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Lange Antibiotikatherapien galten über Jahrzehnte als Standard. Inzwischen zeigt sich: Bei vielen Infektionen reichen deutlich kürzere Behandlungen aus. Was sich im klinischen Umgang mit Antibiotika jetzt ändern muss.
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Antibiotikaassoziierte Nebenwirkungen gehören zu den häufigsten medikamentösen Problemen im Krankenhaus. Dazu zählen gastrointestinale Beschwerden ebenso wie allergische Reaktionen, hepato- oder nephrotoxische Effekte sowie kardiale Nebenwirkungen wie QT-Zeit-Verlängerungen. Besonders gefürchtet bleibt zudem die Clostridioides-difficile-Infektion, deren Risiko mit Dauer und Breite der antibiotischen Therapie zunimmt. Hinzu kommt die zunehmende Bedeutung des intestinalen Mikrobioms. Immer deutlicher wird, dass Antibiotika die bakterielle Zusammensetzung des Darms teilweise langfristig verändern können. Welche klinischen Folgen dies genau hat, wird noch untersucht, doch auch dieser Aspekt fließt zunehmend in Therapieentscheidungen ein.
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Der Fokus verschiebt sich damit von der möglichst langen Therapie hin zu einer möglichst gezielten Behandlung. Die entscheidende Frage lautet oft nicht mehr „Wie lange sollten wir behandeln?“, sondern „Benötigt der Patient überhaupt noch ein Antibiotikum?“
Antibiotikatherapie: Vergesst die Wochenregel!
Lange Antibiotikatherapien galten über Jahrzehnte als Standard. Inzwischen zeigt sich: Bei vielen Infektionen reichen deutlich kürzere Behandlungen aus. Was sich im klinischen Umgang mit Antibiotika jetzt ändern muss.
Ich bin gespannt, ob sich diese individuell festgelegte verkürzte Anbibiotika-Einnahme durchsetzen wird und nicht eher der Satz „sicher ist sicher ...“?
Grüsse,
Oregano