Mein Stuhl ist zu basisch - welche Folgen kann das haben?

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Alle Welt ist übersäuert - ich bin zu basisch.
Das hat eine Stuhluntersuchung ergeben.
Die Empfehlung des Labors - mehr frisches, rohes Obst und Gemüse.

Gut. Ich bin in mich gegangen und hab eingekauft - rohes Gemüse steht jetzt täglich auf dem Plan.

Was bedeutet aber diese basische Erkenntnis? Was passiert, wenn mein Körper zu basisch ist. Mit welchen gesundheitlichen Problemen muss ich da wohl rechnen?

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
 
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Hallo 6imo5,

ich lese immer wieder in „normalen“ - also nicht alternativen - Schriften, daß der Körper es selbst sehr gut schafft, sein Säure-Basen-Gleichgewicht zu erhalten und daß eine Übersäuerung normalerweise nicht stattfindet. Das dürfte dann auch für eine „Überbasierung“ gelten (?).

Wie Kate schon schreibt: Eine Stuhluntersuchung sagt nicht so viel aus, u.a. weil sie sehr vom jeweiligen Essen abhängt.


Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, der pH-Wert des Stuhls hat wenig mit dem pH-Wert des Gewebes zu tun und viel mit dem Mikrobiom und der Nahrung. Es fehlen offenbar Säuerungsbakterien wie Laktobazillus.
 
Mein HP hat mir jetzt so ein Kombimittel verordnet. Ich werde sehen, ob ich irgend eine Veränderung bemerke, denn eigentlich geht mirs gut. Ich weiss nur nicht, was passieren würde, wenn "basisch" zum Problem würde....
 
Eine Stuhluntersuchung sagt nicht so viel aus, u.a. weil sie sehr vom jeweiligen Essen abhängt.
Das meinte ich nicht. Sie sagt schon einiges über die Darm-(Mikrobiom-)Gesundheit aus - nur eben nicht, dass der Körper insgesamt übersäuert ist.

Hier Threads mit "Stuhl-PH" in Titel oder Stichworten:

Vor allem dieser könnte interessant sein:
 
Hier einige Textbausteine aus einem medivere-Befund von 2020:
Der Stuhlbefund weist auf ein ausgeprägtes Fäulnismilieu hin. Die dafür verantwortlichen Fäulnisbakterien verstoffwechseln vorwiegend Eiweiß und Fett, wobei toxisch wirkende, alkalisierende Metabolite entstehen, die längerfristig zu einer Schädigung der Darmschleimhaut führen können. Die im Darm anfallenden Stoffwechselprodukte werden von der Leber entgiftet, wodurch das Organ erheblich belastet werden kann (endogene Intoxikation). Auch die antagonistische Säuerungsflora (Protektive Flora) ist vermindert und kann aufgrund einer gestörten Kolonisationsresistenz eine Vermehrung pathogener Keime begünstigen.
Diese Konstellation führt zu einem Anstieg des pH-Wertes.
Mögliche Ursachen sind eine einseitige eiweißreiche Ernährung, eine Maldigestion (exokrine Pankreasinsuffizienz) oder ein Plasmaeiweißverlust ins Duodenum z.B. durch entzündliche Schleimhautveränderungen.
Enterobacteriaceae können durch Produktion alkalisierender Stoffwechselprodukte den pH-Wert im Colon erhöhen, so dass die antagonistische Säuerungsflora (Protektive Flora) zunehmend in ihrem Wachstum gehemmt und verdrängt wird.
 
Hier einige Textbausteine aus einem medivere-Befund von 2020:
Der Stuhlbefund weist auf ein ausgeprägtes Fäulnismilieu hin.

Im Magen wird die Nahrung durch Säuren (u.a. Salzsäure) verdaut. Sie gelangt dann in den Zwölffingerdarm. Durch das stark basische Sekret der Bauchspeicheldrüse wird die saure Nahrung neutralisiert und alkalisiert, also basisch. M.E. ist ein basischer Stuhl also der Normalfall eines gesunden Menschen.

Bei Fäulnis (Gärung) entstehen lt. wikipedia:

Die bei Fäulnis entstehenden Stoffwechselprodukte sind vor allem
- organische Stoffe, vor allem Propionsäure, Essigsäure, Buttersäure, Ethanol und verschiedene Amine, und
- anorganische Stoffe, vor allem Ammoniak und Schwefelwasserstoff.

Viele Stoffe, die bei Fäulnis entstehen sind Säuren (unterstrichen), Ammoniak und Amine sind basisch.

