Freie Schulwahl

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Hallo Zusammen

.........

Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf von staatlicher Seite! Das Schulsystem gehört reformiert.
Der Ansatz find ich völlig richtig, die Ausführung jedoch nicht zweckmässig. Es fehlt die freie Schulwahl (nicht nur füpr Reiche), dann wird automatisch die QUALITÄT STEIGEN.
Beim Telefon haben wir es gesehen, es wurde billiger und besser und vielfälltiger. Aber die ausbildung ist ja viel weniger wichtig als das telefonieren, deshalb kann man letzteres vorschreiben und die eltern haben dazu nichts zu sagen.
 
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wundermittel
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09.01.08
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Unruhige Kinder - beunruhigte Kinder

Es besteht doch eine (fast) freie Schulwahl :confused:.

Wir müssen jetzt schon überlegen, ob unsere Tochter einmal die örtliche Grundschule besucht, die des Nachbarortes (die haben zu wenig Kinder, ansonsten muss man nur den Namen des Babysitters der dort wohnt nennen), die Waldorfschule, eine Montessorischule... Was will man mehr? Soll ich mein Kind 20 Km entfernt in eine Schule schicken? So gut kann die garnicht sein!

In der Regel werden die Schulanfänger selbst bei freiester Schulwahl immer die nächstgelegene Schule besuchen. Es würde sich also nichts ändern.

Bei den weiterführenden Schulen ist es schon so, dass die Schulen anfangen um die Kinder zu buhlen. Ansonsten müssten sie ja Klassen streichen.


Abgesehen mal davon, was versprichst du dir von einer freien Schulwahl? Die eh schon guten werden besser, die weniger guten werden schlechter. Die Kinder, deren Eltern wohl unter die Rubrik 'Mangelnde Bildung' fallen, werden sich nicht kundig tun und die beste Schule raussuchen. Das heisst die Kinder, die man eigentlich erreichen sollte fallen wieder unten durch.

Ich bin allerdings auch der Ansicht, dass die einzelnen Schulen mehr Entscheidungsfreiheit haben sollen. Auch sollten Schulen in sozialen Brennpunkten mehr gefördert und überwacht werden.
 
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Hallo Beat,

als ich den von Dir zitierten Satz schrieb, meinte ich nicht die Schaffung von mehr (teuren) Privatschulen sondern die qualitative Verbesserung von "staatlichen" Schulen nach sozialen und pädagogischen Gesichtspunkten!

Herzliche Grüße von
Leòn
 
regulat-pro-immune
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Hallo Cherry

Weiss nicht wie es in D ist, aber in der CH muss man die dorfschule besuchen, eine andere Staatliche schule ist nicht erlaubt und Privatschulen auch Montessori etc müssen selber bezahlt werden (nebst der öffentlichen schule über die Steuern)

Abgesehen mal davon, was versprichst du dir von einer freien Schulwahl?Die Eltern können die für Ihre Kinder beste Schule frei wählen, ohne das sie diese selber berappen müssen.
Schau wie sich die Qualität bezüglich Internet oder Telefonverbindung gebessert hat, seid die Konsumenten selber frei wählen dürfen, mit welchem Anbeiter man kommunizieren will.
Und sind unsere kinder nicht wichtiger als das telefonieren? Dann sollte man doch hier die Veresserungsmöglichkeiten auch nutzen, oder?
 
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14.01.04
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Hallo Leon

Das war mir schon klar, aber wie ist der Weg dazu?
Hätte jede Familie Bildungsgutscheine für eine Schule nach Ihrer Wahl, angepasst an die Bedürfnisse und Interesse des Kindes und der Familie, ich kann Dir sagen, die staatlichen schulen würden sich relativ schnell infolge der Konkurrenz bessern.
 
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09.01.08
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Es ist bei uns auch so, dass grundsätzlich die ortsansässige Schule besucht werden muss. Ausnahmen werden gemacht wenn das Kind fremdbetreut wird und die Betreuungsperson an einem anderen Ort wohnt. Dann darf das Kind dort in die Schule gehen.

Ich fände es begrüssenswerter, wenn die Schulen nach einem Punktesystem bewertet werden (von den Eltern, den Lehrern und neutralen Prüfern) und je nach Punktestand zusätzliche Gelder zugesprochen bekommen mit denen sie etwas besonderes machen können. Zum Beispiel eine extra Kraft für Arbeitsgemeinschaften einstellen oder eine ausländische als Zusatz zum Fremdsprachenunterricht. Oder besondere Ausflüge, extra Lehrmittel oder sonst was.
Dafür muss die Schule natürlich auch diverse 'Freiheiten' haben. Das heisst: Wenn ein Lehrer nicht dazu passt muss die Schule ihn 'feuern' können. Der Schulbetrieb steht und fällt mit den Lehrern. Wenn die nicht top sind, kann aus der Schule nichts werden. Da gehört meines Erachtens das gesamte System reformiert. Kein Beamtenschutz mehr für Lehrer! Entweder Leistung oder Tschüss.
Oder die Schule muss Entscheidungen treffen können über die Verteilung der zugewiesenen Gelder. Das ist alles viel zu restriktiv.


Das mit der freien Schulwahl wird nicht so funktionieren, wie ihr denkt.
Bei uns ist die Grundschule beispielsweise auch sehr schlecht. Es weiss jeder, manche versuchen sogar etwas dagegen zu tun. In drei oder vier Jahren werden unsere Kinder eingeschult. Was also machen?
Es wird wahrscheinlich so sein, dass die örtliche (schlechte) Schule zu viele Kinder hat. Es werden Eltern gebeten werden ihre Kinder auf die Nachbarschule zu bringen (3 Km weg, besserer Ruf). Sollen wir uns nun freiwillig melden? Unsere Kinder aus ihrem Freundeskreis rausreissen? Sie jeden Tag in die Schule fahren oder sie in den Bus setzen und hoffen, dass sie ankommen? Die extra Zeit in Kauf nehmen für die Bustouren (unter 30 min geht nichts)? Wenn kein Bus fährt, zur Stelle sein und Chauffeur spielen? Sie nachmittags, wenn sie ihre Freunde von der Schule treffen wollen in der Gegend rumkutschieren? Wer hat dafür überhaupt Zeit? Gleich in den Nachbarort ziehen? Der hat aber schlechtere Infrastruktur, ausserdem was machen die Eltern mit Eigentum?

Du siehst, selbst wenn man die 'Wahl' hat, hat man sie eigentlich nicht. Die Eltern mit denen ich mich darüber unterhalten habe, werden alle ihr Kind hier zur Schule schicken. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir das auch tun. Das was die Schule dann nicht leistet, werden wir übernehmen. Und wenn es allzu schlimm wird, wird eben Amok gelaufen ;).
 
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14.01.04
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Hallo Cherry

Also wenn die schule für das kind oder die ltern nicht geeignet ist, dann müssen sie trotzdem dort bleiben , oder etwas drehen, das sie in eine andere können und hoffen das es dort besser für Ihr Kind ist. Das Telfon kann ich frei wählen wenn etwas mir nicht passt, bzw jemand ein für meine Umstände besseres Angebot hat. Bei der vieeel wichtigeren Schule aber nicht.

Ich fände es begrüssenswerter, wenn die Schulen nach einem Punktesystem bewertet werden (von den Eltern, den Lehrern und neutralen Prüfern) und je nach Punktestand zusätzliche Gelder zugesprochen bekommen mit denen sie etwas besonderes machen können. Zum Beispiel eine extra Kraft für Arbeitsgemeinschaften einstellen oder eine ausländische als Zusatz zum Fremdsprachenunterricht. Oder besondere Ausflüge, extra Lehrmittel oder sonst was.
Schön und gut, dann hätten die Kinder von guten schulen noch mehr Vorteile und die von schlechten schulen müssten immer noch dort bleiben.

Dafür muss die Schule natürlich auch diverse 'Freiheiten' haben. Das heisst: Wenn ein Lehrer nicht dazu passt muss die Schule ihn 'feuern' können.
Man kann schon heute den Lehrer nicht wieder wählen. Aber warum sollte die Schule das tun? Nur weil Eltern oder Kinder nicht zufrieden sind? Die müssen ja trotzdem in die Schule kommen.

Da gehört meines Erachtens das gesamte System reformiert
Wie gesagt, mit der freien schulwahl werden automatisch inovationen Umgesetzt und alles wird reformiert und erst noch in die richtige Richtung, da Eltern mit ihren kindern dann kunden sind.

Das mit der freien Schulwahl wird nicht so funktionieren, wie ihr denkt. Es fiunktioniert in einigen Ländern und dort wo die Leitplanken stimmen sogar sehr gut.


