LSD-Mikrodosierung lindert Depression ohne größere Nebenwirkungen

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15.11.2025

Forscher berichten, dass eine achtwöchige Behandlung mit zweimal wöchentlichen LSD-Mikrodosen bei schweren Depressionen durchführbar und gut verträglich war. Die Werte auf der Montgomery-Åsberg-Depressionsskala (MADRS) sanken am Ende der Behandlung um 59,5 % und blieben bis zu sechs Monate lang stabil. ...
Insgesamt nahmen 19 Teilnehmer an der Studie teil und erhielten die Intervention. ...
Die Teilnehmer nahmen über einen Zeitraum von acht Wochen 16 sublinguale Dosen ein, beginnend mit 8 μg in der Klinik, dann zweimal wöchentlich 6–20 μg zu Hause, wobei die Dosierung mithilfe einer Studien-App angepasst wurde, die die subjektiven Wirkungen am Ende des Tages erfasste. Die Teilnehmer wurden angewiesen, potenziell riskante Aktivitäten für 6 Stunden nach der Einnahme zu vermeiden und nach 14 Uhr keine Dosis mehr einzunehmen, um Schlafstörungen zu begrenzen. ...
Die Autoren beschreiben vorläufige Anzeichen einer antidepressiven Wirkung und Verbesserungen bei entsprechenden Messwerten. Als Fortsetzung dieses Programms ist eine randomisierte kontrollierte Phase-2B-Studie geplant, um die Überlegenheit von LSD gegenüber Placebo zu bewerten. ...

19 Teilnehmer ist eine kleine Teilnehmerzahl. - Eine weitere Studie wird zeigen, ob das jetzige Ergebnis bestehen bleibt.

Grüsse,
Oregano
 
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Der neue Hype – denn all diese Stoffe wirken nicht primär antidepressiv, aber man sucht wieder nach Lösungen.


Es gab sogar ein sehr großes Projekt in Mannheim. Dort wurde Psilocybin untersucht. Und sogar bei Makrodosen hat nur etwa ein Drittel profitiert.


Dazu sollte ein umfangreiches Buch bald erscheinen. / war das Ganze deswegen? Ironie?/

 
all diese Stoffe wirken nicht primär antidepressiv, aber man sucht wieder nach Lösungen.

Es gab sogar ein sehr großes Projekt in Mannheim. Dort wurde Psilocybin untersucht. Und sogar bei Makrodosen hat nur etwa ein Drittel profitiert.
ist da vielleicht eine negativistische Grundhaltung ? Was bedeutet "primär antidepressiv" ? Warum soll man nicht nach Lösungen suchen ?


KI:

Nachfolgend eine strukturierte Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse aus der aktuellen Forschung zu Psychedelika in Psychiatrie und Psychotherapie. Die Darstellung basiert auf robusten, wiederholt replizierten Studienergebnissen und Meta-Analysen (ohne Anspruch auf einzelne Studiendetails oder tagesaktuelle Regulatory-Updates).




Zentrale Ergebnisse der Psychedelika-Forschung​


1. Psilocybin-unterstützte Psychotherapie​


Indikationen: Depression, Angst bei lebensbedrohlicher Erkrankung, Substanzabhängigkeiten.


Ergebnisse:


  • Behandlungsresistente Depression:
    • Signifikante Reduktion depressiver Symptome bereits nach 1–2 Sitzungen.
    • Ein Teil der Patientinnen und Patienten zeigt lang anhaltende Remissionen (mehrere Monate).
    • Wirkung häufig schneller als klassische Antidepressiva.
  • Angst/Depression bei schwerer somatischer Erkrankung:
    • Anhaltende Reduktion existenzieller Angst, verbesserte Lebensqualität.
  • Suchtbehandlung:
    • Psilocybin kann substanzbezogene Craving-Muster reduzieren.
    • Frühstudien zeigen erhöhte Abstinenzraten (Nikotin/Alkohol).

Konsens: Psilocybin zeigt ein hohes therapeutisches Potenzial, die Evidenzbasis wächst stabil.




2. MDMA-unterstützte Psychotherapie​


Indikation: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).


Ergebnisse:


  • Hohe Ansprechrate bei schwerer, chronischer PTBS.
  • Viele Patientinnen und Patienten erreichen klinische Remission nach 2–3 MDMA-Sitzungen plus Psychotherapie.
  • Verbesserungen sind häufig über ein Jahr hinweg stabil.
  • Besonders effektiv bei komplexem Trauma, militärischem Trauma und bei Patientinnen/Patienten, die auf Standardtherapie kaum ansprechen.

