Mit Streß/Angst kenne ich mich gut aus, aber....

Themenstarter
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...manchmal weiß auch ich nicht weiter.:confused:

Lang ist es her, dass ich hier war und etwas gelesen oder gar geschrieben habe.

Jetzt jedoch wende ich mich an diese Seite, um mich mit anderen auszutauschen und vielleicht mich selbst weniger unter Druck zu setzen, wenn ich von Erfahrungen anderer höre.

An sich geht es mir gut, habe momentan Semesterferien und alle Seminare gut überstanden. Bin seit 4 Monaten in einer guten Beziehung, habe Kontakt zu meiner Familie und zu Freunden. Mache Sport.
Und auch wenn es mir mal nicht gut geht, habe ich Möglichkeiten gefunden, wie ich damit umgehe. Gerade weil ich Erfahrungen auch mit Psychotherapie gemacht habe. (6 Jahre am Stück mit "Erfolg")

Ich möchte jetzt nicht zu viel schreiben und gleich zu meinen Themen/Fragen kommen.

Ich habe in der letzten Zeit phasenweise starke Magenkrämpfe ohne bestimmten Grund. Angefangen hat es Anfang dieses Jahres, als ich mich von einer fast 2 Jährigen Beziehung getrennt habe und auch leicht abgenommen hatte. 2 Wochen nach der Beziehung war die Schlimmsten, aber meine Familie und Freunde meinten, es sei normaler Liebeskummer gewesen.
Jetzt habe ich die Magenschmerzen wie gesagt phasenweise.
Zudem werde ich oft traurig und bin sehr nah am Wasser gebaut. Fühle mich schnell überfordert, auch wenn ich meiner Meinung nach nicht viel mache.
Ich fühle mich phasenweise zu dünn (haben mir manche Menschen damals eingeredet, die selbst Magersucht hatten), aber meine Familie und meine Freunde finden, dass ich gesund aussehe und mein Essverhalten überhaupt normal ist. Ich nasche auch gerne und trinke gerne Cola, auch wenn ich weiß, dass es für meine Zähne nicht gut ist...aber das ist ein anderes Thema.

Meine Theorie war, dass das "Traurigsein" oft vor meinen Tagen, bzw. während auftreten. Da ich schon immer über Regelschmerzen
( Unterleibsschmerzen) klage, habe ich seit gestern eine Pille verschrieben bekommen. Levomin, weiß nicht ob jemand die nimmt. Die Wahrheit ist, dass ich noch nie hormonell verhütet habe und meine Sorge darin besteht, dass ich Nebenwirkungen bekommen könnte. (Abnehmen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc.)
Ich mache mir viele Sorgen selbst und eigentlich habe ich gelernt damit umzugehen, auch mit Ängsten zu leben. Ich helfe gerne Menschen, aber oft weiß ich nicht, ob ich in der Lage bin, mir selbst immer zu helfen.

Ich bin noch auf der Suche nach einem neuen Hausarzt, weil ich momentan einen habe der direkt Chemie verschreibt bei jeder Kleinigkeit und ich Tabletten nicht gerne nehme. Da ich mich körperlich sonst gesund fühle mit meiner Lebensweise bin ich eher ausgegangen, dass es etwas Psychosomatisches ist.

Ist es normal, dass man phasenweise das Gefühl hat, mit sich selbst zu "kämpfen"?
Soll ich wirklich mit der Pille anfangen? Wird dann alles besser?
Versteht ihr immer eure Emotionen?
Bin ich zu sensibel?:schock:

Es war für mich nicht leicht, hier zu schreiben und ich weiß auch nicht, ob die Kategorie richtig ist.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
 

kopf

hallo zeitlos ,

ich habe den eindruck ,du bist ein sehr erfahrener mensch , anderen überlegen .
wenn dem so ist ,sollte man sich dessen bewußt werden .ich mein das sogenannte selbstbewusstsein .
zum thema Antiöstrogene :
ein aufschlussreicher link und ich denke ,medikamente der art , und andere natürlich auch , sind wegbereiter für multisytemerkrankungen .
Antiöstrogene und Vitalstoffe - Vitalstoff Journal

Liebe Grüsse -kopf
 

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Hallo zeitlos,

Meine Theorie war, dass das "Traurigsein" oft vor meinen Tagen, bzw. während auftreten. Da ich schon immer über Regelschmerzen
( Unterleibsschmerzen) klage,
Wenn es einen zeitlichen Zusammenhang mit der Periode gibt, dann kann es mit den Geschlechtshormonen zusammenhängen. Meine Frau hat auch Probleme in der Richtung.