Sogar wenn es in Eurem Dorf nicht funktionieren würde, heisst das ja nicht, dass es überall nicht funktionieren würde.
Zu Deinem Beispiel: Wenn es genug Schüler gibt, d.h das Interesse an einer besseren Schule gross genug ist, könnte ein Schulungsangebot für eine private schule interessant werden. Wenn nicht, könnte die Schule der Nachbargemeinde oder eine andere (neue)Schule in der Umgebung so an neuen Schüler interessiert sein, dass sie nebst gutem Unterricht sogar einen Schulbus oder so organisiert.
Wenn alles nicht geht, dann könnten sich die Eltern Zusammentun, so dass ein Elternteil zb nur einmal pro Woche den Transport übernimmt. Die schüler hätten Ihre kollegen die beim Transport dabei wären, dazu dörfliche Kollegen aus der Freizeit/Speilplatz/Verein etc und neue an der neuen Schule.
Wichtig ist aber auch zu wissen, dass dioe Dorfschule bei freien Angebot mit der Zeit automatisch besser werden würde, weil sie sonst nicht bestehen könnte!

Du siehst, selbst wenn man die 'Wahl' hat, hat man sie eigentlich nicht.Oh doch, wir sind in einer vergleichbaren lage wie Du und machen dies seid Jahren so. Und die schule müssen wir erst noch selber berappen. Der ganze Aufwand ist es uns wert, obwohl die Dorfschule bei uns gar nicht schlecht ist.

Das was die Schule dann nicht leistet, werden wir übernehmen.
Dieser aufwand könnte wesentlich grösser sein als der Transport. Insbesondere wenn ihr euch noch zusammentut bzw abwechselt
 
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09.01.08
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Dieser aufwand könnte wesentlich grösser sein als der Transport. Insbesondere wenn ihr euch noch zusammentut bzw abwechselt

Du hast nur ein Kind, nicht :rolleyes:? Wir können in unserem Auto genau 2 Kinder transportieren ;). Einen Schulbus gibt es, der muss aber nicht nur unser Dorf befahren...

Der Aufwand ist deswegen nicht größer, weil wir einen Teil der Grundschulinhalte nebenbei vermitteln. Egal wie gut oder schlecht die Schule ist. Unsere Tochter fällt in die Kategorie 'privilegierte Kinder'. Sie ist kein Risikokind.
Die sind woanders. Und deren Eltern könnten die Kinder nicht in die Schule fahren, da sie überhaupt kein Auto haben. Sie können sie auch nicht in die Musikschule bringen und an den Sportverein denken die wenigsten. Du musst diese Kinder da abholen, wo sie wohnen. Und das kannst du nicht, wenn die Schulen aus Mangel an Kindern (die privilegierten werden ja rumkutschiert) dichtmachen muss.
Jede einzelne Schule muss 'überwacht' werden und bei Bedarf müssen eben Maßnahmen ergriffen werden. Es gibt in Deutschland einige Schulen, bei denen dieses spezielle Fördern geholfen hat.

Kleiner Diskurs zum Kindergarten. Unser wirklich nettes Örtchen hier hat natürlich auch einen Kindergarten. Sehr groß, schöne Räume, toller Garten, mieserable Mitarbeiter. So weit so schlecht. Dies geht schon seit Jahren so, trotz teilweisem Austausch (es gehen leider fast immer die falschen) hat sich die Situation nicht geändert.
Das haben nun langsam aber sicher auch die Eltern mitbekommen und nehmen ihr Kind aus dem Kindergarten raus und bringen es in den nächstgelegenen Nachbarort (nicht der mit der Schule). Wir waren auch dabei. Es ist nun so, dass dieses Jahr ein Drittel der Jahrgangskinder in den Nachbarkindergarten gehen. Vorher waren es meist nur zwei oder drei pro Jahrgang.
Glaubst du, dies hätte irgendwelche Konsequenzen? Glaubst du unser Kindergarten versucht sich zu bessern? Nein, sie beantragen die Lizenz zum Hüten der 1-jährigen Kinder (und bekommen sie auch irgendwie :rolleyes:) um die leergewordene Gruppe wieder aufzufüllen. Das wird vermutlich auch mit den sch..ss Schulen passieren.

Wenn aber irgendeine Obrigkeit mal auf die Eltern/Lehrer/Schüler hören würde (die sich seit Jahren schon beschweren!) und mal ein Auge auf die Einrichtung werfen würden, könnte man direkt Verbesserungen anbringen.

Ich wünsche mir für mein Kind nicht nur eine fördernde Grundschule sondern auch eine gewisse Freiheit für die ersten vier Jahre. Ich wünsche meiner Tochter ein wenig "Bullerbü". Sie soll alleine in die Schule laufen können, auf dem Weg ihre Freunde treffen und sie auf dem Schulweg mitnehmen. Wenn die Schule einmal früher aus hat als erwartet, soll sie die Möglichkeit haben nach Hause zu kommen.
Ich möchte nicht, dass ich sie und ihre eventuellen Geschwister von Anfang an in der Gegend rumkutschieren muss. Wir haben extra einen Wohnort gewählt in dem alles für Kinder wichtige (Schule, Kindergarten, Sportverein, Musikverein, Bahn, Bus...) zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher zu erreichen ist. Ich will, dass das was da ist verbessert wird und zwar so schnell wie möglich. Ich will nicht, dass meine Tochter bangen und bibbern muss, ob sie nun an der einzigen guten Schule in der Umgebung angenommen wird oder nicht (und das wird kommen bei deinem Vorschlag, die Schulen werden sich die Kinder aussuchen!) und wenn sie eben Pech hat (in ihren Augen versagt hat) muss sie eben auf die mittelmässige Schule im Ort gehen, weil die die Kinder nicht ablehnen dürfen.
Dies ist meinen Brüdern passiert. Sie wollten auf die Realschule in einer anderen Stadt, da diese im Gegensatz zu unserer sehr gute Kritiken hatte. Sie wurden nicht angenommen, weil die Schule schon voll war und sie die Kinder aus der eigenen Stadt versorgen müssen. Ist ja auch richtig so. Warum sollen die woanders hinfahren nur weil UNSERE Schule so schlecht ist? Tja, meine Brüder hatten halt das Pech in einem geburtenstarken Jahrgang zu sein.


P.s.: Bei uns können Lehrer nicht abgewählt werden. Wenn sie riesen-granaten-Bockmist gebaut haben, kann es vorkommen, dass sie versetzt (!) werden. Das heisst selbst wenn die Schule mangels Schüler geschlossen wird, werden die Lehrer eben an eine andere versetzt.
 
regulat-pro-immune
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In der Schweiz gibt es Schulen, die freiwillig ein Zertifikat für sich selber erarbeiten.
https://www.lvb.ch/lvb/cms/upload/fqs/FQSProspekt1.pdf
Meine Kinder waren an einer solchen Schule - eine Minidorfschule, wo die Klassen zum Teil sogar noch im selben Schulzimmer unterrichtet wurden.
Obwohl die Schule zertifiziert wurde, sind die Lehrer doch Menschen geblieben mit all ihren Stärken und Schwächen und Manches gab Anlass zu Ärger.
Aber die Transparenz, welche die Schule an den Tag legte, der Aufwand, der freiwillig betrieben wurde und die Fortschritte, die dabei zu beobachten waren, haben mir als Mutter ein sehr gutes Gefühl gegeben. :klatschen
Mit sehr abgelegenem Wohnort und ohne fahrbaren Untersatz hätte ich eh nie die Wahl gehabt und ich bin glücklich, dass meine Kinder diese Schule besuchen durften.
Dies einfach mal als kleiner Einwurf, es gibt zum Glück auch gute Beispiele!
Liebe Grüsse, Sine
 
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Hallo Cherry

Du hast nur ein Kind, nicht ?
3 Cherry und eines davon gibt mehr Arbeit als 4

Einen Schulbus gibt es, der muss aber nicht nur unser Dorf befahren... Der übliche zeitliche Mehraufwand. Die Vorteile einer besseren schule spart aber auch etwas Zeit und der Restr kann sehr gut angelegte zeit sein, wenn die chule dafür besser ist.

mieserable Mitarbeiter. So weit so schlecht. Dies geht schon seit Jahren so, trotz teilweisem Austausch (es gehen leider fast immer die falschen) hat sich die Situation nicht geändert.
Auch das würde ändern, wenn Konkurenz herschen würde
Und deren Eltern könnten die Kinder nicht in die Schule fahren, da sie überhaupt kein Auto haben.
Das ist ja selten aber dann ist es wirklich Pech.

Du musst diese Kinder da abholen, wo sie wohnen. Und das kannst du nicht, wenn die Schulen aus Mangel an Kindern (die privilegierten werden ja rumkutschiert) dichtmachen muss.
Doch. Wenn es die kostenlose freie Schulwahl gibt, dann würde es mit der Zeit eine Schule geben, die abholen würde.

