Notausgang

  • Themenstarter Themenstarter tnt
  • Erstellt am Erstellt am
@sascha8 danke, dass du hier etwas geschrieben hast.

Bei mir selbst wäre mein Herz auf jeden Fall am sichersten und am stabilsten. Und ja du hast recht, dann bin ich unabhängig, es gibt viele Vorteile unabhängig zu sein und ich weiss wie schön das sein kann.

Auch das was du schreibst was Seneca sagte ist etwas was mich anspricht und mir grundsätzlich entspricht.

Es ist halt, so sehr ich auch gerne alleine und unabhängig und frei bin, so sehr ich das bevorzuge und sehr mag:
Trotzdem habe ich manchmal den Wunsch oder eine Art Sehnsucht auch einen Platz woanders als bei mir selbst zu haben.
Vielleicht habe ich diesen Wunsch oder diese Sehnsucht halt doch manchmal, halt deswegen weil ich mir irgendwo durch eine Normalität in meinem Leben wünsche.
Aber dann holt mich die Realität ein, Hindernisse die in der Vergangenheit so gut wie jedes Mal der Fall waren, bei denen die Möglichkeit besteht, dass diese Hindernisse oder auch anderes wieder sein werden. Aus meiner bisherigen Erfahrung realistisch betrachtet.
Dass ich keinen anderen passenden Platz als bei mir selbst finde oder es scheitert liegt dabei nicht einmal an mir. Sondern es soll oder darf nicht sein… Leider. Es könnte doch so schön sein.

Vielleicht muss ich wieder mehr ich selbst werden. Dann ist es für mich weniger schlimm, wenn der Platz für mein Herz nur bei mir selbst ist.
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
... ich trauere dem nach was besser in meinem Leben hätte sein können. ...
Das ist sicher verständlich bei allem, was Du erlebt oder auch eben nicht erlebt hast. Nur: hindert Dich das nicht daran, im Hier und Jetzt zu leben? Wäre das für Dich möglich? - Sozusagen ein Paket zu packen und dieses dann der „Himmlischen Müllabfuhr“ zu übergeben und es damit loszuwerden?


Grüsse,
Oregano
 
@tnt - völlig nachvollziehbar. Ich habe die Erfahrung auch gemacht, bzw. ähnliche.
Irgendwann hat es sich so ergeben, dass ich alleine zufrieden war und diese Sehnsucht einfach loslassen konnte.

Das war ein ganz wichtiger Schritt in meinem Leben, aber er kam von ganz allein und ich habe das so akzeptiert. Dadurch bin ich noch stabiler geworden und vor allem innerlich auch gewachsen.

"Lasse das los, was du dir am meisten wünschst, dann kommt es von ganz allein zu dir."
 
Hallo @Oregano
Danke für die Tipps und Vorschläge.

Ob das Nachtrauern mich nicht daran im Hier&Jetzt zu leben? Ja irgendwo durch hindert es mich auf jeden Fall. Das Nachtrauern so wie ich es zurzeit bei mir kenne ist weniger intensiv und weniger schlimm, oder vielleicht einfach nicht weniger intensiv und weniger schlimm sondern anders als auch schon.
Aber trotzdem ist das Nachtrauern weiterhin da und etwas was auf eine eigene Art und Weise viel Platz einnimmt.

Früher war das Nachtrauern intensiver. Früher kam ich da nicht daraus heraus, selbst wenn ich gewollt hätte.
Teilweise bin ich früher auch ungewollt und unabsichtlich so intentiv da reingerutscht.

Es ist mir auf jeden Fall wichtig im Hier&Jetzt zu leben, das möchte ich unbedingt. Wenn man nicht richtig im Hier&Jetzt lebt dann verpasst man diesen Teil auch und trauert auch über diese Zeit irgendwann nach.

Also es ist mir sehr wichtig im Hier&Jetzt zu leben.
Ich möchte mir das nachtrauern aber trotzdem nicht ganz verbieten, einfach weil es irgendwie doch „natürlich/normal“ ist nachzutrauern. Aber es ist auf jeden Fall wichtig „distanziert“/„in der richtigen wenigen Menge“ nachzutrauern.

Aber es ist halt nicht nur das nachtrauern was mich vom Hier&Jetzt abhält sondern auch andere Umstände.

Sozusagen ein Paket zu packen und es einer Müllabfuhr abzugeben ist auf jeden Fall eine gute Idee. Ob es eine „himmlische Müllabfuhr“ ist oder eine andere Art von Müllabfuhr müsste ich mir noch gut überlegen.
Eine „himmlische Müllabfuhr“ ist mir persönlich zu wenig neutral, da ich schlechte Erfahrungen mit dem christlichen Gott/Religion/Gläubigen gemacht habe.
Wenn ich es einer „himmlischen Müllabfuhr“ abgeben würde dann deshalb, weil es dann gleich ja dort entsorge wo/weswegen viel Unheil in meinem Leben enstand, dann entsorge ich es sozusagen dort wo es herkommt.
Nicht der ganze Ursprung kommt von dort, aber doch ein grosses Paket.