Wir haben einen Hormon Speicheltest machen lassen. Die Kasse bezahlt nur den Test im Blut, da kannst du mal mit deinen Gynekologen fragen. Jedoch soll der Test im Speichel aussagekräftiger sein, desshalb haben wir beschlossen den einfach selbst zu zahlen.

Ergebnis war Testosteron normal, Progesteron zu niedrig, Östrogen zu niedrig. Bei vielen Betroffenen ist auch das Progesteron zu niedrig und das Östrogen zu hoch. Wichtig ist auch das Verhältniss zueinander.

Da unsere Ärztin keine Ahnung hatte, haben wir uns bei der Hormonselbsthilfe telefonisch beraten lassen. Hormonselbsthilfe Elisabeth Buchner | Hauptnavigation - Herzlich Willkommen!

Sie empfehlen im Falle meiner Frau Progesteron, Estadiol und Estriol (Östrogen) in niedrigen Dosen zu nehmen. Es gibt Apotheken wo man diese niedrig dosierten Cremes rezeptfrei bestellen kann.

Wichtig dabei ist, dass man nach 2 - 3 Monaten seine Hormonwerte kontrollieren lässt und auch die Schilddrüsenwerte, da sich beides gegenseitig beeinflusst.

Zu deiner Frage, ob du die Pille nehmen kannst/sollst.

In der Pille ist künstliches Östrogen. Das würde im Falle einer vorliegenden Östrogendominanz, also wenn das Verhältnis Progesteron zu Östrogen nicht stimmt, den Östrogenspiegel noch weiter anheben und damit das Problem verstärken. Wenn dein Verhältnis Östrogen zu Progesteron stimmen sollte, dann bestünde die Gefahr, dass es sich durch das künstliche Östrogen in der Pille verschiebt.

Nein, die Pille zu nehmen wiederspricht allem was ich bisher über Hormone und deren Verhältniss zueinander gelesen habe. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dir das irgendwie helfen könnte und sehe eher die Gefahr, dass sich deine Probleme auf lange Sicht verschlimmern. Selbst wenn es dir anfänglich besser geht. Wenn das Verhältniss Östrogen zu Progesteron erstmal aus dem Gleichgewicht ist, dann bekommt man Probleme und dann ist guter Rat teuer.

Hat deine Ärztin die Geschlechtshormone zumindest im Blut bestimmt? Hat sie auch deine Schilddrüsenwerte mit berücksichtigt? Das ist wichtig!

Ist es normal, dass man phasenweise das Gefühl hat, mit sich selbst zu "kämpfen"?
Nein einem gesunden Menschen sollte es nicht so gehen aber ich glaube ich weiss was du meinst und es ist nicht ungewöhnlich. Es ist bei Schilddrüsenerkrankungen oder bei Problemen mit den Geschlechtshormonen ein ganz normales Symptom und nicht psychosomatisch. Es kann jedoch durch psychischen Stress verstärkt werden.

Grüsse
derstreeck
 
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Themenstarter
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Nach langer Zeit melde ich mich wieder.

Ich habe im Juli erstmal beschlossen gehabt die Pille nicht zu nehmen und habe wieder weniger depressive Verstimmungen gehabt und hatte quasi auch wieder Lebensmut. Ich wollte erstmal zu mir kommen.

Am 9 August habe ich dann mit der Pille jedoch angefangen. Levomin 20, niedrig dosiert. Es ist wie gesagt das erste Mal, dass ich hormonell verhüte.
Die Unterleibschmerzen waren natürlich normal da, wie immer. Deswegen habe ich zusätzlich eine Ibuprofen 400 genommen. Ich habe gehört, dass es sich erstmal einpendeln muss.
Ich habe sie immer regelmäßg Abends eingenommen.

Die erste Woche habe ich nicht viel bemerkt, außer das sich mein Schlafrythmus geändert hat. Ich konnte erst gegen 3 Uhr einschlafen und bis max. 13 Uhr. Normalerweise brauche ich nur max. 8 Stunden Schlaf. Aber da ich zur Zeit Ferien habe, geht das für mich noch. Nur habe ich phasenweise ohne erstmal erkennbaren Grund Nachts geweint.