Es ist nun so, dass dieses Jahr ein Drittel der Jahrgangskinder in den Nachbarkindergarten gehen. Vorher waren es meist nur zwei oder drei pro Jahrgang.
Glaubst du, dies hätte irgendwelche Konsequenzen? Glaubst du unser Kindergarten versucht sich zu bessern?

Natürlich nicht, das sage ich ja schon lange. Wenn sie jedoch nach der freien Schulwahl kein Geld mehr kriegen würden, weil keine Kinder mehr dahin gehen, würde sich was ändern.

Wenn aber irgendeine Obrigkeit mal auf die Eltern/Lehrer/Schüler hören würde (die sich seit Jahren schon beschweren!) und mal ein Auge auf die Einrichtung werfen würden, könnte man direkt Verbesserungen anbringen.
Bei der freien Schulwahl wären die Eltern Kunden und auf diese würde man hören!

Deine Wünsche an eine schule sind richtig und ich wünsche Dir dabei viel erfolg es zu erreichen.
Auch mit der freien Schulwahl würde mittelfristig nicht unbedingt alle Deine Wünsche abgedeckt, aber einige schon und Du hättest erst nach die Wahl, diejenige zu wählen, die am meisten deiner Wünsche abdeckt.
 
Themenstarter
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Hallo Sine

Aber die Transparenz, welche die Schule an den Tag legte, der Aufwand, der freiwillig betrieben wurde und die Fortschritte, die dabei zu beobachten waren, haben mir als Mutter ein sehr gutes Gefühl gegeben.
So ist es für uns im Moment auch
 
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09.01.08
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Du hast nur ein Kind, nicht ?
3 Cherry und eines davon gibt mehr Arbeit als 4
Und du fährst dann sicher einen Bus, wenn du vorschlägst noch andere Kinder mitzunehmen??

Einen Schulbus gibt es, der muss aber nicht nur unser Dorf befahren... Der übliche zeitliche Mehraufwand. Die Vorteile einer besseren schule spart aber auch etwas Zeit und der Restr kann sehr gut angelegte zeit sein, wenn die chule dafür besser ist.
Du willst mir allen Ernstes erzählen, dass eine gute Schule den Kindern eine Stunde und mehr pro Tag an Zeit einspart?

mieserable Mitarbeiter. So weit so schlecht. Dies geht schon seit Jahren so, trotz teilweisem Austausch (es gehen leider fast immer die falschen) hat sich die Situation nicht geändert.
Auch das würde ändern, wenn Konkurenz herschen würde
Nein, es hat sich eben NICHTS geändert. Es herrscht Konkurrenz. Wir können hier im Umkreis von drei Kilometern zwischen SECHS Kindergärten wählen!

Und deren Eltern könnten die Kinder nicht in die Schule fahren, da sie überhaupt kein Auto haben.
Das ist ja selten aber dann ist es wirklich Pech.
Das ist vielleicht bei Euch in der Schweiz so. Hier ist es durchaus üblich, dass Eltern entweder kein Auto haben oder das Familienauto vom Brotverdiener genutzt wird um in die Arbeit zu fahren. Ich bin die einzige in unserem Umkreis, die als reine Hausfrau ein eigenes Auto hat. Alle anderen müssen für diverse Fahrten auf den Ehegatten warten oder finanzieren ihr Auto durch Arbeit.
Wie ich schon geschrieben hatte: Die Kinder, deren Eltern sie in der Gegend rumkutschieren können sind nicht die Kinder, die durchs System fallen. Jedenfalls nicht im Normalfall.

Du musst diese Kinder da abholen, wo sie wohnen. Und das kannst du nicht, wenn die Schulen aus Mangel an Kindern (die privilegierten werden ja rumkutschiert) dichtmachen muss.
Doch. Wenn es die kostenlose freie Schulwahl gibt, dann würde es mit der Zeit eine Schule geben, die abholen würde.
Lol, nein! Wie kommst den auf die Idee? Die Schulen werden so beliebt sein, dass sie sich die Schüler aussuchen können (auch schon geschrieben). Sie werden ihr Hauptaugenmerk auf die GUTEN Schüler legen. Bzw. eben die Schüler, die sie nehmen müssen. Es ist eher unwahrscheinlich, dass eine Schule die räumlichen Möglichkeiten hat sich derart zu erweitern, dass eine andere, aufgelöste Schule noch dazu passt.
Du kannst hier die Universitäten als Vergleich nehmen. Vorallem die amerikanischen, hier in Deutschland ist es aber ähnlich. Die besten werden genommen, nicht die im abgelegendsten Eck. Die Schüler, die weniger Geld für Nachhilfe oder ähnliches ausgeben konnten, haben dann eben schlechtere Karten. So wird es auch mit den Grundschulen sein.

Es ist nun so, dass dieses Jahr ein Drittel der Jahrgangskinder in den Nachbarkindergarten gehen. Vorher waren es meist nur zwei oder drei pro Jahrgang.
Glaubst du, dies hätte irgendwelche Konsequenzen? Glaubst du unser Kindergarten versucht sich zu bessern?

Natürlich nicht, das sage ich ja schon lange. Wenn sie jedoch nach der freien Schulwahl kein Geld mehr kriegen würden, weil keine Kinder mehr dahin gehen, würde sich was ändern.
Sie bekommen doch schon lange weniger Geld :rolleyes:

Wenn aber irgendeine Obrigkeit mal auf die Eltern/Lehrer/Schüler hören würde (die sich seit Jahren schon beschweren!) und mal ein Auge auf die Einrichtung werfen würden, könnte man direkt Verbesserungen anbringen.
Bei der freien Schulwahl wären die Eltern Kunden und auf diese würde man hören!
Das sind sie im Kindergarten auch schon und es juckt niemanden, was sie sagen. In manchen Einrichtungen funktioniert nur was von OBEN kommt.
Abgesehen mal davon geht es mir nicht darum, dass das gemacht wird, was die Eltern wollen, sondern das, was für die Kinder richtig ist. Deswegen auch die Kontrolle von Aussen.
Nach deinem Modell gäbe es nämlich auch ganz 'tolle' Schulen, die die Kinder mit Bussen abholen, irgendwann am Abend wieder daheim abliefern, sie mittags mit Würstchen und Pommes füttern und am Ende vom Schuljahr haben alle gute Noten in den Zeugnissen stehen. Diese Einrichtungen wären dann vorallem bei den gleichgültigen Eltern beliebt, die ihre Kinder gerne den Tag über vom Acker hätten und sich über gute Zensuren ohne viel Arbeit freuen würden. Für die Kinder ist es aber nix, da sind wir uns sicherlich einig.


Du hast mir leider immer noch nicht beantwortet, wie du die Kinder aus ungebildeteren Familien erreichen möchtest mit deinem Vorschlag. Es machen sich nur die Eltern über die verschiedenen Angebote kundig, deren Kinder sie eigentlich nicht benötigten weil sie vom Elternhaus genügend Bildungsinhalte vermittelt bekommen.

Was sollen die Schüler tun, die aus verschiedenen Gründen nicht auf eine gute Schule gehen können? Die privilegierten, guten Schüler sind weg, für sie wurde eine passende Schule ausgewählt. Das heisst der 'letzte Rest' muss dann in der schlechten Schule versauern. Früher hätten die guten Schüler wenigstens etwas zur Hebung des Leistungsniveaus beigetragen aber die sind ja weg.
Schau dir doch mal die Hauptschulen an in Deutschland. Das ist genau das, was mit den Grundschulen passieren würde. Es würde Schulen geben, die nur noch Verwahranstalten wären.

Auch würde es mich interessieren, wie deine Schulen damit umgehen sollen, wenn mehr Schüler sich anmelden möchten als sie aufnehemn können?


Versteh mich nicht falsch, es ist mir ehrlichgesagt egal ob man seine Schule auswählen kann oder nicht. Obwohl, als Notnagel ist es sicherlich nett zu wissen, dass man es könnte. Ich finde nur, dass du es zu zweidimensional siehst. Es ist sicher nicht die Lösung des Schulproblems.

Bei den weiterführenden Schulen ist das etwas anderes. Da muss man natürlich auswählen können (und kann es auch bei uns, bis eben auf das Problem mit den überfüllten Schulen), da werden Interessensgebiete vertieft.

Die Grundschule sehe ich als Vorbereitung auf die weiterführende Schule. Sie muss allen Kindern eine ähnliche Chance auf Weiterbildung verschaffen. Sie muss den Grundstock legen. Zu diesem Grundstock gehört für mich auch eine gewisse Selbstständigkeit. Die bekommen die Kinder nicht, wenn ich sie im Auto umherkutschen muss. Da fahren dann die lieben Kinderlis eine halbe Stunde oder sogar noch länger in der Gegend herum, wo sie doch in ein paar Minuten an der eigenen Schule wären. Ein paar Jahre später wundern sich die Kinderärzte warum unsere Kinder so unsportlich sind :confused:.