Ich werde mir trotzdem eine Alternative überlegen müssen, die neutral ist anstatt himmlische Müllabfuhr.
Aber die Idee mit einer Müllabfuhr finde ich ansonsten sehr gut und interessant. Danke.

Danke für das verlinkte, ich schaue es mir später an.
 
Habe eigentlich nur den Anfang gelesen - ist halt sehr viel.
Die Welt ist wirklich nicht so gut, wie man sich wünschen würde. Leute, die schlechte Arbeit machen, verdienen trotzdem - oft sogar sehr viel Geld. Andere müssen sich mit wenig durchschlagen...und machen gute Arbeit - oft sogar unentgeltlich...ehrenamtlich.
Und Täter werden oft nicht bestraft - schlechte Menschen können unbemerkt wüten...man schaut nicht hin - sondern weg. (Grad passiert bei der Ruag)
Zum Glück kommt es dann oft doch noch ans Licht!
Das hoffe ich ja auch in meiner Wohnsituation...wo auch immer weggeschaut wurde - man wollte es nicht wahrhaben/ wissen.
Ansonsten weiss ich halt nicht um was es genau hier geht - all the best
 
Oft ist es schon schwierig genug herauszufinden, was damals genau passiert ist. Gerade wenn mehrere Menschen beteiligt waren und man von denen eigentlich Hilfe erwartet hätte. Ob da jemand bewusst weggeschaut hat, kann man von außen kaum beurteilen.

@tnt schreibt ja mehrfach von diesem Druck, immer alles richtig machen zu müssen. Bei den eigenen Erinnerungen ist offenbar auch noch einiges unklar. Wenn sich Träume und Erinnerungen vermischen, wäre ich da vorsichtig. Auch wenn sich etwas sehr real anfühlt, muss es nicht genauso passiert sein.

Beim Schreiben scheint es im Moment zumindest etwas leichter zu werden. Bei den neuen Therapien würde ich diese belastenden Gedanken und Bilder auch ansprechen.
 
Der Notausgang.
Ob das ein oder andere was (früher irgendwann) als schlecht oder sogar schädlich erschien tatsächlich so schlecht oder schädlich war wie damals gedacht und empfunden?
Kommt darauf an wie man es betrachtet. Aus Respekt vor mir selbst sage ich, dass es tatsächlich so schlecht und schädlich war, deshalb, weil es mir auf eine schlechte und schädliche Art und Weise vermittelt wurde.

Klartext. Wem gegenüber muss ich Klartext reden? Ist das denn notwendig?

Vergessen. Vergiss die guten Seiten die ich dir von mir gezeigt habe. Deshalb weil eine angebliche Wahrheit von dir in Wirklichkeit weniger der Wahrheit entspricht als du vorgibst, stattdessen steckt in dieser Wahrheit eine Lüge. Das was du selbst durchmachtest und scheinbar darunter gelitten hattest, das in einer ähnlichen Art hattest du mir zugemutet, ich musste meine Version wegen dir wieder erneut erleben.

Ich dachte, dass endlich Ruhe in mein Leben einkehrt. Eine Illusion. Immerhin gibt es anscheinend „Menschen“ die mir in meiner Illusion(egal welcher Teil meiner Illusion) helfen. Ich wäre in meiner Illusion verloren gegangen, gäbe es diese Menschen nicht die mir in meiner Illusion helfen.
So wie ich es verstanden hatte wird mir „in“ meiner Illusion geholfen, nicht „heraus“ aus meiner Illusion.
Ich bin einfach froh für die Hilfe die ich bisher in meiner Illusion hatte, egal wieviel von was real war und ist und wieviel nicht.

Bemüht hatte ich mich in meinem Leben. Ich hatte mich in meinem Leben bemüht auch dann als es unmöglich war mich zu bemühen.

Weitergehen. Kopfschmerzen. Mir ist kalt. Alles wird gut.

Ich kann nur aus Fehlern lernen und deshalb versuchen solche Fehler in der Zukunft nicht geschehen zu lassen.

Besser so, wenn wir getrennte Wege gehen.
Ohnmacht die du oder ihr in mir auslöstest. War deine eigene Ohnmacht nicht genug schlimm, dass du jemand anderem eine solche Ohnmacht antust? Dieser Satz tut mir trotzdem irgendwie Leid, obwohl du mir diese Ohnmacht angetan hattest.