Dann jedoch merkte ich seit der 2ten Woche Nebenwirkungen. Ich hatte Magenschmerzen bekommen, dadurch auch keinen Appetit. Und meine depressiven Phasen kamen stärker. Am 17 August, also an meinem Geburtstag kam es Abends am stärksten zum Höhepunkt, was die Schmerzen betrifft. Ich habe am Tag wie immer normal gegessen, wohl auch nach langer Zeit Alkohol getrunken. (Hey es ist mein Geburstag! dachte ich.) Und auch Cola getrunken, die rote. (Mag keine Lightprodukte oder Süßstoff)
Dazu muss ich sagen, dass sich vermehrt an dem Tag, Konflikte mit meinem Freund anbahnten.
Als ich die Pille dann Abends normal wie immer einnahm bekam ich heftige Magenschmerzen und Weinkrämpfe. Zudem hatte ich heftige Konflikte mit meinem Freund, was teilweise das Ganze verstärkte. Wir habe viel geredet über bestimmte Themen, die uns betreffen, nur irgendwann war mir das Ganze nach Stunden zu viel, da ich mich bedrängt gefühlt habe. Ich brauchte meine Ruhe und das sagte ich ihm auch. Damit hatte ich das Gefühl, konnte er nicht gut umgehen, hat es auch thematisiert. Ich kann jedoch nicht gut mit zu viel Nähe umgehen. Ich hatte das Gefühl, dass mein Magen platzt, wenn er jetzt nicht geht. Irgendwann um 1 Uhr Nachts ist er gegangen und ich konnte mich beruhigen. Hatte aber immer wieder ein schlechtes Gewissen, ob er z.B. nach Hause gekommen ist.

Erst habe ich die Magenschmerzen als psychosomatisch gesehen, wegen dem Streß in der Beziehung. Da ich mir aber jetzt seit Montag Ruhe gönne, fällt mir vermehrt auf, dass sie phasenweise durch die Pilleneinnahme stärker werden. Manchmal ist es auch ein Magendruck in der Nacht. Ich versuche dreimal am Tag zu essen, aber manchmal fällt es mir durch die Schmerzen schwer. Heute habe ich beim Frauenarzt angerufen, weil ich mit dem Gedanken spiele, die Pille abzusetzen. Die Frau am Telefon wollte meine Nebenwirkungen wissen. Magenschmerzen, Appetitlosigkeit (Vielleicht Gewichtsabnahme, habe keine Waage da), Schlafstörungen, Depressionen. Meine Tage haben diesmal länger gedauert. Ich habe immer 5-6Tage und diesmal waren es 8 Tage plus 3 Tage oder so Schmierblutungen. Zuerst dachte ich noch, dass sich die Pille bei mir einpendeln muss, aber zur Zeit kam noch Kreislauf hinzu und Gereizheit, sowie leichte Atemnot. Ich habe gleich einen Termin bei dem Frauenarzt, weil sie mir eigentlich nicht empfehlen würden abzubrechen, weil es zu Zwischenblutungen kommen kann, aber wenn bei mir die Nebenwirkungen weg sind, ist mir das tausendmal lieber.

Außerdem habe ich einen neuen Hausarzt gefunden, bei dem ich jetzt meinen Magen abchecken lassen möchte. Meine Blutwerte würden mich auch mal interessieren, da ich vor 3 Jahren zuletzt eine Blutabnahme hatte.

Es kommt halt vieles aufeinander. Ich habe auch wegen den depressiven Verstimmungen einen Termin bei der psychosozialen Beratungsstelle gemacht, der Termin ist am 10 September.

Wenigstens habe ich es versucht.
 

kopf

Hallo zeitlos .
das leben ist schon hart und ich glaube ,du bist jemand ,dem gefahr droht ,
sich aufzureiben .
ich glaube ,du bist besonders , also sei es auch !
wie wäre es mal mit "40tagen in der Wüste".
bei dir habe ich das gefühle ,du willst dazu gehören !
wenn man besonders ist ,geht das natürlich nur schlecht !
vielleicht verkümmerst du in deinem umfeld !

ich kann mich natürlich komplett irren !

Lieben Gruß -kopf.
 