Nein, dass kann es nicht sein. Es muss Sorge dafür getragen werden dass alle Schulen den gleichen guten Service anbieten können. Und das passiert nicht durch Konkurrenz. (bei uns sind die Telekommunikationsunternehmen nur GÜNSTIGER geworden, nicht aber besser durch die Konkurrenz ;)).
 
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14.01.04
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Hallo Cherry

Und du fährst dann sicher einen Bus, wenn du vorschlägst noch andere Kinder mitzunehmen??
Nein wir sind die einzigen in unserem Dorf und fahren mit den drei Kindern. Zum Vorsclag stehe ich, abetr bei uns geht es halt nicht, trotzdem gehen wir hin.

Du willst mir allen Ernstes erzählen, dass eine gute Schule den Kindern eine Stunde und mehr pro Tag an Zeit einspart?
Nein, habe ich ja gar nicht geschrieben, schrieb bezüglich zeitlichen Mehraufwand "der Restr kann sehr gut angelegte zeit sein, wenn die Schule dafür besser ist

Nein, es hat sich eben NICHTS geändert. Es herrscht Konkurrenz. Wir können hier im Umkreis von drei Kilometern zwischen SECHS Kindergärten wählen!Und fünf davon sind priivat???

oder das Familienauto vom Brotverdiener genutzt wird um in die Arbeit zu fahrendas ist auch bei uns so, ich gehe deshalb mit der Bahn etc kostet mich mindestens eine Stunde pro Tag mehr Reisezeit

nein! Wie kommst den auf die Idee? Die Schulen werden so beliebt sein, dass sie sich die Schüler aussuchen können (auch schon geschrieben). Sie werden ihr Hauptaugenmerk auf die GUTEN Schüler legen. Bzw. eben die Schüler, die sie nehmen müssen.
In der Markwirtschaft, die bei freier schulwahl gelten würde, gilt allgemein, dass das Produkt sich dem Bedürfnis anpasst. Ist das Bedürfnis gross geniug, wird das Angebot wenn irgendwie grösser.

Du kannst hier die Universitäten als Vergleich nehmen. Vorallem die amerikanischen, hier in Deutschland ist es aber ähnlich. Die besten werden genommen, nicht die im abgelegendsten Eck.
Der Vergleich hinkt, da keine Universitätspflicht besteht und es eine sehr beschränkte Anzahl Proffesspren und besten Fachleuten gibt. Auch die Praxis in Ländetrn mit freier Schulwahl mit gewissen Auflagen bestätigt Deine Vermutung nicht

Sie bekommen doch schon lange weniger Geld
Also werden Grehälter gestrichen, oder Lehrerstellen? Wenn nicht bekommen sie immer noch genug /zuviel geld.

Nach deinem Modell gäbe es nämlich auch ganz 'tolle' Schulen, die die Kinder mit Bussen abholen, irgendwann am Abend wieder daheim abliefern, sie mittags mit Würstchen und Pommes füttern und am Ende vom Schuljahr haben alle gute Noten in den Zeugnissen stehen.Nein, es gäbe einfach schulen, die die Bedürfnisse der Eltzern und Kinder ernstnehmen würden, weil Ihr Erfolg, Ihr Job etc davon abhängt und Lehrer wie ELTERN die art von Schule wäjhlen könnten, die Ihren Vorstellungen entspricht. Es ist wie mit dem Telefon, seid die Anbeieterwahl frei ist, kannst du denjenigen wählen der zu Dir und deiner situation am besten passt und es gibt viele Angebote.

Diese Einrichtungen wären dann vorallem bei den gleichgültigen Eltern beliebt, die ihre Kinder gerne den Tag über vom Acker hätten und sich über gute Zensuren ohne viel Arbeit freuen würden.
Waghrscheinlich würde es auch solche geben, aber da nicht alle Eltern so denken, eben auch andere, die ähnliche Vorstellungen haben wie Du. Und der nebeneffekt, alle würden sich anstrengen und so besser werden.

Du hast mir leider immer noch nicht beantwortet, wie du die Kinder aus ungebildeteren Familien erreichen möchtest mit deinem Vorschlag. Es machen sich nur die Eltern über die verschiedenen Angebote kundig, deren Kinder sie eigentlich nicht benötigten weil sie vom Elternhaus genügend Bildungsinhalte vermittelt bekommen. Du unterschätzt die Leute. Leute die selber entscheiden können und müssen,, wo sie das Brot einkaufen wollen, oder welchen Telefonanbieter sie wählen wollen, können auch entscheiden welche schule sie hre Kinder schicken wollen. Und vielen wenighger gebildeten Leuten ist eine gute Schule für Ihre Kinder auch wichtig, schliesslich sollen es die kinder mal besser haben... ist so eine redewendung.

Was sollen die Schüler tun, die aus verschiedenen Gründen nicht auf eine gute Schule gehen können?
Viele gründe gibt es da nicht. Ausserdem habe ich nie geschrieben, dass alles gut dadurch würde, aber wenn es sogar nur einigen besser gehen würde wäre es ja schon gut. Ohne Spezialfälle kommt übrigens kein Modell aus, auch das heutige nicht.

Schau dir doch mal die Hauptschulen an in Deutschland. Das ist genau das, was mit den Grundschulen passieren würde. Es würde Schulen geben, die nur noch Verwahranstalten wären.
Du sagts es ja selber, mit dem jetzigen system geht es ja immer mehr in diese Richtung. Und unterprivilegierte haben keine Chanche. Mit der freien Schulwahl könnten jedoch viele davon eben auch an eine bessere schule gehen.

Auch würde es mich interessieren, wie deine Schulen damit umgehen sollen, wenn mehr Schüler sich anmelden möchten als sie aufnehemn können?
Mann würde mehr Lehrpersonen einstellen und zusätzlich Platz einmieten. Gab mal so eine Phase bevor die sCHULE UMZOG. Eine kleine Privatschule kann da sehr schnell und flexibel walten und entscheiden.

Es ist sicher nicht die Lösung des Schulproblems
es istb eine Massnahme die mittelfristig wesentliche besserungen bringen würde, ohne alles gleich lösen zu können.

Die Grundschule sehe ich als Vorbereitung auf die weiterführende Schule. Sie muss allen Kindern eine ähnliche Chance auf Weiterbildung verschaffen.
Da kommt mir gerade das Bild in den Sinn, wo einer zu einem Baum zeigt und den Tieren (Elefant, Seelöwe, Affe, Hund und Katze sagt: Damit alle die gleiche Chanche haben, klettern sie auf diesen Baum.

Zu diesem Grundstock gehört für mich auch eine gewisse Selbstständigkeit. Die bekommen die Kinder nicht, wenn ich sie im Auto umherkutschen muss.
Es gibt Kinder die nicht herumkutschiert werden und trotzdem unselbstständig sind und umkehrt. Das ist ein Selbstständigkeitskriterium von vielen. Natürlich ist das herumkutschieren trotzdem ein ganz klarer Nachteil. Aber kaum etwas und schon gar keie schule ist ideal. Es ist immer ein Abwägen von den Vorteilen und Nachteilen und so nimmt man halt auch einen nachteil in Kauf.

Ein paar Jahre später wundern sich die Kinderärzte warum unsere Kinder so unsportlich sind
Meine drei Kinder sind alle trotzdem sehr sportlich. Der älteste sicher der sportlichste des ganzen Dorfes in seinem Alter. Auch das ist ein Kriterium. Teilweise kann man es aber uach ausgleichen, meine gehen zb in einen Fuussballclub wo gleichzeitig wiederum die lokalen Kontakte geknüpft werden können.
Nichts ist Ideal, alles hat nachteile, die Gesamtheit macht es aus.

Es muss Sorge dafür getragen werden dass alle Schulen den gleichen guten Service anbieten können.
Das ist erstens nicht machbar und zwietens sogar unmöglich, da es nicht DEN guten Service für alle gibt, sondern nur den spezifisch guten Service

Und das passiert nicht durch Konkurrenz. (bei uns sind die Telekommunikationsunternehmen nur GÜNSTIGER geworden, nicht aber besser durch die Konkurrenz ).
Ruf den Anbieter an und sage, dass du gleich viel wie früher zahlen willst. Er wird Dir dann sicherlich etwas dafür bieten das besser ist als früher. Ich kann nebenbei heute günstiger telefonieren, Fernsehen schauen, Internet etc alles über das Telefonkabel. Dazu gibt es auf Wunsch mehrere linien und vieles mehr. Ausserdem noch verschiedenen Angebote, je nach meinen telefonbedürfnis (Anzahl und Länge der telefone, telefonzeiten, etc) kan ich das für mich beste wählen. Und das für mich beste muss nicht das beste für den nachbar sein, der kann sich das für sich beste wählen.
 