Verstehen musst du mich nicht, dass ich den Kontakt zu dir auf die Art und Weise abbrach wie es für mich gut und richtig war. Ich muss nicht verstehen, was das mit dir machte. Ich muss es nicht aushalten dich zu verstehen, weil ich schon meine Kopfschmerzen genug aushalten muss.
Diese viele Jahre die wir Kontakt hatten, ein Teil meiner Kopfschmerzen kommt auch daher.

Gelernt in welche Richtung es gehen soll. Gelernt mir selbst die Richtung zu zeigen und mir den Weg gehen auch ohne Hilfe (von damals).
Mit Menschen von früher blieb ich an der gleichen Stelle stehen. Es ging nicht vorwärts sondern der Weg drehte sich im Kreis. Schade, dass das so war. Ich litt darunter. Ich spürte das Leiden in meiner Lunge. ( wo.ich.es.im.Körper.spürte ) jetzt habt ihr meine Antwort.

Einzelgängerin. Es tut mir Leid, dass ich wenige Male daran zweifelte, ob das für mich wirklich gut und das Richtige ist eine Einzelgängerin zu sein.
Ich verstand dich schon sehr früh, dass du damit Recht hast, dass es für mich besser ist eine Einzelgängerin zu sein. Ich glaubte dir zu 90% auf die ganze Zeit hin bezogen, dass eine Einzelgängerin zu sein das Richtig für mich ist, ich glaubte dir deshalb, weil es so glaubwürdig war.
Ich weiss nicht, ob du es als glaubwürdig vermitteltest oder ob ich es einfach als glaubwürdig empfand. Spielt keine Rolle. Ich habe keine Zweifel.

Manchmal denke ich, dass ich noch mehr in meinem Leben untergegangen wäre, wenn mir jemand nicht schon von klein auf die Vorteile vom „Einzelgängerin sein“ beibrachte.

Der Duft. Der Duft der Erinnerung. Da gönne ich mir als Nichtraucherin zwischendurch dann eine Zigarette, egal wie ungesund ist.
Schwierig diesen Zusammenhang zu erklären. Schwierig zu erklären warum ich mir hin und wieder eine Zigarette gönne obwohl ich für mich persönlich gegen ungesunde Sachen bin.
Hat wohl einen guten Grund, wenn ich dann zur Zigarette greife.

Ich vermisse dich. Mehr will ich über diese drei Worte nicht sagen.

Ich bin ein starker Mensch. Und trotzdem konnte ich mich nicht wehren. Trotzdem bin ich untergegangen.
Ich bin deshalb untergegangen, weil „alles“ gegen mich kämpfte. Da reicht es dann auch nicht aus stark zu sein.

Mitgefühl mit mir selbst. Da spricht nichts dagegen. Das muss ich niemandem erklären. Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen.

Wiedersehen. Das Wiedersehen was wir uns wünschten. Oder war es das Wiedersehen, was nur ich mir wünschte? Es ist in Ordnung. Ich werde damit umgehen können aus einer Illusion auszubrechen. Dafür bin ich vorbereitet, aus meinem Leben heraus.
Jetzt habe ich einen „Notausgang“, endlich eine Möglichkeit der Illusion zu entkommen. Ich mag den Notausgang.

Die grösste Illusion in der ich mich befand war die, dass ich dir glaubte als du über mich sagtest, dass ich mich in einer Illusion befinde.
Notausgang. Schnell raus. Ich schliesse die Türe vom Notausgang ab sobald ich der Illusion entkommen bin.
 
Hinweis:
Manchmal brauche ich aus verschiedenen Gründen Zeit bis ich antworte so wie ich auch zurzeit.

Ich erlaube mir manchmal zuerst das zu schreiben was mir gerade dringend ist, vorher gerade war es wieder meinen Gefühlen und Gedanken freien Lauf zu lassen.

Ich werde noch antworten an die die hier geschrieben haben.
 
Hallo TNT, ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich wurde irgendwie mein Leben lang kondioniert/manipuliert.
Von.... ja genau.
Ich habe mich nächtelang, monatelang, Jahrelang den Kopp über andere zerbrochen, Hilfe angeboten, Hilfe gegeben, im engen Kreis Kompromisse geschlossen und im Endeffekt wurde ich als Egoist betitelt. Super. Ich habe es in 50 Jahren nicht geschafft Egoist zu sein; aber das sie es mir damals angehängt haben sitzt mir heute noch quer.
Ich verstehe Dich gut. Aber ein bissschen konkreter oder Beispiele, ohne Details könnte helfen.
 

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf Beiträge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Neueste Beiträge

Statistik des Forums

Themen
69.677
Beiträge
1.070.662
Mitglieder
53.506
Neuestes Mitglied
patrickS
Zurück
Oben