Themenstarter
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Schade, dass hier keine Frauen antworten. ^^'

Ich war wie gesagt Donnerstag beim FA und der hat mir trotz meiner Nebenwirkungen geraten, dass ich die Pille weiternehme. Er sagt zwar, er kann mich nicht dazu zwingen, aber er könne mir halt nicht helfen, wenn ich dann Blutungen danach bekomme.
Die letzte Zeit habe ich mich echt hilflos gefühlt. Ich habe die Entscheidung getroffen ab Donnerstag die Pille abzubrechen. Die Schmerzen im Magenbereich waren nicht mehr auszuhalten. Depressionen brauche ich auch nicht, zudem führt alles dazu, dass ich wieder Ängste entwickel, obwohl ich diese bearbeitet hatte damals....
Als ich die abgesetzt habe, wurde es etwas besser und ich konnte besser essen.
Natürlich verstehe ich, dass meine Hormone jetzt wohl durcheinander sind. Ich brauche einfach Geduld. Zwei Tage danach habe ich eine Abbruchblutung bekommen. Aber ich habe keine Unterleibsschmerzen. Das ist schon mal gut.

Heute war ich beim Hausarzt um meinen Magen zu checken. Übrigens der FA meinte, dass es NICHT von der Pille kommen kann, aber so ganz glaube ich ihm das nicht.
Der Hausarzt heute hat sich Zeit genommen. Ich bin neu bei ihm gewesen, weil mein anderer lange erkrankt war. Er findet, dass es durchaus sein kann, dass die Pille auf meinen Magen reagiert und er findet es nicht gut, dass man sich von Nebenwirkungen freispricht. Er hat mich abgetastet am Bauch und festgestellt, dass ich wohl viel Säure im oberen Magenbereich und Speiseröhre habe. Deswegen hat er mir Omeprazol verschrieben, welches ich schonmal 2008 benutzt hatte, als ich eine Magenschleimhautentzündung hatte. Ich soll 1 Woche 1x am Tag nehmen. Und Streß reduzieren. Mit meinem Freund habe ich mich soweit ausgesprochen und es hat sich der Streß etwas gelegt. Dann soll ich mich wieder beim Hausarzt melden.

Ich habe heute morgen soweit die erste Omep genommen auf relativ nüchternen Magen und bin fast eingenickt, was für das Medikament spricht, da ich mich auch wohl gefühlt habe und das Gefühl hatte, dass Heilung entstehen könnte. 2 Stunden danach habe ich etwas gegessen und mich gewundert, warum so starke Schmerzen auf einmal da waren. Ich denke, wahrscheinlich braucht der Magen einfach noch Zeit und ich habe ja erst mit der Medikation angefangen. Ich beobachte einfach weiter.

Was denkt ihr?
 

James

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20.05.08
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Hallo zeitlos,

wenn es Dir Recht ist, könnten wir Deinen Thread in die Rubrik "Gesundheit Frauen" verschieben. Wir denken, dass dann mehr qualifizierte Hinweise möglich wären. Was meinst Du?
 

ory

Moderatorin
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04.02.09
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Hallo zeitlos ,

das magenschmerzen vom stress(kummer) kommen kann kennt man ja .das der schmerz,das unwohlsein solange bleibt ,bis der kummer nicht „wirklich“ verdaut ist ,sieht hört und liest man auch immer wieder .:eek:)

Und wenn ich deine zeilen lesen,
Ich habe in der letzten Zeit phasenweise starke Magenkrämpfe ohne bestimmten Grund.

Angefangen hat es Anfang dieses Jahres, als ich mich von einer fast 2 Jährigen Beziehung getrennt habe und auch leicht abgenommen hatte.

Zudem werde ich oft traurig und bin sehr nah am Wasser gebaut.

Fühle mich schnell überfordert, auch wenn ich meiner Meinung nach nicht viel mache.

Ich mache mir viele Sorgen selbst und eigentlich habe ich gelernt damit umzugehen, auch mit Ängsten zu leben.

Ich helfe gerne Menschen, aber oft weiß ich nicht, ob ich in der Lage bin, mir selbst immer zu helfen.
empfinde ich , das du deinen stress/kummer noch stark mit dir rumträgst .

vielleicht sollte der stress , dein kummer erst einmal ausgetragen/wirklich verarbeite werden , um dann vom kopf her frei ,mit voller power wieder wirklich richtig durchstarten zu können.

lg ory:wave:
 
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