Knochendichtemessung auf Osteoporose

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Hallo,
ich hatte immer mal beim Frauenarzt diese Messung in so einer Art Fußbadewanne machen lassen: beste Ergebnisse! :eek: . Diese Wanne mißt an der Ferse und per Ultraschall. Konkret heißt also ein gutes Ergebnis, daß an der Ferse die Knochendichte gut ist. Es sagt aber leider gar nix darüber aus, wie es an den Stellen aussieht, die am meisten bruchgefährdet sind: Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals. Diese Untersuchung, die man auch noch selbst bezahlen muß, ist also totaler Unsinn und völlig sinnlos :mad: .
Um dort die Knochendichte zu messen, muß man sich unter das Röntgengerät legen, das angeblich nur eine sehr geringe Strahlenbelastung hat. Dort werden Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals angesehen und entsprechend wird dann bei dem Ergebnis "Osteoporose" dringend empfohlen, Calcium + Vitamin D 3 + entsprechende Ernährung + Bewegung + Gewichtsreduzierung usw. anzuwenden. Dazu kommen Bisphosphonate.
http://www.diagnoseklinik-muenchen.de/osteoporose_be.php

Gruss,
Uta
 
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Hallo Uta,

mein Orthopäde hat bei mir diese Untersuchung angeordnet, ich glaube CT oder so ähnlich. Die Untersuchung dauert ca. 45 Minuten und man liegt auf einer Liege und das Gerät fährt von Kopf bis Fuss über einen drüber.
In der Aufzeichnung sieht man dann ganz genau, wo Kalkablagerungen am Skelett sind.
Hat die Krankenkasse bezahlt!!!!!

Der FA macht die Hormonspiegelmessung und auch diese Untersuchung muss nicht selbst bezahlt werden, wenn der FA der Meinung ist, das sie notwendig ist.
 
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mh, Spatz, das verstehe ich jetzt nicht ganz: man konnte genau sehen, wo Kalkablagerungen waren? Darum geht es doch bei der Knochendichtemessung gar nicht sondern eher um das Gegenteil, nämlich die Entkalkung der Knochen :confused: :). Oder verstehe ich Dich einfach nur falsch?


Gruss,
Uta
 
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Hallo Uta,

ich habe mich falsch ausgedrückt, entschuldige bitte;

für die Hormonspiegelmessung nimmt der FA nur Blut ab.

Bei mir wurden zwei CT gemacht, eine für die Knochendichtemessung und eine für das Skelett.
Die eine Untersuchung dauerte 45 Minuten mit dem Gerät, das über einen drüber fährt, für die andere Untersuchung wurde ich in eine Röhre geschoben.
 
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Osteoporose, Ursachen, Therapie

Osteoporose - gehen Sie besser aufrecht durchs Leben

Die Osteoporose (v. griech. osteon „Knochen“ und lat. porus „Öffnung“), auch als Knochenschwund bekannt, ist der Abbau der Knochensubstanz, betroffen ist das ganze Skelett. Osteoporose ist ein langwieriger Prozess und beginnt stumm, d.h. die Patienten selbst merken am Anfang nicht, dass ihre Knochen immer brüchiger werden.
Ein erfahrener Arzt kann den Knochenschwund frühzeitig erkennen und notwendige Gegenmaßnahmen einleiten. Die vorbeugende Messung der Knochendichte muss der Patient selbst bezahlen, sie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Wird Osteoporose nicht rechtzeitig und wirksam behandelt, drohen folgenschwere Knochenbrüche, chronische Schmerzen, Behinderung und Pflegebedürftigkeit.

Man unterscheidet zwei Hauptarten der Osteoporose, die primäre und die sekundäre Osteoporose. Zur wesentlich häufigeren primären Osteoporose zählen die postklimakterische Osteoporose und die Altersosteoporose. Die sekundäre Osteoporose tritt in der Regel als eine Folge von Stoffwechselerkrankungen, bzw. hormonellen Störungen auf.
Man geht davon aus, dass in Deutschland ca. 30% aller Frauen nach den Wechseljahren an primärer Osteoporose erkranken. Für Männer ist ab dem ca. 70. Lebensjahr die Altersosteoporose ebenso ein häufiges Krankheitsbild.

