Herzkreislaufprobleme unbekannter Ursache

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20.02.20
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Hallo Zusammen



Ich wende mich aus einer gewissen Verzweiflung an euch und hoffe, ihr könnt mir weiter helfen.



Ich bin 24 und studiere Betriebswirtsschaft. Vor 3 Monaten hatte ich erstmals wie aus dem Nichts eine Herz-Attacke. Das war mitten in der Nacht. Ich hatte geschlafen und bin aufgewacht, weil ich auf die Toilette musste. Als ich wieder im Bett lag fing mein Herz an zu rasen, ich konnte nicht mehr richtig atmen und mir war schwindlig. Ich dachte, ich sterbe!!! Ich weckte meinen Freund und dieser fuhr mich in die Notaufnahme. Im Spital machten sie ein EKG und untersuchten mein Blut. Alles normal. Zuerst war ich erleichtert darüber und habe die Sache bald mehr oder weniger vergessen. Leider hatte ich 5 Wochen später genau dasselbe noch einmal. Zwar nicht mehr mitten in der Nacht, sondern Abends nach dem Nachtessen. Ich bin dann den Tag darauf zu meinem Hausarzt gegangen. Der hat alles nochmal untersucht, aber auch nichts gefunden. Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, etc. alles normal. Auch keine Entzündung. Er hat mich dann zum Kardiologen geschickt. Dort war ich vor 3 Wochen. Der Kardiologe hat ein Lungenröntgen, Belastungs-EKG und einen Herzultraschall gemacht. Wieder: alles normal!! Als ich untersucht wurde, ging es mir auch immer (wieder) gut. Nun hatte ich heute morgen erneut einen solchen Anfall. Ich weiss echt nicht mehr was ich machen soll!! Der Kardiologe hat gemeint es könnte psychisch sein. Nur: Ich habe keine psychischen Probleme. Ich kann sagen, dass ich mit meinem Leben sehr zufrieden bin. Ich bin erfolgreich was mein Studium betrifft, ich hatte eine absolut unspektakuläre Kindheit, eine gute Beziehung zu meinen Eltern und Geschwistern, einen tollen Freundeskreis und einen total lieben Freund. Ich habe keine finanziellen Sorgen oder sonstige Sorgen. Meine einzige Sorge ist, dass ich nicht weiss, was mir fehlt. Ausserdem finde ich es alles andere als witzig. Ich finde diese Anfälle echt beängstigend und mache mir langsam auch Sorgen, dass ich mal irgendwo in Ohnmacht fallen könnte, wo mich dann niemand findet oder gar wirklich ein ernsthaftes Herz- oder sonstiges -Problem habe.
 
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12.05.11
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Wie sieht denn Dein Hämoglobin- und Ferritin-Wert aus? Denn eine Anämie (die bei Frauen nicht selten ist), kann solche Phänomene machen (eigene Erfahrung). Wie ernährst du dich?

Zweitens kann auch die Wirbelsäule über den Sympathikus-Nerv solche Episoden hervorrufen.
 
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12.10.18
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als erstes solltest du dir keine sorgen mehr machen, daß du etwas ernstes oder eine herzkrankheit hast.
wenn nur ein ruhe-ekg gemacht worden wäre, hätte man es nicht komplett ausschließen können bzw. nur wirklich ernste herzkrankheiten, aber mit belastungs-ekg plus ultraschall usw. bist du wirklich gründlich untersucht worden.

um psych-som. beschwerden zu haben , muß man keineswegs psych. probleme haben. schon der gedanke nach dem ersten oder 2. "anfall", daß es etwas ernstes sein könnte, kann ausreichen.

daß der puls mal viel zu schnell ist, ist völlig normal und tritt nur selten auf, wenn man es einfach nicht beachtet und dafür sorgt, daß man gesund lebt (u.a. auch nicht raucht, nur sehr wenig alk und wenig kaffee und keine cola o.ä. trinkt, genug schläft, streß soweit möglich meidet bzw. für ausreichende entspannung und genug bewegung sorgt .

2 mögliche ursachen für schwindel usw. hat malvegil ja schon genannt.

eine weitere ist der blutdruck.
wenn jemand einen rel. niedrigen blutdruck hat, sehr schlank ist, wenig sport macht usw. kann schon ein schnelles aufstehen reichen, daß der blutdruck kurz in den keller geht und es einem schwindelig ist und der puls rast.
normalerweise wird man dann nicht bewußtlos, vor allem nicht, wenn man sich dann hinsetzt, aber selbst wenn ist das nicht schlimm.

als ich noch ganz jung war, war ich oft bewußtlos, weil mein blutdruck zu niedrig war und ich auch noch nichts von meiner aip usw. wußte.

ich fand das nicht schlimm, weil ich meist nur ganz kurz bewußtlos war und schnell herausgefunden hab, daß ich es teils vermeiden konnte, wenn ich mich bei den allerersten anzeichen schnell hingesetzt oder hingelegt habe.

irgendwann wurde es von selbst besser und ich hatte nur noch probleme, wenn ich mehr als 2 x pro tag eine kleine tasse kaffee getrunken hab.
damals wußte ich noch nicht, daß ich zu den leuten gehöre, die kaffee usw. nicht gut vertragen, weil die beschwerden nicht direkt nach dem kaffee trinken auftraten, sondern scheinbar unabhängig davon.
und das auch nicht immer, so daß es rel. lange gedauert hat bis ich es wußte.

