Mizellen-Technologie in Kosmetikprodukten

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Mich interessiert was von Mizellen-Technologie zu halten ist.
Gesichtswasser und Reinigungsmilch mit dieser Technologie findet man momentan häufig, gerade für empfindliche Haut.
Mir ist nicht ganz klar, ob es sich hierbei um Nano-Technologie handelt, zumindest ist es nicht so deklariert, wenn ich mir die Inhaltsangaben anschaue.

https://www.elisabethgreen.com/mizellenwasser/

Was sind Mizellen?
Im Gegensatz zu Wasser und Seife, die die Haut nur oberflächlich reinigen und austrocknen können, sind Mizellen gründlicher und gleichzeitig für empfindliche Gesichtshaut geeignet.
Die kugelförmigen Molekülstrukturen, die als Mizellen bezeichnet werden, umschließen jeglichen Schmutz und entfernen auch tieferliegende Partikel – sie säubern also porenrein
Dieser Vorteil der Mizellen-Technologie birgt gleichzeitig einen Nachteil: Da die Mizellen auf Grund ihrer Struktur tiefer als herkömmliche Reinigungspartikel in die Epidermis eindringen, gelangen auch die anderen enthaltenen Inhaltsstoffe hinein. Diese können dort mehr Schade als Nutzen anrichten. Beispielsweise schwächen starke Konservierungsmittel, wie sie in dem konventionellen Mizellenwasser von Bioderma oder Garnier enthalten sind, die Zellmembranen auf Dauer und können zu Allergien führen. Und das sollte nun wirklich nicht Folge der Verwendung eines Reinigungsproduktes sein.

Bei konventionellem Mizellen-Gesichtswasser ist außerdem immer wieder die Rede von Nanoteilchen. Diese sind allerdings umstritten, da sie durch ihre sehr geringe Größe in unseren Körper gelangen. Was sie dort anstellen und wie wir sie wieder ausscheiden, ist noch nicht vollständig erforscht. Beide eben genannten Hersteller haben mir allerdings versichert, dass sie keine Nanopartikel verwenden.
Ob Inhaltsstoffe in Nanogröße verwendet werden, könnt ihr auch selbst herausfinden, denn zum Glück ist der Einsatz von Nanopartikeln in Kosmetik deklarationspflichtig. Wenn ihr in der Inhaltsstoffliste also den Zusatz „nano“ erspäht, rate ich euch, die Finger von dem Produkt zu lassen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich euch, ein Naturkosmetik Mizellenwasser zu verwenden. Diese sind hochwertiger und kommen mit wenigen guten Bestandteilen aus. Wasser, Blütenwasser, ein mildes Tensid auf Zucker- oder Kokosbasis, Glycerin und Aloe Vera bilden meistens die Basis der Naturkosmetik Mizellenwasser.
 
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Mir ist nicht ganz klar, ob es sich hierbei um Nano-Technologie handelt,
zumindest ist es nicht so deklariert, wenn ich mir die Inhaltsangaben anschaue.

https://www.elisabethgreen.com/mizellenwasser/
Im zweiten Kommentar des Links oder auch bei wikipedia.org/ Mizellen findet man es ganz gut erklärt, meine ich:
Tenside (Emulgatoren), also Reinigungsmittel im Allgemeinen, schwimmen nicht einzeln im Wasser herum, sondern lagern sich ab einer bestimmten Konzentration immer! von ganz alleine zu kompakten Strukturen zusammen.
Diese Tensid-Klümpchen nennt man Mizellen.
Die Mizellen aller Tenside (Emulgatoren), auch der klassischer Seifen (verseifte Fette) und natürlicher Tenside (z.B. Saponine), bewegen sich im Nanometerbereich. Das ist völlig normal und alltäglich, da die Moleküle (generell die meisten Moleküle unserer Umwelt) an sich selbstverständlich noch kleiner sind.
Ich würde sagen, Nanogröße ja, aber nicht unbedingt Technologie - viele Moleküle (oder alle Atome, Ionen) sind nanoklein.
Wirkung und denkbare Folgen sind dann ja noch etwas anderes, eben bedingt durch die Größe/Kleinheit dieser Mizellen.

Grüße - Gerd
 
Hallo Rauke,
Mir ist nicht ganz klar, ob es sich hierbei um Nano-Technologie handelt, zumindest ist es nicht so deklariert, wenn ich mir die Inhaltsangaben anschaue.

da ich mich das auch schon länger frage, habe ich dein Posting zum Anlass genommen mich ein wenig zu informieren.

Die beste Erklärung fand ich dann in einem Kommentar zu dem von dir verlinkten Artikel.
Was bei diesen Produkten immer beschrieben wird, ist der Aufbau, das Verhalten und die Wirkung von gewöhnlichen Tensiden, die in jedem alltäglichem Wasch- und Emulsionsprozess stattfindet.
Mizellenwasser ist demzufolge eine erfolgreiche Marketingumschreibung für unspektakuläre wässrige Tensidlösungen. Mehr nicht. Eine besondere „Technologie“ steckt nicht dahinter.

Nun zur Teilchengröße:
Die Mizellen aller Tenside (Emulgatoren), auch der klassischer Seifen (verseifte Fette) und natürlicher Tenside (z.B. Saponine), bewegen sich im Nanometerbereich. Das ist völlig normal und alltäglich, da die Moleküle (generell die meisten Moleküle unserer Umwelt) an sich selbstverständlich noch kleiner sind.

Antwort von Julia - 07. März 2017

Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte man wie im Artikel schon beschrieben, sehr auf die Inhaltsstoffe der Mizellenprodukte achten weil diese viel weiter in die Hautschichten eindringen als das bei herkömmlichen Produkten der Fall ist.

Hoffe das hilft dir weiter.

Grüssle
Freesie
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Gerd,
hallo Freesie,

Danke für die Antworten.

Auf alle Fälle werde ich mir die einzelnen Inhaltsstoffe von solch einem Mizellen-Kosmetikprodukt dann genauer anschauen. ;)
 

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