Täter-/Opferumkehr. Ein "weitverbreitetes Gesellschaftsspiel"...passiert immer wieder - jetzt hier auch eben an meinem Wohnort. Also aus Tätern werden Opfer gemacht und umgekehrt.
Die Jugend von heute - aus einer gewissen Ecke/ mit einem gewissen kulturellen Hintergrund - wendet oft dieses "Bisch Opfer!" um jemanden herunterzumachen... also man soll doch lieber Täter sein. So werden die wohl auch sozialisiert. Wenn man eine andere Erziehung genossen hat, wo man auf die anderen Rücksicht nehmen soll, gerät man ins Hintertreffen. Und ja - diese ganzen Existenzkämpfe "jeder gegen jeden", wo halt das kapitalistische System das auch begünstigt, laugt die Menschen aus...ist extrem unförderlich für die Gesundheit. Denn wir sind halt schon auch soziale Wesen - sieht man ja auch bei den Tieren...auch wenn es da auch um Dominanz und Unterwerfung geht.
Ayurveda sagt ja auch: "Unser kompetitiver Lebensstil ist der Gesundheit abträglich" Wie wahr - höher, schneller, weiter...und Mensch, Tier und Umwelt leidet darunter.
Kommunismus wäre als System grundsätzlich vielleicht eben diesbezüglich besser...dachte ich schon in meiner Jugend - denken viele...aber funktioniert hat es ja nie...wenn eben "das Gemeinwohl" mehr im Vordergrund steht. Sowohl beim einen, wie beim anderen hatten oder haben sich immer wieder Menschen übermässig bereichert - abgesahnt ..auf Kosten anderer. Oder, so war und ist es doch?...Masslosigkeit - die Reichen wollen noch reicher werden..ist man mal in dieser "Jet-set-Welt", will den einen den anderen noch mehr übertreffen - noch mehr Geld haben...Gier - ein Wahnsinn! Anstatt dass man mit dem vielen völlig überfliessenden Geld zum "grosszügigen, gefeierten Gönner" wird...zurückgibt...etwas Sinnvolles macht, was für einen selber in sehr positiver Art und Weise in Sinnstiftung und Aufwertung der Persönlichkeitsstruktur, oder wie immer man das nennen mag, zurückkommt!
Das "soziale Kapital" hat mal ein grosser Unternehmer, Gründer und Visionär schweizerischer Herkunft beschrieben und ins Leben gerufen, was heute noch als gesellschaftlicher Benefit steht. Aber auch die Migros sorgte bei anderen, die kleinere Läden betrieben für Existenznot - das sogenannte "Lädelisterben".
In der Schweiz werden die Burnouts auch noch weiter zunehmen...leider. Es fehlen ja auch bis 2030 300'000 - 600'000 Arbeitskräfte in der Schweiz und bis 2050 sogar 1.2 Mio. Sagt der Arbeitgeberverband. (Arbeitskräfte - nicht mal Fachkräfte...die aber auch) Wie soll man das Problem lösen? Man mag es sich gar nicht vorstellen - ältere, kranke Menschen können nicht ausreichend betreut werden...Arbeit nicht erledigt werden...was die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens schwächt, was dann zum Verlust von Aufträgen führen kann. Weniger Arbeiter müssen mehr Arbeit erledigen/ noch mehr "krampfen"...Burnoutsraten nehmen zu, wie erwähnt. (Die demografische Entwicklung bezüglich der Ueberalterung ist ja auch "zweischneidig" - nämlich die Babyboomers (Jg. 46 - 64 bzw. 55- 69 je nach Betrachtung) werden sukzessive pensioniert - fehlen auf dem Arbeitsmarkt..zu wenige kommen nach...und sind dann in ihrer grossen Zahl auch zunehmende im Alter pflegebedürftig.
Soll man noch mehr Ausländer einquartieren? Das wird ja gemacht - die SVP wehrt sich dagegen...die (bezahlbaren sowieso) Wohnungen fehlen. Man kann natürlich ältere Menschen länger beschäftigen. Viele machen dass ja auch - wenn sie gesundheitlich fit sind, und Spass dran haben, und froh sind um Beschäftigung, und dem Gefühl, "noch nicht zum alten Eisen" gezählt zu werden - a la bonheur! Ist aber nicht für alle möglich. Und es gäbe ja auch immer mehr junge Menschen, die - vor allem aus psychischen Gründen - direkt in die IV wandern! Nie je gearbeitet haben....eine weiter "tickende Zeitbombe" - die IV überschuldet ...grad in den Schlagzeilen.
...und die Staustunden steigen...."Probleme über Probleme"...
..ich hoffe ich habe jetzt nicht zu pessimistisch das Szenario gezeichnet...vielleicht gibt es dann doch irgendeine Lösung...