wenn du mal beim arzt bist oder in einer apotheke, in der auch blutdruck gemessen wird, kannst du es mal testen wie hoch dein blutdruck ist, wenn du sitzt und wie hoch bzw. niedrig, wenn du schnell aufstehst.
bringt nicht immer ein ergebnis, weil er nicht immer in den keller geht (sonst hätte man dann auch häufiger den schwindel), zeigt aber manchmal daß eine tendenz dazu da ist.

oder du ignorierst es einfach, stehst nicht zu schnell auf, damit dein blutdruck sich besser anpassen kann, ißt etwas mehr, trinkst weniger kaffee, sorgst für mehr bewegung usw. (s.o.), damit erledigen sich dann meist auch eine evtl. anämie und ws-probleme.


lg
sunny
 
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08.11.10
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Hallo Hakulino,

Das ist einfach nur ein erhöhter Histaminspiegel, der leider alle möglichen Ursachen haben kann. Also dein Problem zu lösen, wird nicht einfach. Selbstverantwortung und Eigenrecherche ist gefragt. Erwarte besser keine Hilfe von Ärzten.

Aber mach dir auch keine Sorgen. Das war kein unerkannter Herzinfarkt.

Ich hatte das oft. Vitamin D und Magnesium Mangel zu beheben hilft und dann musst du nach weiteren Auslösern suchen. Zahnfüllungen, Verhütung, Ernährung, Darmflora, Schilddrüse.
 
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10.01.04
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Hallo Hakulino,

weißt Du, ob Du irgendwelche Nahrungsmittel nicht verträgst? Dann könnten Deine "Attacken" auf Unverträglichkeiten beruhen, entweder in Form einer allergischen Reaktion oder aufgrund einer Intoleranz.

Weißt Du, ob Du in Deiner Wohnung irgendwelchen Gifen wie Formaldehyd, Permethrin, Schimmel usw. ausgesetzt bit?

Grüsse,
Oregano
 
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12.10.18
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diese infoseiten zu hi und mcas sind absolut super. ich hab sie schon mehrmals komplett und gründlich gelesen und immer wieder noch etwas neues und hilfreiches entdeckt, das ich teils schon wußte, aber im alltag wieder vergessen hatte.


lg
sunny
 
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12.05.11
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Das ist einfach nur ein erhöhter Histaminspiegel, der leider alle möglichen Ursachen haben kann.

Wie kommst du darauf, andere Ursachen auszuschließen, zumal Hakulino erst so wenig Genaues über die Symptome, den sonstigen Gesundheitszustand und die Lebensweise gesagt hat? Die von dir zitierte Seite sagt ganz klar: "Es ist nicht möglich, eine Histaminose anhand der Symptomatik zu diagnostizieren."
 
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08.11.10
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Malvegil. Ich schliesse gar keine Ursache aus. Ich sag nur, dass die Symptome von einem erhöhten Histaminspiegel kommen, was nichts schlimmes ist und man erstmal beruhigt sein kann und nun anfangen kann zu recherchieren, welche Ursachen das nun haben kann.
 
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08.11.10
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Wie ich auf Histamin komme? Es ist immer der Neurotransmitter Histamin, der am Ende die Symptome auslöst, um dem Menschen zu signalisieren, es stimmt was nicht, fang an zu handeln.
 
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30.05.13
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Hatte das ganze auch schon. War in der Notaufnahme und wurde mit Panikattacken wieder nach Hause geschickt, das war es allerdings nicht. Mir hat das hier gut geholfen. Im Prinzip war es nur eine üble Blockade in der BWS was bei mir Schluckstörungen, Schmerzen in den Armen und Luftnot verursacht hat, außerdem einen ziemlich hohen Blutdruck. Nach einem Knack war bei mir alles weg und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht
 

wege1

Meiner Meinung ist pixelschubser am Problem sehr nahe dran.
Ein guter Osteopath könnte da ggf. wirklich weiterhelfen.
Ich kenne selbst 2 Fälle, die mit vermuteten Herzproblemen durch
Eliminieren der Blockade das geschilderte Problem lösten.
 
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10.01.04
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Ich stelle mal die Beschreibung von POTS hierhin :) :
...
Die Kipptischtestung ermöglicht eine Differenzialdiagnose der orthostatischen Dysregulationen. Obwohl das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) besonders bei jüngeren Frauen eine häufige Variante der Kreislaufdysregulation darstellt, wird es in Deutschland noch zu selten diagnostiziert. POTS ist gekennzeichnet durch einen übermäßigen Pulsanstieg im Stehen bei kaum verändertem mittleren Blutdruck. Es treten Symptome der orthostatischen Intoleranz auf, die zum Hinsetzen oder Hinlegen zwingen. Die orthostatischen Beschwerden sind auf eine zunehmende Hyperventilationsneigung mit konsekutiver Hypokapnie und zerebraler Perfusionsminderung zurückzuführen. Ätiologisch liegt dem POTS eine Störung der sympathisch vermittelten peripheren Vasokonstriktion zugrunde, die im Stehen zu ausgeprägtem venösen Pooling und zu einer erhöhten kapillären Filtrationsrate und damit zur orthostatischen Hypovolämie führt. Pharmakologisch kann das POTS mit Mineralocorticoiden zur Anhebung des Blutvolumens oder mit a1-Agonisten zur Verbesserung der peripheren Vasokonstriktion behandelt werden.
...

Das Thema hat sunny sunlight schon in #3 angesprochen.

Grüsse,
Oregano
 
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