Konsens: MDMA gehört zu den am besten untersuchten Psychedelika und zeigt klare, robuste Effekte bei PTBS.




3. Ketamin / Esketamin​


Indikation: Akute Depression, suizidale Krisen.


Ergebnisse:


  • Sehr schneller Wirkungseintritt (Stunden bis wenige Tage).
  • Besonders wirksam gegen akut-suizidale Symptomatik.
  • Wirkung hält oft 1–2 Wochen an; für Nachhaltigkeit sind wiederholte Anwendungen oder Integrationstherapie erforderlich.

Konsens: Ketamin ist kein klassisches Psychedelikum, aber der bislang klinisch am breitesten implementierte Wirkstoff in diesem Feld.




4. LSD-unterstützte Psychotherapie​


Indikationen: Angststörungen, Depression, Cluster-Kopfschmerz, Suchterkrankungen.


Ergebnisse:


  • Positive Effekte auf Angst und Depressivität bei unterstützter Psychotherapie.
  • Erste Hinweise auf starke Wirksamkeit gegen Cluster-Kopfschmerz (historische und moderne Daten).
  • Die Studienlage ist kleiner als bei Psilocybin.

Konsens: Vielversprechend, aber aktuell weniger gut dokumentiert.




5. Ayahuasca/DMT​


Indikationen: Depression, Traumaverarbeitung, Sucht.


Ergebnisse:


  • Akut rasche Stimmungsverbesserung.
  • Teils länger anhaltende Effekte bei therapieresistenter Depression in kleinen Kohorten.
  • Starke interindividuelle Variabilität; Risiko für schwierige emotionale Episoden.

Konsens: Wirksamkeit plausibel, jedoch heterogene Studienlage.




Übergreifende psychologische Ergebnisse​


1. Therapeutische Prozesse​


  • Erhöhte emotionale Zugänglichkeit und Reduktion von Vermeidungsverhalten.
  • Beschleunigte therapeutische Öffnung, besonders bei Trauma, Depression und Schuld-/Schamthemen.
  • Neubildung oder Reorganisation persönlicher Narrative.
  • Erhöhte neuropsychologische Flexibilität (Plastizitätsfenster).

2. Qualität der Erfahrung als Wirkfaktor​


  • Intensität „bedeutsamer“, „mystisch“ oder transpersonal erlebter Erfahrungen korreliert häufig mit therapeutischem Erfolg.
  • Setting, Vorbereitung und Integration sind entscheidende Wirkvariablen.



Sicherheits- und Risikoprofil (Ergebnisse aus Studien)​


Niedrige Raten schwerer unerwünschter Ereignisse​


  • Bei sorgfältigem Screening nahezu keine anhaltenden psychotischen Episoden.
  • Akute Angstreaktionen möglich, jedoch im professionellen Setting gut steuerbar.

Wichtige Ausschlusskriterien​


  • Akute Psychosen, bipolare Manie, instabile Herz-Kreislauf-Erkrankungen (insb. MDMA), unkontrollierte kardiovaskuläre Risiken.



Gesamtbewertung​


  • Psychedelika sind keine isolierten Medikamente, sondern therapieverstärkende Werkzeuge.
  • Die derzeitige Evidenz zeigt deutliche, teilweise außergewöhnlich große Effektstärkenbei ausgewählten Indikationen, vor allem:
    • PTBS (MDMA)
    • Behandlungsresistente Depression (Psilocybin, Ketamin)
  • Langzeitdaten sind im Aufbau; klinische Übersetzungen erfordern strenge Standards.

