Neubewertung des Proteinbedarfs – Qualität statt Quantität und Berücksichtung des Lebensstils?

Kate

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Das Thema Eiweiß in der Ernährung wird hier im Forum öfter mal sehr kontrovers diskutiert - sowohl betreffend den mengenmäßigen Eiweißbedarf als auch Art/Herkunft. Oftmals wird die Ansicht vertreten, die Empfehlungen der DGE seien mengenmäßig viel zu niedrig angesetzt.

Schon vor einiger Zeit habe ich zwei Podcasts von Dr. Jens Freese dazu gehört, die das in Frage stellen und einige für mich neue Aspekte beleuchten. Z.B. den "Stickstofffaktor", die Abhängigkeit des Bedarfs von den Lebensbedingungen und die Frage, welche Art und Menge Eiweiß Langlebigkeit bzw. neudeutsch "Longevity" fördert. Da Jens Freese Ernährungs- und Sportwissenschafter und nach meinem Eindruck in Bezug auf die Studienlage immer gut auf Stand ist, finde ich seine Sicht dazu interessant. Siehe #102 und #103 hier:


Nun wird die Thematik auch in einem Artikel auf spitzen-prävention.com aufgegriffen, in dem auch ein "Spitzengespräch" mit Jens Freese verlinkt ist (dies habe ich noch nicht angeschaut):

Einleitung des Artikels:
Wer an Proteine denkt, denkt oft an Fleisch, Fisch oder Shakes. Doch in Regionen mit besonders hoher Lebenserwartung – den sogenannten Blauen Zonen – essen die Menschen erstaunlich wenig Eiweiß. Ihre Ernährung ist überwiegend pflanzenbasiert, mit nur gelegentlichem Fleischkonsum, meist aus artgerechter Haltung. Trotz (oder gerade wegen) dieser bescheidenen Eiweißaufnahme erreichen viele dort ein hohes Alter bei erstaunlich guter Gesundheit.

Freese stellt daher die provokante Frage: Brauchen wir wirklich so viel Eiweiß, wie offizielle Stellen behaupten?
Die pauschalen Richtwerte – etwa 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene oder 1,2 g für Senioren – seien nicht mehr zeitgemäß. Sie ignorieren, dass Menschen unterschiedliche Lebensstile führen: Wer sich wenig bewegt, benötigt weniger Eiweiß als ein körperlich aktiver Mensch.
Fazit:
Das Gespräch zwischen Jens Freese und Jörg Spitz verdeutlicht: Die Diskussion um Proteine braucht eine Neubewertung. Entscheidend ist nicht, wie viel Eiweiß wir essen, sondern welches und unter welchen Lebensbedingungen. Hochwertige, natürliche Proteinquellen – ob pflanzlich oder tierisch – in Kombination mit Bewegung und bewusster Lebensführung scheinen der nachhaltigste Weg zu sein.

Oder, wie es Jens Freese formuliert: „FDH – iss die Hälfte, zahl das Doppelte. Weniger, aber hochwertiger, das ist der Schlüssel.“
Zum Stickstofffaktor:
Veraltete Messmethoden und der Stickstofffaktor führen zu überhöhten Angaben des effektiven Proteingehalts.

Weitere Threads aus dem Forum zum Thema Eiweiß (in Titel oder Stichworten):

Darunter sind sehr interessante Fragestellungen und ich bitte darum, diese ggf. dort zu diskutieren und den Fokus hier auf die neuen Aspekte zu richten :)
 
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Deine Wegweiser:
Hatte das Video zuvor schon gesehen, sehr interessant. Laut Gemini läge der effektive Protein Gehalt bei einem 50%tigen Hanfprotein unter Berücksichtigung des Stickstoffes bei 41%.

Allerdings nehme ich von jeher auch immer mehr als die 0,8 gr/kg Körpergewicht zu mir - so käme es am Ende doch auf die 0,8 gr raus.

Allerdings müsste man es ja auf die ganzen Lebensmittel anrechnen, die man zu sich nimmt.

Könnte man grundsätzlich davon ausgehen, dass ca. 10% bei pflanzlichem Proteingehalt abgezogen werden kann?

Und wurden bei den "Langlebigen mit pflanzl Proteinen" Albumin, Gesamt Protein etc gemessen?
 
Bezüglich Stickstofffaktor habe ich noch nicht ganz den Durchblick. Aber zu Deiner Frage
Könnte man grundsätzlich davon ausgehen, dass ca. 10% bei pflanzlichem Proteingehalt abgezogen werden kann?
sagt doch der Artikel schon etwas? Siehe Abschnit "Warum pflanzliches Eiweiß oft überschätzt wird":
Ein weiterer zentraler Punkt: Der tatsächliche Eiweißgehalt vieler pflanzlicher Lebensmittel wird systematisch überschätzt. Der heute noch gültige Stickstofffaktor von 16 % stammt aus dem Jahr 1886 – und berücksichtigt nicht, dass Pflanzen neben Eiweiß auch andere Stickstoffverbindungen enthalten, die der Körper gar nicht in Muskelprotein umwandeln kann.