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08.04.07
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Eine Schweizer Initiative: elternlobby schweiz

Schulwahl für alle
Alle Eltern sollen frei und unabhängig von Einkommen und Status unter den einzelnen Staatsschulen und nichtstaatlichen Schulen jene wählen können, die den Bedürfnissen ihrer Kinder und ihrer Familie entsprechen.

Qualitätssteigerung
Nachfrageorientierte Bildung und pädagogischer Wettbewerb führen zu Innovation, Qualitätssteigerung und zu einem effizienteren Bildungswesen - die PISA-Spitzenländer haben es bewiesen.

Liebe Grüsse
pita
 
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14.01.04
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Dank Pita

Denke da steht viel dazu drinn. Zu 95% die Ansicht / zielrichtung teile.
 
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09.01.08
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Und du fährst dann sicher einen Bus, wenn du vorschlägst noch andere Kinder mitzunehmen??
Nein wir sind die einzigen in unserem Dorf und fahren mit den drei Kindern. Zum Vorsclag stehe ich, abetr bei uns geht es halt nicht, trotzdem gehen wir hin.
Naja, du kannst es gerne vorschlagen, es wird nur in den allerseltensten Fällen so sein, dass es aus autotechnischen Gründen nicht geht :rolleyes:

Nein, es hat sich eben NICHTS geändert. Es herrscht Konkurrenz. Wir können hier im Umkreis von drei Kilometern zwischen SECHS Kindergärten wählen!Und fünf davon sind priivat???
Nein, kein einziger ist privat. Alle sind städtisch, bei allen zahlt man den gleichen Beitrag.

oder das Familienauto vom Brotverdiener genutzt wird um in die Arbeit zu fahrendas ist auch bei uns so, ich gehe deshalb mit der Bahn etc kostet mich mindestens eine Stunde pro Tag mehr Reisezeit
Schön dass deine Arbeitsstelle Bahnanschluss hat, das ist nicht selbstverständlich.

nein! Wie kommst den auf die Idee? Die Schulen werden so beliebt sein, dass sie sich die Schüler aussuchen können (auch schon geschrieben). Sie werden ihr Hauptaugenmerk auf die GUTEN Schüler legen. Bzw. eben die Schüler, die sie nehmen müssen.
In der Markwirtschaft, die bei freier schulwahl gelten würde, gilt allgemein, dass das Produkt sich dem Bedürfnis anpasst. Ist das Bedürfnis gross geniug, wird das Angebot wenn irgendwie grösser.
Die Schulen können sich aus baulichen Gegebenheiten nur begrenzt vergrößern. In der Regel wurden diese Vergrößerungsmaßnahmen bereits in den 70ern ausgeschöpft, da gab es wohl mal einen Kinderboom.

Du kannst hier die Universitäten als Vergleich nehmen. Vorallem die amerikanischen, hier in Deutschland ist es aber ähnlich. Die besten werden genommen, nicht die im abgelegendsten Eck.
Der Vergleich hinkt, da keine Universitätspflicht besteht und es eine sehr beschränkte Anzahl Proffesspren und besten Fachleuten gibt. Auch die Praxis in Ländetrn mit freier Schulwahl mit gewissen Auflagen bestätigt Deine Vermutung nicht
Nein, der Vergleich hinkt ganz und garnicht. Hast du nicht gerade eben erwähnt, wo ein Bedarf da ist wird das Angebot größer... Vorallem wäre bei den Universitäten deutlich mehr Geld rauszuholen als mit guten Schulen. Warum sollten sie also auf den Ausbau verzichten? Professorenmangel kann es jedenfalls nicht sein. Als ich studierte kamen auf jede ausgeschriebene Stelle mindestens 5 Bewerber in die Endrunde, das heisst sie waren alle sehr gut. Und ich habe an einer der besten Hochschulen in meinem Fachgebiet studiert (jedenfalls hier in Deutschland ;)).
Du willst aber doch eine freie Schulwahl OHNE Auflagen, oder? Mit einer freien Schulwahl MIT Auflagen könnte ich mich auch anfreunden. Wenn ein Kind besondere Fähigkeiten hat oder extreme Defizite muss dieses Kind natürlich die Möglichkeit einer besonderen Förderung bekommen, keine Frage.

Sie bekommen doch schon lange weniger Geld
Also werden Grehälter gestrichen, oder Lehrerstellen? Wenn nicht bekommen sie immer noch genug /zuviel geld.
Der Zusammenhang war mit den Kindergärten, da gibt es (noch) keine Lehrstellen. Es wurde Gruppenschließung angedroht, die sie mit der Kleinkindgruppe umgangen sind. Gruppenschliessung=Personalkürzung.

Nach deinem Modell gäbe es nämlich auch ganz 'tolle' Schulen, die die Kinder mit Bussen abholen, irgendwann am Abend wieder daheim abliefern, sie mittags mit Würstchen und Pommes füttern und am Ende vom Schuljahr haben alle gute Noten in den Zeugnissen stehen.Nein, es gäbe einfach schulen, die die Bedürfnisse der Eltzern und Kinder ernstnehmen würden, weil Ihr Erfolg, Ihr Job etc davon abhängt und Lehrer wie ELTERN die art von Schule wäjhlen könnten, die Ihren Vorstellungen entspricht. Es ist wie mit dem Telefon, seid die Anbeieterwahl frei ist, kannst du denjenigen wählen der zu Dir und deiner situation am besten passt und es gibt viele Angebote
Diese Einrichtungen wären dann vorallem bei den gleichgültigen Eltern beliebt, die ihre Kinder gerne den Tag über vom Acker hätten und sich über gute Zensuren ohne viel Arbeit freuen würden.
Waghrscheinlich würde es auch solche geben, aber da nicht alle Eltern so denken, eben auch andere, die ähnliche Vorstellungen haben wie Du. Und der nebeneffekt, alle würden sich anstrengen und so besser werden..
Dann gäbe es diese Schulen also doch ;). Es gibt ja genug Eltern, die einen solchen Bedarf haben. Du wiedersprichst dir hier dermaßen. Es werden nicht ALLE besser.
Der Vergleich mit dem Telefon ist genauso unpassend wie beim letzten Mal.

Du hast mir leider immer noch nicht beantwortet, wie du die Kinder aus ungebildeteren Familien erreichen möchtest mit deinem Vorschlag. Es machen sich nur die Eltern über die verschiedenen Angebote kundig, deren Kinder sie eigentlich nicht benötigten weil sie vom Elternhaus genügend Bildungsinhalte vermittelt bekommen. Du unterschätzt die Leute. Leute die selber entscheiden können und müssen,, wo sie das Brot einkaufen wollen, oder welchen Telefonanbieter sie wählen wollen, können auch entscheiden welche schule sie hre Kinder schicken wollen. Und vielen wenighger gebildeten Leuten ist eine gute Schule für Ihre Kinder auch wichtig, schliesslich sollen es die kinder mal besser haben... ist so eine redewendung.
Nein, ich unterschätze hier niemanden, ich hatte nur schon zuviel mit solchen Menschen zu tun um so illusioniert wie du zu sein. Ich rede hier nicht von WENIGER GEBILDETEN Leuten, sondern von UNGEBILDETEN. Von Leuten, die überhaupt kein Brot einkaufen für ihre Kinder! Familien, die seit Generationen keinen Arbeitsplatz mehr hatten. Familien deren Lebensmittelpunkt der häusliche Fernseher ist.
Oder von Einwandererfamilien, die es nach Jahren noch nicht geschafft haben Deutsch zu lernen. Ja diese Familien gibt es und sie stellen einen immer größer werdenden Anteil der Kinder.

Was sollen die Schüler tun, die aus verschiedenen Gründen nicht auf eine gute Schule gehen können?
Viele gründe gibt es da nicht. Ausserdem habe ich nie geschrieben, dass alles gut dadurch würde, aber wenn es sogar nur einigen besser gehen würde wäre es ja schon gut. Ohne Spezialfälle kommt übrigens kein Modell aus, auch das heutige nicht.
Es geht primär darum, dass diese 'Spezialfälle', also die benachteiligten Kinder endlich mal eine Chance haben.
Nicht ob es einzelnen Kindern besser geht. Das ist natürlich zu befürworten aber im Vergleich zu den Problemen, die diese Kinder haben und auch haben werden, geht es unseren sehr gut. Ja auch du hast privilegierte Kinder. Es darf nicht sein, dass die, die sich eh nicht wehren können bei der Sache draufzahlen. DU kannst das beste für deine Kinder tun, deine Kinder brauchen die perfekte Schule nicht so dringend wie andere.
Ich sagte übrigens nirgends, dass das heutige Modell gut sei ;)

Schau dir doch mal die Hauptschulen an in Deutschland. Das ist genau das, was mit den Grundschulen passieren würde. Es würde Schulen geben, die nur noch Verwahranstalten wären.
Du sagts es ja selber, mit dem jetzigen system geht es ja immer mehr in diese Richtung. Und unterprivilegierte haben keine Chanche. Mit der freien Schulwahl könnten jedoch viele davon eben auch an eine bessere schule gehen.
Bla, bla, bla. Siehe oben.