Knochenbrüche bei Osteoporose finden sich insbesondere an den Wirbelkörpern der Wirbelsäule, am Oberschenkelhals und am Handgelenk.

Was sind die Ursachen der Erkrankung?

- familiäre Veranlagung (Verwandte mit Osteoporose)

- Mangel an Sexualhormonen (durch eine Störung des Gleichgewichts zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau kommt es zum Verlust an Knochenmasse)

- bösartige Erkrankungen des Knochenmarks, Morbus Kahler, die sich primär in einer rasanten Abnahme der Knochendichte niederschlagen

- Schilddrüsenüberfunktion, übermäßige Cortison-Produktion der Nebennierenrinde (Morbus Cushing)

- Störungen der Nebenschilddrüse

- Ernährungsfehler, also Mangel an Calcium und Vitamin D (Calcium gibt dem Knochen seine Festigkeit und Vitamin D regelt die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung)

- Untergewicht

- Bewegungsmangel, da Bewegung (insbesondere mit Belastung) die Knochenmasse vermehrt

- Tabakrauch

- übermäßiger Alkoholkonsum

- hochdosierter und regelmäßiger Gebrauch bestimmter Medikamente wie z. B. Cortison (zur Behandlung von Rheuma, Asthma oder Allergien) oder Heparin (zur Hemmung der Blutgerinnung)

- Phosphor wird als „Calciumdieb“ angesehen

Was kann man tun

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, eine ausreichende Kalziumversorgung zum Schutz vor Osteoporose sicherzustellen:

- Besonders viel und gut verwertbares Kalzium liefern Milch- und Milchprodukte, vor allem Hartkäse.

- Essen Sie regelmäßig kalziumreiches Gemüse (Fenchel, Grünkohl, Brokkoli) und Obst (Brombeeren, Johannisbeeren, Himbeeren).

- Essen Sie mehrere kalziumhaltige Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auf diese Weise wird die Ausnutzung von Kalzium aus dem Verdauungstrakt verbessert.

- Achten Sie insbesondere auf eine kalziumhaltige Spätmahlzeit. Essen Sie z.B. einen fettarmen Joghurt, so können Knochenabbauprozesse in der Nacht vermindert werden.

- Trinken Sie nur mäßig Kaffee. Mehr als 4 Tassen täglich steigern die Kalziumausscheidung aus der Niere.

- Negativ auf die Kalziumversorgung wirken sich auch oxalsäurereiche Lebensmittel aus. Verzichten Sie auf den häufigen Genuss von Rhabarber, Spinat und schwarzem Tee.

- Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf ausreichende Aufnahme von Vitamin K. Es ist vor allem in grünem Gemüse, Milch- und Milchprodukten, Muskelfleisch, Getreide und Früchten enthalten.

- Bewegen Sie sich ausreichend, wenn möglich im Freien. Durch Bewegung wird der Knochenaufbau stimuliert. Im Freien kann der Körper zudem UV-Licht der Sonne aufnehmen, das die Bildung von Vitamin D anregt. Vitamin D ist für die Kalziumaufnahme in den Knochen von Bedeutung.

- eine festgestellte Osteoporose muss ärztlich behandelt werden.

