Frau Pollack von Parnegg

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(Frau Pollack von Parnegg, die Gattin eines geadelten und getauften Wiener Industriellen, hat wirklich gelebt. Sie war eine populäre Figur. Man behauptet, ihre eigenen Söhne hätten alle Aussprüche, die man ihr unterschob, gesammelt und ihr jeweils unter dem Titel „Muttermund“ dargebracht.)


In Wien hieß eine koschere Würstelei „Piowati“ und eine koschere Konditorei gehörte einem Herrn „Tonello“.
Kommerzienrat Braun zu Herrn Pollak: “Sagen Sie mal, Ihre Gattin erzählt überall, Sie seien eifersüchtig wie Piowati. Was bedeutet das?“
Herr Pollak: „Das ist ganz einfach. Meine Frau meint, eifersüchtig wie Othello. Und um sich „Othello“ zu merken, denkt sie an Tonello. Und Tonello verwechselt sie mit Piowati.“


Frau Pollak: „Nein, Herr Baron, was einem doch die Kinder –sie sollen leben bis hundert Jahr! –für Freuden machen! Ich sag Ihnen: Mein Haus ist schon das reinste Freudenhaus!“

Neuer Flügel bei Pollaks. Die Gäste bewundern ihn: „Spielen Sie vierhändig auf ihm?“
Frau Pollak, beleidigt: „Bin ich e Aff?“


Herr von Prochaska sitzt beim Diner neben Frau von Pollak und erzählt ihr: „Mein Name ist tschechisch, Frau Baronin, und heißt auf Deutsch ‚Spaziergang’.“
Als die Gesellschaft den Tisch verlässt, um sich in den nächtlichen Park hinauszubegeben, fasst Frau von Pollak ihren Nachbarn kokett unter den Arm und sagt schelmisch: „Kommen Sie, Herr Kommerzienrat, machen wir zusammen einen kleinen Prochaska!“

Frau von Pollak ist mit ihrer Tochter nach Paris gereist. Die Tochter hat die Fahrt nicht gut vertragen und liegt halb ohnmächtig auf dem Sofa. Frau von Pollak läutet nach dem Stubenmädchen, welches mitleidig ausruft: „Toute malade!“ (Ganz krank! Böhmisch-Deutsch: Tut ma lad = tut mir leid.)
Frau von Pollak. „Dass Sie eine Böhmin sind, ist ja schön, dass meine Tochter Ihnen leid tut, auch. Aber sagen Sie mir endlich: Was heißt Oh dö Kolonje auf französisch?“


Musikabende bei Pollaks. Der Geigenvirtuose fragt, ob der dem verehrten Publikum die a-Moll oder c-Moll-Beethovensonate zu Gehör bringen solle. Darauf entscheidet Frau Pollak:
„Erst spielen Sie a mol, und wenn es den Gästen gefällt, dann können Sie es meinetwegen auch zeh mol spielen.“



Also ich mag die Frau irgendwie....;) :)
 
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