Schwangerschaftsprobleme durch Antiphospholipidsyndrom

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Es gibt verschiedene Ursachen für wiederholte Schwangerschaftsprobleme einschließlich Fehlgeburten.
Eine davon kann das Antiphospholipidsyndrom-Syndrom (Hughes-Syndrom, APS) sein:
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Klinische Kriterien zur Diagnose

Vaskuläre Thrombosen

Eine oder mehrere klinische Episoden von arteriellen und venösen Thrombosen in einem Gewebe oder Organ. Die Blutgerinnsel sollten mit bildgebenden Verfahren oder durch eine histologische Diagnostik – also durch die Untersuchung von Gewebeproben – bestätigt werden.

Schwangerschaftskomplikationen
- ein oder mehrere ungeklärte intrauterine Fruchttode eines morphologisch normalen Feten nach der 10. Schwangerschaftswoche
- eine oder mehrere Frühgeburten von morphologisch normalen Neugeborenen in oder nach der 34. Schwangerschaftswoche, entweder aufgrund von schwerer Präeklampsie beziehungsweise einer Eklampsie oder bedingt durch eine Plazentainsuffizienz
- drei oder mehr unerklärliche spontane Fehlgeburten vor der 10. Schwangerschaftswoche, wobei Anomalien im mütterlichen und väterlichen Erbgut sowie hormonelle Abnormitäten bei der Mutter ausgeschlossen sein müssen

Laborparameter

- erhöhte Werte (Titer) von Antikardiolipin-Antikörpern im Blut bei mindestens zwei Messungen im Abstand von nicht weniger als zwölf Wochen
- Nachweis von Lupus-Antikoagulans (nach den Empfehlungen der internationalen Fachgesellschaft ISTH) im Blutplasma; auch hier müssen die Werte bei zwei oder mehr mindestens zwölf Wochen auseinanderliegenden Gelegenheiten bestimmt werden
- erhöhte Anti-Beta-2-Glykoprotein-1-Antikörper bei zwei Messungen im Mindestabstand von zwölf Wochen

Die definitive Diagnose „Antiphospholipidsyndrom“ darf gestellt werden, wenn mindestens ein klinisches und mindestens ein Laborkriterium erfüllt sind.
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https://www.netdoktor.at/untersuchung/diagnose-antiphospholipidsyndrom-6685581
 
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Apixaban (Eliquis), Dabigatranetexilat (Pradaxa), Edoxaban (Lixiana/Roteas) und Rivaroxaban (Xarelto): Die Anwendung wird bei Patienten mit Antiphospholipid-Syndrom aufgrund eines möglicherweise erhöhten Risikos für rezidivierende thrombotische Ereignisse nicht empfohlen.

Zusammenfassung

• Ergebnissen einer multizentrischen Studie zufolge war bei Patienten mit einer Thrombose in der Vorgeschichte, bei denen ein Antiphospholipid-Syndrom (APS) diagnostiziert wurde, die Anwendung von Rivaroxaban im Vergleich zu Warfarin mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende thrombotische Ereignisse assoziiert. Andere DOAKs (Apixaban, Edoxaban und Dabigatranetexilat) sind möglicherweise ebenfalls im Vergleich zu Vitamin-K-Antagonisten, wie Warfarin oder Phenprocoumon, mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende Thrombosen assoziiert.

• Die Anwendung von DOAKs wird bei Patienten mit APS nicht empfohlen, besonders bei Hoch-Risiko-Patienten (Patienten, die in allen drei Antiphospholipid-Tests positiv getestet wurden - Lupus-Antikoagulans, Anti-Cardiolipin-Antikörper und Anti-Beta-2-Glykoprotein-I-Antikörper).
• Überprüfen Sie, ob bei Patienten mit APS, die zurzeit mit DOAKs zur Prävention thromboembolischer Ereignisse behandelt werden, eine Fortsetzung der Behandlung angemessen ist und erwägen Sie eine Umstellung auf Vitamin-K* Antagonisten. Dies gilt insbesondere für Hoch-Risiko-Patienten.
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https://www.bfarm.de/SharedDocs/Ris...2019/rhb-doaks.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Grüsse,
Oregano
 

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