Laborwerte-Bestimmung DAO, HNMT u.a.

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Laborwerte können Hinweise auf eine Histaminabbauproblematik geben; eindeutige Ergebnisse bringen sie trotzdem nicht wirklich. Dennoch:

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Die Diaminooxidase sitzt auf der Darmschleimhaut, welche die wichtigste Barriere gegen Histamin aus dem Darm für den Körper darstellt. Die DAO benötigt für ihre Aktivierung Vitamin B6, welches bei einseitiger Ernährung, eiweißlastiger Kost, Einnahme von Kontrazeptiva, Kryptopyrolurie leicht in verminderter Menge vorliegen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung des Methylhistamins im auf Salzsäure oder Eisessig gesammelten 24-Stunden-Sammelurin. Erhöhte Werte weisen auf eine eingeschränkte Aktivität der in den Zellen gelegenen Histamin-N-Methyltransferase. Dieses Enzym schützt besonders die empfindlichen Zellen des zentralen Nervensystems vor einer Histaminüberflutung.

Histamin teilt sich mit Serotonin, Noradrenalin, Acetylcholin den H-3-Rezeptor im Gehirn und kann diese Botenstoffe vom Rezeptor verdrängen. Dadurch lassen sich viele psychische Symptome erklären. Es wirkt aber auch an den H1 und H2-Rezeptoren. Normalerweise wird Histamin im Hypothalamus, dem zentralen Steuerungsorgan für vegetative Funktionen im Körper, produziert.

Psychosen, Depressionen, ADHS, Müdigkeitssyndrome, chr. Kopfschmerzen, Suchtpotentiale, Störungen im Gedankenablauf, unnatürliche Ängste, übersteigertes Schmerzempfinden, Geistesabwesenheit, Ritual- oder Zwangsverhalten, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, erhöhter Speichelfluss etc. sollten auch immer auf diesen Mechanismus untersucht werden.

So können wir anfangs ohne eine Untersuchung bereits empfehlen sich histaminarm zu ernähren. Das Internet bietet hierzu viele Lsiten, anhand derer man sich ähnlich ener Nährwerttabelle zunächst die Nahrungsmittel ißt, die wenig Histamin enthalten.
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Histaminintoleranz, Pseudoallergie, Histadelie, biogene Amine, Nahrungsmittel- unverträgichkeit vom IgG1-4-Typ

Grüsse.
Oregano
 
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