Auch würde es mich interessieren, wie deine Schulen damit umgehen sollen, wenn mehr Schüler sich anmelden möchten als sie aufnehemn können?
Mann würde mehr Lehrpersonen einstellen und zusätzlich Platz einmieten. Gab mal so eine Phase bevor die sCHULE UMZOG. Eine kleine Privatschule kann da sehr schnell und flexibel walten und entscheiden.
Naja, die Privatschule, die ich besuchte, hätte diese Möglichkeiten nicht mehr. Vor 10 Jahren wurde das Internat abgeschafft, damit ein paar Klassenräume mehr entstehen konnten. Das kann es aber auch nicht sein, oder?

Es ist sicher nicht die Lösung des Schulproblems
es istb eine Massnahme die mittelfristig wesentliche besserungen bringen würde, ohne alles gleich lösen zu können.

Das empirische Hauptresultat ist, dass der Schulerfolg für benachteiligte Lernende durch Massnahmen wie Rechenschaftspflicht, Autonomie und Schulwahl eher verbessert als verschlechtert wird. Speziell die zusätzlichen Wahlmöglichkeiten, erzeugt durch öffentliche Finanzierung nichtstaatlicher Schulen, führt zu einer starken Reduktion der Abhängigkeit des Schulerfolgs vom sozio-ökonomischen Status der Lernenden.
Dies ist ein Auszug aus dem oben geposteten Link. Die freie Schulwahl ist in dem Zusammenhang erwähnt, dass es den Ärmeren auch möglich sein soll, private Schulen zu besuchen (dem gebe ich Recht, das darf keine Sache von Geld sein). Ansonsten sind die von mir erwähnten Dinge wie Kontrolle von oben und mehr eigene Entscheidungen wichtig für den Erfolg der Kinder. Es geht nicht darum, dass ein System geschaffen werden soll, bei dem der Schwächste verliert!

Die Grundschule sehe ich als Vorbereitung auf die weiterführende Schule. Sie muss allen Kindern eine ähnliche Chance auf Weiterbildung verschaffen.
Da kommt mir gerade das Bild in den Sinn, wo einer zu einem Baum zeigt und den Tieren (Elefant, Seelöwe, Affe, Hund und Katze sagt: Damit alle die gleiche Chanche haben, klettern sie auf diesen Baum.
Das ist dein Bild. Mein Bild zu diesem Thema sieht die Schule eher als eine Einrichtung an, die die Kinder dort abholt, wo sie gerade stehen und sie je nach Bedarf weiter fördert. Dies habe ich auch schon in einem anderen Thread so geschrieben, von daher verstehe ich deinen Kommentar hierzu überhaupt nicht.
Falls du dafür einen Vergleich brauchst: Nimm deine drei Kinder. Sie sind alle drei verschieden, eines laut deinen aussagen noch etwas mehr als die anderen beiden. Du liebst sie alle drei, behandelst sie aber automatisch alle ein wenig unterschiedlich. Je nachdem, was für das jeweilige Kind gerade gut ist. Das gleiche erwarte ich von der Schule.

Zu diesem Grundstock gehört für mich auch eine gewisse Selbstständigkeit. Die bekommen die Kinder nicht, wenn ich sie im Auto umherkutschen muss.
Es gibt Kinder die nicht herumkutschiert werden und trotzdem unselbstständig sind und umkehrt. Das ist ein Selbstständigkeitskriterium von vielen. Natürlich ist das herumkutschieren trotzdem ein ganz klarer Nachteil. Aber kaum etwas und schon gar keie schule ist ideal. Es ist immer ein Abwägen von den Vorteilen und Nachteilen und so nimmt man halt auch einen nachteil in Kauf.
Darum geht es aber. Dass die Schulen am Ort dem Ideal so nah wie möglich kommen. Die Kinder mit extra besonderen Bedürftnissen kann man dann immer noch herumkutschieren.

Ein paar Jahre später wundern sich die Kinderärzte warum unsere Kinder so unsportlich sind
Meine drei Kinder sind alle trotzdem sehr sportlich. Der älteste sicher der sportlichste des ganzen Dorfes in seinem Alter. Auch das ist ein Kriterium. Teilweise kann man es aber uach ausgleichen, meine gehen zb in einen Fuussballclub wo gleichzeitig wiederum die lokalen Kontakte geknüpft werden können.
Nichts ist Ideal, alles hat nachteile, die Gesamtheit macht es aus.
Das ist schön für deinen Ältesten, eines deiner drei privilegierten Kinder :wave:
bla, bla, bla... nicht alle Kinder sind privilegiert... bla, bla, bla...manche Kinder haben noch nie ein Verein kennen gelernt... bla, bla, bla...nicht von dir auf andere schliessen... bla, bla, bla...
Manchmal glaube ich, ich rede gegen eine Wand :confused:


Es muss Sorge dafür getragen werden dass alle Schulen den gleichen guten Service anbieten können.
Das ist erstens nicht machbar und zwietens sogar unmöglich, da es nicht DEN guten Service für alle gibt, sondern nur den spezifisch guten Service
Ein guter Service zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die spezifischen Bedürfnisse so weit als möglich eingeht. Siehe meinen Beitrag auf deinen Beitrag mit den Affen.

Und das passiert nicht durch Konkurrenz. (bei uns sind die Telekommunikationsunternehmen nur GÜNSTIGER geworden, nicht aber besser durch die Konkurrenz ).
Ruf den Anbieter an und sage, dass du gleich viel wie früher zahlen willst. Er wird Dir dann sicherlich etwas dafür bieten das besser ist als früher. Ich kann nebenbei heute günstiger telefonieren, Fernsehen schauen, Internet etc alles über das Telefonkabel. Dazu gibt es auf Wunsch mehrere linien und vieles mehr. Ausserdem noch verschiedenen Angebote, je nach meinen telefonbedürfnis (Anzahl und Länge der telefone, telefonzeiten, etc) kan ich das für mich beste wählen. Und das für mich beste muss nicht das beste für den nachbar sein, der kann sich das für sich beste wählen.

Schon wieder das Telefon :rolleyes:
Wenn ich meinen Anbieter anrufe und ihm sage, dass ich das gleiche zahlen will wie früher lacht er mich aus und fragt ob er mir die Kündigung schicken darf. Früher hat der Anschluss etwas über 20 DM gekostet ;). Dazu noch Gesprächskosten Alles in Allem also ca. 50 DM, 25 €. Mit etwas langsamem Internet waren wir dann bei 100 DM.
Die Verbesserungen von denen du sprichst kamen von den technischen Möglichkeiten, die wären auch ohne Konkurrenz gekommen. Nur eben teurer.



Ich finde, du bist auf dem richtigen Weg dich für eine Verbesserung der Schulen einzusetzen. Nur der isolierte Weg über freie Schulwahl wird nicht zu dem von dir propagierten Erfolg führen. Die anderen Punkte sind bedeutend wichtiger.
Aber ich habe eh den Eindruck bekommen, dir geht es hauptsächlich um eine bessere Bildung für DEINE Kinder. Ihnen (sowie auch meiner Tochter) würde es sicherlich etwas bringen, sie sind privilegiert genug die neuen Möglichkeiten auch zu nutzen.
Dass andere Familien ganz andere Probleme haben könnten ist dir nicht bewusst. In deiner Welt gibt es keine Familien ohne Auto, keine Arbeitnehmer, die keine Bus-/Zughaltestelle in ihrer Nähe haben, keine Menschen, die nicht wissen wie man Kinder einigermassen gesund ernährt. Wir kommen wohl nicht nur aus unterschiedlichen Ländern, sondern aus unterschiedlichen Welten.

Ich habe Horror davor, dass es meiner Tochter in der Schule genauso ergehen könnte wie mir. Dass sie gelangweilt rumsitzt und eventuell noch Probleme bekommt, wenn sie unter der Bank liest. Deswegen würde ich aber trotzdem keine einseitigen Lösungsvorschläge propagieren, welche die weniger begabten Kinder noch mehr schwächen würde. Das ist das, was mich an deiner Argumentation stört: Du gehst von dir aus, von deinen Kindern.
 