Viele Fäulnisprodukte sind flüchtig und für den unangenehmen Geruch verantwortlich, der bei Fäulnisprozessen entsteht.

Wenn Fäulnis vorliegen würde (wie in dem o.g. Artikel angenommen), müsste man es aber riechen. Außerdem sind die meisten Gärungsprodukte gasförmig, würden also zu Blähungen führen.

Beides (unangenehmer Geruch, Blähungen) werden aber von @6imo5 nicht erwähnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Fäulnis" im Kontext von Mikrobiomuntersuchungen meint etwas anderes, viel Spezifischeres. Propionsäure und Buttersäure sind als Produkte der Darmflora positiv zu werten, genauso wie Milchsäure und Essigsäure. Das wird nicht als Fäulnis gewertet, sondern m. W. eine zu späte Verwertung von Eiweißen und Aminosäuren durch bestimmte Bakterien, wobei schädliche Stoffe, v.a. Amine, gebildet werden. Und das Gleichgewicht zwischen der (guten) Säuerungsflora und der (schlechten) "Fäulnisflora" hat eben doch ganz viel mit dem pH-Wert zu tun.

M.E. ist ein basischer Stuhl also der Normalfall eines gesunden Menschen.
Nun, es ist halt trotzdem falsch. Der Normalwert liegt bei 5,5 bis 6,5, also im leicht sauren Bereich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo vigesimo
Beides (unangenehmer Geruch, Blähungen) werden aber von @6imo5 nicht erwähnt.
Sie beschreibt ihre Symptome gar nicht. Bei mir war es damals zu merken, allerdings war der gesamte Befund in sich so unschlüssig (es gab keine Zusammenschau der - wohl - Textbausteine zu den einzelnen abweichenden Werten), dass ich erstmal keine Lust mehr hätte, so eine Untersuchung zu wiederholen. Wobei ich so Sachen wie Calprotectin, Verdauungsrückstände, Pankreaselastase, sIgA, Zonulin (was ich aber eher im Blut untersuchen lasse) ... schon interessant finde. Und wenn ich "Fäulnis" eh schon selbst bemerke, kann ich ja auch etwas tun ohne Stuhltestergebnis.
 
Der Dickdarm sollte ja ein saures Milieu haben.
Dazu KI:

"...Im Gegensatz zu Magen ist ein saures Milieu im Dickdarm (pH-Wert 5,5 bis 6,5) natürlich und gesund. Es wird von nützlichen Bakterien (wie Laktobazillen und Bifidobakterien) durch die Fermentation von Ballaststoffen gebildet. Dieses saure Milieu hält schädliche Fäulnisbakterien in Schach und schützt die Darmschleimhaut.
Was tun bei Problemen?
  • Zu sauer? Eine Übersäuerung im Sinne von saurem Aufstoßen oder Sodbrennen betrifft den Magen, nicht den Dickdarm.
  • Zu basisch? Wenn der pH-Wert im Dickdarm zu hoch ist (z. B. durch falsche Ernährung), fehlt die gesunde Säure. Dies begünstigt Fehlbesiedlungen und Verdauungsbeschwerden.
  • Die Lösung: Eine darmfreundliche, ballaststoffreiche Ernährung fördert die guten Bakterien, die den Darm auf natürliche Weise „sauer“ halten.
Wichtige Helfer für das richtige Milieu:
  • Resistente Stärke: Unterstützt gezielt die Bildung von gesunder Buttersäure im Dickdarm.
  • Präbiotika: Futter für die guten Bakterien (enthalten in Zwiebeln, Knoblauch, Spargel oder Chicorée).
  • Ausreichend Flüssigkeit: Unterstützt den Transport im Darm..."
 
´Nehmt mirs bitte nicht übel, aber ich versteh immer weniger, wovon hier gesprochen wird. Symptome? Ich hatte eine Zeit lang mit Sodbrennen zu tun, das hat sich wieder gegeben. Ich hatte eine Zeit lang mit Blähungen zu tun (schlimm, ich konnte kaum noch aus dem Haus gehen, Blähungen haben sich einfach entladen....) das hat sich insofern gebessert, daß sich Winde nur noch vor dem Stuhlgang bemerkbar machen.
Blähungen einst und jetzt riechen nicht.

Ich esse nur selbst gekochte und frische Dinge, überwiegend aus meinem Garten. Der Empfehlung, mehr rohe Dinge zu essen, komme ich nach, in Form von Gurke, Paprika, Karotten --- nicht ausm Garten - und Kräutepesti. Brot back ich weitgehend selber und ich esse nur zweimal am Tag, kein Frühstück, Mittagessen gegen 11 Uhr und Abendessen vor 18 Uhr.