Wichtige Quellen (Studien & Reviews)​


  1. Evidence Brief: Psychedelic Medications for Mental Health and Substance Use Disorders
    • NCBI Bookshelf, Übersicht über MDMA, Psilocybin, Ketamin etc. NCBI
  2. Efficacy and Safety of Four Psychedelic-Assisted Therapies …: Systematic Review & Meta-Analysis
    • Meta-Analyse über Psilocybin, LSD, MDMA und Ayahuasca bei Depression, Angst, PTBS. PubMed
  3. Efficacy of Psychoactive Drugs for the Treatment of PTSD
    • Systematische Übersichtsarbeit zu MDMA, Ketamin, LSD, Psilocybin bei PTBS. PubMed
  4. The effectiveness of psychedelic breakthrough therapies …
    • Dissertation / Meta-Analyse (3-Level) über Psilocybin- und MDMA-unterstützte Therapie, mit Effektgrößen + Langzeitdaten. Phaidra
  5. Psychedelika-assistierte Therapie bei Angstsymptomen und existenzieller Not
    • Cochrane-Review zu Psilocybin, LSD und MDMA bei Angst & Depression durch lebensbedrohliche Erkrankungen. Cochrane
  6. Ethische Aspekte der Therapie mit Psychedelika
    • Artikel in „Die Psychotherapie“, diskutiert Sicherheit, soziale Kognition, Suggestibilität etc. SpringerLink
  7. Neuroplasticity and Psychedelics
    • Review zu neuroplastischen Wirkungen klassischer und nicht-klassischer Psychedelika (inkl. Ketamin, MDMA) in präklinischen & klinischen Modellen. arXiv
  8. Übersichtspapier Psychedelika in der Psychopharmakotherapie
    • Überblick über historische und moderne Studien, Wirkung, Risiken. Home
  9. Forschung der MIND Foundation
    • Informationen zu laufenden und geplanten Studien in Europa, inkl. Psilocybin + Psychotherapie. MIND Foundation
  10. Medizinischer Artikel (Universimed) zu Psychedelika in der Psychiatrie
    • Erklärt Wirkmechanismen (z. B. Default Mode Network), Ergebnisse aus klinischen Studien. universimed.com
 
ist da vielleicht eine negativistische Grundhaltung ? Was bedeutet "primär antidepressiv" ? Warum soll man nicht nach Lösungen suchen ?
Von einer KI kann man nichts anderes erwarten. Ketamin ist eigentlich eine Partydroge, und ich kenne sehr viele Berichte, bei denen es sich für die betroffenen Personen negativ ausgewirkt hat. Außerdem schießt der Blutdruck in die Höhe.
Ich würde raten, den lebendigen Menschen hinter dem ganzen Boom zu lesen, der selbst damit experimentiert hat und die neuen Daten ausgewertet hat: Felix Hasler in seinem Buch „Neue Psychiatrie“. Ein ganzes Kapitel ist genau diesem Thema gewidmet.
Besonders besorgniserregend ist wieder die Vertuschung oder Zurückhaltung der negativen Studien, die nicht ins Schema passen. Hauptsache, die Kasse klingel – das ist ja klar.

@zui11 -

Weil... es keinen eindeutigen biologischen Marker gibt, stellt der Begriff Depression im Grunde nur ein Produkt der DSM-Kodierung dar. Mehr nicht, als der "Sammelbegriff".
Es gibt dazu sehr viel Fachliteratur von Autoren, die noch leben. Und keine KI. Ich empfehle , da einfach mal hineinzuschauen — wenigstens kurz..
LG.

P.S. Zum Beispiel:



P.S.

Wie verwirrend der ganze Begriff Depression für erfahrene Psychiater ist, kann man auch in diesem Buch nachlesen – anstatt KI zu zitieren.



Dieser Autor bringt es auf den Punkt:


 
Zuletzt bearbeitet:
Ketamin ist eigentlich eine Partydroge
nein, es ist eigentlich ein bewährtes pharmakologisches Mittel , bislang eingesetzt bei zB chron. neurophatischen Schmerzen, Fibromyalgie, post OP-Schmerzem etc.

Studien, die nicht ins Schema passen. Hauptsache, die Kasse klingel – das ist ja klar.
das dürfte wohl eher die oben zitierten Studien betreffen... Substanzen , die nicht patentierbar sind und deswegen keine Kassen klingeln lassen. Antidepressiva sind eine gigantische Goldgrube die es zu verteidigen gilt !

Von einer KI kann man nichts anderes erwarten
?
 
