Histaminintolerant in Dortmund

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Hallo zusammen,

ich bin Julian, männlich, 34 Jahre, seit ca. 2,5 Jahren histaminintolerant.

Ich versuche gerade noch herauszufinden wie ich mich gesund und ausgewogen ernähren kann mit meiner Histaminintoleranz. Ein Traum wäre irgendwann zu wissen was ich ohne bedenken essen darf und vielleicht sogar wie viel ich von den Sachen vertrage die kritisch sind. Ich habe meine Intoleranz seit ca. 2,5 Jahren, bin aber erst vor einem Jahr auf die Ursache gestoßen und habe dann lange gebraucht um zu akzeptieren dass es so ist, eine eindeutige Diagnose ist ja fast unmöglich. Ich bin mir aber mittlerweile 100% sicher dabei. Es fällt mir schwer mich diszipliniert zu ernähren und gefühlt und die Einschränkungen sind sehr stark. Vor allem weil, wenn ich mich nicht ganz genau an die Ernährung halte kann, kann ich dann wieder keinen Schluss ziehen was ich vertrage und was nicht. Das ist aber das erste mal dass ich mich in Foren angemeldet habe und den Austausch zu suchen, weil ich irgendwie das Gefühl habe kaum weiter zu kommen.

Meine Symptome:

Ich bekomme Ausschläge, Quaddeln und Pusteln, teilweise kleine Bläschen an an verschiedensten Stellen. Teilweise jucken sie auch und im Einzelfall sind die Entzündungen so stark dass sie für 1-2 Monate bleiben. Eine Biopsie, noch bevor ich wusste dass es HIT ist, hat ergeben es wäre eine Haarbalgentzündung. Keine Ahnung ob das eine Fehldiagnose ist, oder ob Haarbalgentzündungen bei mir ein Symptom sind, aber das spielt wohl auch eher keine Rolle.

Bisher habe ich es einmal geschafft über zwei Wochen Symptomfrei zu leben, da habe ich nur 5 Gemüsesorten gegessen und sonst nichts. Im Moment arbeite ich dran das nochmal reproduzieren zu können um dann meinen Speiseplan erweitern zu können.

Noch eine kurze Frage zum Abschluss: Hat mal wer negative Erfahrungen mit roher Zucchini oder Aprikosen gemacht? Beides ist laut Listen unbedenklich, aber ich hab das Gefühl darauf zu reagieren.

Lieben Gruß

Julian
 
wundermittel
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Hallo Julian,

es ist wirklich nicht einfach, mit einer Histaminintoleranz und evtl. anderen Intoleranzen + IgE-vermittelten Allergien zu leben, zumal da immer verschiedene Faktoren triggern können.
Weißt Du denn von Allergien, z.B. auf Frühblüher oder andere Pollen?

Aprikosen z.B. zeigen Kreuzreaktionen zu bestimmten Baumpollen, und nicht nur Aprikosen.
...
Baumpollen (Kreuzreaktonen)Apfel,
Haselnuss,
Karotte,
Kartoffel,
Kirsche,
Kiwi,
Nektarine,
Pfirsich,
Aprikose,
Pflaume,
Sellergie,
Soja,
Feige


Haarbalgentzündungen können verschiedene Ursachen haben und entsprechend dürfte auch die Behandlung sein:
Ist denn auch untersucht worden, welche Bakterien evtl. diese Entzündungen verursachen? Ist da irgendwie der Versuch einer Therapie gemacht worden?

Ich habe meine Intoleranz seit ca. 2,5 Jahren, bin aber erst vor einem Jahr auf die Ursache gestoßen
Welche Ursache meinst Du?
Hast Du denn vor diesen 2 1/2 Jahren denn irgendeine Krankheit mit entsprechenden Medikamenten gehabt, warswt Du in einem Krankenhaus, hattest Du evt. eine Operation, einen Unfall, einen Umzug, Renovierung, Arbeitsplatzveränderung .....?

Wie sehen Deine Zähne aus? Sind schon Zähne behandelt worden? Oder gezogen?

Die Symptome, die Du beschreibst, lassen mich an eine Urtikaria denken:
...

Pathogenese der akuten spontanen Urtikaria

Bei der akuten spontanen Urtikaria sind v.a. die Mastzellen an der Pathogenese der Urtikaria beteiligt. Sie degranulieren nach ihrer Aktivierung und setzen hierbei Histamin und weitere Entzündungsmediatoren frei. Die Aktivierung erfolgt durch eine Vielzahl von Auslösern. Durch die Mediatorausschüttung kommt es zu einer Dilatation und erhöhten Permeabilität der Gefäße. Klinisch macht sich dies als Rötung und intrakutanes Ödem, den typischen Quaddeln, bemerkbar. Durch Aktivierung der Hautnerven entsteht zudem der typische Juckreiz und durch die Freisetzung weiterer Entzündungsmediatoren entsteht das Reflexerythem in der Umgebung der Quaddel.

Ferner führen modulierende Faktoren zu einer veränderten Reizschwelle bei den betroffenen Patienten.

Pathogenese der chronisch spontanen Urtikaria

Bei der chronischen spontanen Urtikaria werden verschiedene komplexe autoimmune Mechanismen diskutiert:
Zum einen wird eine Typ-1-Autoimmunität vermutet, bei der IgE-Autoantikörper an Autoallergene (z.B. Thyreoperoxidase) an Mastzellen binden und zur Degranulation selbiger führen. Zudem konnte gezeigt werden, dass es u.a. zu einem perivaskulären Infiltrat aus Entzündungszellen kommt sowie einer milden bis moderaten Erhöhung der Mastzell-Zahl. Es scheinen auch eine veränderte Regulation von Adhäsionsmolekülen und eine veränderte Zytokinexpression eine Rolle zu spielen. ...

Einfach ist das alles überhaupt nicht, und man findet kaum einen Arzt, der sich auf diesem Gebiet wirklich gut auskennt. Dennoch: man kann lernen, mit diesen Dingen umzugehen.

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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wichtig ist vor allem auch ein ernährungstagebuch, in dem man nicht nur notiert, was man ißt und trinkt und welche beschwerden in welcher stärke man hat, sondern auch andere mögliche trigger.
vor allem, wenn man nicht nur eine hi hat, sondern z.b. mcas, kann alles mögliche triggern und die verträglichkeit der nahrungsmittel beeinflussen.
und natürlich auch evtl. vorhandene allergien, kreuzallergien, sal-uv, usw.

da gibt es viele gute infos:



lg
sunny
 
regulat-pro-immune
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