So kann der effektive Eiweißgehalt pflanzlicher Quellen 20 bis 60 % niedriger liegen als auf der Verpackung angegeben. Das bedeutet: Wer ausschließlich pflanzliche Proteine konsumiert, nimmt möglicherweise deutlich weniger verwertbares Eiweiß auf als gedacht.

Gleichzeitig sind viele Messmethoden veraltet. Während früher die biologische Wertigkeit (also wie gut ein Nahrungsprotein in Körpereiweiß umgewandelt wird) als Maß galt, nutzt man heute den Digestible Indispensable Amino Acid Score (DIAAS) – also den tatsächlichen Anteil der aufgenommenen Aminosäuren. Auch dieser berücksichtigt jedoch nicht die Unterschiede im nicht-proteingebundenen Stickstoff pflanzlicher Quellen.
 
So kann der effektive Eiweißgehalt pflanzlicher Quellen 20 bis 60 % niedriger liegen als auf der Verpackung angegeben
Wenn das so wäre, müsste sich das doch im Eiweißspiegel oder Aminogramm deutlich zeigen?

Ich ernähre mich ja auch nur von pflanzlichem Eiweiß, sehe da aber in meinem Daten keinen Hinweis darauf, dass Eiweiß aktuell im Mangel wäre.

Allerdings hatte ich vor Hanfprotein einen starken Eiweißmangel, aß da aber auch sehr eingeschränkt eine Zeitlang. Und ich spürte das auch.
Wobei, ohne das Hanfprotein, würde mir wohl auch heute einiges an Proteinen fehlen.

Ich glaube, dass man sich an den 0,8 - 1 gr pro kg Körpergewicht dann schon orientieren kann, auch wenn es dann in Wirklichkeit auch etwas weniger wäre. Aber das quasi noch weiter runter zu rechnen, also noch weniger deshalb zu nehmen, halte ich für nicht empfehlenswert.

Und kann man nicht auch im Urin sehen, ob man zuviel Eiweiß nimmt? - Dann bleibt länger als normal Schaum darauf stehen, so hatte ich mal gelesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon vor einiger Zeit habe ich zwei Podcasts von Dr. Jens Freese dazu gehört, die das in Frage stellen und einige für mich neue Aspekte beleuchten. ... die Abhängigkeit des Bedarfs von den Lebensbedingungen und die Frage, welche Art und Menge Eiweiß Langlebigkeit bzw. neudeutsch "Longevity" fördert.

Es dürfte allgemein klar sein, dass Aussagen und Empfehlungen zur Ernährung immer nur Richtwerte sind, die natürlich vom Körperbau, der individuellen Gesundheit und den Lebensbedingungen abhängen.

Proteinbedarf im Faktencheck – Qualität statt Quantität
Proteine gelten als Bausteine des Lebens – und als zentrale Säule einer gesunden Ernährung. Doch was, wenn viele offizielle Empfehlungen zum täglichen Eiweißbedarf auf überholten Annahmen beruhen?

Die Formulierung ist für mich befremdlich. Das Proteine Bausteine des Lebens sind ist eine Tatsache. Und wer das in Frage stellt, ist für mich nicht seriös. Da Proteine Bausteine des Lebens sind, sind sie auch eine Säule der gesunden Ernährung.

Proteinbedarf im Faktencheck – Qualität statt Quantität
und zeigt, warum Qualität, Herkunft und Lebensstil wichtiger sind als starre Grammangaben.

Natürlich sind Qualität der Eiweiße und Lebensstil der Menschen wichtiger als "starre Grammangaben". Grammangaben können immer nur Richtwerte sein.

Strunz hat sehr viele Beiträge zum Thema Eiweiße auf seinen Seiten

News

und

Wissensdatenbank

veröffentlicht. Dabei geht er von Richtwerten von 1,0 bis 1,2 g/kg aus, stellt aber fest, dass die Leber bis zu 4 g/kg problemlos verarbeiten kann.

Für die Qualität der Proteine ist m.E. der Schwefel-Faktor wichtig. Sämtliche Aminosäuren enthalten Stickstoff, aber nur Methionin und Cystein enthalten Schwefel.

Einige Beispiele von Strunz:

Arthrose wird gegessen
Also scheint Eisen + Eiweißmangel der auslösende Faktor für Arthrose zu sein.
Ein völlig neuer Gedanke.