Weil... es keinen eindeutigen biologischen Marker gibt, stellt der Begriff Depression im Grunde nur ein Produkt der DSM-Kodierung dar.
Ich meine, das bestreitet hier niemand. Ich sehe Depression als ein Symptom, das viele Ursachen haben kann. Einige davon kann man ergründen und behandeln (z.B. Krankheiten/Fehlfunktionen, die den Stoffwechsel beeinflussen, nur beispielhaft Schilddrüsenfehlfunktionen, Porphyrie, Morbus Wilson, Morbus Hartnup, Histamindysbalancen, Nährstoffmängel), einige bisher nicht. Von daher finde ich den Versuch einer möglichst schonenden Symptombehandlung hier naheliegend. Du schreibst ja selbst, wie quälend der Zustand ist. Manchmal liefert eine Symptombehandlung auch Hinweise auf die Ursache (hilft z.B. ein Antihistaminikum, weist das auf eine Histaminbeteiligung hin).
 
das dürfte wohl eher die oben zitierten Studien betreffen... Substanzen , die nicht patentierbar sind und deswegen keine Kassen klingeln lassen. Antidepressiva sind eine gigantische Goldgrube die es zu verteidigen gilt !

?
Das alles ist eine Goldgrube – ganz egal, worum es geht.
Sieh dir den Beitrag von @Kate an.


Ich würde das Thema nicht weiter vertiefen, denn KI verwendet all diese Narrative und ist nicht objektiv.


Es gibt keine allgemeingültige Substanz, weil "Depression" ein Sammelsurium von Symptomen beschreibt. Doch all diese Symptome hängen von vielen Faktoren ab, die weder ins DSM passen noch hinterfragt oder berücksichtigt werden.


Alles Gute weiterhin.

Der( innere) Zustand ist quälend, aber dazu passt der Begriff Qualia: Das ist keine Definition, die man benutzt, um Geld abzukassieren. Und genau darin liegt der Unterschied.



@zui11 -

Ich erkläre es dir an einem einfachen Beispiel:


Ein Mensch bekommt es wegen HIT, ein anderer hatte Krebs – das ist die Ursache. Noch ein anderer wurde gefeuert, hat keinen Job mehr und hat Angst, auf der Straße zu landen. Ein weiterer wollte mit vielen Frauen schlafen, aber es funktionierte nicht. Und noch jemand war in einem Kriegsgebiet und schwer traumatisiert.


Dann der zweite Schritt:


Alle bekommen die Diagnose „Depression“, vereinfacht gesagt.


KI hier ist wirklich deplatziert, denn sie bedient nur bestimmte Algorithmen, die sie nicht hinterfragt – wie in meinem "Fall".
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles Gute weiterhin.
dir auch, danke... mir hat u.a. Fliegenpilz Mikrodosis recht gut geholfen bisher. Ständig nur meine Situation beklagen hätte sich bei mir nicht positiv ausgewirkt.

Es gibt keine allgemeingültige Substanz, weil "Depression" ein Sammelsurium von Symptomen beschreibt.
das dürfte wohl beides unstrittig sein (besser: ein Symptom für ein Sammelsurium an möglichen dahinter verborgenen Problemen oder auch Mangeln an irgendwas...)

Der( innere) Zustand ist quälend
ja ich weiß , und auch, das bei seinen Liebsten mit zu tragen
.
 
Zuletzt bearbeitet:
dir auch, danke... mir hat u.a. Fliegenpilz Mikrodosis recht gut geholfen bisher


das dürfte wohl beides unstrittig sein (besser: ein Symptom für ein Sammelsurium an möglichen dahinter verborgenen Problemen oder auch Mangeln an irgendwas...)
.
Da mache ich nicht locker.
Der Mensch, der einen sehr guten Job verloren hat und sich deswegen depressiv fühlt, ist nicht vergleichbar mit dem anderen Menschen, der nach dem Gesundheitscheck erfahren hat, dass er Krebs mit Metastasen hat, und auch nicht mit dem anderen, der die Scheidung nicht bewältigen konnte.
Alle haben depressive Gefühle.
Würdest du sie alle unter einen Kamm scheren? Das würde die Situation nur verschlimmern+verzerren!. Und bestimmt nicht mit LSD oder Psychopharmaka behandeln, denn das alles ist das Leben, wie es ist.
Was diesen Pilz angeht, der in diesem Forum als Heilmittel beworben wurde: Die KI hat ihre sogenannte „eigene Meinung“ mehr als drei- oder vielfach geändert. Für mich gehört sie in die Mülltonne – ich würde der Maschine keinen Glauben mehr schenken.
Schönen Tag noch.
LG.
 
manchmal kann ein individuell geeignetes Mittel auch bewirken oder dabei unterstützen, dass man überhaupt wieder in die Lage kommt, Dinge zu verändern (sofern möglich) oder eben anders damit umzugehen. Oder vielleicht durch Bewußtseinserweiterung eine andere Betrachtung zu bekommen, was ja manchmal auch hilfreich sein kann.

