Inulin, Mikrobiom und Schizophrenie

Themenstarter
Beitritt
12.10.14
Beiträge
86

Taurin​

Einer der überprüften Nährstoffe war Taurin oder 2-Aminoethansulfonsäure, eine organische Säure mit einer Sulfonsäuregruppe und einer Aminogruppe, die z.B. in hohen Dosen in Energydrinks enthalten ist, aber auch im Stoffwechsel des Menschen als Abbauprodukt der Aminosäuren Cystein und Methionin entsteht.

Eine klinische Studie, die in Melbourne an 121 jungen Patienten mit Psychose durchgeführt wurde, ergab, dass 4 Gramm Taurin pro Tag die psychotischen Symptome innerhalb von nur 12 Wochen reduzierte. In Lebensmitteln ist nicht genug Taurin enthalten, um diese Tagesdosis einzunehmen, dagegen enthalten einige Energydrinks ca. 1 Gramm pro Dose.

Es konnten Verbesserungen bei Positivsymptomatik und psychosozialen Funktionen festgestellt werden, schreiben die Forscher.

Antioxidantien n-Acetylcystein und Vitamin C​

Bestimmte Antioxidantien wie n-Acetylcystein und Vitamin C können ebenfalls wirksam sein – insbesondere bei Patienten mit hohem „oxidativem Stress“, fanden die Forscher heraus.

Omega-3-Ergänzungsmittel​

Studien zu Omega-3-Ergänzungsmitteln zeigten, dass, obwohl diese die Gehirngesundheit bei jungen Menschen mit Psychose zu verbessern scheinen, die Belege für eine tatsächliche Verringerung psychotischer Symptome widersprüchlich sind.

Vitamin E​

 
wundermittel
Themenstarter
Beitritt
12.10.14
Beiträge
86
Taurin ist nach GABA der zweitwichtigste inhibitorische Neurotransmitter im Gehirn. Seine hemmende Wirkung ist eine Quelle für die krampflösenden und angstlösenden Eigenschaften von Taurin. Es senkt auch die Glutaminsäure im Gehirn, und erste klinische Studien deuten darauf hin, dass Taurin bei einigen Formen von Epilepsie nützlich sein könnte. Taurin ist im Gehirn normalerweise mit Zink oder Mangan assoziiert. Die Aminosäuren Alanin und Glutaminsäure sowie Pantothensäure hemmen den Taurinstoffwechsel, während die Vitamine A und B6, Zink und Mangan zum Aufbau von Taurin beitragen. Cystein und B6 sind die Nährstoffe, die am unmittelbarsten an der Taurinsynthese beteiligt sind. Es wurde festgestellt, dass der Taurinspiegel bei vielen depressiven Patienten deutlich abnimmt.


Als KPU/ler schließt sich hier gerade ein Kreis!
 
regulat-pro-immune
Beitritt
22.06.21
Beiträge
76
Hallo Rawfooder,
bezuegl. der Abnahme des Taurinspiegels. Manche Sachverhalte als Mangel zu interpretieren kann jedoch auch irrtümlich sein. Am Beispiel des Testosteronmangels bei gleichzeitiger Hg-Belastung wird klar dass der Koerper auch aus Schutz das T. über SHBG bindet um sich vorm Quecksilber zu schuetzen. Sich jetzt auf den Testosteronmangel zu stürzen und zu substituieren waere unsinn. Mangel muss also nicht gleich Mangel sein.
LG
 
Themenstarter
Beitritt
12.10.14
Beiträge
86
Hallo Rawfooder,
bezuegl. der Abnahme des Taurinspiegels. Manche Sachverhalte als Mangel zu interpretieren kann jedoch auch irrtümlich sein. Am Beispiel des Testosteronmangels bei gleichzeitiger Hg-Belastung wird klar dass der Koerper auch aus Schutz das T. über SHBG bindet um sich vorm Quecksilber zu schuetzen. Sich jetzt auf den Testosteronmangel zu stürzen und zu substituieren waere unsinn. Mangel muss also nicht gleich Mangel sein.
LG
Führe die Leser bitte nicht in die Irre. Habe Quecksilber schon lange vor Jahren mit DMPS, DMSA usw. entgiftet. Testosteron ist gerade nicht in meiner Betrachtung.


Taurin reduziert die Glutamat-induzierte Erhöhung von [Ca2+]I durch Hemmung des Kalziumeinstroms aus verschiedenen Kalziumkanälen, einschließlich des Reverse-Modus des Na+/Ca2+-Austauschers, verschiedener spannungsabhängiger Kalziumkanäle (VGCC) wie L-, N- und P/Q-Typ und der Glutamat-NMDA-Rezeptoren.

2.
Taurin hemmt die Phosphorylierung von VGCC, was zu einer Verringerung des Kalziumeinstroms führt. 3. Taurin verringert auch die Freisetzung von Kalzium aus den internen Speicherpools, was vermutlich auf die Hemmung der Phospholipase C zurückzuführen ist.

3.
Taurin hemmt die Glutamat-induzierte Aktivierung von Calpain und die anschließende Heterodimerisierung von Bcl-2- und Bax-Protein, was zu einer Hemmung der Freisetzung von Cytochrom C und der Apoptosekaskade führt (Abb. 3).
 
Themenstarter
Beitritt
12.10.14
Beiträge
86
Schizophrenie ist auch immer mit Oxidativen Stress verbunden. Dabei wird Cytochrome C freigegeben in den Mitochondrien der Betroffenen wie sehr schön in einer Studie an Ratten gezeigt werden konnte. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3977058/

Und was macht Taurin? Es senkt das Glutamat induzierte Cytochrom C in den Mitochondrien. Also drei mal Täglich Taurin bis zu 2 g.
 
Oben