Das erscheint mir auch logisch zu sein. Der Knorpel der Gelenke besteht aus Eiweißen. Bei zu wenig Eiweiß bzw. bei mangelnder Qualität der Proteine wird der Knorpel langsam abgebaut und führt zur Arthrose.

Das halte ich auch für viele Leidgeplagte im Forum für wichtig, die einfach dem Strunz-Ratschlag folgen und mehr hochwertiges Eiweiß essen sollten.

Wenig Eiweiß führt zu weniger Knochendichte
Die Unterschiede finden sich nämlich vor allem in der Aufnahme von tierischem Eiweiß. Das ist in der Gruppe der Menschen, die ihre Knochendichte verbessern konnte, doppelt so hoch wie in der Gruppe, die sogar Knochendichte im Bereich des Schenkelhalsknochens abgebaut hat. Denken Sie bitte an diese Studie, wenn Ihnen mal wieder ein „Fachmann“ das Märchen erzählen möchte, wie ungesund tierisches Eiweiß sei. Ein Lebensmittel, das der Mensch seit ca. 3 Millionen Jahren isst.

Also ähnlich wie bei Arthrose nimmt der Körper bei Mangel an Eiweißen bzw. Mangel an einzelnen Aminosäuren (d.h. der Qualität) die benötigten Proteine aus den Knochen. Das führt dann zum Abbau der Knochendichte und damit zu Osteoporose.
 
Ich ernähre mich ja auch nur von pflanzlichem Eiweiß, sehe da aber in meinem Daten keinen Hinweis darauf, dass Eiweiß aktuell im Mangel wäre.
Wenn ich das richtig erinnere, bist Du allerdings auch jemand, der sich nicht besonders viel bewegt. Ich gehe z.B. i.a. über 30 km pro Woche (die Schritte innerhalb von Gebäuden nicht mitgerechnet; sondern nur auf Walking- oder Besorgungsrunden), fahre zumindest in der warmen Jahreszeit noch Rad, in der kälteren mache ich statt dessen eher mal Mini-Trampolintraining; dazu mache ich täglich einige Kraftübungen. Ich habe schon das Gefühl, dass mir 1g/kg KG ganz gut tun - wobei "pro KG Normalgewicht" nochmal einiges mehr wäre.

Und kann man nicht auch im Urin sehen, ob man zuviel Eiweiß nimmt? - Dann bleibt länger als normal Schaum darauf stehen, so hatte ich mal gelesen.
Ich meine, dass das etwas über die Nierenfunktion aussagt - müsste man aber recherchieren.

Proteine gelten als Bausteine des Lebens – und als zentrale Säule einer gesunden Ernährung. Doch was, wenn viele offizielle Empfehlungen zum täglichen Eiweißbedarf auf überholten Annahmen beruhen?
Das Proteine Bausteine des Lebens sind ist eine Tatsache. Und wer das in Frage stellt, ist für mich nicht seriös.
Das tut doch in dem Text niemand. Du liest da offenbar etwas raus, das aus meiner Sicht nicht drin steht. Mal anders ausgedrückt steht da: Proteine gelten als Bausteine des Lebens und als zentrale Säule einer gesunden Ernährung. [Anm. Kate: Die Aussage wird hier nicht infrage gestellt.] Der in vielen offiziellen Empfehlungen angegebene mengenmäßige Eiweißbedarf beruht womöglich auf überholten Annahmen. [Anm. Kate: Es steht da als Frage und die Zweifel werden begründet.]

Danke für Deinen Input und die Links zu Strunz. Da schaue ich gelegentlich auch nochmal rein.
 
Mal anders ausgedrückt steht da: Proteine gelten als Bausteine des Lebens und als zentrale Säule einer gesunden Ernährung. [Anm. Kate: Die Aussage wird hier nicht infrage gestellt.]

Es ist doch ein Unterschied, ob man schreibt:
"Proteine gelten als Bausteine des Lebens – und als zentrale Säule einer gesunden Ernährung."

oder

Proteine sind Bausteine des Lebens – und zentrale Säule einer gesunden Ernährung.

Mit der Formulierung "gelten als" werden Zweifel gesät: sind sie Bausteine des Lebens oder nicht.

Derartige schwammige Formulierungen findet man im gesamten Text, so dass ich ihn als oberflächlig und nicht lesenswert einstufe.
 
Ich verstehe schon, was Du meinst. Ich fand die Podcasts auch besser - habe sie deshalb mit verlinkt. Das Video konnte ich mir noch nicht anschauen.

