Natron vor dem Schlafen - gefährlich?

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Hallo liebes Forum,

ich benutze jezt seit 2 Tagen Kaisers Natron.

Ich trinke seitdem immer ein Glas Wasser und darin 1 Teelöffel Natron aufgelöst vor dem schlafengehen.

Nächtliches schwitzen hat sich seitdem reduziert beziehungsweise auch schon aufgehört.

Laut PH Messtreifen habe ich den ganzen Tag über einen guten ph Wert im Urin, immer 8,0 Punkte - dies scheint ja gut zu sein.

Meine Frage : Ist es auf Dauer schädlich oder gefährlich?

Liebe Grüße
Ben
 
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Kaisers Natron, gefährlich ?

Guten Morgen Ben,

Ich muss gestehen, dass ich Kaiser Natron nicht kenne. Das ist in der Schweiz nicht bekannt, in Deutschland aber schon und es ist offenbar ein bestens eingeführtes Produkt.

Es gibt allenfalls zwei Punkte zu beachten:

1. Reines Natron (Natriumhydrogencarbonat) neutralisiert lediglich Säure, ersetzt aber keine "verbrauchten" Mineralsalze. Die sind nötigenfalls durch die Ernährung oder aber durch Substitution zu ergänzen.

2. Wenn Dein pH-Wert über längere Zeit bei 8 liegt, ist das genauso wenig wünschenswert, wie wenn er bei 5,5 liegt. Versuche mit der Dosis einen Wert von etwa 7 zu erreichen. Ideal wäre allerdings 7,38. Aber eben, Idealwerte sind kaum jemals zu erreichen.

Gefährlich ist alles, was man übertreibt. Auch vor dem Schlafengehen sollte das kein Problem sein. Aber denke dran: das ist keine Dauerlösung das zu nehmen.

In diesem Sinne,
liebe Grüsse
Hermann
 
Kaisers Natron, gefährlich ?

Hallo Ben,

Kaiser Natron ist ein uraltes Hausmittel und in geringen Mengen sicher nicht schädlich!
Auch wenn du es nicht gerne hören wirst, dein PH-Wert ist bedenklich.
Dauerhaft bei 8 läßt auf eine sogenannte Säurestarre schließen. Der Körper kann die aufgenommenen Mineralien nicht richtig verwerten und scheidet sie wieder aus oder die Ernährung ist sehr mineralienarm. Damit der Körper Säuren ausscheiden kann, werden die Mineralien den Knochen entnommen! Im Magen-Darm-Trakt kommt es zu Fäulnisprozessen.
"Normal" ist ein morgendlichen PH-Wert um 6, der dann im Laufe des Tages auf 7 oder knapp darüber ansteigt, um abends und nachts wieder zu sinken. Ein gleichbleibender PN-Wert läßt zusätzlich auf Störungen schließen.
Gib mal hier bei der Suchfunktion Säurestarre ein und lese im Wiki zu dem Thema.

Viele Grüße, Horaz
 
Hallo,

vielen Dank für Eure Hilfe !

"Normal" ist ein morgendlichen PH-Wert um 6, der dann im Laufe des Tages auf 7 oder knapp darüber ansteigt, um abends und nachts wieder zu sinken. Ein gleichbleibender PN-Wert läßt zusätzlich auf Störungen schließen.

Am ersten Tag hatte ich durch gehend etwas mehr als 7. Sobald ich das Natron nicht mehr nehme habe ich auch Abends 5,5 - 6 aber dann ist das schwitzen wieder da ;(

Also vielleicht mit halbem Löffel Natron probieren. Es soll ja nur die Säure ausgleichen nicht manipulieren ...

Hm .. echt schwer mit den Säuren in unserem Körper.

Liebe Grüße
Ben
 
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Hallo Ben,

dann solltest du deine realistischen PH-Werte hier reinstellen.
Messe mindestens morgens, mittags und abends und das über mehrere Tage.
Dann läßt sich eine bessere Einschätzung vornehmen.
Nur mit Kaiser Natron den PH-Wert hochfahren, nützt dir nicht so viel; vermutlich musst du deine Ernährung umstellen.
Wenn du dann eine Übersicht über deine realistischen PH-Werte hast, sollte man das Kaiser Natron wahrscheinlich niedriger dosieren, wie zuletzt.

Viele Grüße, Horaz
 
Hallo Horaz,

ja natürlich ich werde das ganze mal ne Weile in eine Art Statistik eintragen (mit und ohne Natron) mal sehen wie es wird.

