IMD bietet umfassendere Tests auf Bienen-u.Wespengift-Allergie

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Auch wenn anscheinend immer weniger Bienen und Wespen (und andere Insekten) unterwegs sind: sie könnten trotzdem stechen. Noch sind sie relativ desinteressiert. Wenn dann aber vergärendes Obst auf dem Boden liegt, wird es für Allergiker gefährlich.

https://www.inflammatio.de/fileadmi...ag_Info/249_Bienen_und_Wespengiftallergie.pdf

...
Neben der Anamnese werden zur Diagnostik sowohl Hauttests als auch die IgE-Blutuntersuchung auf Bienengift (i1) und Wespengift (i3) empfohlen, da in etwa 10 % der Fälle eines negativen Hauttestes positive IgE-Ergebnisse vorkommen [2]. Um eine maximale Sensitivität zu gewährleisten sollte die erste Untersuchung 1-4 Wochen nach dem klinischen Ereignis durchgeführt werden. Bei einem negativen Ergebnis trotz eindeutigem Verdacht ist eine Wiederholung 4-6 Wochen später empfehlenswert [3,4].

Was tun wenn beide positiv sind?
Durch die komplexe Struktur und durch homologe Peptidsequenzen in Bienen- und Wespengiftallergenen kommen bei der konventionellen Extrakt basierten IgE-Diagnostik nicht selten falsch positive Ergebnisse vor. Für die Pa- tientenaufklärung und noch mehr für die Planung einer Hyposensibilisierung ist es aber wichtig zu wissen, ob eine Bienen- oder Wespengiftallergie oder tatsächlich eine Doppelsensibilisierung vorliegt.

Die Ursachen doppelt positiver IgE-Ergebnisse sind:
1. Echte spezifische Doppelsensibilisierung auf Bienen- und Wespengift
2. Falsch positive Resultate durch kreuzreaktive Kohlenhydratseitenketten (CCDs)
3. Sensibilisierung gegen Proteine mit homologen Peptidsequenzen in Bienen- und Wespengift (Hyaluron- idasen, Dipeptidylpeptidasen), die klinisch aber oft ohne Bedeutung sind.

Was ist die Lösung?
Bei doppelt positiven Ergebnissen kann man nachfolgend auf die Allergenkomponenten der Hymenopterengifte testen. Durch die Molekulare Allergiediagnostik ist es heute möglich, die spezifischen IgEs gegen die jeweili- gen Allergenkomponenten einzeln nachzuweisen.
...

Grüsse,
Oregano
 
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