Wissenswertes über Osteoporose erfahren Sie hier:

http://ruecken.qualimedic.de/Rueckenschmerzen_ursachen_speziell_osteoporose.html

http://ruecken.qualimedic.de/Rueckenschmerzen_therapie_osteoporose.html

In diesen Foren beantworten Experten Ihre Fragen:

http://hausarzt.qualimedic.de/Forum-10002.html

http://hausarzt.qualimedic.de/Forum-10004.html
[email protected]

Es trifft offenbar nicht mehr nur Frauen in den Wechseljahren sondern auch junge Männer und Frauen.:mad:

Gruss,
Uta
 
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Neues zu Ca + Vitamin D

Calcium und Vitamin D schützen kaum vor Osteoporose

Diese Woche wurden von der New Jersey Medical School die Ergebnisse der bisher umfangreichsten Studie über den Nutzen einer Einnahme von Calcium und Vitamin D zur Vorbeugung gegen Osteoporose veröffentlicht. An der Studie nahmen 36.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren teil, die täglich 1000mg Calcium und 400 Einheiten Vitamin D einnahmen.
Entgegen der herrschenden medizinischen Leitlinie zeigte diese Therapie kaum einen positiven Effekt in der Vermeidung von Knochenbrüchen. Das Risiko für Nierensteine stieg aber um 17% an.
Unser Kommentar:

Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass immer wieder langjährige und zum Standard der Medizin gehörende Therapierichtlinien, quasi medizinische Glaubenssätze, bei genauer Überprüfung völlig nutzlos sein können.
Zur Osteoporose-Prophylaxe hilft also kein Calcium und Vitamin D, in der früher empfohlenen Art.
Ebenso hilft auch Milchtrinken nichts – ganz im Gegenteil fördert ein regelmäßiger Milchkonsum die Calciumausscheidung im Körper.
Was also tun bei Osteoporose?
Kürzlich kam ein Patient strahlend in unsere Klinik, dem vor einem Jahr eine erhebliche Osteoporose diagnostiziert worden war. Bei der jetzt erfolgten Kontrolluntersuchung hatte die Knochendichte deutlich zugenommen. Der Arzt war selbst überrascht und fragte ihn, was er denn getan hätte, um solch ein gutes Ergebnis zu haben? Der Patient lächelte und sagte, er habe lediglich seine Ernährung umgestellt und sei Vegetarier geworden.
Eine eindeutig wirksame Therapie, die sich immer und immer wieder bestätigt. Warum empfiehlt man dies nicht als Standard, als Leitlinie? „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!“
Eine ausreichende Mikronährstoffversorgung ist auf jeden Fall erforderlich; dabei kommt es auf die Dosierung an und auf die geeignete Zusammensetzung.
www.naturklinik.com
http://content.nejm.org/cgi/content/short/354/7/669?query=prevarrow


Uta
 
Zuletzt bearbeitet:

Lukas

Hallo Uta,

Calcium und Vitamin D schützen kaum vor Osteoporose

so neu ist das aber gar nicht...
... wesentlich wichtiger bei Osteoporose ist (u.a. bzw. im Zusammenspiel mit anderem) z.B. Bor - aber das ist ja auch nicht umsonst in Deutschland nicht zugelassen (wie fast alles, was hilft)...

Viele Grüße
Lukas
 
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Hallo Lukas,

ich hab gelesen, dass früher den Frauen in den Wechseljahren Borwasser gegeben wurde u.a. zur Osteoporosevorsorge. War nur schwer zu dosieren.

Ich glaube, es ist nicht nur in D nicht mehr erhältlich, viele Präparate, die es letztes Jahr noch als Bestandteil hatten, gibt es jetzt nicht mehr oder nur verändert ohne Bor. Man muss schon danach suchen...

samadhi
 

Lukas

Hallo samadhi,

Bor gab es in Deutschland auch schon vor den Veränderungen im vergangenen Jahr nicht mehr.

Aus den Niederlanden kann man es noch beziehen (obwohl die neuen Regelungen ja eigentlich EU-weit gelten), z.B. bei PodoMedi.

Ich habe das Bor aus den Staaten.

Viele Grüße
Lukas
 
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Du hast recht, Lukas. Ich habe mal nach Borwasser in verschiedenen Apos gefragt, gibts nicht, veraltet, zu gefährlich und so was sagte man mir.

Podomedi ist ein guter Tipp, in meiner holländischen Apo habe ich es auch nicht bekommen, danke :wave: Nimmst du es regelmäßig und wieviel?

samadhi
 

Lukas

Hallo samadhi,

ich nehme tgl. 2 x 2 mg Bor (als Borglycinat) von Pure Encapsulations.