Finde es aber wichtig, sich hier auf die Kern-Thesen zu fokussieren und nicht auf Formulierungsschwächen der Redaktion. So manch ein Versuch, Inhalte allgemeinverständlich runterzubrechen, glückt nicht ganz.
 
Wenn ich das richtig erinnere, bist Du allerdings auch jemand, der sich nicht besonders viel bewegt.
Die Empfehlung mit den 0,8 gr beziehen sich auf den normalen durchschnittlichen Alltag ohne sportliche Betätigung. Darauf habe ich mich bezogen.

Im Alltag bewege ich mich moderat in einem Haushalt mit 2 Etagen, also tägliches Treppensteigen (ich bin unten wie oben gleichermaßen unterwegs) und draußen regelmäßige kleinere Spaziergänge von ca. 30 Minuten. Am Wochenende dann schon mal einiges länger. (Ausnahme in den heißen Sommermonaten hier). Gymnastik und isometrische Übungen, sowie kleineres Krafttraining für Beine und Arme habe ich auch tgl. eingebaut - aber würde das auch noch nicht als Sport bezeichnen, aber auch nicht als wenig Bewegung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und kann man nicht auch im Urin sehen, ob man zuviel Eiweiß nimmt? - Dann bleibt länger als normal Schaum darauf stehen, so hatte ich mal gelesen.

Beim Abbau der Eiweiße durch den Körper entsteht Harnstoff, der über die Niere ausgeschieden wird. Dazu schreibt Strunz:

Eiweiß macht die Niere jung

Eines der hartnäckigsten Märchen, die sich in der Schulmedizin, in Gehirnen der Ärzte genau wie denen der Laien festgesetzt hat, ist das Märchen von der schädlichen Wirkung des Eiweißes auf die Niere:
- Eiweiß belastet die Niere.
- Eiweiß schadet der Niere.
- Eiweiß macht die Niere krank.

Wie es zu diesem Märchen kam? Ganz einfach: Eiweiß wird verstoffwechselt, und Endprodukte dieses Stoffwechsels werden über dieNiere ausgeschieden. Messbar als HN. Harnstoffstickstoff. Das war´s.

Mit dem Alter sinkt die Leistung, die Niere schläft langsam ein. Nichtsbesonders. Das tun andere Organe auch.

Jetzt kommt´s: Diesen Prozess kann man umkehren. Die Niere kann wieder jünger werden. Sie kann wieder wachsen, die Filterleistung kann ansteigen.

Also die Nieren können durch reichliches und hochwertiges Eiweiß regenieren. Das dürfte für alle wichtig sein, die Nierenprobleme haben.
 
Noch ein Beitrag von Strunz, der mir auf Grund der Schlußfolgerungen besonders gefällt:

Betablocker - ein überflüssiges Gift

Nur die Schlußsätze:
Ist das nicht eine herrliche Form von Medizin? Immer wieder begeistern Sie mich durch Ihren Erfolg: 10 Jahre Betablocker... jetzt Null... Ist das nicht faszinierend?

In ein paar Sätzen wieder einmal die Universitätsmedizin cool und mit links an die Wand geklatscht. Gefällt mir.
 
Es gibt so viele wundervolle Artikel von Strunz über Eiweiß, dass ich gar nicht aufhören kann. Aber in dem folgenden Artikel wird erklärt, wie man Krebs verhindern kann:

Methionin: mal Spaß beiseite

Methionin ist die eine schwefelhaltige Aminosäure, die vor allem in tierischem Eiweiß vorkommt. Die andere schwefelhaltige Aminosäure ist Cystein, die ebenfalls vor allem in tierischem Eiweß vorkommt.

Dazu eine kleine, ganz persönliche Statistik: unter den letzten 1.000 meiner Patienten hatten 42% zu wenig Methionin. Also genau den entscheidenden Stoff, der Krebsgene stumm schaltet.

42% von Ihnen erlauben sich aber, zu wenig von dieser zauberhaften Aminosäure Methionin im Körper zu haben. Unter vier Augen, im Sprechzimmer,werde ich bei diesem Punkt laut.

Ich glaube an persönliche Verantwortung. Deshalb finde ich diesen Mangel ungeheuerlich. Methionin nämlich ist Eiweiß. Nichts anderes. 42% von Ihnen haben also das Wort Eiweiß einfach noch nicht verstanden.

Noch immer nicht verstanden: Eiweiß verhindert Krebs.

Das ist doch enorm wichtig. Das sollten alle wissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Strunz muß man alles immer überprüfen. Zur letzten Behauptung habe ich das getan und Perplexity befragt:

Stimmt die Behauptung, daß Methionin Krebsgene stummschaltet?