Ist die Sache doch nicht so einfach sich etwas Natron runter zu kippen und denkt jetzt ist es OK mit den Säuren. Die Sache ist doch etwas komplexer wie ich es angenommen habe.

Aber es beruhigt mich schon, zu wissen das Natron in kleinen Mengen nicht gefährlich ist und nicht eine Art "Dauermedikation" gegen Säure anzusehen ist, sondern ein natürliches und altes Mittel ist und nur als Unterstützung auf dem Weg der Besserung.

Liebe Grüße
Ben
 
Vielleicht kann ich noch etwas zu dem Schwitzen beitragen:

P. Jentschura sagt in seinem Buch "Gesundheit durch Entschlackung" dazu, dass dies ein körperlicher Regulationsversuch ist, unerwünschte Stoffe "abzubrennen" (ähnlich wie beim Fieber).

Von daher m.E. ein gutes Zeichen, dass a) diese Körperregulation noch funktioniert und b) diese nach Natronmedikation verschwindet. Das Natron scheint zu neutralisieren, was das "Temperatur hochfahren" unnötig macht. Ergo schwitzt Du bei Gabe von Natron nachts nicht.

Im übrigen schließe ich mich den vorherigen Posts an, wonach neutralisieren zwar gut ist aber mineralisieren auch sein muss. Dabei gilt das von Shirco schon Gesagte... jegliches Übermaß in der einen wie der anderen Richtung - gerade bei Nahrungsergänzungsmitteln - sollte ebenfalls vermieden werden.
 
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Hallo Ben,
dann solltest du deine realistischen PH-Werte hier reinstellen.
Messe mindestens morgens, mittags und abends und das über mehrere Tage.
Viele Grüße, Horaz


Wie genau sind eigentlich diese Streifen aus der Apotheke um den PH-Wert des Blutes zu bestimmen?
Gruß
Helmut
 
Die sind recht verläßlich, Helmut!
Vielleicht nicht auf`s Zehntel genau. Aber darum geht es ja nicht.

Viele Grüße, Horaz
 
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Also ich kann mir nicht vorstellen das dass ganze "Gefährlich" ist. Aber bin auf weitere Meinungen bzw. Erfahrungen gespannt. Gruß
 
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ich würde bei Natron etwas sauberer unterscheiden. Natron ist weder Teufelszeug noch ein Wundermittel. Es ist schlicht Natriumhydrogencarbonat. Ein altes Hausmittel, das Säure neutralisieren kann. Genau das ist seine Stärke. Und genau da liegen auch seine Grenzen.

Gelegentlich bei Sodbrennen oder sehr saurem Magen: ja, kann sinnvoll sein.
Als tägliche Dauerlösung vor dem Schlafen: würde ich deutlich vorsichtiger sehen.
Als „Körper entsäuern“, „alle Entzündungen löschen“ oder gar als Krebsprotokoll: nein, das ist eine andere Liga. Da wird aus einem Küchenmittel plötzlich eine Heilslehre. Und das geht selten gut.

Ein wichtiger Punkt: Der Urin-pH ist nicht der Blut-pH. Wenn der Urin nach Natron auf pH 8 geht, heißt das nicht, dass der Körper nun „basisch und gesund“ ist. Der Urin zeigt vor allem, was die Nieren gerade ausscheiden. Der Blut-pH wird extrem eng reguliert. Wenn der wirklich deutlich kippt, ist das kein Wellness-Thema mehr, sondern ein medizinisches Problem. Normale Urin-pH-Werte können grob zwischen etwa 4,6 und 8 liegen, je nach Ernährung, Tageszeit, Medikamenten, Infekten und Stoffwechsellage.

Auch wichtig: Natron bringt viel Natrium mit. Wer regelmäßig Natron nimmt, nimmt regelmäßig zusätzlich Natrium auf. Das kann bei manchen Menschen völlig unauffällig bleiben, bei anderen aber Wasserbindung, Blutdruckprobleme oder Elektrolytverschiebungen fördern. Besonders vorsichtig wäre ich bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Ödemen, Diuretika, Cortison, bestimmten Blutdruckmitteln und allgemein bei älteren oder geschwächten Menschen.