Ich hab eine Tyramin Intoleranz, die mich durch meinen Speiseplan begleitet.
Mein HP hat die Stuhluntersuchung empfohlen, um der Intoleranz auf die Schliche zu kommen, deshalb nehm ich jetzt diese "Synerga" Tropfen vor einer Malhlzeit.

Laborergebnisse: Fäulnisflora, Histaminbildner, Pilze, Maldigestion, Entzündung, Intestinale Permeabilität - absolut im Normbereich.
p-H Wert und Immunität hoch und protektive Säuerungsflora sehr niedrig.

Ich hab anscheinend "erhöhte slgA-Konzentrationen" im Stuhl, die auf eine erhöhte Aktivierung des Mucosalmunsystems schliessen lassen -----

Ihr müsst wirklich nicht auf die Befunde eingehen - sie sollten nur ergänzend sein.
 
Verstehe ich richtig, dass Deine einzige Frage war, ob "zu basischer Stuhl" gleichzusetzen ist mit "zu basischer Körper" und dass diese jetzt beantwortet ist für Dich?

Dass somit das Thema abgehakt ist (Du also nicht ergründen möchtest, wie es zu dem Befund kam)? Du bist ja die Thread-Eröffnerin.

Das
Ich hab eine Tyramin Intoleranz, die mich durch meinen Speiseplan begleitet.
Mein HP hat die Stuhluntersuchung empfohlen, um der Intoleranz auf die Schliche zu kommen,
finde ich allerdings eine interessante Information, der man eventuell nachgehen könnte.
 
Eigentlich wollte ich nur wissen, was passiert, wenn ich zu basisch bin. Was das für Symptome auslöst, was für gesundheitliche Folgen das haben kann.

Vielleicht ist das für das Forum zu naiv gedacht.

Mir gehts ja gut. "ich spür ja nix" - ausser dem verflixten Tyramin, das mich durchaus ausbremst, wenns ums essen geht.

Diese Tropfen, die mir der HP empfohlen hat, nehmen wohl auch Einfluss auf das Histamin, das ja stark dem Tyramin ähnelt. Wohl die Darmschleimhaut stärkt und schützt. - Wobei die Stuhluntersuchung da nichts auffälliges ergeben hat.
Weder mein HP noch meine Ärztin können mit dieser Tyramin Intoleranz was anfangen. Symptome werden nicht ernst genommen - nicht einmal, wenn ich den Notarzt brauch, weil mein Blutdruck in Sekunden auf 230/130 hochschnellt und mein Herz rast.... Tyramin ist einfach unbekannt. Ausser, bei Migräneärzten, da wird auf den Cheese Effekt hingewiesen.

Ich bin mit den Antworten sowohl überfordert, als auch zufrieden, denn da hab ich kein "Achtung Lebensgefahr" rausgelesen.

Aber für Eure Aufmerksamkeit bedanke ich mich herzlich.
 
... Diese Tropfen, die mir der HP empfohlen hat, nehmen wohl auch Einfluss auf das Histamin, das ja stark dem Tyramin ähnelt. Wohl die Darmschleimhaut stärkt und schützt. -
Vielleicht habe ich es überlesen? Auf jeden Fall wüße ich gerne, was für Tropfen das sind ...

Grüsse,
Oregano
 
nicht einmal, wenn ich den Notarzt brauch, weil mein Blutdruck in Sekunden auf 230/130 hochschnellt und mein Herz rast
Gibt es äußere Anlässe für den plötzlichen Anstieg des Blutdrucks, z.B.
- Anrufe über Handy oder DECT-Telefon
- Mikrowellenöfen
- Infraschall durch Windmühlen, LKWs, die Anfahren oder Bremsen
- Bahnstrom von Zügen, die Anfahren oder Bremsen
- Bauarbeiten z.B. Presslufthämmer
oder ähnliche Ereignisse, die sich auf das Herz auswirken können?
 
Die Frage ist doch, wo und wie wird dieses "Übersäuertsein" überhaupt gemessen? Im Stuhl ganz sicher nicht, denn ein zu hoher pH-Wert im Stuhl, also ein basischer Stuhl ist der Gesundheit offensichtlich eher nicht zuträglich, da damit auch immer Fäulnisprozesse verbunden sind, die die Leber zusätzlich belasten.
 

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