Die Behauptung, dass Methionin „Krebsgene stummschaltet“, ist so nicht korrekt; eher gilt im Gegenteil, dass viele Tumoren stark von Methionin abhängig sind und eine Einschränkung von Methionin das Tumorwachstum hemmen kann.[5][6]

## Rolle von Methionin

Methionin ist eine essentielle Aminosäure und Ausgangspunkt für S‑Adenosylmethionin (SAM), den wichtigsten Methylgruppen‑Lieferanten im Körper. Über diese Methylgruppen beeinflusst Methionin die Methylierung von DNA, RNA und Proteinen und damit auch die Genaktivität allgemein, nicht gezielt „Krebsgene“.[1][6][5]

## Methionin und Krebszellen

Viele Krebszellen sind „methioninabhängig“: Sie brauchen besonders viel Methionin für Wachstum, Stoffwechsel und bestimmte epigenetische Veränderungen. Einschränkung von Methionin (methioninarme Diät oder methioninarme Kulturbedingungen) kann in Tier‑ und Zellmodellen das Tumorwachstum verlangsamen, Apoptose fördern und die Wirksamkeit von Chemo‑ oder Strahlentherapie verbessern.[4][6][5]

## Was heißt „Gene stummschalten“ hier wirklich?

„Stummschalten“ von Genen läuft meist über Veränderungen der DNA‑ oder Histonmethylierung; dazu wird Methionin zwar benötigt, aber Methionin selbst sucht sich keine speziellen „Krebsgene“ aus. In Methionin‑restriktierten Krebszellen sinken globale Methylierungsniveaus und es verändern sich mehrere Signalwege (z.B. Raf, Akt, PD‑L1‑Expression), was das Tumorverhalten beeinflusst, jedoch nicht im Sinne einer einfachen, gezielten Abschaltung von Onkogenen durch Methionin‑Gabe.[6][5]

## Klinische Relevanz

Derzeit gibt es erste klinische und translational ausgerichtete Studien zu methioninarmer Ernährung als Ergänzung einer Krebstherapie, aber keine etablierte Empfehlung, Methionin hochdosiert einzunehmen, um „Krebsgene stummzuschalten“. Aussagen, die Methionin oder bestimmte Nahrungsergänzungen als direkten Schalter für Krebsgene darstellen, sind daher stark vereinfachend und wissenschaftlich nicht belegt.[10][4][5]

[1](https://www.vitalstoff-lexikon.de/Aminosaeuren/Methionin/Funktionen)
[2](https://www.hirntumor.de/forum/index.php?topic=933.0)
[3](https://www.drstrunz.de/wissen/details.php?id=119247)
[4](https://www.antiagingnews.net/spezielle-diaet-koennte-krebswachstum-hemmen/)
[5](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7146589/)
[6](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12114517/)
[7](https://www.drstrunz.de/aktuelles/2021/04/20210405_Brustkrebs_aber_stolz_und_gluecklich.php)
[8](https://www.strunz.com/pub/media/pdfs/literatur-zu-eiweiss.pdf)
[9](https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/tumoren-auf-entzug-aminosaeuremangel-laesst-kindliche-tumoren-schrumpfen)
[10](https://www.biokrebs.de/information/allgemeine-informationen/patienten-fragen/aminosaeuren-bei-krebs)

Die konkrete Formulierung „Methionin schaltet Krebsgene stumm“ stammt in dieser Zuspitzung vor allem aus populären, orthomolekular orientierten Gesundheits‑ und Fitnesskreisen, nicht aus der wissenschaftlichen Onkologie. Ein prominentes deutschsprachiges Beispiel ist der Arzt und Autor Ulrich Strunz, in dessen Unterlagen und Vorträgen sinngemäß steht, man habe „gelernt, dass Methionin Krebsgene und Dickmach-Gene stumm schaltet“ und dass viele seiner Patienten „zu wenig Methionin“ hätten.[3]

## Hintergrund dieser Aussage

Solche Behauptungen greifen verkürzt auf die Rolle von Methionin als Ausgangssubstanz für Methylgruppen (über S‑Adenosylmethionin) zurück, mit denen Gene epigenetisch reguliert werden können. Aus dieser grundsätzlichen Funktion der Methylierung wird dann eine stark vereinfachte Botschaft gemacht, als könne eine höhere Methioninzufuhr gezielt „Krebsgene ausschalten“, was in dieser Form wissenschaftlich nicht belegt ist.[1][8][9][10]

## Einordnung im wissenschaftlichen Kontext

In der Krebsforschung wird Methionin eher als kritischer Nährstoff gesehen, von dem viele Tumoren stark abhängig sind; deshalb wird sogar eine methioninärmere Ernährung als möglicher therapeutischer Ansatz diskutiert. Die populäre Aussage, Methionin „schalte Krebsgene stumm“, ist daher eher ein Marketing‑ bzw. Vereinfachungseffekt aus Ratgeber‑Literatur und Vorträgen und spiegelt nicht den Konsens der Fachliteratur wider.[2][8][3]