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Hallo Cherry

Nein, kein einziger ist privat. Alle sind städtisch, bei allen zahlt man den gleichen Beitrag.
Das hätte mich auch sehr gewundert. Dann ist es eben gar keine freie Wahl mehr, weil alle unabhängig der Unterrichtsqualität und der anzahl Kinder den Lohn etc bekommen.

Schön dass deine Arbeitsstelle Bahnanschluss hat, das ist nicht selbstverständlich.
Ich weiss, aber man kann sich die telle auch etwas suchen. Dazu die Bahnfahrt alleine macht nur knapp die Hälfte der zeit aus

Die Schulen können sich aus baulichen Gegebenheiten nur begrenzt vergrößern.Also Ortschaften wo man weder etwas kaufen, bauen noch Räume mieten kann, sind seeeehr selten

Dann gäbe es diese Schulen also doch . Es gibt ja genug Eltern, die einen solchen Bedarf haben. Nicht alle Eltren haben genau den gleichen Bedarf, weshalb es nur in wenigen Fällen eine Schule gäbe die in allen Punkten genau das erfüllt was für Eltern und Kind das beste ist. Aber Schulen wo einige oder sogar viele von den wichtigen Punkten erfüllt würde, gäbe es sicher.

Es werden nicht ALLE besser.
Das stimmt, aber sehr viele.

Nein, ich unterschätze hier niemanden, ich hatte nur schon zuviel mit solchen Menschen zu tun um so illusioniert wie du zu sein. Ich rede hier nicht von WENIGER GEBILDETEN Leuten, sondern von UNGEBILDETEN. Von Leuten, die überhaupt kein Brot einkaufen für ihre Kinder! Familien, die seit Generationen keinen Arbeitsplatz mehr hatten. Familien deren Lebensmittelpunkt der häusliche Fernseher ist.
Oder von Einwandererfamilien, die es nach Jahren noch nicht geschafft haben Deutsch zu lernen. Ja diese Familien gibt es und sie stellen einen immer größer werdenden Anteil der Kinder.

Auch hier, es gibt die ideallösung die allen hilft nicht. Aber die heutige ist ja auch nicht gut. Also ist jede Lösung die für viele wenn auch nicht alle besser wird, besser.
Das Problem von den LANGARBEITSLOSEN IST JA PRIMÄR kein Schulproblem, sondern wirkt sich einfach auch massiv auf die schule aus. Deshalb kann es abe auch nicht mit einer Schullösung gelöst werden.
Zu Zuwanderer Die haben oft engen zusammenhang und würden dadurch schnell erfahren, welche schule für sie gut ist. Ausserdem sind es oft diejenigen, die möchten, dass es Ihren Kindern besser geht als Ihnen selber und deshalb an guten schulen interessiert sind. Die sogen. Secondos 8I) in der Schweiz werden heute deshalb als die besseren Schweizer bezeichnet. Deren Elternn können aber noch heute manchmal schlecht deutsch.

Es geht nicht darum, dass ein System geschaffen werden soll, bei dem der Schwächste verliert!
Das ist richtig, aber in diese Richtung geht es ja im moment. Die begüterten wechseln einfach in eine privatschule wenn das der unterricht schlecht ist. Dadurch wird der unterricht noch schlechter und auch die halbbegüterten gehen... am schluss sind die ärmsten wirklich die Ärmsten.
Speziell die zusätzlichen Wahlmöglichkeiten, erzeugt durch öffentliche Finanzierung nichtstaatlicher Schulen, führt zu einer starken Reduktion der Abhängigkeit des Schulerfolgs vom sozio-ökonomischen Status der Lernenden.
Wenn die freie Schulwahl nur öffentliche Finanzierung nichtstaatlicher Schulen wäre, dann ist das so. Wenn man dem aber entgegenhält, dann nicht. Bsp: Wenn alle Schulen gleich teuer sind, dann kann sich die jeder leisten. Also nur Schulen die nichts verlangen, werden unterstützt. Wenn dazu zb keine intellektuellen Anforderungen für den Eintritt gestellt werden, dann können auch schwächere schüler uin jede Schule.

Das ist dein Bild. Mein Bild zu diesem Thema sieht die Schule eher als eine Einrichtung an, die die Kinder dort abholt, wo sie gerade stehen und sie je nach Bedarf weiter fördert.
Das ist die Folge meines Bildes. Nur steht nicht jedes Kind am gleichen Ort, wie der Affe und der Elefant nicht gleiche Voraussetzungen mitbringen. Deshalb ist eine möglichst angepasste Förderung auf den Stand, Interesse, Umfeld, stärken und schwächen des kindes ideal. Dies ist aber unmöglichm, wenn diese bei jedem Kind völlig anders ist. Also wird man es einigen nicht recht machen können, oder allen nur zur Hälfte recht machen.

Du liebst sie alle drei, behandelst sie aber automatisch alle ein wenig unterschiedlich. Je nachdem, was für das jeweilige Kind gerade gut ist. Das gleiche erwarte ich von der Schule.
Dass kann eine Schule eben nur bis zu einem gewissen Grad, weil zu viele unterschiedliche "was gerade gut ist" bestehen.

Darum geht es aber. Dass die Schulen am Ort dem Ideal so nah wie möglich kommen. Die Kinder mit extra besonderen Bedürftnissen kann man dann immer noch herumkutschieren.Die Schulen am ort würden besser wie der frühere monopolistische TELEFONANBIETER BESSER WURDE WEGEN DETR KONKURRENZ.
Die Kinder mit extra besonderen Bedürftnissen kann man dann immer noch herumkutschieren.
Und wo ist die Grenze bezüglich der besonderen Bedürfnisse? Wer entscheidet wo die grenze ist nach welchen Kriterien? Wieso darf es keine Schule geben, die für Kinder mit einem ähnlichem speziellem Bedürfnis optimal fördern können, oder darf es die nur geben wenn die Eltern zahlen können?

Das ist schön für deinen Ältesten, eines deiner drei privilegierten Kinder Ja, aber das Privileg war nicht gratis und damit meine ich nicht nur das finanzielle.
Wenn Kinder nicht in einen Verein gehen etc ist das auch kein schulisches Problem und somit kann das Schulksystem das nicht lösen.

Ein guter Service zeichnet sich dadurch aus, dass er auf die spezifischen Bedürfnisse so weit als möglich eingeht
Exakt, deshalb die freie schulwahl, weil dies damit eher möglich ist. Bsp Computerkurs: Es gibt leute die beherrschen den Internetexplorer gut und zB das Word schleecht und es gibt gerade das umgekehrte. Meinst Du nicht, das wenn man je eine Klasse für die beiden gruppen schaffen würde, man besser auf die spezifischen Bedürfnisse eingehen kann, als wenn es zwei durchmischte Klassen geben würde?

Die Verbesserungen von denen du sprichst kamen von den technischen Möglichkeiten, die wären auch ohne Konkurrenz gekommen. Nur eben teurer
das ist richtig. Aber die verschiedene Preispläne und vieles (von denen man dasjenige wählen kann, was den eigenen Anforderungen/Umfeld entspricht) mehr ist nicht technisch und wäre kaum gekommen.

Nur der isolierte Weg über freie Schulwahl wird nicht zu dem von dir propagierten Erfolg führen. Die anderen Punkte sind bedeutend wichtiger.
Gemäss Erfahrung schon. Die freie schulwahl ist nicht selbstzweck, sondern ist das Fahrzeug mit dem man am besten und schnellsten für möglichst viele die wichtigen Punkte erreicht.

Aber ich habe eh den Eindruck bekommen, dir geht es hauptsächlich um eine bessere Bildung für DEINE Kinder.
Wieso? Ich kann ja, aber die anderen nicht. Wenn die ferie Schulwahl umgesetzt würde, stünden allen die Möglichkeit offen, nicht nur mir und einigen relativ wenigen.
Ausserdem sogar der Weg, der schnellst, bauert trotzdem Jahre, wenn Du die Politik kennst.

Dass andere Familien ganz andere Probleme haben könnten ist dir nicht bewusst.Oh doch, ich sehe täglich Leute die das nicht können was ich kann, es aber könnten wenn sie nebst den Steuern für die schule nicht auch noch das Schulgeld der privatschule aufbringen müssten.

