Themenstarter
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Nicht nur Cholera wurde in diesem Sommer zum Thema. Über Reisende und einzelne Cluster erreichten auch andere Infektionen Deutschland. Insofern lohnt es, auch an „importierte“ Krankheiten zu denken.
Grüsse,
Oregano
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Grüsse,
Oregano
Weitere importierte Erkrankungen in Deutschland
- Oropouche-Virus (OROV): Eingeschleppt nach Reisen in die Karibik, u. a. nach Aufenthalt in Dominica. Klinisch meist ein Dengue-ähnliches Fieber mit Kopf- und Gliederschmerzen, selten schwerere Verläufe mit Meningitis oder Enzephalitis.
- Diphtherie: In Deutschland und Polen traten Sub-Cluster mit Corynebacterium diphtheriae ST-574 auf, darunter auch autochthone Fälle. Betroffen waren Haut- und Atemwegsmanifestationen, teils mit schweren Komplikationen bei unzureichendem Impfschutz.
- Arbovirosen (Dengue, Chikungunya): Während Europa Rekordzahlen lokaler Ausbrüche meldet, wurden in Deutschland vor allem importierte Fälle diagnostiziert. Für die Praxis relevant ist das breite klinische Spektrum von fieberhaften Verläufen bis hin zu schweren hämorrhagischen Manifestationen (Dengue).
- West-Nil-Virus: In mehreren europäischen Ländern kam es zu lokal erworbenen Infektionen; Deutschland ist bislang nicht betroffen, gilt aber aufgrund günstiger klimatischer Bedingungen als potenziell empfänglich. Hauptmanifestationen sind fieberhafte Erkrankungen, in Einzelfällen neuroinvasive Verläufe.
Heilig, aber nicht heilend
Etwas heiliges Wasser – und schon erwacht, was mehr als ein Jahrhundert schlummerte: Cholera in Europa. Dabei zeigt sich der Erreger mit neuen Resistenzen gegen Standardantibiotika. Was jetzt in Klinik und Apotheke zählt.