John F. Nash - Schizophrenie, Therapie

  • Themenstarter Themenstarter Leòn
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Also ich habe den Film "Beautiful Mind" damals im Kino gesehen und heute Abend noch mal zusammen mit meiner Tochter im Fernsehen. Als Film finde ich ihn ganz toll und die darstellerischen Leistungen, vor allem die Tiefe der Darstellung und die Wandlungsfähigkeit von Russel Crowe einfach wunderbar!
A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn – Wikipedia

Es geht hier um den noch lebenden Nobelpreisträger John Forbes Nash.
de.wikipedia.org/wiki/John_Forbes_Nash_Jr.

Was man allerdings nicht glauben sollte ist, dass die Darstellung der Krankheit und vor allem die "Therapie durch Verstandesarbeit" realistisch seien.

...Der größte Lapsus und damit verbunden die Gefahr der „Fehlinterpretation“ ist wohl die dramaturgische
Gestaltung des Krankheitsverlaufs mit der „Wende“ zur Genesung. Nash setzt die
Tabletten ab, und seine Symptome bessern sich – nach einem „heilsamen“ Rückfall – stetig. In
der Realität geschieht dann leider das Gegenteil. Erst ganz am Ende des Films erwähnt Nash
kurz, dass er jetzt die „neuen Medikamente“ nehme.
Dieser „heilsame Rückfall“ ist ebenfalls sehr kritisch zu betrachten. So entscheidet sich Nash
auf dem Höhepunkt der inneren Bedrohung, der in der Realität regelmäßig den völligen Zerfall
des „kohärenten Ichs“ bedeutet, ganz bewusst dafür, seine Erkrankung mit Willen und Disziplin
zu bekämpfen. Er wolle sich quasi „von außen“ betrachten, die Realität prüfen und dadurch „das
Problem“ lösen. Dies ist einem wirklich Erkrankten so in keiner Weise möglich. Schizophrenie
ist keine Krankheit, die allein durch Willensentscheidungen und Disziplin heilbar ist. ...
https://www.materialserver.filmwerk.de/Arbeitshilfen/beautifulmind_weisserauschen_ah.pdf

Herzliche Grüße von
Leòn
 
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Lieber Leòn.
Mich hat dieser Film auch ganz ausserordentlich berührt, da ich in einer Partnerschaft mit ähnlichen Verhaltensweisen konfrontiert worden bin.
Konkret geht es in dem Film ja darum, dass Nash mit Personen kommuniziert, die real nicht existieren.
Seine grosse Leistung war, diese Personen als nicht relevant für sein reales Leben zu erkennen.
Er hat sie weiterhin wahrnehmen können, aber er hat die Kommunikation mit ihnen eingestellt.
Ich möchte gerne glauben, dass dies in seinem Fall so war.
Warum sollte er nicht die berühmte Ausnahme sein, die die Regel bestätigt?
Herzliche Grüsse, Sine :wave:
 
Hi!

Auch ich finde diesen Film genial!

Russel Crowe, der mir vorher nicht unbedingt sehr sympathisch war, hat mich mit dieser Rolle 100%ig überzeugt.

Die Geschichte von Nash ist faszinierend, obwohl sie im Film etwas verändert wurde. Er hatte eine homosexuelle Neigung. Der Regisseur wollte aber vermeiden, dass man das mit seiner Schizophrenie in Verbindung brachte, dieser Irrglaube war in den 50´er Jahren nämlich leider weitverbreitet.


LG

Heather
 

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