In deiner Welt gibt es keine Familien ohne Auto, keine Arbeitnehmer, die keine Bus-/Zughaltestelle in ihrer Nähe haben, keine Menschen, die nicht wissen wie man Kinder einigermassen gesund ernährt.
Diese aussage ist nicht fair. Habe nie gesagt, dass ein Schulsystem für alle immer besser ist als das heutige. Und es gibt kein perfektes Schulsystem für alle.
Einigen wird es vieleicht nichts bringen, abe das ist kein Grund es nicht zu tun, wenn die grosse mehrheit profitieren würde. Ausserdem würde wegen der konkurrenz eben auch di Dorfschule besser, so wie der OPreisplan und di Presie auchj beim ehem monopolistischen Telefonanbieter wegen der Konnkurrenz besser wurde. Deshalb gibt es auch tendenziell verbesserungen für diejenigen die nicht oder kaum wechseln können oder nicht wollen.

Deswegen würde ich aber trotzdem keine einseitigen Lösungsvorschläge propagieren, welche die weniger begabten Kinder noch mehr schwächen würde.
Also wie ich auch! Mit der definition / Einschränkungen die ich erwähnt habe, zeigt sich auch in der Praxis, dass grossmehrheitlich weniger begabte Kinder bzw solche aus unterprivilegierten Schichten kommen, davon profitieren werden

>Deshalb stimmt Du gehst von dir aus, von deinen Kindern.das nicht.
 

KimS

Hallo Beat,

Wie soll denn "Freie Marktwirkung" im Schulsystem optimal funktionieren? Das ist überhaupt nicht möglich weil die "Kunden" eine Pflicht haben. Also ist da von vorneherein schon etwas ziemlich aus dem Gleichgewicht.

Ausserdem verstehe ich nicht so gut wie die "Promotion" von der Freien Marktwirkung zu vereinigen wäre mit den tiefsten Grundlagen vom Christliche Glaube.

Zu den Text mit den Baum, Affe, Hund, Katze ..... Das verstehe ich überhaupt nicht, könntest Du mal erklären was Du damit gemeint hast, und wie das in Zusammenhang mit dem Konkreten Thema gesehen werden sollte? *Kopfkratz*....

Hm. Bei uns gibt es Freie Schulwahl und auch jede menge von Unterschiedichen Schulformen, (Montessori, Glaubensorientiert, Oeffentlich usw.) und soviel ich weiss auch 'n Art "Belohnungssystem". Würde dieses System jetzt Kommerzialisiert, wäre zu erwarten dass die Probleme die es jetzt schon gibt sich weiter vergrössern...

Ausserdem, ist es nicht so dass Du auch gemerkt hast dass bei weitgehender Marktwirkung, es eher zu Qualitätsverlust kommt da wo die Mitarbeiter Kundenkontakt haben? Die müssen immer Mehr für weniger machen, damit die Gewinne für die Geschäftsführung optimalisiert werden können. "Kunden werden "angebellt", weil die mitarbeiter ständig überfordert und gestresst sind. Für die Geschäftsführung ist dies oft kein Thema, weil die sich sehr wohl bewusst sind von ihrem Machtsposition, der Kunde hat zwar "Freie Wal" aber wenn alle es so machen, was oft der Fall ist, ist das mit der Freie Wahl eine riesengrosse Illusion!

Ausserdem, ich denke es liegt im Allgemeinen oft weniger am System, sondern an der Mentalität der dahinter Steckt.

Herzliche Grüsse,
Kim
 
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Hallo Kim

Na ja die Kunden haben quasi auch eine Pflicht etwas zu essen, sonst sterben sie. Ausserdem gibt es in den meisten Kantonen der Schweiz nur eine Bildungspflicvht, nicht einmal eine schulpflicht. Dh das Eltern verpflichtet sind Ihrem Kind Bildung zukommen zu lassen und das ist ja gut oder? Üblich ist es, dass man dies mittels schule macht.
Daraus kein Markt abzuleiten wäre also wie wenn Du sagen würdest es gäbe ekein Nahrungsmittel markt, weil jeder essen müsse,

Bei uns gibt es Freie Schulwahl und auch jede menge von Unterschiedichen Schulformen, (Montessori, Glaubensorientiert, Oeffentlich usw.) und soviel ich weiss auch 'n Art "Belohnungssystem".
Na super, von wo kommst du den her?

Ausserdem verstehe ich nicht so gut wie die "Promotion" von der Freien Marktwirkung zu vereinigen wäre mit den tiefsten Grundlagen vom Christliche Glaube.Ichmeine ja nicht die uneingeschränkte kapitalistische freie marktwirtschaft. Die Freiheit ist ja grundsätzlich christlich und nichts schlechtes. Die faslche andhabung der Freiheit ist nicht gut, deshalb werden eben Eltern verpflichtet Ihre Kinder zu bilden bzw in deie schule zu schicken, damit nicht irgendwelche eltern Ihren Kindern keine Bildung zukommen lassen und das ist ja so gut oder?
Würde dieses System jetzt Kommerzialisiert, wäre zu erwarten dass die Probleme die es jetzt schon gibt sich weiter vergrössern...
Das habe ich auch nicht so gefordert. Wenn jedes Schulkind bzw Eltern einen bildungsgutschein bekommt, mit dem man ohne zu zahlen jede schule besuchen kann die man will, reicht das schon für freie schulwahl.

Ausserdem, ich denke es liegt im Allgemeinen oft weniger am System, sondern an der Mentalität der dahinter Steckt.
ei jedem System kann das ein grosses Problem sein.
 

KimS

Hallo Beat,

Du schriebst irgendwo in diesem Thread dass bei Freie Marktwirtschaft aus Bedürfnis (aus der Markt) bessere "Produkte" entstehen. Ich möchte darauf hinweisen dass in der Freie Marktwirtschaft üblicherweise mit Werbung und Marketingtechniken gearbeitet wird, und hauptprinzip dabei ist das "Anzüchten" von "Bedürfnis" aus Interesse, schwaches Verlangen/Wünsche, im Unterbewusstsein der Kunden. Ich wollte dies erwähnen, weil es also im Durchschnitt eher das Umgekehrte ist von dem was Du geschrieben hast, und nebenbei es m.E. beiträgt an dieser "Ratrace"-immer ähnlichere Gesellschaftsform. Dass man von diese Prinzipien sich Bewusst ist, trägt denke ich mal bei zu ein realistischeren Blick auf die Gesellschaft(liche Entwicklungen).

Du fragtest wo ich herkomme: Ich komme aus einem Land wo die Eltern in den Grenzgebieten massal ihre Kinder in's Nachbarland in die Grundschule schicken, weil unser system nun nicht gerade vorbildlich funktioniert, sowohl in die Grosstädte als "auf 'm Flachland", die Qualität des Unterrichts ferne von optimal ist.

Dann möchte ich noch mal hinweisen auf das "Nebeneffekt" der Segregation (abtrennung von Sozial unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft) dass entsteht bei Freie Schulwahl. Dies ist in bestimmter Hinsicht auch schon mehrmals von Cherry angesprochen. Das Phänomen der Segregation ist bei unser System wo es die freie Schulwal gibt, ein Aktuelles und trägt auch bei an aktuelle gesellschaftliche Probleme.

Ausserdem geht es ja bei der Schule nicht nur um "Ausbildung" im Sinne der Ernährung des Gehirns mit Wissen, sonder auch um Lernen in der Sozialen Umgang. So fände ich es sehr gut wenn Kinder mit möglichst unterschiedlichsten Hintergrunde einander von Jung an kennenlernen, und nicht auf künstlicher weise komplett getrennt aufwachsen, exclusiv in ihre "eigene sozialen Nichen".(Tut Einem irgendwie denken an das "Kastensystem"...) Denn daraus entstehen meiner Meinung nach zukunftlich eher Probleme, auf Mikro- (individuelles Niveau, bei allen Heranwachsenden) und Makroniveau (u.A. sozialen Umgang und gesellschaftlich). Kennt Ihr bei Euch auch das Sprichwort "Unbekannt ist Unbeliebt/Ungeliebt"? Für eine "Christliche" oder soziale, (v)erträgliche Gesellschaft sollte meiner Meinung nach dieses "Unbekannt" sein mit anderen nicht gefördert werden, und schon gar nicht von Klein an. Klar, ist es dann auch wenn die Kinder alter werden, dass jeder passend zu seine Talente unterschiedliche wege geht, und für die Weiterbildung es auch unterschiedliche Schulformen u.s.w. gibt... Das ist aber eine andere Sache denke ich.

Und ich denke auch noch mal dass eben so wichtig als Ausbildung, Sport usw. der Spass an Allem für die Lernende Kinder ist!. Wer Spass hat im jungen Leben auch und beim Lernen, ist allgemein Glücklicher, lernt schneller,
entwickelt sich stabiler, und gesunder.

Ich würde sagen, wichtiger ist es meiner Meinung nach in allen Schulen die Qualität zu Fördern, und da gilt m.E. das die Freie Marktwirkung und Kommerzialisierung weitaus nicht die optimale Lösung wäre...

Herzliche Grüsse
Kim
 
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