Was ebenfalls oft übersehen wird: Natron neutralisiert Magensäure. Das kann kurzfristig entlasten. Aber Magensäure ist nicht der Feind. Sie wird gebraucht für Eiweißverdauung, Keimkontrolle, Mineralstoffaufnahme und als Signal für die weitere Verdauung. Wer dauerhaft abends Natron nimmt, sollte sich fragen, warum der Körper überhaupt solche Beschwerden macht. Kaffee, spätes Essen, Alkohol, Stress, zu große Mahlzeiten, Histamin, Leber-Galle-Themen, Reflux, Helicobacter, Darmdysbiose – da gibt es viele Baustellen. Einfach nur jeden Abend „wegneutralisieren“ ist selten die eleganteste Lösung.

Die Aussage, man könne mit etwas Natron im Wasser rauchen, trinken, Zucker essen und Fleisch essen, ohne je zu übersäuern, halte ich für grob irreführend. So funktioniert Stoffwechsel nicht. Natron ersetzt keine Ernährung, keine Mineralstoffe, keine Bewegung, keinen Schlaf und keine Entlastung des Systems. Schön wär’s. Dann könnten wir Gesundheit in Tütchen verkaufen und alle wären fertig.

Zu den Krebsbehauptungen: Es gibt Forschung zur Tumorazidose und zum sauren Tumormilieu. Das ist ein reales wissenschaftliches Thema. Daraus folgt aber nicht, dass oral getrunkenes Natron Krebs heilt. Diese Verkürzung ist gefährlich. Tumorbiologie ist nicht: „Krebs sauer, Natron basisch, Problem gelöst.“ Wenn es so einfach wäre, gäbe es längst keine Onkologie mehr, sondern nur noch Backpulverregale mit Kassenzulassung.

Zur ursprünglichen Frage „Natron vor dem Schlafen gefährlich?“:

Einmalig oder gelegentlich in kleiner Menge ist es für viele Menschen vermutlich unproblematisch. Täglich, hoch dosiert oder über längere Zeit würde ich es nicht einfach laufen lassen. Ein Teelöffel ist bereits keine homöopathische Menge. Ich würde eher mit deutlich weniger beginnen, nicht direkt vor oder nach größeren Mahlzeiten nehmen und vor allem beobachten: Blutdruck, Ödeme, Durst, Kopfschmerzen, Unruhe, Magenbeschwerden, Herzklopfen, Schlaf und Verdauung.

Wenn jemand Natron nimmt, weil dadurch nächtliches Schwitzen verschwindet, würde ich das nicht nur als „Übersäuerung“ abhaken. Nächtliches Schwitzen kann viele Ursachen haben: Infekte, Schilddrüse, Blutzucker, Hormone, Stress, Medikamente, Alkohol, Entzündungen, Lymphsystem, Histamin, Schlafumgebung. Wenn es wiederkehrt oder stark ist, sollte man die Ursache suchen statt nur das Symptom zu neutralisieren.

Mein Fazit:

Natron ist ein brauchbares Hausmittel für bestimmte Situationen. Aber es ist kein Mineralstoffkonzept, keine Dauertherapie und schon gar kein Krebsprogramm. Wer den Säure-Basen-Haushalt wirklich unterstützen will, kommt an den langweiligen Dingen nicht vorbei: mineralstoffreiche Ernährung, Gemüse, Kräuter, Bitterstoffe, gute Eiweißverdauung, ausreichend Kalium und Magnesium über Ernährung oder gezielte Ergänzung, Bewegung, Atmung, Schwitzen, Darm, Leber, Nieren.
 
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Man sollte das Natron nicht dazu benutzen, die Magensäure zu verdünnen.
Am Besten wären Basenbildner (Obst) (wenn man es ganz gut machen möchte, kann man Obstsaft (sauer) mit etwas Natron mischen (weniger sauer)).
 
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Au weh... ich kenne jemand der trinkt gerne Kaffee, hat danach aber Sodbrennen und später nimmt er dann zwei Natrontabletten. Das auch noch täglich, sollte wohl lieber abraten!
Aber das ist wohl immer noch besser als die Magensäurehemmer.
Grundsätzlich sollte er lieber den Kaffee weglassen.
 
Kaisers Natron, gefährlich ?

natron ist laut einem apotheker und aus eigener erfahrung als bad und auch zur inneren anwendung nicht geeignet, da es den körper "ersticken" lässt. ich habe mich oft gewundert, warum ich nach einem natronbad auf einmal nicht mehr richtig luft bekommen kann, obwohl ich normal atme.

das hat damit zu tun, dass das natron das kohlendioxid im blut ansteigen lässt und man so viel gar nicht mehr abatmen kann. ein apotheker hat mir das genau erklärt und somit auch wo meine atembeschwerden, die ja nichts mit der lunge zu tun hatten, herkamen.

ich empfehle dir also viel eher basenpulver oder basische bäder. lg!
 