Ich werde nach dem positiven Fliegenpilz - Versuch auch mit Microdosing anderer Psychedelika weiter meine Selbstforschung in Eigenverantwortung betreiben. Bei mir hat Iboga scheinbar nichts bewirkt, bei anderen viel.
 
Weil... es keinen eindeutigen biologischen Marker gibt, stellt der Begriff Depression im Grunde nur ein Produkt der DSM-Kodierung dar. Mehr nicht, als der "Sammelbegriff".
Daß es bislang keinen eindeutigen biologischen Marker gibt bzw. man keinen kennt, heißt übrigens nicht, daß Depression keine biologischen Marker haben kann. Es ist deshalb sehr gut möglich, daß für größere Gruppen von Patienten bestimmte biologische oder pharmakologische Therapien wirken. Man muß Depression jetzt nicht für ein absolutes, unlösbares Mysterium erklären.

Ich glaube auch, alle hier stimmen dir zu, daß es viel sinnvoller wäre, die individuellen Ursachen des einzelnen Patienten für seine depressiven Symptome herauszufinden. Genau dabei wollen dir viele hier ja helfen. Aber dafür braucht es eben auch sehr genaue Selbstbeobachtung (worauf reagiere ich wie) und genaue Beschreibung, was passiert.

Auf Chris Masterjohns Substack hat jemand einen Post geschrieben, der ähnlich klingt wie das, was du schreibst:
Können wir über die Idee sprechen, dass „Depression“ nicht unbedingt eine eigenständige Krankheit mit nur einer einzigen Ursache ist?

„Depression“ ist eine Liste von Symptomen, die im DSM beschrieben sind. Die Diagnose wird gestellt, wenn eine Person zwei Wochen lang fünf dieser neun Symptome aufweist. Das bedeutet, dass es 126 verschiedene Kombinationen von Symptomen gibt, die als „Depression“ bezeichnet werden könnten, und dass das DSM keinen bestimmten zugrunde liegenden physiologischen Zustand verlangt, um diese Bezeichnung anzuwenden. Daher bezieht sich die Bezeichnung „Depression“ nicht wirklich auf einen bestimmten physiologischen Zustand. Es handelt sich lediglich um eine Liste, die jemand erstellt und in einem Buch veröffentlicht hat.

Es kann viele verschiedene Ursachen für jede dieser 126 Kombinationen von 5 Symptomen geben.

Die Dinge, die Sie beschreiben, sind hilfreich, wenn sie die besonderen Ursachen für die Symptome einer bestimmten Person ansprechen.

Eine Darmdysbiose kann eine Untergruppe der 9 Symptome hervorrufen.

Ein dysreguliertes Nervensystem kann eine Untergruppe der 9 Symptome hervorrufen.

Ein dysreguliertes Nervensystem kann zu einer Dysbiose beitragen.

Bei einer Person, die 5 dieser 9 Symptome aufweist, können potenziell viele Dinge vor sich gehen.

Dies ist keine Kritik an dem, was Sie hier posten. Es ist eher der Wunsch, sich von diesen DSM-Bezeichnungen zu lösen, die keinen definierbaren physiologischen Zustand beschreiben, und die Dinge beim Namen zu nennen. Nährstoffmangel, Störungen der Neurotransmitter aus einem von vielen möglichen Gründen, Darmdysbiose aufgrund von Antibiotikaeinnahme, anhaltender Stress usw., Dysregulation des Nervensystems aufgrund von anhaltendem Stress. Tatsächlich kann jeder der oben genannten Faktoren zu einer Dysregulation des Nervensystems beitragen.

„Depression” ist keine Sache. Es ist ein Etikett, das von Menschen verwendet wird, die nicht verstehen, wie Symptome mit Vorgängen im Körper zusammenhängen. Wir sollten ihr Unverständnis nicht bestätigen, indem wir weiterhin in ihrer Sprache sprechen.
Und darauf seine Antwort:
Ich stimme zu, obwohl ich dies auf jede Diagnose anwenden würde, da eine Diagnose nur ein Modell zur Vorhersage der Wahrscheinlichkeit des Nutzens einer Behandlung ist und nicht, wie die meisten Menschen es interpretieren, eine Wahrheit. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es Ihnen hier gelungen ist, eine alternative Art und Weise zu finden, darüber zu sprechen. Wenn jemand depressiv wäre und wissen wollte, was ich für die richtige Vorgehensweise halte, und auf meiner Website nach einem Protokoll zur Behandlung seines Problems suchen würde, was sollte oder würde er Ihrer Meinung nach suchen, damit ich es im Namen meines Protokolls verwenden könnte und er es finden würde?
Quelle: https://chrismasterjohnphd.substack.com/p/the-science-behind-the-depression/comment/163638011
 
