der erstmaligen Einnahme, sich Körperfunktionen wieder stabilisiert haben.

Viele Grüße
cruiser
 
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02.01.05
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Stellen sich bei der Eisenspeicherkrankheit wesentliche Veränderungen durch die Einnahme von MSM ein?
Ich glaube nicht, dass schon sehr viele Menschen, die die Eisenspeicherkrankheit haben, auch MSM genommen haben.

Wenn Du die Eisenspeicherkrankheit aber haben solltest, wäre das die Erklärung für alle Deine Beschwerden. Denn eine so schwere Leberkrankheit macht einen Menschen schon schwer krank.

Oft haben bei der schwereren Form die Betroffenen zum Zeitpunkt der Diagnose schon eine Zirrhose.
Ich weiß nun nicht wie alt Du bist. Aber je älter Du zum Diagnosezeitpunkt bist, umso höher ist der zu erwartende Leberschaden.

Wie hoch Dein Ferritinwert war, hast Du nicht mehr in Erinnerung? Ob nun 300 oder 600 oder mehr als 1000?
Der Anstieg aufgrund von Entzündungen ist sicher nicht so gigantisch hoch, wie es Ferritinwerte aufgrund der Eisenspeicherkrankheit oft sind.
Vor allem ginge der Wert, wenn er durch eine Entzündung bedingt ist, auch wieder runter.

Auch wäre, falls Dein Ferritin ausschließlich durch eine Entzündung mal erhöht gewesen wäre, die Leberkrankheit, die Du hast, immer noch unerklärt.

Wenn es Dir um Schwefel geht:
Wäre es nicht ausreichend, wenn Du die schwefelhaltigen Aminosäuren wie Methionin, Taurin und Cystein substituierst?
Außerdem würde sich die Frage stellen, ob durch Deine Leberkrankheit gerade diese Aminosäuren im Mangel bei Dir sind?
Denn Leberkranke haben auch oft Mangel an Aminosäuren. Und wenn das der Fall bei Dir ist, wäre wiederum m. E. die erste Frage, welche Leberkrankheit hast Du? Und wie sieht die Therapie dafür aus? Vielleicht würde sich durch eine Therapie dann das Schwefelproblem gar nicht mehr stellen?

lg
margie
 
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06.06.15
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02.01.05
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Hallo Cruiser,

bei einem Wert von 330 (wenn er öfters auch bestimmt wurde), würde ich die milde Form der Eisenspeicherkrankeit -wie bei meinem Bruder- für möglich halten.
Ob damit aber die erhöhten Leberwerte bereits erklärt wären, ist dann die Frage.

Jedenfalls würde ich die Ursache erhöhter Leberwerte immer klären lassen, weil eine kranke Leber für sehr viele Störungen im Stoffwechsel verantwortlich ist.
Und man sollte dann zunächst die Leberkranheit behandeln, weil sich davon eine Besserung der Gesamtsituation erwarten lässt.

lg
margie
 
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12.01.04
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Mein Sohn hat ähnliches Probleme und ein leaky gut Sydrom. Ich versuche ihn zu MSM zu überreden, melde mich wenn wir Erfahrungen haben.
 
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Hallo Cruiser,

wenn Du erhöhtes Ferritin hast, was auf die Eisenspeicherkrankheit hinweist und Dein Sohn nun ähnliche Probleme hat, so hat er womöglich auch die Eisenspeicherkrankheit. Zumindest aber deutet das auf eine Krankheit hin, die vererbt ist, wenn Vater und Sohn dieselben Probleme haben,.

Da die Eisenspeicherkrankheit die häufigste Erbkrankheit überhaupt ist, wäre es durchaus nicht selten, dass auch die Kinder davon betroffen sind.

lg
margie
 
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15.06.15
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Hi cruiser!

Ich habe mal eine zeitlang MSM eingenommen, allerdings vor allem wegen Gelenkschmerzen, Akne und Haarausfall. Für ca. 6 Wochen hat es auch richtig gut geholfen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass der Körper sich relativ zügig an die Dosis gewöhnt und die Wirkung dann wieder nachlässt . Ich habe dann immer eine Pause von ein paar Wochen eingelegt und bin dann wieder eingestiegen. Trotzdem hat mein Körper sich dann relativ schnell auch wieder an eine höhere Dosis gewöhnt. Ich weiß nicht, ob das bei jedem so ist...

Im Forum gab es auch schon einige Diskussionen dazu:
http://www.symptome.ch/vbboard/nahrungsergaenzung/104379-msm-methylsulfonylmethan.html

http://www.symptome.ch/vbboard/amalgam-entgiftung/22751-ausleitung-methyl-sulfonyl-methan-msm.html

Viele Grüße!
 
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15.06.15
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Achso - die Wirkung tritt übrigens (jedenfalls so meine Erfahrung) recht schnell auf. Bei mir nach ca. 1 Woche...
 
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06.06.15
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Hi Nicka

Danke für die Links, ich hatte, bevor ich den Beitrag geschrieben hatte, schon viel dazu gelesen, hier und auch anderswo...

Mir ging es eigentlich im wesentlichen um Erfahrungsberichte bei längerer Einnahme, da es dazu im Netz sehr unterschiedliche Angaben gibt:
Wahrscheinlich ist es auch bei jedem anders, doch könnte man das in diesem Thread vielleicht noch mal explizit festhalten.
 
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15.06.15
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Hallo cruiser!

Das habe ich mir schon fast gedacht...;)

Also ich habe MSM ca. 3 Monate am Stück genommen und dann, weil ich keine Wirkung mehr gespürt habe (außer dass meine Augenbrauen Theo Weigl-artige Züge annahmen) abgesetzt.
Dann habe ich aufgehört und nach ein paar Wochen wieder angefangen und die Dosis signifikant erhöht. Leider aber nur mit sehr kurzem Erfolg.

Mich würde auch sehr interessieren, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Ich habe hier nämlich noch einen Beutel liegen:D
 
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23.08.12
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Hallo Nicka
Nur weil du das MSM nicht mehr "spuerst", heisst da ja nicht, dass es nicht seine Schuldigkeit tut...
man nimmt es in der Regel monatelang.
Natuerlich ist es schade, dass der kick verfliegt, aber der ist ja nicht die Hauptsache ;)
 
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15.06.15
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Hallo Nicka
Nur weil du das MSM nicht mehr "spuerst", heisst da ja nicht, dass es nicht seine Schuldigkeit tut...
Ich weiß was du meinst - aber es hat eben seine Wirkung auch tatsächlich nicht mehr getan... Die Sachen wg. denen ich es genommen hatte waren ja wieder da, leider.
 
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