[1](https://www.vitalstoff-lexikon.de/Aminosaeuren/Methionin/Funktionen)
[2](https://www.dkfz.de/aktuelles/pressemitteilungen/detail/tumoren-auf-entzug-aminosaeuremangel-laesst-kindliche-tumoren-schrumpfen)
[3](https://www.strunz.com/pub/media/pdfs/literatur-zu-eiweiss.pdf)
[4](https://www.mamazone.de/fileadmin/downloads/mamazone_MAG/Mamazone_MAG_2018-01.pdf)
[5](https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/pdf/10.1055/b-0042-188590.pdf)
[6](https://www.augos.com/ki/cluster_public.txt)
[7](https://archive.org/stream/codex-humanus-band-1-3/Codex_Humanus_Band_3(3)_djvu.txt)
[8](https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-37-2019/tumore-auf-methionin-entzug)
[9](https://www.burgerstein-foundation.ch/de-DE/wissen/naehrstofflexikon/l-methionin)
[10](https://flexikon.doccheck.com/de/Methionin)
 
... aber würde das auch noch nicht als Sport bezeichnen, aber auch nicht als wenig Bewegung.
Da stimme ich Dir zu, das hatte ich wohl anders in Erinnerung, vielleicht auch wegen der bewegungsarmen Sommer.

Hier
hochwertiges Eiweiß
sind wir exakt beim Thema. Wenn ich es richtig verstehe, machst Du den Wert weitgehend am Schwefelgehalt fest:
Für die Qualität der Proteine ist m.E. der Schwefel-Faktor wichtig. Sämtliche Aminosäuren enthalten Stickstoff, aber nur Methionin und Cystein enthalten Schwefel.
Methionin ist die eine schwefelhaltige Aminosäure, die vor allem in tierischem Eiweiß vorkommt. Die andere schwefelhaltige Aminosäure ist Cystein, die ebenfalls vor allem in tierischem Eiweß vorkommt.
Es gibt so viele wundervolle Artikel von Strunz über Eiweiß, dass ich gar nicht aufhören kann. Aber in dem folgenden Artikel wird erklärt, wie man Krebs verhindern kann:

Methionin: mal Spaß beiseite
Auf dieser zuletzt zitierten Seite steht u.a.:
Sie haben gelernt, dass Methionin Krebsgene und Dickmach‐Genestumm schaltet. (...)

Eiweiß verhindert Krebs.
Besonders deutlich geworden durch den Nobelpreis Medizin2018 (News vom18.02.2019).

Tja - offenbar ist das nicht so eindeutig:
Aussagen, die Methionin oder bestimmte Nahrungsergänzungen als direkten Schalter für Krebsgene darstellen, sind daher stark vereinfachend und wissenschaftlich nicht belegt.
Aus dieser grundsätzlichen Funktion der Methylierung wird dann eine stark vereinfachte Botschaft gemacht, als könne eine höhere Methioninzufuhr gezielt „Krebsgene ausschalten“, was in dieser Form wissenschaftlich nicht belegt ist.
Da fällt mir ein, dass ich neulich in einem Vortrag gehört habe, dass die Vorstellung, gezielt epigenetisch bestimmte Genschalter betätigen zu können, unrealistisch sei. Ich habe leider nicht mehr parat, wer das gesagt hat, befürchte aber, dass es womöglich stimmt.

Anmerkung: Mein Beitrag hat sich zeitlich mit dem von Malvegil überschnitten... habe ihn also nachträglich ergänzt :coffee:

Hier
Noch ein Beitrag von Strunz, der mir auf Grund der Schlußfolgerungen besonders gefällt:

Betablocker - ein überflüssiges Gift
sehe ich nicht den Bezug zum Thema ...?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und dann habe ich noch nach Methioninrestriktion gefragt:

Zur Methioninrestriktion und ihrem Nutzen für Langlebigkeit gibt es mehrere wichtige Literaturhinweise:

1. Orentreich et al. (1993) zeigten erstmals, dass eine Methioninrestriktion bei Ratten ohne Kalorienreduktion zu einer signifikanten Lebensverlängerung führt. Diese Ergebnisse wurden später von Zimmerman et al. (2003) und Miller et al. (2005) bestätigt.[1]

2. Aktuelle Untersuchungen, etwa von Clara Correia-Melo et al. am Institut für Biochemie der Charité, zeigen, dass Methioninstoffwechsel und Zellstoffwechselaustausch die Lebensdauer von Zellen um circa 25% verlängern können. Solche Mechanismen spielen bei der Zellalterung eine wichtige Rolle.[2]