Ein Mensch bekommt es wegen HIT, ein anderer hatte Krebs – das ist die Ursache. Noch ein anderer wurde gefeuert, hat keinen Job mehr und hat Angst, auf der Straße zu landen. Ein weiterer wollte mit vielen Frauen schlafen, aber es funktionierte nicht. Und noch jemand war in einem Kriegsgebiet und schwer traumatisiert
Ich hatte im Leben Situationen, die depressiv hätten machen können. Für mich waren solche Ereignisse kein Grund zur Depression, sondern förderten eine Haltung des „jetzt erst recht!“ In Katastrophengebieten gab es Menschen, die mit bloßen Händen Verschüttete ausgruben, während andere in Schockstarre verfielen. Ich weiß nicht, ob es Medikamente gibt, die die Resilienz steigern. Die könnten für alle solche Fälle passen.
 
Ich weiß nicht, ob es Medikamente gibt, die die Resilienz steigern.
Nein, die gibt es nicht. Resilienz kann man sicher lebenslang trainieren, aber man kann sie sich nicht einfach herbeientscheiden ("es wäre besser, wenn ich jetzt mal resilient bin") oder herbeitherapieren, wenn man sie bräuchte. Resilienz gehört zu den Grundanlagen der Persönlichkeit, die man weitgehend als gegeben ansehen sollte, genauso wie Intelligenz und Schlafbedürfnis und tausend andere individuelle Merkmale.

Natürlich gibt es Menschen, deren Depressionrisiko lebenslang fast Null ist, genauso wie für andere das Risiko, Übergewicht zu entwickeln oder Magenkrebs zu bekommen, fast Null ist.
 
Was diesen Pilz angeht, der in diesem Forum als Heilmittel beworben wurde: Die KI hat ihre sogenannte „eigene Meinung“ mehr als drei- oder vielfach geändert. Für mich gehört sie in die Mülltonne – ich würde der Maschine keinen Glauben mehr schenken.
Schönen Tag noch.
Die KI ändert ihre Meinung m.E.n. nur, wenn sie mit weiteren Informationen gefüttert wird, die ihr vorher nicht vorlagen.
 
Ich hatte im Leben Ich hatte im Leben Situationen, die depressiv hätten machen können. Für mich waren solche Ereignisse kein Grund zur Depression, sondern förderten eine Haltung des „jetzt erst recht!“. In Katastrophengebieten gab es Menschen, die mit bloßen Händen Verschüttete ausgruben, während andere (....) ... Resilienz

Das hat nicht mit Resilienz zu tun.... lange nachdem du sie ausgegraben hast (in dieser Situation bist du geflutet von Stresshormonen) kannnst du noch in schwere Depressionen versinken, und die werden auch oft nicht als solche erkannt und zeigen sich mitunter somatisch . Das nennt man dann posttraumatische Belastungsstörung.

Dein Beitrag klingt herablassend, als wären depressive Menschen einfach Schwächlinge.

Meistens neigen aber eher Leute mit eigentlich positiven Eigenschaften (sensibel, empathisch, intelligent, sozial usw) zur Depressivität. Ausserdem ist das offtopic.

Übrigens liegen die Ursachen mAn zumeist in der frühen Kindheit und werden nicht erinnert. Auch die Traumata (die Geschichte der Menschheit ist grausam) unserer Eltern/ Vorfahren übertragen sich mit der Zeugung und wir übertragen sie weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muß Depression jetzt nicht für ein absolutes, unlösbares Mysterium erklären.
Richtig, aber es stellt sich die Frage, warum das so ist.


Es gibt keine „Depression“ als einheitliche, klar abgegrenzte Krankheit, genauso wenig wie es eine einheitliche „Schizophrenie“ gibt.
Es gibt bestimmte Muster, also psychische und körperliche Reaktions-Patterns, die unter bestimmten Ursachen und Bedingungen aktiviert werden können.


Und es gibt auch keine- ( eine für alle Fälle) -Depressionstherapie an sich, weil jeder Mensch! individuell ist.