Calcium und Magnesium als Citrat haben sich als gute basische Nahrungsergänzung etabliert. Über den Bedarf informiert der PH Week:

Viele Grüße
Baffo
 
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Es gibt Gegenanzeigen gegen die Einnahme und sogar ein Bad von/mit Natriumhydrogencarbonat:

Wann darf Natriumhydrogencarbonat nicht
verwendet werden?

Natriumhydrogencarbonat-haltige Arzneimittel dürfen bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht zum Einsatz kommen.

Alkalose (erhöhter Blut-pH-Wert), ein erniedrigter Kalium-Blutspiegel sowie ein erhöhter Natrium-Blutspiegel verbieten sowohl die Einnahme als auch das Spritzen von Natriumhydrogencarbonat in die Vene. Vorsicht ist zudem geboten bei verminderter Atemtätigkeit, einer bestimmten Störung im Wasser-Haushalt des Körpers (Hyperosmolarität) und einem erniedrigten Calcium-Blutspiegel.

Bei Säureverätzungen des Magens darf der Wirkstoff nicht eingenommen werden, da die Magenwand reißen kann.

Von Vollbädern mit Natriumhydrogencarbonat ist bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Störungen der Atemfunktion, Hauterkrankungen unklarer Ursache, fiebrigen Infektionskrankheiten und starkem Bluthochdruck abzuraten.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Der Wirkstoff sollte während der Schwangerschaft und der Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingesetzt werden, da die Zufuhr von Natriumhydrogencarbonat den Mineral- und den Säure-Basen-Haushalt von Mutter und Kind beeinflussen kann.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Da der Wirkstoff den Mineral- und den Säure-Basen-Haushalt des Körpers beeinflusst, sollten Kinder unter 12 Jahren nur auf Empfehlung des Arztes und unter sorgfältiger Beachtung der Dosierungsvorschriften mit Natriumhydrogencarbonat behandelt werden.
Quelle: medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Natriumhydrogencarbonat/gegenanzeigen-medikament-10.html

Und Nebenwirkungen kann es auch geben, die man sicher nicht ansteuert. Wobei die Menge und Dauer der Einnahme sicher eine Rolle spielt:

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Einnahme des Wirkstoffs:
Aufstoßen, Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen.

Seltene Nebenwirkungen bei Einnahme des Wirkstoffs:
Übelkeit und Erbrechen, Durchfall.

Besonderheiten:
Bei Überdosierung von Natriumhydrogencarbonat werden große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Dadurch kann eine bestehende Übersäuerung des Blutes (Azidose) vorübergehend verstärkt werden. Bei Einnahme großer Mengen des Wirkstoffs ist eine Säureverätzung des Magens nicht auszuschließen.

Die langfristige Behandlung (sowohl Einnahme des Wirkstoffs als auch Gabe über die Venen) kann zu einer Erhöhung des Natrium-Blutspiegels und zu einem erniedrigten Calcium-Blutspiegel führen. Calcium-Mangel kann Muskelkrämpfe und Muskelschwäche auslösen, die gesteigerte Natrium-Zufuhr das Entstehen von Bluthochdruck begünstigen. Auch eine Störung im Wasserhaushalt des Körpers (Hyperosmolarität) ist möglich.

Die Gabe von Natriumhydrogencarbonat beeinflusst den pH-Wert des Urins. Daher kann eine andauernde Anwendung des Wirkstoffs die Bildung von Calcium- und Magnesiumphosphatsteinen in den Nieren fördern.
Quelle: medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Natriumhydrogencarbonat/gegenanzeigen-medikament-10.html

Hier ein entsprechender Thread: https://www.symptome.ch/threads/welches-basenpulver-ist-nun-am-besten.10910/

Gruss,
Oregano
 
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Hallo,

ich habe da mal ein kleines Problem. Das Natriumhydrogencarbonat auf den Säure-Basen-Haushalt Einfluss nimmt halte ich für bewiesen.

Diese beiden Aussagen widersprechen sich doch aber:

Alkalose (erhöhter Blut-pH-Wert), ein erniedrigter Kalium-Blutspiegel sowie ein erhöhter Natrium-Blutspiegel verbieten sowohl die Einnahme als auch das Spritzen von Natriumhydrogencarbonat in die Vene.

und

Bei Überdosierung von Natriumhydrogencarbonat werden große Mengen Kohlendioxid freigesetzt. Dadurch kann eine bestehende Übersäuerung des Blutes (Azidose) vorübergehend verstärkt werden.