3. Klinische Studien werden derzeit durchgeführt, unter anderem das Projekt am Max-Delbrück-Centrum, das die Auswirkungen einer zweiwöchigen diätischen Methioninrestriktion auf Autophagie, Immunfunktion und andere gesundheitsrelevante Parameter beim Menschen untersucht. Diese Studien sollen die molekularen Mechanismen besser verstehen helfen.[3][4]

4. Reviews und Übersichtsartikel zeigen, dass Methioninrestriktion epigenetische Mechanismen beeinflusst, die Zellalterungsprozesse modulieren, und so das gesunde Altern fördern kann.[5][6]

Diese Arbeiten bilden die wissenschaftliche Basis für die Annahme, dass Methioninrestriktion potenziell die Lebensspanne verlängern und altersbedingte Krankheiten verzögern kann.

Quellen mit detailreichen Studien:
- Orentreich D et al., 1993: Methionin restriction extends lifespan in rats
- Zimmerman JA et al., 2003
- Miller RA et al., 2005
- Künftige Studien vom Max-Delbrück-Centrum z.B. https://www.mdc-berlin.de/de/forschung/infrastruktur/clinical-research-unit

Diese Literatur bietet gute Anhaltspunkte, wie Methioninrestriktion zum Nutzen der Langlebigkeit und Gesundheitsspanne erforscht wird.[4][6][1][2][3][5]

[1] https://genetisches-maximum.de/tipps/kalorienrestriktion-ein-ueberblick-zum-stand-der-forschung/
[2] https://www.charite.de/service/pres...ellverbund_kooperierende_zellen_leben_laenger
[3] https://drks.de/search/de/trial/DRKS00032816
[4](https://www.mdc-berlin.de/de/forschung/infrastruktur/clinical-research-unit)
[5] https://www.focus.de/gesundheit/bah...tel-das-altern-verlangsamen_id_260435589.html
[6] https://beyond-lifespan.com/lexikon/methionin/
[7](https://openscience.ub.uni-mainz.de/bitstreams/6e529147-acdc-441f-b83e-0562de88c1e0/download)
[8](https://www.mpg.de/584964/wie-ernaehrung-gesundes-altern-beeinflusst)
[9](https://phaidra.univie.ac.at/open/o:1275228)
[10] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/news/ernaehrung-news/allgemein-ernaehrung/methionin
 
Aber in dem folgenden Artikel wird erklärt, wie man Krebs verhindern kann:

Viele Krebszellen sind „methioninabhängig“: Sie brauchen besonders viel Methionin für Wachstum, Stoffwechsel und bestimmte epigenetische Veränderungen.

Strunz hat in dem Artikel erklärt, dass Eiweiße, speziell Methionin, Krebs verhindern können.

Er hat in dem Artikel nicht behauptet, dass Krebszellen durch Eiweiße vernichtet werden oder das Krebs durch Eiweiße geheilt werden kann.

Man wird also keinen Krebs bekommen, wenn man jahrelang reichlich hochwertige Eiweiße gegessen hat und man andere Faktoren vermeidet (z.B. Mobilfunk, Rauchen, Asbest usw.). Das entspricht auch meinen Erfahrungen.
 
sind wir exakt beim Thema. Wenn ich es richtig verstehe, machst Du den Wert weitgehend am Schwefelgehalt fest:

Da muss ich ausnahmsweise Malvegil zitieren:
Wenn eine Aminosäure fehlt, kann man soviel Eiweiß essen, wie man will, es herrscht dann trotzdem Mangel.
Das bezog sich auf Lysin, trifft aber vor allem auch auf Methionin und Cystein zu.

sehe ich nicht den Bezug zum Thema ...?

Das bezog sich auf den Erfahrungsbericht:
Inzwischen frühstücken wir fünf verschiedene Sorten Obst mit einem Eiweißshake und nehmen jeden Morgen eine Vitamin D-Tablette und achten auf eine möglichst kohlenhydratfreie Ernährung.

Auf Grund dieser Ernährungsumstellung (mit einem Eiweißshake) hatte sich der Blutdruck der Frau von 200 auf einem normalen Niveau stabilisiert, so dass sie auf Betablocker, die sie seit 10 Jahren einnahm, verzichten konnte.
 
Strunz hat in dem Artikel erklärt, dass Eiweiße, speziell Methionin, Krebs verhindern können.
Das hat er überhaupt nicht erklärt -- er hat behauptet, ohne jede Begründung:
dass Methionin Krebsgene und Dickmach‐Gene stumm schaltet.
Und das ist vermutlich falsch.

