Themenstarter
- Beitritt
- 10.01.04
- Beiträge
- 75.101
Ein Hörsturz ist definiert als eine plötzlich auftretende, einseitige Schwerhörigkeit ohne erkennbare Ursache. Jedes Jahr erleiden laut Deutscher Tinnitus Liga mehr als 150.000 Menschen einen Hörsturz. Das häufigste Erkrankungsalter liegt um das 50. Lebensjahr, Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Die Ursachen sind nicht genau geklärt; diskutiert werden vaskuläre und rheologische Störungen, Infektionen und zelluläre Regulationsstörungen als Pathomechanismen. Die Spontanheilungsrate liegt bei 50 %, d. h. bei der Hälfte der Betroffenen kommt es innerhalb von zwei Tagen zu einer Spontanremission.
...
Kurze Zusammenfassung für Eilige:
- Unsicherheit bei Ursachen und Behandlung: Die genaue Ursache eines Hörsturzes und die richtige Therapie sind nicht abschließend geklärt. Die bisherige Standardtherapie mit hochdosiertem Prednisolon (intravenös) wird nun in Frage gestellt.
- Ergebnisse der HODOKORT-Studie: In einer Studie an 312 Patienten zeigte die hochdosierte Prednisolon-Therapie schlechtere Ergebnisse und mehr Nebenwirkungen als niedrig dosierte orale Prednisolon-Therapie und hochdosierte orale Dexamethason-Therapie.
- Neue Therapieempfehlungen: Weg von hochdosierter intravenöser Therapie hin zu oral niedriger dosierter Cortisontherapie, die einfacher, angenehmer und nebenwirkungsärmer für Patienten ist. ...
Hier wird die klassische Behandlung beschrieben:
Wie wird ein Hörsturz behandelt? | Gesundheitsinformation.de
Nicht bei jedem Hörsturz ist eine Behandlung nötig. Wir informieren, wann sie Sinn macht, welche Medikamente eingesetzt werden und was man selbst tun kann.
Grüsse,
Oregano