Katze als Überträger von Clostridium difficile

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... Die Patientin stellte sich in einer Klinik in Houston, Texas, mit seit einer Woche bestehendem Durchfall und Fieber vor. Der Stuhl war nicht blutig, wurde aber von Bauchkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Wegen einer Harnwegsinfektion war sie vor ihrer Einweisung mit Antibiotika (Ciprofloxacin) behandelt worden. Außerdem litt die Patientin an Endometriose. Es gab keine weiteren Auffälligkeiten wie vorherige Krankenhausaufenthalte, Infektionen oder Operationen. Aus der Familienanamnese ergaben sich keine Hinweise auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Zudem war sie Nichtraucherin, trank keinen Alkohol und hatte nur einen männlichen Sexualpartner. Etwa einen Monat vor Beginn der Symptome hatte sich die Patientin eine Katze als Haustier angeschafft. ...
(Hervorhebungen durch mich)

Ich finde diese Geschichte vor allem deshalb wichtig, weil sie zeigt, daß immer auch das Umfeld der PatientInnen mit angesehen werden sollte, wenn es um nicht wirklich eindeutige Hintergründe einer Erkankung geht. Nur kommen die Ärzte oft nicht dazu, danach zu fragen bzw. evtl. sogar das Heim der PatientInnen anzuschauen.

Grüsse,
Oregano
 
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Ich finde das hört sich eher nach einer Fluorchinoloninduzierten C difficile Erkrankung an nach entgegen aktueller Leitlinie verordnetem Fluorchinolon bei unkomplizierter HWI.
 
Danke, Oregano,

das ist allgemein ein viel zu vernachlässigter Bereich. Ich habe leider schon öfters die Erfahrung gemacht, dass man sich unbedarft über Hygienevorschriften hinweggesetzt hat oder dass man nicht an ein Tier als Überträger von Krankheiten gedacht hat.

Was normalerweise vielleicht einigermaßen gut zu händeln wäre, wenn man auf alles achtet, ist bei Demenzkranken der absolute Supergau. Katzenpilz, Wurmkrankheiten oder andere Krankheiten, die hochinfektiös sind, dafür braucht man viel eigenes Verständnis um diese eindämmen zu können. Wir hatten einmal den Verdachtsfall von Katzenpilz. Ich will mir gar nicht ausmalen, wenn sich das bewahrheitet hätte.
 
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