Man wird also keinen Krebs bekommen, wenn man jahrelang reichlich hochwertige Eiweiße gegessen hat und man andere Faktoren vermeidet (z.B. Mobilfunk, Rauchen, Asbest usw.). Das entspricht auch meinen Erfahrungen.
Das hat ja auch niemand behauptet ...

Auf Grund dieser Ernährungsumstellung (mit einem Eiweißshake) hatte sich der Blutdruck der Frau von 200 auf einem normalen Niveau stabilisiert, so dass sie auf Betablocker, die sie seit 10 Jahren einnahm, verzichten konnte.
Wer sagt, daß der Eiweißshake der springende Punkt war, wenn sie zugleich die ganze andere Ernährung umgestellt hat?
 
Wer sagt, daß der Eiweißshake der springende Punkt war, wenn sie zugleich die ganze andere Ernährung umgestellt hat?
Das sehe ich auch so. Auch, dass man das volle Spektrum der Aminosäuren braucht, bezweifle ich nicht - ich bezog mich in #14 ja auf bestimmte Aussagen von Dir, @vigesimo, als ich schrieb
Wenn ich es richtig verstehe, machst Du den Wert weitgehend am Schwefelgehalt fest.

---

Ich habe zwischendrin immer mal wieder über die Hauptaussagen des Artikels der "Redaktion" von spitzen-prävention.com und auch der Freese-Podcasts nachgedacht. Für eine der Hauptaussagen halte ich: Der Eiweißgehalt wurde (v.a.) bei pflanzlichen Lebensmitteln bisher erheblich überschätzt.

Daraus folgern könnte man, dass auch die üblichen Empfehlungen - sofern sie auf der geschätzten Eiweißzufuhr "gesunder" Menschen basieren - entsprechend zu hoch sein könnten. Eine Bestätigung dafür könnte die Ernährung in den Blue Zones sein (viel pflanzliches, wenig Fleisch als Haupt-Eiweißquelle - also insgesamt eher wenig Eiweiß).
 
Ein weiterer zentraler Punkt: Der tatsächliche Eiweißgehalt vieler pflanzlicher Lebensmittel wird systematisch überschätzt. Der heute noch gültige Stickstofffaktor von 16 % stammt aus dem Jahr 1886 – und berücksichtigt nicht, dass Pflanzen neben Eiweiß auch andere Stickstoffverbindungen enthalten, die der Körper gar nicht in Muskelprotein umwandeln kann.
Das scheint schon mal nicht zu stimmen. Es wird heute nicht mehr mit einem festen Faktor gerechnet:
Protein-Berechnungsfaktoren, Eprotein conversion factors, Faktoren, mit denen der nach Kjeldahl bestimmte Stickstoffgehalt eines Lebensmittels multipliziert wird, um den Proteingehalt zu ermitteln. Die P. sind abhängig vom Aminosäurenspektrum des jeweiligen Proteins; entscheidend ist die Anzahl der Aminogruppen, hinzu kommt das Molekulargewicht der jeweiligen Aminosäure. Die klassische deutschsprachige Nährwerttabelle, (Souci-Fachmann-Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel) verwendt folgende P.:
Milch und Milchprodukte 6,38
Getreide und Getreideprodukte 5,8
Soja und Sojaerzeugnisse 5,71
Ölsamen, Schalenobst 5,3
Pilze 4,17
andere Lebensmittel 6,25,
in der Neuauflage der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, Garching / München (2000) zusätzlich für Lebensmittel, deren P. von 6,25 abweichen, die in der EU für die Nährwertkennzeichnung vorgeschriebene Proteinangabe N × 6,25.
Die international verbreitete britische Nährwerttabelle (McCance and Widdowson’s: The Composition of Foods) differenziert noch stärker, z. B. Getreide 5,70–6,31; Gelatine 5,55. Nichtprotein-Stickstoff, z. B. aus Purinen, wird ggf. abgezogen.
Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/protein-berechnungsfaktoren/7265

Natürlich müßte man noch ermitteln, ob die Angaben auf einem abgepackten Produkt aus diesen Tabellen entnommen werden oder ob sie im Labor des Herstellers gemessen wurden und mit welchem Faktor sie dann umgerechnet wurden. Vermutlich ist das gesetzlich im Lebensmittelkennzeichnungsrecht geregelt. :)

Zu einer Überschätzung des Eiweißbedarfs kann der niedrigere Eiweißgehalt pflanzlicher Lebensmittel nur führen, wenn dieser Bedarf durch die Beobachtung von Veganern ermittelt wurde und veraltete Tabellen benutzt wurden. Wie wahrscheinlich ist das?

Ich habe ein bißchen den Eindruck, hier wird ein Problem erfunden und gehyped.
 

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Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

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