Viele Grüße
Lukas
 
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Hier noch eine ausführliche Beschreibung der Knochendichtemessung:

Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) Methoden: DXA, Quantitative Computertomographie (QCT) - Onmeda.de

Das am häufigsten eingesetzte Verfahren ist DXA:
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DXA

Unter allen zur Knochendichtemessung verfügbaren Methoden kommt die DXA oder DEXA am häufigsten zum Einsatz. Die Abkürzung steht für Dual Energy X-Ray Absorptiometry – zu Deutsch Doppel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie: Hierbei sendet man zwei unterschiedlich starke Röntgenstrahlen durch den Körper. Die Osteodensitometrie per DXA zeigt, wie stark der Knochen die ihn durchdringenden Röntgenstrahlen abschwächt: Aus dieser Abschwächung berechnet sich dann der Knochendichtewert.

Die Knochendichtemessung mithilfe der DXA ist eine Weiterentwicklung der Einzel-Energie-Röntgen-Absorptiometrie (engl. Single Energy X-Ray Absorptiometry, SXA). In Deutschland findet letztere Osteodensitometrie-Methode nur noch sehr selten Anwendung.

Zur Knochendichtemessung ist die DXA zuverlässiger als alle anderen Methoden, wenn es darum geht, die langfristige Wirksamkeit einer Behandlung von Osteoporose (Knochenschwund) nachzuweisen. Dieses als Standard geltende Osteodensitometrie-Verfahren liefert sehr genaue Messergebnisse, wobei nur geringe ionisierende Strahlen erforderlich sind. Die Messung der Knochendichte per DXA ist im Bereich der Lendenwirbelsäule oder Hüfte sowie im gesamten Körper möglich. Sinnvoll ist die Messung aber nur, wenn die Stelle frei von Metallimplantaten ist.
...
Grüsse,
Oregano
 
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07.05.09
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Neues zu Ca + Vitamin D

Hallo Oregano,

das mit der Patientin und Ihren positiven Erfahrungen ist natürlich eine Information, die noch wichtiger oder zumindest genauso wichtig ist wie die vielen (und teils auch widersprechenden) Studien zum Thema Knochendichte.

Genau da möchte ich (und ich denke alle in vergleichbarer Situation) auch hinkommen. Wäre zu schön, wenn die betreffende Person von Ihren Erfahrungen hier im Forum einmal bereit wäre, zu berichten..


Was die Untersuchungen zur Knochendichte angeht, so habe ich gelesen, dass es nur Sinn macht, die Knochendichte alle zwei Jahre bestimmen zu lassen, da sich wegen der Fehler beim Messen erst nach zwei Jahren eine Veränderung erkennen läßt und das auch nur, wenn man am selben Gerät erneut untersucht wird.

Kurzfristigere Änderungen sollen besser mit bestimmten Knochenmarkern wie z.B. c-Telepeptiden im Urin feststellbar sein. Zur Zeit sind diese Untersuchungen wohl noch teuer (ich kenn mich damit nicht besonders aus). Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass die Knochenmarker eines Tages die Standarduntersuchung bei Osteoporose sein könnten. Besonders, wenn man wissen möchte, ob jemand ein sog. Fast-Looser ist oder nicht oder wenn man wissen möchte, ob ein Medikament geholfen hat oder auch nicht. Da möchte man ja nicht gerne erst zwei Jahre abwarten.

https://labtestsonline.org/understan...rkers/tab/all/
 
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Hallo giselgolf,

nur Sinn macht, die Knochendichte alle zwei Jahre bestimmen zu lassen, da sich wegen der Fehler beim Messen erst nach zwei Jahren eine Veränderung erkennen läßt und das auch nur, wenn man am selben Gerät erneut untersucht wird.
So ist es mir auch gesagt worden. Die haben sogar von drei Jahren gesprochen.

Grüsse,
Oregano
 
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