Wenn ein älterer Mensch enorme Angst vor dem Tod hat und darunter leidet, dann werden viele relevante Faktoren oft nicht berücksichtigt:
seine pränatalen Einflüsse, frühkindlichen Erfahrungen und Bindungsmuster – all das bleibt bestehen und ist im Gehirn tief verankert.
Die Psychoanalyse befasst sich seit Jahrzehnten genau mit diesen Dynamiken, sie kann davon das ganze Lied singen, und viele neue Studien bestätigen diese Zusammenhänge.


Was machen dann diese Pillen( SSRI..usw..-- oder LSD? )
Sie greifen in die Gehirnchemie ein und verändern die adaptiven Mechanismen, die evolutionär-biologich bedingt sind.
Und wie reagiert der Körper?
Er versucht, die Homöostase aufrechtzuerhalten – das ist ein grundlegender Schutzmechanismus für das Überleben uns als Homo Spezies.




Das hat nicht mit Resilienz zu tun.... lange nachdem du sie ausgegraben hast (in dieser Situation bist du geflutet von Stresshormonen) kannnst du noch in schwere Depressionen versinken, und die werden auch oft nicht als solche erkannt und zeigen sich mitunter somatisch . Das nennt man dann posttraumatische Belastungsstörung.
Das sind wieder sehr verschiedene Begriffe, die sich ständig verändern, weil sich auch die ganzen Definitionen verändern./ Mit der Zeit/


Wie ich schon sagte: Das alles eignet sich gut, um Kohle richtig abzukassieren, aber es sind nur Modelle – keine lebendigen Menschen aus Fleisch und Blut.


Und genau das ist das Fatale an der modernen Psychiatrie, besonders weil sie Diagnosen vor allem nur! anhand von Symptomen stellt. Check-Liste, sozusagen.


Ich darf trauern, weil mein Vater gestorben ist.
Aber wenn ich länger in einem bestimmten Zeitraum trauere, dann gelte ich plötzlich als depressiv. Zwei Wochen oder ein Jahr?


Es ist verrückt, wie das alles abläuft.

Wer ist dann eigentlich wirklich verrückt?
 
Resilienz gehört zu den Grundanlagen der Persönlichkeit, die man weitgehend als gegeben ansehen sollte, genauso wie Intelligenz und Schlafbedürfnis und tausend andere individuelle Merkmale.
Doch! Resilienz kann man trainieren, denn keine Persönlichkeit ist in Stein gemeißelt.


Wir alle sind dem Schicksal nicht völlig ausgeliefert. Man kann vieles „antrainieren“, aber nur in bestimmten Bereichen/ und Grenzen/, denn alles hängt wiederum von sehr verschiedenen Ursachen und Bedingungen ab – und diese verändern sich auch ständig.
 
Mir ging es darum, ob es etwas gibt, was die Resilienz steigern kann, egal was der Auslöser der depressiven Stimmung ist.

ich kann mir vorstellen, daß Psychedelika das können, und die Studien zeigen das ja auch. Um wieder zum Thema zurück zu kommen..

Ansonsten wäre natürlich eine perfekte Kindheit ohne Traumata und Schädigungen durch zB viel zu viele Impfungen etc dazu geeignet, aber gibt es die ? Wir leben in einer depressiven Gesellschaft und es wird eher schlechter als besser. Zur Freude der Pharma..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir leben in einer depressiven Gesellschaft und es wird eher schlechter als besser. Zur Freude der Pharma..

Ach , klar. Und wer bestimmt❓ das eigentlich? Der zweite Satz ist korrekt. Die Pharmaindustrie ist wirklich geschickt darin, ständig neue Diagnosen zu erfinden – und am Ende profitiert sie davon.

Je weiter die Psychiatrie voranschreitet, desto weniger Normale bleiben übrig. Einer Studie zufolge erfüllen schon mehr als achtzig Prozent der jungen Erwachsenen die Kriterien für eine psychische Störung. Das sei irre, sagt der US-amerikanische Psychiater Allen Frances. "Die diagnostische Inflation hat dafür gesorgt, dass ein absurd hoher Anteil unserer Bevölkerung heutzutage auf Antidepressiva, Neuroleptika, Anxiolytika, auf Schlaf- und Schmerzmittel angewiesen ist", schreibt er in seinem soeben erschienenen Buch "Normal - Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen".
 

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