Was ist denn jetzt richtig?

Entweder Natron verstärkt die Alkalose im Blut oder die Azidose im Blut. Das es mal so, mal so, wirken soll ist zwar generell möglich, mir aber nicht wirklich verständlich.

Liebe Grüße

Ulrike
 
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Auch wenn du es nicht gerne hören wirst, dein PH-Wert ist bedenklich.
Dauerhaft bei 8 läßt auf eine sogenannte Säurestarre schließen. Der Körper kann die aufgenommenen Mineralien nicht richtig verwerten und scheidet sie wieder aus oder die Ernährung ist sehr mineralienarm.

Es ist ganz normal, permanent einen PH-Wert von 8,0 zu haben, wenn man Natron in hohen Dosen tagtäglich konsumiert. Es wäre ein Wunder, wenn es anders wäre!
Sicher sammeln sich schnell mal Säuren im Körper an, die dann ausgeschieden werden müssen. Aber dank dem Natron werden die Säuren sofort im Körper neutralisiert. Daher hat man nie saure Urin-Ausscheidungen.

Deshalb misst man ja auch seinen PH-Wert im Urin, wenn man keine Nahrungsergänzungsmittel einnimmt.
So wird es auch empfohlen.

Zu einer anständigen Entsäuerung gehört aber noch mehr als nur Natron. Vor allem Kalium, denn das entsäuert das Zell-innere. Die anderen Mineralien können das leider nicht.
 
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Was mich interessiert: Was sind "hohe Dosen"? Natrium kann sicher einiges im Körper verschieben, aber welche Dosen sind empfohlen / wirksam / bedenklich?

Ein Teelöffel entspricht je nach Häufung etwa 5 bis 10 Gramm Natriumhydrogencarbonat, also 1,4 bis 2,8 Gramm Natrium. Das ist nicht wenig. Zum Vergleich: Die empfohlene tägliche Natriumzufuhr (inkl. Kochsalz) liegt bei etwa 2 Gramm Natrium – also rund 5 Gramm Kochsalz (NaCl).

Dauerhaft hohe Dosen können deshalb:
  • den Natriumspiegel im Blut erhöhen (mit Wassereinlagerungen, Blutdruckanstieg, Belastung von Nieren und Herz),
  • den Säure-Basen-Haushalt überalkalisieren (metabolische Alkalose)
  • die Verdauung beeinträchtigen, weil die Magensäure neutralisiert wird.
Ein gelegentliches Glas mit ½ Teelöffel Natron (etwa 3–5 g) ist in der Regel unproblematisch, wenn keine Herz-, Nieren- oder Bluthochdruckerkrankung besteht und keine Medikamente eingenommen werden, die den Elektrolythaushalt beeinflussen.
30 g pro Tag, wie in manchen Foren beschrieben, ist klar zu viel und medizinisch bedenklich.

Der Urin-pH von 8,0 zeigt, dass der Körper überschüssige Base ausscheidet – also mehr als genug da ist. Ein dauerhaft so hoher Wert bedeutet nicht, dass der Körper „optimal basisch“ ist, sondern dass er versucht, das Zuviel loszuwerden.

Mein Rat:
Bleib bei max. ½ TL abends (wenn du dich damit wohlfühlst).
Miss nicht nur den Urin-pH, sondern beobachte auch Kreislauf, Verdauung und Wohlbefinden.
Und mach regelmäßig Pausen, etwa eine Woche Einnahme, dann wieder Pause.

Wenn du es gezielt therapeutisch einsetzen willst (z. B. bei Sodbrennen, Übersäuerung, Gicht etc.), sollte man das differenziert und zeitlich begrenzt machen – evtl. auch mit Rücksprache bei einem Therapeuten, der sich mit Säure-Basen-Regulation auskennt.

LG de bear
 
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Sagt niemand, dass es wenig ist.
Aber es ist ja für einen therapeutischen Zweck. Du willst ja hoffentlich nicht Dein ganzes Leben so hohe Dosen einnehmen.
Aber für die Beseitigung der Pilze geht es eben nicht anders.
Natrium senkt aber den Kalium-Spiegel, weshalb hier auf eine höhere Dosierung geachtet werden sollte. Viel Kalium haben Aprikosen und Bananen.
 
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